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Miniature Bullterrier

Portrait des mutigen Begleithunds im Kleinformat

Der Miniature Bullterrier sieht zwar aus wie eine kleinere Ausgabe des Standard Bullterriers – ist aber eine eigenständige Hunderasse mit einem ganz besonderem Charme. Hier erfahrt ihr alles über die Geschichte, den Charakter und die Haltung der Rasse.

Geschichte des Miniature Bullterriers

Die Geschichte des Miniature Bullterriers beginnt schon im Jahre 1821 in England. Die Rasse entstand gemeinsam mit dem größeren Standard Bullterrier aus einer Kreuzung zwischen Terrier und Bulldogge. Nach und nach entstanden zwei Schläge und aus den kleinsten Vertretern der Rasse wurde der Mini oder Toy Bullterrier. Im Gegensatz zu ihren großen Verwandten lag das Aufgabengebiet des Minis nicht beim Kämpfen, sondern bei der Jagd auf Ratten und Marder. Die kleinen Hunde lebten auf engstem Raum mit den englischen Arbeitern und ihren Familien.

Das heute für die Rasse typische Downface wurde den Bullterriern erst viel später angezüchtet. Vor dem Ersten Weltkrieg kamen diese Hunde aus der Mode und wurden im Jahr 1918 sogar aus dem Kennel Club Rasse-Register herausgenommen. Erst im Jahr 1938 versuchte der Brite Richard Glyn und eine Gruppe von Gleichgesinnten die Rasse wieder zum Leben zu erwecken. Sie gründeten den Miniature Bull Terrier Club und legten eine maximale Widerristhöhe von 35,5 cm fest.  Ab den 1970er Jahren wurde der Miniature Bullterrier immer beliebter in privaten Haushalten und ist seitdem ein geschätzter Familienhund. Erst im Jahr 2011 erfolgte die endgültige Anerkennung durch die FCI. Seither ist er Teil der FCI-Gruppe 3 und wird hier der dritten Sektion, sprich den bullartigen Terriern, zugeordnet.

Wesen und Charakter

Der Miniature Bullterrier ist zwar ein kleiner, aber dennoch kräftiger und mutiger Hund. Seinen Menschen gegenüber ist der Mini äußerst anhänglich und verschmust. Besonders mit Kindern spielt der Miniature Bullterrier liebend gern und am liebsten den ganzen Tag. Manchmal müsst ihr das kleine Energiebündel beim Spielen etwas bremsen, damit er sich vor lauter Freude nicht überschlägt. Seine Reizschwelle ist sehr hoch und er lässt sich durch fremde Menschen und Hunde nicht aus der Ruhe bringen. Dennoch ist er etwas bellfreudiger als sein großer Verwandter. Die Rasse ist sehr intelligent und hat einen eigenen Willen, der sich durch nichts unterkriegen lässt. Wenn ihm etwas nicht passt, entwickelt er eine gewisse Eigensinnigkeit und geht stur seinen Weg.

Unterschied Bullterrier und Miniature Bullterrier

Ein Bullterrier (links) und ein Miniature Bullterrier (rechts).

Anschaffung eines Miniature Bullterriers

Worauf muss ich beim Kauf achten?

In der Haltung ist der Miniature Bullterrier recht anspruchslos. Solange er genug an die frische Luft kommt, kann er auch in einer kleineren Wohnung glücklich werden. Dank seiner Größe könnt ihr den kleinen Hund auch super überall hin mitnehmen. Dennoch solltet ihr euch vor dem Kauf sicher sein, dass ihr der Erziehung des Welpen gewachsen seid. Die Lebenserwartung der Tiere liegt bei bis zu zwölf Jahren. Ihr solltet also bereit sein euch für diesen Zeitraum um den Hund zu kümmern. Bei der Suche nach einem Züchter solltet ihr darauf achten, dass er beim VDH registriert ist. Für einen reinrassigen und gesunden Welpen zahlt ihr in etwa 1400€. Es gibt den Miniature Bullterrier in den verschiedensten Farben. Ihr habt die Wahl zwischen den Felltönen weiß mit Abzeichen, schwarz, gestromt, rot, rehbraun und tricolor. Besonders vorsichtig solltet ihr bei reinweißen Bullterriern sein. Die Tiere gelten als besonders krankheitsanfällig und leiden oft unter Taubheit.

Entwicklung und Erziehung des Welpen

Die Erziehung eines Minis ist mit genug Konsequenz an den richtigen Stellen relativ einfach. Wie jeder andere Hund braucht auch der Miniature Bullterrier von Anfang an eine konsequente und liebevolle Erziehung. Er benötigt eine starke Führungsperson, die ihm zeigt wo es lang geht und immer für ihn da ist. Gegen Bestrafungen reagiert er mit einer Abwehrhaltung. Besonders gut könnt ihr den Mini für eine spielerische Erziehung mit vielen Überraschungen begeistern. Eintönig wiederholte Kommandos langweilen ihn schnell und er sucht sich lieber selbst eine spannendere Beschäftigung. Unbedingt sollte er frühzeitig mit anderen Hunden sozialisiert werden, damit es später keine Probleme auf dem Hundeplatz oder beim Spazieren gehen gibt.

Miniature Bullterrier Welpe

Ein verspielter Miniature Bullterrier Welpe

Der Miniature Bullterrier Welpe wächst bis er drei Jahre alt ist und erreicht seine Maximalhöhe von 35,5 Zentimetern. Je nach Abstammung kann der eine oder andere Vertreter der Rasse auch mal etwas größer werden. Auch wenn der junge Hund schon sehr aktiv ist, dürft ihr den Mini in den ersten Lebensmonaten auf keinen Fall überanstrengen.

Wie halte ich einen Miniature Bullterrier?

Aktivitäten mit dem Miniature Bullterrier

Der agile Mini Bullterrier hat einen starken Drang nach Bewegung und liebt es zu spielen. Er braucht viel Platz zum Toben und am besten eine ganze Kiste voll mit Spielzeug. Tägliche Spaziergänge gehören zum Pflichtprogramm, aber auch zum Joggen oder Radfahren lässt er sich begeistern. Ideal auslasten könnt ihr den Mini bei Hundesportarten wie Agility. Hier ist nicht nur seine sportliche Fitness gefragt, sondern auch das Verhältnis zwischen Hund und Halter wird gestärkt. Wenn er sich genug ausgetobt hat, genießt der Vierbeiner es aber genauso auch einfach mal zu schmusen und auf dem Sofa zu liegen wie wir.

Gesundheit und Pflege

Ein gesunder und sportlicher Miniature Bullterrier braucht eine gesunde Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen. Ihr solltet aber darauf achten, dass er kein Übergewicht und genügend Bewegung bekommt. Die Fellpflege ist nicht sehr aufwändig und es genügt wenn ihr ihn einmal die Woche kurz bürstet. Gesundheitlich ist die Rasse sehr robust und zeigt keine besondere Anfälligkeit für genetisch bedingte Krankheiten. In Verbindung mit der reinweißen Fellfarbe kann der ein oder andere Welpe taub geboren werden. Wenn ihr euch also einen weißen Vertreter der Rasse zulegen wollt, empfehle ich einen Hörtest beim Züchter zu verlangen.

Schon gewusst?

  • Der Miniature Bullterrier ist eine vom Aussterben bedrohte Hunderasse.
  • Ein gestromter Mini namens “Pincher” schaffte es im März 1865 in 36 Minuten und 26,5 Sekunden die fast unglaubliche Anzahl von 500 Ratten zu erlegen.
  • Im Gegensatz zu seinem großen Verwandten steht der Mini nicht auf der Liste der „gefährlichen“ Hunderassen.

 

Ihr habt auch einen Miniature Bullterrier oder wollt euch bald einen zulegen? Erzählt mir mehr in den Kommentaren! 

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