27.03.2024

Können Katzen weinen?

Das bedeuten Tränen bei Katzen

Können Katzen weinen und wenn ja, aus welchem Grund? Wir Menschen weinen in emotionalen Situationen und neigen dazu, die Tränen unserer Katze auf Grundlage unserer eigenen Erfahrungswerte zu interpretieren. Wenn die Katze weint, nehmen wir also automatisch an, dass sie Schmerzen hat oder traurig ist. Und tatsächlich: Katzen können weinen. Doch sie weinen nicht aus Trauer, sondern aus einem völlig anderen Grund.

Hier erfahrt ihr, warum Katzen weinen und wie am besten damit umzugehen ist.

Weinende Katze: Weinen Stubentiger wirklich, weil sie traurig sind?

Menschen weinen, um ihren Emotionen (Schmerz, Freude, Trauer oder Wut) Ausdruck zu verleihen. Katzen können diese Gefühle ebenfalls empfinden und auch sie verfügen über die physische Fähigkeit zu weinen, doch anders als bei uns hat es bei ihnen keinen emotionalen, sondern einen praktischen Grund.

Die Tränen übernehmen eine wichtige Schutzfunktion. Sie halten das Auge feucht und schwemmen Fremdkörper aus. Weil Katzen sich nicht selbst helfen können, ist es wichtig, dass ihr Körper die Reinigung der Augen mithilfe der Tränenflüssigkeit übernimmt. Nur so können sie klar und deutlich sehen. Die Tränen einer gesunden Katze sind allerdings, ebenso wie ihre Augen, klar. Sie bilden keine Kruste und ziehen keine Schlieren. Bei kranken Katzen sind die Tränen häufig gelblich oder braun und auch das Auge selbst kann farblich verändert sein (Beispiel: Eiter und Rötungen).

Die Katze weint nicht vor Trauer – so drücken Katzen ihre Traurigkeit wirklich aus

Wenn Katzen ihre Trauer nicht mit Tränen ausdrücken, wie tun sie es dann?

Diese Signale deuten darauf hin, dass die Katze traurig ist:

  • Akustisches Weinen: klägliches Miauen, Maunzen oder Geschrei
  • Verkleinerte Pupillen
  • Schnelles Zucken und Schlagen mit dem Schwanz
  • Unruhe und Nervosität
  • Apathie und Antriebslosigkeit
  • Plötzliche Stubenunreinheit
  • Überraschende Aggressionen
  • Verändertes Gangbild
  • Wesensveränderung
  • Verlangen nach Ruhe und Distanz

All diese Symptome können mehrdeutig sein. Es ist also gar nicht so einfach, die Emotionen der Katze zu erkennen. Beispiel: Für Lethargie könnte neben einer depressiven Verstimmung auch Langeweile oder ein erkranktes Organ verantwortlich sein.

Diese Ursachen hat es, wenn der Katze die Augen tränen

Tränende Augen können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein.

Manche von ihnen sind harmlos:

  • Diverse Allergien
  • Die Verunreinigung durch einen Fremdkörper
  • Tränende Augen als rassetypische Besonderheit, besonders bei Katzen mit einer platten Schnauze und einem runden Kopf
  • Temperaturumschwünge
  • Zu geringe Luftfeuchtigkeit
  • Kontaktreaktionen durch eine bestimmte Flüssigsubstanz, ein Spray oder ein Gas
  • Temporäre Augenreizungen

Andere haben einen medizinischen Grund, wie Krankheiten:

  • Eine Augenverletzung
  • Eine Infektion
  • Eine Bindehautentzündung
  • Ein blockierter, verkürzter oder fehlender Tränen-Nasenkanal
  • Eine Fehlstellung im Augen-Unterlid
  • Tränende Augen als Schmerzsymptom
  • Katzenschnupfen
  • Ein erhöhter Augeninnendruck
  • Organerkrankungen (Niere, Schilddrüse)
  • Eine Netzhautablösung
  • Das Horner Syndrom
  • Hornhautsequester
  • Der Grüne Star

Was könnt ihr tun, wenn die Katzenaugen tränen?

Ohne die genaue Ursache zu kennen, könnt ihr zu Hause kaum etwas Zielführendes tun.

Die Möglichkeiten sind auf folgende Handgriffe beschränkt:

Reinigung der Augen: Versucht, die Tränen mit einem Tuch sanft zu entfernen. Gerade bei Katzen mit hellem Fell bleibt sonst eine hartnäckige Tränenspur bestehen, die sich mit der Zeit braun verfärbt. Aber auch dunkle Katzen sehen mit verklebter Augenpartie kränklich aus.

Gründliche Inspektion: Nutzt einen ruhigen Moment, um das betroffene Auge genauer unter die Lupe zu nehmen. Versucht die Katze mit sanftem Zureden und Streicheleinheiten abzulenken, falls sie sich nicht am Auge untersuchen lassen will. Falls das Auge gerötet, geschwollen oder eitrig ist, leidet die Katze wahrscheinlich unter einer Allergie, einer Verletzung oder einer Infektion. Falls ihr klare Tränenflüssigkeit erkennt, das Auge aber unverändert wirkt und nicht zu schmerzen scheint, stehen die Chancen gut, dass die Katze nicht krank ist und sich daher schnell wieder von ihren Beschwerden erholt.

Angepasste Pflegeroutine: Katzen mit einem runden Kopf und Katzen, die von einer chronischen Augenerkrankung betroffen sind, brauchen zusätzliche Pflege, und zwar ihr Leben lang. Viele Katzen lassen sich diese Prozedur jedoch nicht einfach so gefallen.

Mit diesen Tipps tragt ihr Augentropfen oder Salbe auf:

  1. Nehmt das Medikament aus dem Kühlschrank, damit es eine angenehme Temperatur annehmen kann.
  2. Katzen sind aufmerksam und schöpfen schnell Verdacht. Nähert euch der Katze deshalb unauffällig an. Lasst sie die Verpackung der Creme/der Augentropfen noch nicht sehen.
  3. Greift in einem geeigneten Moment zu, ohne hektisch zu sein.
  4. Setzt die Katze auf einer erhöhten Fläche ab, damit ihr sie gut greifen und im sicheren Stand behandeln könnt.
  5. Fixiert die Pfoten und den Kopf – nach Möglichkeit zu zweit. Falls ihr keine Hilfsperson habt, könnt ihr versuchen, die Katze mit einem Handtuch zu fixieren.
  6. Ziehe mit dem Zeigefinger das Unterlid hinab und tröpfle mit der anderen Hand die Flüssigkeit ein oder trage eine kleine Menge der Creme auf dem Augapfel auf.

Augentränen bei Katzen – wann ist der Gang zum Tierarzt sinnvoll?

Dass der Katze die Augen tränen, ist grundsätzlich nicht normal. Auch wenn ein harmloser Auslöser dahinter stecken kann, sind tränende Augen der klare Hinweis auf ein (temporäres) Gesundheitsproblem. Wenn der Augenausfluss (sogenannte Epiphora) andauert, wenn er sich verfärbt, Begleiterscheinungen oder Veränderungen am Auge festzustellen sind, solltest du unbedingt den Tierarzt kontaktieren. Manchmal ist es sogar erforderlich, in eine Fachklinik zu gehen, die Augenerkrankungen besser untersuchen und behandeln kann. Nicht jeder Tierarzt verfügt über die fachliche Expertise oder das medizinische Spezialgerät. Je nachdem, auf welche Ursache die Symptomatik zurückzuführen ist, kann der Tierarzt auf unterschiedliche Weise intervenieren: Manchmal reicht das Entfernen des Fremdkörpers und die Reinigung, manchmal lässt sich die Erkrankung medikamentös therapieren und in anderen Fällen erfordert die Ausgangslage eine Augenoperation.

Weinen Katzen, wenn sie traurig sind? Das Fazit

Katzen können weinen, doch sie tun das, anders als wir Menschen, nicht aus einem emotionalen Grund. Meistens zeigen die Tränen ein temporäres Problem oder eine schwerwiegende Erkrankung an. Deshalb ist es wichtig, entsprechend auf die Thematik einzugehen. Spätestens wenn weitere Begleiterscheinungen zu erkennen sind, solltet ihr mit eurer Katze zum Tierarzt gehen.

Hat eure Katze öfter tränende Augen? Woran lag das Problem bei euch? Wir freuen uns über eure Kommentare!

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Alle Kommentare (3)

Anna Neumann
12.08.2023 11:09 Uhr

Meine Karte kann gut sein das es

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Anna Neumann
12.08.2023 11:09 Uhr

Meine Karte kann ja auch noch nicht mehr so gut gehen

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Elvira Archipow Pede
11.09.2021 23:30 Uhr

Meine Katze rennt hin und her und will immer aus Tür irgendwo raus, es ist aber ne rassenkatze russisch weiß, sie ist 5 Jahre jung.und sie trähnt bis braune Flüssigkeit, ist das gefährlich was kann ich für meine liebste Katze denn noch tun?

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