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Neufundländer Steckbrief

Der gutmütige Schwimmer im Portrait

Der Neufundländer ist eine sehr große und kräftige Rasse, aber auch ein wahrer Schmusebär. Er liebt das Wasser und ist stets gut gelaunt und freundlich. Was die Rasse so besonders macht, erfahrt ihr hier im Steckbrief.

Geschichte des Neufundländers

Wie der Name vermuten lässt, stammt der Neufundländer ursprünglich von der kanadischen Insel Neufundland. Er entwickelte sich dort aus Kreuzungen von großen einheimischen Hunderassen, wie dem schwarzen Bärenhund, einer von den Wikingern ab 1100 eingeführten Rasse. Auch europäische Rassen und die Hunde der Micmac- und Beothuk-Indianer flossen in die Rasse ein. Bereits zu Beginn des Jahres 1610 zeigte der Neufundländer die wesentlichen Charaktermerkmale. Im 18. Jahrhundert erwähnte der englische Kapitän Cartwright die Rasse erstmalig als“Newfoundland dog“. Die Fischer nutzten die großen Vierbeiner in erster Linie als Arbeitstiere. Die Hunde waren so sehr mit dem Wasser verbunden, dass sie sogar Schwimmhäute entwickelten.

Im Jahr 1886 erkannte der Amerikanische Kennel Club die Rasse offiziell an. Hierzulande wird der Neufundländer von der Fédération Cynologique Internationale in die FCI-Gruppe 2, Sektion 2, die die Molossoide umfasst, eingeordnet. Heutzutage wird der Neufi hauptsächlich als Rettungs- und Wasserhund wertgeschätzt. Besonders zeichnet sich die Rasse dabei durch die Robustheit und die Affinität zum Wasser aus. In Europa hat die Rasse sich zu einem beliebten Hund für die ganze Familie, der es liebt mit den Kindern Zuhause im Garten herumzutollen, entwickelt.

Wesen und Charakter

Die kuschelige und gemütliche Erscheinung des Neufundländers spiegelt sein freundliches und gelassenes Wesen perfekt wider. Er gilt als einer der sanftmütigsten Hunde überhaupt und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Trotzdem kann er zwischen Freund und Feind gut unterscheiden und beschützt seine Familie im Notfall vor Gefahren. Bei Bedrohungen kann der sonst so gemächliche Hund blitzschnell reagieren und sein Herrchen zum Beispiel vor dem Ertrinken retten. Sein stilles, aber entschlossenes Auftreten wirkt majestätisch und jagt sicher den ein oder anderen in die Flucht. Der Neufi hängt stark an seiner Familie und liebt Kinder über alles. Auch andere Haustiere sind für ihn gar kein Problem. Er verträgt sich selbst mit Katzen gut.

Neufundländer lieben Wasser

Der Neufundländer liebt das Wasser

Nicht nur die Welpen zeigen einen extrem ausgeprägten Spieltrieb und das Verlangen immer und überall dabei sein zu wollen. Manchmal kann der Neufi dickköpfig sein und versucht seine eignen Interessen durchsetzen. Besonders, wenn er Wasser sieht, kann der große Hund schnell ungestüm und temperamentvoll werden. Mit voller Kraft gibt es für den flauschigen Riesen dann nur noch ein Ziel und er stürzt sich voller Freude in die Fluten. Mit der richtigen Erziehung und genug Überzeugungskraft könnt ihr die Ungestümheit aber leicht in den Griff bekommen.

Anschaffung eines Neufundländers

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Bevor ihr euch einen niedlichen Neufundländer Welpen zulegt, solltet ihr euch im Klaren sein, dass aus dem kleinen Hund schnell ein riesiges Tier wird. In einer kleinen Stadtwohnung ist die Haltung des Neufis beinahe unmöglich. Er braucht Platz, verliert eine ganze Menge an Haaren und sabbert. Wenn ihr euch sicher seid, dass der Neufi der richtige Hund für euch ist und ihr seinem Wesen gerecht werden könnt, solltet ihr euch nach einem seriösen Züchter umsehen. Für einen gesunden und reinrassigen Welpen könnt ihr mit Preisen von 1200 bis 1400€ rechnen. Beim Züchter habt ihr die Wahl zwischen schwarzen, braunen und schwarz-weißen Welpen. Natürlich findet ihr auch im Tierheim arme Neufundländer oder Mischlinge, die ihren Besitzern über den Kopf gewachsen sind und jetzt ein liebevolles, neues Zuhause suchen.

Entwicklung und Erziehung des Welpen

Der Neufi braucht, alleine aufgrund seiner enormen Größe und Kraft, eine gute und konsequente Erziehung. So ein großer und ungestümer Hund braucht Regeln und muss seinem Besitzer bedingungslos gehorchen. Die Rasse ist intelligent und versteht schnell, was ihr von ihm wollt. Die Erziehung gestaltet sich deshalb im Normalfall problemlos und auch Hundehalter ohne viel Erfahrung können mit genügend Konsequenz nicht viel falsch machen. Hin und wieder kann es schwierig sein, den schwerfälligen Hund zur Bewegung zu begeistern. Am besten lässt er sich dann spielerisch und mit viel Geduld auffordern. Gewalt und Aggression sind bei der Erziehung des Neufis komplett fehl am Platz. Für ein paar freundliche Worte, extra Streicheleinheiten oder Leckerlis tut der liebevolle Vierbeiner eigentlich alles.

Neufundländer Welpe im Schnee

Neufundländer Welpe im Schnee

Wie halte ich einen Neufundländer?

Aktivitäten mit dem Neufundländer

Dank seiner gutmütigen und fröhlichen Art ist der Neufundländer ein idealer Familienhund, der auch gerne mit den Kindern spielt. Er benötigt viel Bewegung im Freien und lässt sich für jede Art der Beschäftigung begeistern.  Als Wach- oder Schutzhund ist er aufgrund seines sanften Wesens weniger geeignet. Seine absolute Lieblingsbeschäftigung ist aber das Schwimmen und alles, was mit Wasser zu tun hat. Ganz egal ob ihr ihn im Sommer mit dem Schlauch abspritzt oder einen gemeinsamen Urlaub am Meer macht – wo Wasser im Spiel ist, ist der Neufundländer glücklich. Aus diesem Grund ist eine Ausbildung zum Rettungshund für den Neufi ideal. Hier könnt ihr den großen Hund nicht nur gut auslasten, sondern ihm auch eine große Freude bereiten.

Gesundheit und Pflege

Generell ist der Neufundländer nicht sehr krankheitsanfällig. Das einzige, was speziell gepflegt werden muss ist das wuschelige, dichte Fell des Hundes.  Es besteht aus wasserundurchlässigem Stockhaar und langem Deckhaar. Damit das Fell nicht anfängt zu stinken oder stark verfilzt, solltet ihr den Hund am besten täglich bürsten und kämmen. Besonders im Fellwechsel ist die Menge an Haaren, die der Hund verliert, kaum noch zu bändigen. Nach jedem Spaziergang muss das dichte Fell von hängen gebliebenen Blättern, Kletten, Ästen und anderem Schmutz befreit werden. Der Neufi freut sich über jede Art der Zuneigung und wird diese zusätzlichen Streicheleinheiten genießen. Aufgrund ihrer enormen Größe leiden einige Neufundländer unter einer Hüftgelenksdysplasie und damit verbundener Arthrose. Besonders im Welpenalter solltet ihr also schon darauf achten, dass der Kleine möglichst keine Treppen steigen muss oder zu viel Bewegung bekommt. 

Schwarz-weißer Neufundländer

Schwarz-weißer Neufundländer

Interessantes und Wissenswertes

In der Geschichte gab es viele berühmte Neufundländer, die als Rettungshunde dienten und so einige Menschen vor dem Ertrinken retteten. Erzählungen zufolge soll sogar der Feldherr Napoleon von einem Neufundländer namens Boatswain vor dem Ertrinken gerettet worden sein. Der deutsche Komponist Richard Wagner war ebenfalls ein echter Fan der Rasse. Sein erster Hund „Robber“ inspirierte ihn zu seinem Werk „der fliegende Holländer“, sein letzter Hund „Russ“ wurde sogar gemeinsam mit dem Komponisten in Bayreuth begraben. Er bekam eine eigene Inschrift mit den Worten: Hier ruht und wacht Wagner’s Russ. Der schottische Schriftsteller J.M. Barrie hat seiner Hündin mit der Figur „Nana“ in dem weltbekannten Kinderbuch „Peter Pan“ ein literarisches Denkmal gesetzt.

Ihr habt auch einen Neufundländer oder wollt euch bald einen zulegen? Erzählt mir mehr in den Kommentaren! 

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