Tierversicherungen

Tierversicherungen springen in Notlagen ein und versprechen finanziellen Schutz. Da ein unerwartetes Ereignis, etwa eine Krankheit, das eigene Leben und das des geliebten Vierbeiners jederzeit aus der Bahn werfen kann, können Versicherungen eine sinnvolle Absicherung sein. Doch welche Versicherungsarten gibt es überhaupt und wie viel muss ich dafür investieren?

Tier versichern – deshalb ist es wichtig

Tierversicherungen bezwecken den finanziellen Schutz in einer Notsituation:

  • Das können gewöhnliche Tierarztkosten, beispielsweise für die Behandlung einer Krankheit,
  • aber auch die Kosten für eine OP oder
  • Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld aufgrund eines Unfalls oder durch versehentliche Materialschäden sein.

Je nachdem, welche Ereignisse die gewählte Versicherung deckt, bekommt der Tierhalter die vorgestreckten Kosten ganz oder zum Teil wieder zurück.

Tierversicherung – welche gibt es?

Die Haustierversicherungen teilen sich in drei große Versicherungsgruppen auf:

  1. Die Tierkrankenversicherung – springt ein, wenn Kosten beim Tierarzt entstehen
  2. Die Tier-OP-Versicherung – kommt für Operationskosten auf
  3. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung – deckt Schadensersatzansprüche ab

All diese Versicherungsangebote gibt es sowohl für die Katze als auch für den Hund.

Tierkrankenversicherung – ist sie sinnvoll?

Die Tierhaltung von Hunden und Katzen ist eine jahrzehntelange Angelegenheit. Da die wirtschaftliche Entwicklung zu Beginn der Haltung nicht unbedingt abzusehen ist und generell niemand etwaige kostspielige Ereignisse im Leben der Katze/des Hundes prognostizieren kann, macht der Versicherungsabschluss durchaus Sinn.

Besonders sinnvoll ist eine Tierversicherung in diesen Fallkonstellationen:

  • Das Haustier ist noch jung (Krankenversicherungen gewähren für junge Tiere häufig günstigere Konditionen).
  • Die Katze/der Hund ist ein Rassetier mit einer bestimmten Prädisposition (es gibt beispielsweise ein rassespezifisches Gesundheitsrisiko).
  • Die finanzielle Situation des Tierhalters ist instabil.
  • Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung kann die Chancen auf dem Wohnungsmarkt erhöhen.

Hundeversicherung – das sind die Optionen

Wer einen Hund hält und sich gegen finanzielle Forderungen absichern will, kann dies auf dreierlei Weise tun:

  1. Durch die Hundekrankenversicherung,
  2. die OP-Versicherung und
  3. die Hundehalterhaftpflichtversicherung.

Mehr zur Hundeversicherung

Hundekrankenversicherung

Durch die gute Versorgung werden Hunde heute etwa 15 Jahre alt. Im Laufe dieser Zeit kann allerlei passieren. Von Parasiten, mit denen sich die Hunde untereinander anstecken können, bis zum Schnupfen, Diabetes und dem Zeckenbiss – die Liste der gesundheitlichen Risiken ist ellenlang und jede einzelne davon löst Kosten aus. Die Erleichterung ist groß, wenn die Hundekrankenversicherung zumindest einen Teil der Behandlungskosten übernimmt.

Je nach Tarif springt die Krankenversicherung beispielsweise in den folgenden Situationen ein:

  • Voller Kostenschutz
  • Ambulante Behandlungen
  • Unfallschutz
  • Kostenrückerstattung für Medikamente
  • Jährliche Vorsorge
  • Auslandsleistungen

Mehr zur Hundekrankenversicherung

OP-Versicherung Hund

Eine OP-Versicherung kann eine gute Alternative oder Ergänzung zur Hundeversicherung sein. Der Versicherungsschutz beschränkt sich dabei auf medizinisch indizierte Operationen. Während die klassischen Behandlungsmethoden beim Tierarzt häufig noch gut zu finanzieren sind, sind chirurgische Eingriffe sehr kostenintensiv. Zu den Operationskosten kommen häufig noch Rechnungen für beispielsweise die Vor- und Nachsorge und den stationären Aufenthalt hinzu. Mit einer Hunde OP-Versicherung, in Abhängigkeit zum gewählten Versicherungstarif, brauchen diese Beträge aber kein Grund zur Sorge sein.

Mehr zur Hunde OP-Versicherung

Hinweis: Einige Hunderassen sind genetisch vorbelastet und haben eine erhöhte Operations-Wahrscheinlichkeit. Das trifft besonders auf überzüchtete Rassehunde zu.

Hundehaftpflicht

In Deutschland regelt das Gesetz, dass der Halter für Schäden, die durch seinen Hund entstehen, zur Verantwortung gezogen wird. Die Schuldfrage ist dabei leider nicht von Belang, was bedeutet, dass er auch trotz größter Vorsicht für die entstandenen Kosten aufkommen muss. Während der Versicherungsabschluss in einigen Bundesländern freiwillig ist, ist die Hundehalterhaftpflichtversicherung in anderen Teilen Deutschlands Pflicht.

Mehr zur Hundehaftpflicht

Weil durch das Verhalten des Hundes, je nach Art des Zwischenfalls, teilweise horrende Summen entstehen, greift die Hundehaftpflichtversicherung in folgenden Bereichen ein:

  • Forderungsausfalldeckung
  • Personenschaden
  • Sachschaden
  • Vermögensschaden
  • Mietschaden
  • Schaden bei Fremdbetreuung
  • Ungeplanter Deckakt
  • Forderungsabwendung vor Gericht

Katzenversicherung – das sind die Optionen

Damit durch unerwartete Vorfälle – gesundheitlicher oder materieller Natur – kein riesiges Loch in der Haushaltskasse entsteht, beugen viele Katzenhalter mit den folgenden Versicherungsarten vor:

  1. Katzenkrankenversicherung
  2. Katzen-OP-Versicherung

Hinweis: Eine Katzenhalterhaftpflichtversicherung gibt es – anders als bei Hunden – übrigens nicht. Das hängt damit zusammen, dass Katzen als sogenannte Kleintiere automatisch über die Haftpflichtversicherung ihrer Halter mitversichert sind. Wir stellen euch aber andere lohnenswerte Katzenversicherungen vor.
Mehr zur Katzenversicherung

Krankenversicherung Katze

Domestizierte Katzen werden bis zu 20 Jahre alt. Damit muss der Körper einer Hauskatze viel länger als der einer wilden Katze (Streuner haben eine Lebenserwartung von maximal sechs Jahren) zuverlässig und voll funktionstüchtig sein. Ein langes Katzenleben hängt aber häufig mit

  • Jährlichen Vorsorgeuntersuchungen,
  • therapeutischen Maßnahmen im Krankheitsfall und
  • medikamentösen Behandlungen

zusammen.

Falls eure Katze die oben genannten Leistungen in Anspruch nehmen muss, ist es natürlich schön, wenn die Gesamtsumme von einer Katzenkrankenversicherung übernommen wird oder durch eine teilweise Rückerstattung zumindest überschaubar bleibt.

Mehr zur Krankenversicherung für Katzen

OP-Versicherung Katze

Katzen müssen einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung. Auch im Leben einer gesunden Katze fallen also veterinärmedizinische Kosten an. Erleidet die Katze dann auch noch einen Unfall oder wird ihr eine tumoröse Erkrankung diagnostiziert, summieren sich die Behandlungskosten schnell zu drei- bis vierstelligen Beträgen auf.

Eine Katzen OP-Versicherung mildert die finanzielle Belastung im Falle von chirurgischen Eingriffen deutlich ab oder trägt die Tierarztkosten ganz.

Mehr zur OP-Versicherung für Katzen

Tierversicherung – das sind die Kosten

Versicherungen sollen einen finanziellen Schutz entfalten. Deshalb muss das Verhältnis der Raten und der Rückzahlungsansprüche aus Sicht des Tierhalters lohnenswert sein. Die Preise weichen zwischen den einzelnen Versicherungen und den Tarifoptionen aber deutlich voneinander ab.

Grundsätzlich fangen

  • OP-Versicherung bei 8 Euro monatlich
  • Tierkrankenversicherungen bei 12 Euro pro Monat
  • Tierhalterhaftpflichtversicherungen bei 36 Euro im Jahr

an.

Allerdings wirken sich das Alter, die Rasse und der Leistungsumfang auf die Preisgestaltung aus.

Wer

  • seine Tiere früh versichert,
  • sich für einen Selbstbehalt,
  • sich gegen die Vollerstattung entscheidet und
  • ein Versicherungspaket (Abschluss mehrerer Versicherungsarten zusammen) wählt,

muss nur den Mindestbetrag zahlen.

Jede weitere Leistung, Vorerkrankungen oder potenziell gefährliche Hunderassen lösen Zusatzkosten aus.