Olde English Bulldog

Geschichte, Wesen & Haltung

Der Olde English Bulldog (manchmal auch Olde English Bulldog  oder Old British Bulldog genannt) ist ein Kraftpaket unter den Hunderassen. Mit seinem freundlichen und menschenbezogenen Charakter ist er ein toller Begleiter in allen Lebenslagen. Manchmal erscheinen diese Hunde etwas tollpatschig und unterschätzen dabei oft ihre Kraft. Wenn ihr einen Hund sucht, der euch fordert, ist ein Olde English Bulldog die perfekte Rasse für euch.

Geschichte des Olde English Bulldog

Die Geschichte des Olde English Bulldog reicht bis ins Mittelalter zurück. Zu dieser Zeit waren diese stämmigen Tiere vor allem für ihre Rolle in Wettkämpfen gegen Stiere bekannt. Ihre kurze Schnauze und der massige Körperbau waren ideal, um sich im Körper des Bullen festzubeißen. Nach dem Verbot blutiger Tierkämpfe in Großbritannien im Jahr 1835, darunter auch Bullenhetzen und Hundekämpfe, verlor die Rasse ihren ursprünglichen Zweck, und ihre Population ging drastisch zurück.

Mittelalterliche Ursprünge und Verfall

  • Bekannt seit dem Mittelalter: Einsatz in Bullenhetzen und Hundekämpfen.
  • Verbot von Tierkämpfen 1835: Führte zum Rückgang der Englischen Bulldoggen.
  • Fast ausgestorben: Nur wenige Züchter behielten ihr Interesse an dieser Rasse.

Die Englische Bulldogge des 20. Jahrhunderts litt unter extremen Zuchtpraktiken, die zu gesundheitlichen Problemen führten. Dies weckte den Wunsch nach einer natürlicheren Form der Bulldogge. Die Olde English Bulldogge sollte das ursprüngliche Aussehen der Englischen Bulldogge zurückbringen. Der Amerikaner David Leavitt begann 1971 mit einem Zuchtprogramm, inspiriert durch Bilder von Hunden aus dem 19. Jahrhundert. Er kreuzte den American Bulldog und den Bullmastiff mit der Englischen Bulldogge und schuf so die Olde English Bulldogge. Leavitt legte besonderen Wert auf Gesundheit, sportliches Aussehen und ein friedliches Wesen.

Zucht im 20. Jahrhundert

  • David Leavitt’s Zuchtprogramm: Beginn 1971 zur Wiederherstellung des ursprünglichen Bulldoggen-Aussehens.
  • Zuchtziele: Gesundheit, sportliches Aussehen, friedliches Wesen.
  • Kreuzungen für die Rasse: American Bulldog, Bullmastiff und Englische Bulldogge.

Erscheinungsbild der Olde English Bulldog

Die Olde English Bulldog ist eine faszinierende Hunderasse mit einem charakteristischen Erscheinungsbild. Dieses Erscheinungsbild ist das Resultat einer gezielten Züchtung, die sowohl die körperliche Stärke als auch das einzigartige Temperament dieser Rasse hervorhebt.

Physikalische Merkmale

  • Kopfform und Körperbau:
    • Kopf: Groß und kräftig mit einer breiten Schnauze und gefurchter Stirn.
    • Körper: Muskulös, kräftig und großknochig, jedoch agil und athletisch​​.
  • Größe und Gewicht:
    • Männlich: Gewicht zwischen 65 und 130 Pfund, Höhe zwischen 19 und 25 Zoll.
    • Weiblich: Gewicht zwischen 60 und 120 Pfund, Höhe zwischen 18 und 24 Zoll​​​​.

Fell und Farbgebung

  • Textur und Länge des Fells:
    • Fell: Kurz und grob, in den Farben Weiß mit roten, grauen oder gestromten Flecken; oder einfarbig in Falb, Rot, Schwarz oder Schwarz & Weiß​​.
    • Pflege: Regelmäßiges Bürsten und Reinigen der Hautfalten zur Vorbeugung von Hautreizungen​​.

Charakteristische Merkmale

  • Schädel, Schnauze und Ohren:
    • Schädel: Breit und kräftig.
    • Schnauze: Quadratisch, weit und tief.
    • Ohren: Können aufrecht oder hängend sein.
  • Standards und Variationen:
    • Erkennung durch Zuchtvereine: Der Olde English Bulldogge wird von verschiedenen Kennel Clubs anerkannt, mit spezifischen Standards für Aussehen und Gesundheit​​.

Vergleich mit verwandten Rassen

  • Olde English Bulldog vs. Englische Bulldogge und andere Bulldoggenrassen:
    • Die Olde English Bulldog ist athletischer und hat eine bessere Atemkapazität im Vergleich zur Englischen Bulldogge.
    • Sie unterscheidet sich in Größe, Körperbau und Temperament von verwandten Rassen wie dem American Bulldog und Bullmastiff.

Das Erscheinungsbild der Olde English Bulldog spiegelt ihre Stärke, Ausdauer und liebevolle Natur wider. Ihr einzigartiges Aussehen und ihre Anpassungsfähigkeit machen sie zu einer beliebten Wahl für Hundefreunde weltweit.

Wesen und Charakter

Die Olde English Bulldog zeichnet sich durch eine freundliche und offene Art aus, die es ihr ermöglicht, schnell eine Bindung zu Menschen, auch Fremden, aufzubauen. Trotz ihrer körperlichen Stärke und ihres ungestümen Verhaltens sind sie liebevolle und verspielte Familienhaustiere. Sie zeigen eine besondere Zuneigung zu ihren Familienmitgliedern und sind dafür bekannt, stets an der Seite ihrer Besitzer sein zu wollen.

Persönlichkeit und Verhalten

  • Schutzinstinkt: Diese Rasse ist bekannt für ihre Schutzfähigkeit und Entschlossenheit.
  • Freundlichkeit: Olde English Bulldoggen sind umgänglich, freundlich und zärtlich.
  • Spielfreude: Sie lieben das Spielen und zeigen dabei oft einen körperbetonten Stil.
  • Sozialverhalten: Gegenüber anderen Hunden kann ihr Verhalten rüpelhaft wirken, obwohl sie in der Regel nicht aggressiv sind.

Interaktion mit Menschen und anderen Tieren

  • Familienbindung: Sie bauen eine starke Bindung zu Familienmitgliedern auf, einschließlich Kindern, und sind ihnen gegenüber sanft und fürsorglich.
  • Umgang mit Fremden: Sie sind in der Regel freundlich, können aber auch beschützerisch sein.
  • Verhalten gegenüber anderen Haustieren: Bei früher Sozialisierung kommen sie gut mit anderen Haustieren, auch Katzen, aus.

Training und Sozialisierung

  • Trainierbarkeit: Olde English Bulldoggen sind intelligent und lernwillig, aber eine konsequente und positive Verstärkung ist für ein effektives Training notwendig.
  • Herausforderungen: Aufgrund ihrer physischen Stärke ist es wichtig, dass sie gut erzogen werden, um Probleme zu vermeiden.
  • Sozialisierungsbedarf: Frühe und regelmäßige Sozialisierung ist wichtig, um sie an verschiedene Umgebungen und Situationen zu gewöhnen.

Verhaltensmerkmale

  • Schutztrieb: Besitzt einen natürlichen Schutzinstinkt für die Familie.
  • Spielerisch: Neigt zu verspielter und manchmal stürmischer Interaktion.
  • Sturheit: Kann manchmal eine sture Seite zeigen, was Geduld beim Training erfordert.
  • Sozialisation mit anderen Hunden: Kann mit Artgenossen rüpelhaft sein, vor allem mit gleichgeschlechtlichen Hunden, daher ist Vorsicht bei Begegnungen geboten.
  • Interaktion mit Kindern und Fremden: Im Allgemeinen sanft und liebevoll, aber eine angemessene Einführung und Aufsicht sind wichtig.

Training und Erziehung

  • Intelligenz: Hochintelligent und lernfähig.
  • Trainingstechniken: Positive Verstärkung und konsistente Erziehungsmethoden sind effektiv.
  • Früherziehung und Sozialisierung: Wichtig, um ein ausgeglichenes und gut angepasstes Verhalten zu fördern.

Verhaltenstendenzen

  • Schutzverhalten: Kann territorial und beschützerisch sein.
  • Überraschende Verhaltensweisen: Kann unerwartete Verhaltensweisen zeigen, wenn nicht angemessen sozialisiert und trainiert.
  • Energielevel: Hat ein moderates Energielevel, benötigt regelmäßige Bewegung und geistige Anregung.

Die Olde English Bulldog ist eine vielseitige Rasse, die mit der richtigen Erziehung und Sozialisierung ein wunderbares Familienhaustier sein kann. Ihr freundliches und loyales Wesen macht sie zu einem idealen Begleiter, während ihr natürlicher Schutzinstinkt zusätzliche Sicherheit bieten kann. Mit einer angemessenen Erziehung und Training können sie zu zuverlässigen und liebevollen Mitgliedern jeder Familie werden.

Anschaffung eines Olde English Bulldogs

Wenn ihr euch dazu entscheidet, einen Olde English Bulldog zu kaufen, solltet ihr einige Dinge beachten. Die Hunde brauchen aufgrund ihrer körperlichen Kraft und ihrer hohen Intelligenz nicht nur physische, sondern auch geistige Auslastung. Wird ihnen das nicht geboten, können sich bei dieser Hunderasse schnell Langeweile und damit unerwünschte Verhaltensauffälligkeiten entwickeln. Olde English Bulldogs machen im Hundesport, zum Beispiel beim Obedience Training oder Agility, eine sehr gute Figur und haben viel Spaß dabei. Das kurze Fell ist besonders pflegeleicht, allerdings frieren sie im Winter schnell und brauchen bei niedrigen Temperaturen einen Mantel.

Passt der Olde English Bulldog zu mir?

Wenn ihr euch für einen Olde English Bulldog entscheidet, bekommt ihr ein Kraftpaket, bei dem Freundlichkeit auf Eigensinn trifft. Diese lebhaften und fröhlichen Hunde unternehmen gerne etwas mit ihren Menschen, zeigen aber auch oft Eigensinn. Sie haben eigene Ideen, die sie mit Leidenschaft und Kreativität umzusetzen versuchen, und können dabei manche Erziehungsversuche auch gerne ignorieren.

Interaktion mit Kindern und Familienleben

  • Kinderfreundlichkeit: Diese Rasse ist für ihre sanfte und geduldige Natur bekannt, was sie zu idealen Begleitern für Kinder macht. Sie bauen starke Bindungen zu ihren Familien auf und werden oft als treue und loyale Begleiter beschrieben. Ihre verspielte Natur macht sie zu großartigen Haustieren für Familien mit Kindern. Es ist jedoch wichtig, Interaktionen zwischen Hunden und Kindern zu überwachen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten​​​​.
  • Familienbindung: Die Olde English Bulldogge ist eine familienorientierte Rasse. Sie bildet starke Bindungen mit ihren Familienmitgliedern und ist bekannt für ihre Treue und Zutraulichkeit. Diese Hunde sind anpassungsfähig und können sich gut in verschiedene Familienkonstellationen einfügen​​​​.
  • Schutzhund: Trotz ihrer freundlichen Natur gegenüber bekannten Personen, können sie sehr beschützerisch sein. Dies macht sie zu effektiven Wachhunden, die ihre Familie vor Fremden schützen, ohne aggressiv zu sein​​.

Anpassungsfähigkeit an verschiedene Wohnbedingungen

  • Anpassungsfähigkeit: Sie können sich gut an verschiedene Lebensbedingungen anpassen, egal ob in einer Wohnung oder einem Haus mit Garten. Wichtig ist jedoch, ihnen regelmäßige Bewegung und geistige Stimulation zu bieten, um ein ausgeglichenes Verhalten zu gewährleisten​​​​.
  • Wohnungstauglichkeit: Obwohl Olde English Bulldoggen anpassungsfähig sind, ist es wichtig, ihren Bewegungsbedarf zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass sie in einer Wohnungsumgebung glücklich und gesund bleiben.
  • Umgang mit Älteren: Sie werden oft für ältere Menschen empfohlen, da sie eine beruhigende und loyale Präsenz bieten können​​.

Die Olde English Bulldogge ist eine vielseitige und anpassungsfähige Rasse, die sich gut in das Familienleben einfügt. Sie benötigen jedoch eine konsequente Erziehung und Bewegung, um ein ausgeglichenes Verhalten zu gewährleisten. Mit ihrer Familienbindung, Kinderfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Wohnbedingungen ist die Olde English Bulldogge eine ausgezeichnete Wahl für viele Haushalte.

Worauf müsst ihr beim Kauf achten?

Wenn ihr euch für einen Olde English Bulldog Welpen entscheidet, ist es wichtig, einen seriösen Züchter zu finden. Die Welpen dieser Rasse kosten im Regelfall zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Bei günstigeren Angeboten solltet ihr besonders sorgfältig den Züchter überprüfen:

  1. Recherche über Züchter:
    • Online Recherche und Überprüfung der Reputation des Züchters.
    • Nach Erfahrungsberichten und Referenzen suchen.
    • Sicherstellen, dass der Züchter bei einem Kennel Club oder einer Züchtervereinigung registriert ist​​​​.
  2. Besuch beim Züchter:
    • Persönlicher Besuch, um Einrichtungen und Hunde zu sehen.
    • Beurteilung, ob die Hunde gut gepflegt sind und der Züchter transparent über sein Zuchtprogramm ist.
    • Beobachtung des Verhaltens und der Temperamente der Hunde zur Sicherstellung einer guten Sozialisierung.
  3. Wichtige Fragen stellen:
    • Fragen zum Zuchtprogramm, einschließlich Gesundheitstests, genetischer Vielfalt und Sozialisierung.
    • Erkundigung nach der Historie der Hunde, einschließlich Abstammung und Gesundheitsproblemen.
    • Sicherstellen, dass der Züchter bereit ist, Fragen zu beantworten und Unterstützung auch nach dem Kauf zu bieten.
  4. Gesundheit und Temperament:
    • Achtet auf mögliche Gesundheitsprobleme wie Hüftdysplasie, Kirschauge und Hautallergien.
    • Sicherstellen, dass der Züchter gesundheitliche Untersuchungen durchführt und Gesundheitsfreigaben vorweisen kann.

Weitere Empfehlungen

  • Preis: Vorsicht bei deutlich günstigeren Angeboten, da dies auf mindere Qualität oder schlechte Zuchtbedingungen hinweisen kann.
  • Tierschutzoptionen: Überprüft Tierschutzorganisationen, da viele Olde English Bulldogs ein neues Zuhause suchen.
  • Verbandshilfe: Nutzt Vereinen wie dem Club für Olde English Bulldogges für Informationen und Unterstützung.
  • Gesundheitsmanagement: Achtet auf Züchter, die Wert auf langfristige Gesundheit und Gesundheitsüberwachung legen.
  • Familienfreundlichkeit: Wählt Züchtern, die die Familienbindung und Kinderfreundlichkeit der Rasse betonen.

Durch gründliche Recherche und das Stellen der richtigen Fragen könnt ihr sicherstellen, einen gesunden und gut sozialisierten Olde English Bulldog Welpen von einem verantwortungsbewussten Züchter zu bekommen.

Entwicklung und Erziehung des Welpen

Prägungsphase

Die Prägungsphase der Olde English Bulldog Welpen findet zwischen der 4. und 7. Lebenswoche statt. Während dieser Zeit entwickeln sich Bewegungen und Sinnesleistungen rasant. Die Schlafperioden verkürzen sich, und die Welpen werden zunehmend aktiver. Während dieser Zeit beginnen sie, ihre Umgebung zu erkunden, was essentiell für die Entwicklung ihrer Charaktereigenschaften und Sozialisierung ist. In dieser Phase ist es entscheidend, dass die Welpen häufigen Kontakt zu Menschen haben, um kontaktfreudig zu werden.

  • Erste Woche: Welpen sind blind und taub, verbringen viel Zeit mit Schlafen und Füttern.
  • Zweite bis vierte Woche: Augen und Ohren öffnen sich, schnelle Entwicklung der Sinne.
  • Dritte bis zwölfte Woche: Kritische Sozialisierungsphase, Persönlichkeit und Geselligkeit werden geformt.

Sozialisierungsphase

Von der 8. bis zur 12. Lebenswoche durchlaufen Olde English Bulldog Welpen eine wichtige Sozialisierungsphase. Sie lernen in dieser Zeit, wie man sich in der Hundegesellschaft verhält, und entwickeln ein Abwehrverhalten. Dieses Stadium ist entscheidend für die Entwicklung von Sozialverhalten und den Umgang mit anderen Hunden sowie Menschen.

  • Soziale Interaktionen: Welpen lernen, mit anderen Hunden und Menschen umzugehen. Sie lernen durch Spiel und Interaktion mit Geschwistern und Menschen.
  • Verhaltensprägung: Frühe Erfahrungen beeinflussen spätere Verhaltensmerkmale. Entwicklung von sozialer Intelligenz und Anpassungsfähigkeit.
  • Spiel und Erkundung: Wichtig für geistige Anregung und Bindungsfähigkeit​​​​.
  • Frühe Sozialisierung: Unverzichtbar, um späteren Verhaltensproblemen vorzubeugen. Frühzeitige positive Erfahrungen sind entscheidend für späteres Verhalten und Trainierbarkeit​​​​.
  • Vielfältige Erfahrungen: Wichtig, um die Welpen an verschiedene Umgebungen und Situationen zu gewöhnen.

Rangordnungsphase

Die Rangordnungsphase entwickelt sich in den ersten Lebenswochen und setzt sich mit der körperlichen Entwicklung fort. Zwischen der 13. und 16. Woche können erste Gehorsams- und Unterordnungsübungen eingeführt werden, wobei positives Verhalten durch Belohnungen verstärkt wird.

  • Entwicklung der Rangordnung: Bestimmt durch physische und soziale Interaktionen.
  • Führung und Unterordnung: Die Rolle des Menschen als „Rudelführer“ wird wichtig.
  • Einführung von Gehorsamsübungen: Beginnend im Alter von etwa 13 Wochen.
  • Belohnungsbasiertes Training: Effektiv für die Hundeerziehung und zur Förderung von Trainierbarkeit und Gehorsamkeit​​​​.

Rudelordnungsphase

Zwischen dem 5. und 6. Monat wird der Hund versuchen, seine Position im Rudel zu verbessern. Diese Phase ist gekennzeichnet durch ein ausgeprägtes Lernstadium. Kleine Unterordnungsübungen helfen dabei, die Position des Menschen als Rudelführer zu festigen.

  • Wichtigkeit der Rudelführerrolle: Konsistente Führung mit klarer Kommunikation zur Stärkung der Rudelposition sind entscheidend.
  • Unterordnungsübungen: Stärken die Rolle des Menschen als Rudelführer.
  • Positive Verstärkung: Wichtig für eine effektive Hundeausbildung und Bindung​​​​.
  • Vermeidet Dominanz und Aggression. Stärkt Vertrauen und Respekt.

Pubertätsphase

Die Pubertätsphase lässt sich zeitlich nicht genau eingrenzen und beginnt bei jedem Hund zu einem anderen Zeitpunkt. Bei manchen ist es im 7. Lebensmonat so weit, bei anderen erst im 14. Lebensmonat. Am Verhalten des Hundes ändert sich in dieser Phase nicht mehr viel. Mit dem Eintritt der Geschlechtsreife wird er erwachsen. Im Alter von 2 bis 3 Jahren ist aus dem Hund eine fertige Persönlichkeit geworden.

Zusätzliche Empfehlungen:

  • Frühe Sozialisierung und konsequentes Training: Förderung von Geselligkeit, Familienbindung und Trainierbarkeit.
  • Entwicklungsstadien: Beachtung der körperlichen und sozialen Entwicklung von der Welpen- bis zur Erwachsenenphase.
  • Sozialverhalten: Regelmäßige Interaktion mit anderen Hunden und Haustieren zur Entwicklung von Geselligkeit und Verträglichkeit mit anderen Haustieren.
  • Trainierbarkeit und Intelligenz: Nutzung positiver Verstärkungsmethoden für effektives Training und Hundeerziehung.
  • Körperliche Aktivität: Wichtig für die Gesundheitsförderung, Muskelstärke und zur Vermeidung von Übergewicht und Bewegungsmangel.
  • Ernährung: Ausgewogene Ernährung zur Unterstützung der langfristigen Gesundheit und zur Vermeidung von Gesundheitsproblemen wie Hüftdysplasie und Blähungen.

Wie halte ich einen Olde English Bulldog?

Diese Hunderasse ist für ein Leben auf dem Land genauso geeignet wie für ein Leben in der Stadt. Das wichtigste ist ausreichend Bewegung. Ein Olde English Bulldog fühlt sich sowohl in Familien als auch bei Einzelpersonen sehr wohl. Die lebhaften Tiere verbringen gerne viel Zeit mit ihren Menschen, brauchen viel Beschäftigung und Zuwendung.

Gesundheit und Erbkrankheiten

Die Olde English Bulldog gilt allgemein als robust und gesund. Trotz ihrer Widerstandsfähigkeit sind gewisse Gesundheitsprobleme und erbliche Erkrankungen nicht auszuschließen.

Häufige Gesundheitsprobleme

  • Bänderverletzungen und Kreuzbandrisse: Aufgrund ihres Gewichts und ihrer körperlichen Aktivität können solche Verletzungen vorkommen.
  • Hüft- und Ellenbogendysplasie: Diese erblich bedingten Fehlbildungen treten häufig auf und können die Mobilität beeinträchtigen.
  • Patellaluxation (Kniescheibenverlagerung): Eine weitere erbliche Erkrankung, die bei dieser Rasse auftreten kann.
  • Brachycephales Syndrom: Bei einigen Exemplaren können Atemprobleme aufgrund ihrer kurzen Schnauze auftreten.
  • Hautfalten-Dermatitis: Aufgrund ihrer Hautfalten kann es zu Hautproblemen kommen, die regelmäßige Pflege erfordern.
  • Allergien: Hautallergien sind bei dieser Rasse nicht ungewöhnlich und können zu Juckreiz und Unbehagen führen.
  • Herzerkrankungen: Einige Olde English Bulldoggen können anfällig für verschiedene Herzprobleme sein.

Tipps für das Wohlbefinden

  • Ausgewogene Ernährung und Gewichtskontrolle: Um Übergewicht und damit verbundene Gesundheitsprobleme zu vermeiden.
  • Angemessene Bewegung: Regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewegung ist wichtig, um die körperliche Fitness zu erhalten und Gelenkprobleme zu vermeiden.
  • Umfassende Pflege: Regelmäßige Reinigung der Hautfalten, gute Zahnhygiene und Ohrenpflege sind wesentlich.
  • Kontrolle der Umgebungstemperatur: Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber extremen Temperaturen sollte auf eine angemessene Klimatisierung geachtet werden.

Umgang mit Erbkrankheiten

  • Früherkennung: Frühzeitige Diagnose von Erbkrankheiten kann helfen, geeignete Behandlungspläne zu entwickeln.
  • Zusammenarbeit mit Züchtern: Wählt Züchter, die Gesundheitsprüfungen durchführen und transparent über die Gesundheit der Elterntiere sind.
  • Lebenslange Betreuung: Engagiert euch für eine lebenslange Gesundheitsüberwachung, um die bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten.

Die Olde English Bulldog ist insgesamt eine widerstandsfähige Rasse, die bei entsprechender Pflege und Vorsorge ein gesundes und erfülltes Leben führen kann. Als Besitzer ist es wichtig, sich über mögliche Gesundheitsrisiken im Klaren zu sein und proaktiv Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung zu ergreifen. Mit verantwortungsvoller Zucht, regelmäßiger medizinischer Versorgung und einer liebevollen Pflege können viele der gesundheitlichen Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden.

Pflege einer Olde English Bulldog

Der Pflegeaufwand ist bei Olde English Bulldogs sehr gering. Das kurze Fell kann gelegentlich gebürstet werden. Diese Massage regt zudem die Durchblutung an. Die Hautfalten im Gesicht sollten regelmäßig gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Tiere nicht übergewichtig werden, da sie durch ihren massigen Körperbau ohnehin schon zu Atem- und Gelenkproblemen neigen.

Aktivitäten mit dem Olde English Bulldog

Die Olde English Bulldog ist ein aktiver und bewegungsfreudiger Hund, der sich durch seine Vorliebe für kurze, energische Aktivitäten auszeichnet. Diese Hunde benötigen regelmäßige Bewegung, um ihr Wohlbefinden zu fördern und Übergewichtsrisiken zu minimieren.

  • Täglicher Bewegungsbedarf: Etwa 30-45 Minuten pro Tag, einschließlich Spaziergängen und Spielzeit.
  • Beliebte Spiele: Zerrspiele und Schnüffelspiele, die das Jagdverhalten fördern.
  • Geeignete Aktivitäten: Fetch, Tug-of-War und Agility-Training bieten sowohl körperliche als auch geistige Stimulation.
  • Sozialisation: Regelmäßige Besuche im Hundepark fördern die Sozialisation und bieten Möglichkeiten für Interaktionen mit anderen Hunden.

Anpassung an Übungsroutinen

  • Indoor vs. Outdoor: Genießt sowohl Indoor- als auch Outdoor-Aktivitäten; für Wohnungen geeignet, wenn regelmäßige Spaziergänge gewährleistet sind.
  • Ältere Hunde und Gesundheitszustand: Bei älteren Hunden oder solchen mit Gesundheitsproblemen sollten die Aktivitäten angepasst werden.

Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen

  • Vermeidung von Überanstrengung: Wichtig, um Erschöpfung und Atemnot, vor allem bei heißem Wetter, zu vermeiden.
  • Überwachung des Spiels: Stellen Sie sicher, dass das Spiel nicht zu aggressiv wird, besonders bei Spielen wie Tug-of-War.

Regelmäßige Bewegung und Spiel sind entscheidend für die Gesundheit und das Glück eines Olde English Bulldogs. Mit einer ausgewogenen Mischung aus körperlicher Aktivität und geistiger Anregung bleibt euer Hund fit, aktiv und zufrieden.

Interessantes und Wissenswertes

Der Olde English Bulldog ist kein Listenhund, kann jedoch in einigen Bundesländern als Hund bestimmter Rasse eingestuft werden. Egal in welchem Bundesland ihr wohnt, wir empfehlen euch unbedingt, eine gute Hundehaftpflicht für eure stürmische Bulldogge abzuschließen.

Ihr habt einen Olde English Bulldog oder wollt euch einen zulegen? Erzählt mir in den Kommentaren, was ihn eurer Meinung nach so besonders macht!

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Alle Kommentare (3)

Chris
23.12.2022 19:16 Uhr

Unser Buddy, eine old english Bulldoge ist das liebenswerteste und treuste Tier der Welt ! Ja er ist stürmisch und kraftvoll ( Dampflok) aber er ist auch der verschmusteste Schoßhund der Welt! Ein Tier das ich und meine Familie nie wieder missen möchten ! Einfach ein toller Familien Hund !

Behrmann Angelika
28.04.2023 16:15 Uhr

Wir haben auch einen old englisch Boll Dock 7monate alt sehr lieb aber Temperament voll kennen wir so nicht hatten sonst immer Schäferhunde 😊

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Beth
11.10.2022 16:19 Uhr

Hallo ,der Steckbrief der Old English Bulldog ist genau auf den Punkt gebracht ich erkenne meinen Hund wieder 😁.

Jens
11.08.2023 14:59 Uhr

Ja, dem kann ich nur zustimmen. Unser Rüde ist 2,5 Jahre jung, im Kopf aber noch immer ein Welpe 😀 ich unterschreibe jedes Wort in dem Steckbrief. Einfach eine tolle Rasse!!!

Antworten

Unbenannt
Ella
22.11.2021 23:29 Uhr

Ich vermisse hier einen Steckbrief zur Amerikanischen Bulldogge

Alexander Testel
12.10.2022 10:36 Uhr

Hallo Ella, du findest den Steckbrief zur American Bulldog hier
https://www.mein-haustier.de/hunderassen/american-bulldog/

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