09.05.2022

Der Spitz

kleines bis Mittelgroßes Fellknäuel

Du möchtest einen fröhlichen, lebhaften und aufgeschlossenen Begleiter, der dich liebt? Dann ist der verspielte Spitz genau das Richtige für dich.

Der Spitz – ein liebenswerter Allrounder

Als Hundeliebhaber weißt du vielleicht schon, dass von einer ganz besonderen Hunderasse die Rede ist. Vielleicht möchtest auch du einem Spitz ein Zuhause geben oder es ist bereits so ein anhänglicher Vierbeiner bei dir eingezogen. Auf jeden Fall sorgt dein neuer Untermieter für Abwechslung und viel Freude. Der Spitz wird in der FCI in der Gruppe 5: Sektion 4 geführt.

Der Spitz – Geschichte und Herkunft

Die Europäischen Spitz zählen zu den ältesten Hunderassen und stammt vom steinzeitlichen Torfhund und den späteren Pfahlbauspitzen ab. Erinnerst du dich noch an den Geschichtsunterricht in der Schule? Jeder Schüler musste sich – und muss es auch heute noch – mit der römischen Geschichte beschäftigen. Nicht immer spannend, aber interessant ist, dass es um 210 vor Christus im römischen Reich eine Kupfermünze gab, auf der ganz eindeutig ein Spitz abgebildet ist. Diese Tatsache belegt, dass es sich nicht nur um eine extrem alte, sondern auch sehr beliebte Hunderasse handelt.

Obwohl es nicht so eindeutig wie bei den Münzen bewiesen ist, wird dennoch angenommen, dass württembergische Züchter die ersten waren, die den Spitz zu Ausstellungen nach London, Wien und Paris brachten und ihn dort mit großem Erfolg vorstellten.

Welche Spitz-Arten gibt es?

Die liebenswürdigen kleinen bis mittelgroßen Fellknäuel werden eingeteilt in:

Sie unterscheiden sich voneinander nur durch die unterschiedliche Größe und Farbe.

Wie sieht der charmante Spitz aus?

Charakteristisch für den Spitz ist das Haarkleid, das durch die reichliche Unterwolle abstehend wirkt. Typisch ist auch der fuchsähnliche Kopf mit den spitzen, kleinen, engstehenden Ohren sowie die über dem Rücken gebogene, buschig behaarte Rute.

Was ist der Spitz für ein Hund?

Zu Kindern ist er freundlich, sanftmütig und verspielt. Er liebt seine Besitzer über alles, ist fröhlich, aufgeschlossen und lebhaft. Vor allem der Zwergspitz wird gerne als Schoßhündchen älterer Damen abgestempelt, was jedoch überhaupt nicht stimmt. Zugegeben, es kann durchaus vorkommen, dass du ältere Damen mit einem Zwergspitz, vielleicht sogar in einer Hundetasche siehst, aber in der Regel ist der Spitz ein aktiver Hund, der Abwechslung und Bewegung liebt und diese auch braucht.

Fremden gegenüber verhält sich der Spitz zurückhaltend, was einen guten Wachhund aus ihm macht. Aufmerksam, wie er ist, meldet er dir alle besonderen Vorkommnisse. Das ist ein Grund, warum er heute vor allem in ländlichen Regionen immer beliebter wird. Besonders Landwirte haben den robusten, in der Haltung recht anspruchslosen Spitz wieder als Wach- und Begleithund entdeckt, zumal er schon wegen seines Körperbaus nicht zum Wildern neigt und damit dem Halter viel Ärger erspart.

Ist der Spitz ein Kläffer?

Dass Hunde bellen, weiß jeder. Warum der Spitz als Kläffer bezeichnet wird, ist nicht ganz bekannt. Wahrscheinlich hat das zwei Gründe: Einerseits meldet er, wie bereits erwähnt, fremde Personen und für ihn besondere Vorkommnisse, andererseits gehört das liebenswerte Fellknäuel zu jenen Hunderassen, die gerne bellen.

Empfindliche Nachbarn werden dich höchstwahrscheinlich auf das Bellen ansprechen. Du musst aber keine Angst haben, dass dein Spitz ununterbrochen bellt. Bekommt er genügend Auslauf und Aufmerksamkeit, bellt er nicht mehr oder weniger als andere Vierbeiner auch. Hier gilt vor allem der sogenannte Japan-Spitz als vorzeige Beispiel, den diese Rasse bellt so gut wie nie.

Klein und sportlich

Aus einem Zwergspitz wirst du keinen Windhund und aus einem Wolfspitz keinen Schlittenhund machen können. Doch du solltest die kleinen Hunde nicht unterschätzen. Mini, aber oho, das trifft auf den Spitz perfekt zu.

Wendig und schnell, temperamentvoll und leicht, eignet sich der Spitz sehr gut für Sportarten, bei denen Geschicklichkeit, Gehorsam und Bewegung gefragt sind. Wie wäre es zum Beispiel mit Dogdancing? Da haben du und dein Vierbeiner Spaß und Bewegung. Aber auch Agilitytraining, ja sogar Turniersportarten kann die kleine Rasse leisten.

Wie viel Auslauf braucht der Spitz?

Gemütlich am Sofa liegen und dann ab ins Hundekörbchen? Das macht der Spitz nicht einmal an einem Regentag. Er liebt die Natur und will hinaus ins Freie und das zu jeder Jahreszeit. Auch als kleiner Hund braucht er mehrmals am Tag 15 bis 30 Minuten Auslauf.

Wie alle anderen Hunde will auch der Spitz die Ausflüge mit dir genießen. Er liebt die Begegnungen mit anderen Hunden, Buddeln, Apportieren und Spuren lesen. Da der Spitz keinen ausgeprägten Jagdtrieb hat, sind eure gemeinsamen Ausflüge richtig entspannend.

Die Erziehung

Spitze sind sehr lernwillig und brauchen eine konsequente Erziehung mit viel Liebe und Lob. Du darfst nie vergessen, dein Spitz möchte nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden. Du wirst schnell merken, wie clever der Spitz ist, wenn du ihn trainierst. Aufgrund der Größe sind zehn Minuten intensiv spielen genug. Das Spiel solltest immer du beenden. Dann folgt ein ausgiebiges Loben und ein Belohnungsleckerli darf auch sein.
Wie alle anderen Hunde will auch der Spitz die Ausflüge mit dir genießen. Er liebt die Begegnungen mit anderen Hunden, Buddeln, Apportieren und Spuren lesen. Da der Spitz keinen ausgeprägten Jagdtrieb hat, sind eure gemeinsamen Ausflüge richtig entspannend.

Die Pflege

Man kann es fast nicht glauben, aber das kuschelige, flauschige Fellknäuel ist pflegeleicht. Es ist vollkommen ausreichend, wenn du den Spitz regelmäßig bürstet. Und dein Vierbeiner nimmt dir sogar etwas Arbeit ab. Der Spitz ist ein besonders reinliches Tier, das viel Zeit mit seiner Fellpflege verbringt.

Krankheiten

Die robusten Hunde sind nicht besonders krankheitsanfällig. Ab und zu treten Hüftgelenkprobleme und Kniescheibenverrenkungen auf. Gründe dafür sind neben Verletzungen und Unfällen, starkes Übergewicht und Abnutzungserscheinungen im Alter.

Wie alt kann ein Mittelspitz werden?

Der Mittelspitz wird bei tier- und artgerechter Haltung ungefähr 12 bis 14 Jahre alt. Kleinspitze können durchaus 16 Jahre alt werden.
Was soll für den Spitz in den Futternapf?
Die richtige Ernährung spielt eine große Rolle, denn nur gut ernährt bleibt dein Liebling fit und gesund. Wusstest du, dass Hunde genauso wie wir Menschen unter Zivilisationskrankheiten leiden können? Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Nieren- und Gelenkerkrankungen erkranken immer mehr Hunde an Diabetes mellitus.

Der Spitz mit seinen mandelförmigen, dunklen Augen ist ein begabter Bettler. Es ist wirklich schwer, seinem Blick zu widerstehen. Da musst du aber sehr stark und konsequent sein, denn den kurzen Füßen ist Übergewicht nicht zumutbar.
Du kannst einen Spitz mit Trocken- und/oder Nassfutter ernähren. Achte aber immer auf qualitativ hochwertiges Futter. Du solltest nur Futter verwenden, das einen hohen Fleischanteil hat. Etwas Gemüse darf sein, Getreide und Zucker sollte jedoch im Futter nicht enthalten sein. Alternativ zu Fertigfutter kannst du dich natürlich auch für das Barfen entscheiden.

Optimal ist, wenn du deinem Spitz zweimal täglich eine kleine Portion Futter anbietest. Vergiss nicht, dass bei so kleinen Rassen auch die Zähne kleiner sind. Große Kroketten sind für dein Fellknäuel nicht geeignet. Es gibt im Fachhandel aber verschiedene Trockenfuttersorten, die an die Größe des Hundes beziehungsweise an die Größe seiner Zähne optimal angepasst sind.

Lust auf Spitz?

Hast du jetzt Lust bekommen, einen intelligenten, aufgeweckten Spitz bei dir aufzunehmen? Oder überlegst du dir die Anschaffung eines Zweithundes und entscheidest dich für einen Spitz? Dann stellt sich die Frage, welcher Spitz soll es sein? Und wie groß werden eigentlich die unterschiedlichen Rassen?

Die Schulterhöhe im Überblick:

  • Wolfsspitz: 45 bis 60 Zentimeter
  • Großspitz: ungefähr 46 Zentimeter
  • Mittelspitz: 29 bis 39 Zentimeter
  • Kleinspitz: 22 bis 28 Zentimeter
  • Zwergspitz: bis 22 Zentimeter
  • volpino italiano 22 bis 30 Zentimeter

Interessantes und Wissenswertes rund um den Spitz

Kennst du Nihon Supittsu? Nein, das ist kein asiatisches Gericht, sondern die japanische Bezeichnung für den Japan-Spitz. Während Zwergspitze oder Deutsche Spitze bei uns sehr bekannt sind, kennen den Japan-Spitz nicht alle Hundeliebhaber.

Er ist ein genauso liebenswerter, treuer und intelligenter Hund wie beispielsweise der Mittel- oder Kleinspitz, dennoch unterscheidet er sich in zwei Punkten: Anders als bei seinen deutschen Verwandten ist sein Fell immer reinweiß. Zwar haben Mittel-, Klein- und Zwergspitze auch eine weiße Grundfarbe, dürfen jedoch im Vergleich zum Nihon Supittsu schwarze, braune, orange und wolfsfarbene Einschläge haben. Zwergspitze zusätzlich blaue, cremefarbene oder biberfarben Einschläge.

Der zweite Unterschied ist, dass der Japan-Spitz fast nicht bellt. Ein perfekter Hund für kleine Etagenwohnungen. Er ist genauso anhänglich, wachsam und ein guter Beschützer seiner Familie. Aber er muss nicht jeden Fremden oder jede Veränderung anzeigen. Es muss schon ein großer Notfall sein, wenn der Japan-Spitz zu bellen beginnt.

Darf es ein kleiner Bär sein?

Ein ganz besonderer Spitz ist der Pomeranian Zwergspitz. Kleiner als eine durchschnittliche Katze, mit einem Körpergewicht von rund drei, maximal vier Kilogramm, handelt es sich um ein kleines, aber lebensfrohes und aktives Wollknäuel. Das Gesicht sieht einem Bären ähnlich und der anhängliche Spitz ist ausdauernd und kann durchaus weitere Strecken problemlos zurücklegen. Er liebt die Gesellschaft und Abwechslung. Alleine ist er nicht gerne und kommt mit Kindern und anderen Haustieren gut zurecht.

Habt ihr bereits einen Spitz, oder wollt euch in Zukunft einen anlegen? Schreibt uns euere Erfahrungen in die Kommentare!

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