Zwergspitz Steckbrief

Der lebhafte Familienhund im Portrait

Der Zwergspitz oder Pomeranian ist eine lebhafte und anhängliche Hunderasse aus Deutschland, die sich weltweit großer Beliebtheit erfreut. Was die Rasse auszeichnet erfahrt ihr hier im Steckbrief.

Geschichte des Zwergspitzes

Der Zwergspitz stammt vom Spitz ab, den es heutzutage in vielen verschiedenen Größen sowie in zahlreichen Farbschlägen gibt. Wo genau der Spitz herkommt, ist schwer zu sagen. Spitzartige Hunde traten früh in vielen Regionen der Erde auf. Schon auf mykenischen Terrakottastücken und auf griechischen Vasen sind Hunde abgebildet, die als eine Art „Urspitz“ angesehen werden können. Vor über 200 Jahren brachten die Engländer besonders kleine Spitze von Pommern nach England. Im Laufe der Zucht wurden die Hunde immer kleiner und schließlich aufgrund seiner Herkunft in Pomeranian umbenannt. Erst in den siebziger Jahren kam der Pomeranian zurück nach Deutschland, wo er aufgrund seiner Körpergröße den Namen Zwergspitz erhielt. International zählt die Rasse in die FCI-Gruppe 5 „Spitze und Hunde vom Urtyp“ in die Sektion 4 „Europäische Spitze“.

Wesen und Charakter

Der Zwergspitz ist ein anhänglicher und menschenbezogener Hund, der gerne spielt. Er ist nicht gerne allein und will seine Menschen am liebsten immer um sich haben. Wenn er nicht möchte, dass sein Mensch ohne ihn das Haus verlässt, kann der kleine Hund zickig reagieren. Er beginnt zu quieken und zu jammern, damit er nicht alleine zuhause bleiben muss. Mit entsprechender Gewöhnung vom Welpenalter an, könnt ihr den Hund einige Stunden allein lassen. Die Erziehung gestaltet sich einfach, da die Pomeranians wissbegierig und sanftmütig sind. Bei ungenügender Erziehung neigen die lebhaften Hunde zum Kläffen und können sehr laut werden. Trotz seiner geringen Größe ist der aufmerksame Pomeranian ein hervorragender Wachhund für Haus und Hof. Anderen, auch weitaus größeren, Hunden gegenüber können sich die kleinen Hunde provokativ und herausfordernd benehmen.

Aussehen des Zwergspitzes

Mit einer Widerristhöhe von 18 bis 22 Zentimetern ist der Zwergspitz der kleinste der fünf Deutschen Spitz-Varietäten. Das markanteste Merkmal der Hunderasse ist sein üppiges und abstehendes Haarkleid mit reichlich wattiger Unterwolle. Die am weitesten verbreiteten Fellfarben sind schwarz, braun, weiß, orange und graugewolkt. Es gibt auch Pomeranians in creme, creme-sable, orange-sable, black-and-tan oder gescheckt. Einige Welpen ändern mit dem Alter ihre Fellfärbung, wobei creme-farbene Welpen häufig braun werden. Um den Hals bildet das Fell einen mähnenartigen Kragen und die buschige Rute trägt er kess über dem Rücken. Der verschmitzte Blick und die blitzenden Augen gepaart mit spitzen, eng stehenden Ohren verleihen dem Spitz das charakteristisch freche Aussehen.

Erziehung des Welpen

So niedlich der Pomeranian auch ist – bei der Erziehung dürft ihr keine Kompromisse eingehen. Ihr solltet den Zwergspitz vom ersten Tag an ernst nehmen. Im Welpenalter lernen die Hunde am schnellsten und ihr könnt ihnen liebevoll zeigen, wo es lang geht. Auch wenn der kleine Welpe niedlich ist, dürft ihr ihm nichts durchgehen lassen, was er später nicht tun soll. Mit Lob und Konsequenz erreicht ihr schnelle Erfolge und könnt ungewolltes Verhalten eures Schützlings verhindern. Am besten lernt der kleine Hunde neue Kommandos im Spiel. Eine frühe Sozialisierung im Umgang mit Hunden und anderen Haustieren ist ebenso vorteilhaft, da er sich sonst gerne aufspielt. Der Besuch einer Hundeschule ist dabei sehr zu empfehlen.

Aktivitäten mit dem Zwergspitz

Der Zwergspitz ist ein aktiver und lebhafter Hund, der nichts lieber tut als zu spielen und zu toben. Mehrere Spaziergänge stehen mit dem temperamentvollen Hund an der Tagesordnung. Aufgrund seiner geringen Größe könnt ihr ihn problemlos überall hin mitnehmen und auch neue Gassi-Reviere erkunden. Besonders freut er sich über kleine Spieleinheiten mit dem Ball oder das Erlernen von Kunststücken. Obwohl er so klein ist, hat er viel Freude beim Agility, Dogdancing oder Obedience. Auch Zuhause solltet ihr den Vierbeiner ausreichend geistig beschäftigen, da er sonst schnell auf dumme Ideen kommt und sich eine eigene Beschäftigung sucht.

Übrigens: Tolle Beschäftigungs-Tipps für euren Hund findet ihr im Magazin.

Gesundheit und Pflege

Trotz des langen und dichten Fells ist die Pflege des Pomeranians im Vergleich zu anderen Rassen weniger aufwendig. Dank des abstehenden Fells hat er eine natürliche „Schüttelfirsur“ und neigt wenig zur Filzbildung. Es reicht aus, wenn ihr das Fell regelmäßig bürstet und eurer Fellnase damit eine Freude bereitet. Experten raten, das üppige Fell gegen den Strich zu bürsten und ihn dann mit einem feuchten, weichen Tuch abzurubbeln. So verliert der Hund angeblich in den nächsten Tagen weniger Haare. Auch gesundheitlich ist der Zwergspitz eine eher robuste Rasse, die Krankheiten trotzt. Den Tierarzt besucht ihr dennoch zu Impfungen und Kontrollen. Mit der Gabe von Kauknochen oder einer Hundezahnbürste könnt ihr Zahnstein vorbeugen.

Passt der Zwergspitz zu mir?

Jeder, der sich für den niedlichen Spitz interessiert, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er keineswegs ein kleiner Schoßhund ist. Der Pomeranian bleibt bis ins hohe Alter aktiv und braucht viel Beschäftigung. Der Kauf eines Zwergspitz Welpen sollte also gut überlegt sein. Er braucht einen aktiven Menschen, der genug Zeit hat ihn körperlich und geistig auszulasten. Wenn ihr euch sicher seid, dass die Rasse zu euch passt, müsst ihr einen seriösen Züchter finden. Für einen reinrassigen Welpen mit Papieren und Impfungen verlangen viele Züchter bis zu 2.000 €. Eine gute Alternative zum Welpen vom Züchter ist ein Hund aus dem Tierheim. Gegen eine geringe Schutzgebühr könnt ihr einem unschuldig in Not geratenen Spitz eine neue Chance bei euch geben.

Interessantes und Wissenswertes

Die kleine Form des Spitzes ist schon seit einigen Jahrhunderten in vielen Teilen Europas sehr beliebt. So besaß zum Beispiel nicht nur die britische Königin Victoria und der Maler Michelangelo, sondern auch Martin Luther einen Vertreter der Rasse. Auch bei heutigen Promis sind die Hunde beliebte haarige Begleiter. Stars wie Gwen Stefani, Hillary Duff und Sylvester Stallone besitzen einen Vertreter der Rasse. Sogar Elvis Presley besaß einen Pomeranian namens Edmund. Aufgrund ihres niedlichen Aussehens und des fröhlichen Charakters sind Zwergspitze besonders in den sozialen Medien sehr beliebt. Mit fast 17 Millionen Abonnenten auf Facebook ist der Rüde Boo aus Los Angeles der bekannteste Internet-Hund überhaupt. Sein teddyartiger Haarschnitt verhalf ihm zu seinem Ruhm. Der US-amerikanische Rüde Jiff (@jiffpom) ist ihm mit fast 9 Millionen Instagram-Abonnenten dicht auf den Versen.

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Ihr habt einen Zwergspitz oder wollt euch einen zulegen? Erzählt mir in den Kommentaren, was ihn eurer Meinung nach so besonders macht!

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