Rauhaardackel

ein intelligente Charakterhund

 

Als kleiner Hund mit krummen Beinen erobert der Rauhaardackel mit seinem aufgeweckten Wesen und seiner Intelligenz sicher auch euer Herz. Bereits im Mittelalter war der Rauhaardackel als Jagdhund äußerst beliebt. Heute begeistert der kleine Hund mit dem großen Herzen meist als Familienhund, wird aber auch von Jägern als treuer Begleiter geschätzt.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen des Rauhaardackels

Der Rauhaardackel, eine der drei Varietäten des Dachshunds, zeichnet sich durch ein markantes Aussehen aus. Hier sind die detaillierten Merkmale:

Körperbau

  • Langgestreckter Körper: Der Rauhaardackel hat einen langen Rumpf im Verhältnis zu seiner Größe. Die Körperlänge sollte etwa 1,7-1,8 mal so lang sein wie die Widerristhöhe.
  • Kurze Beine: Typisch sind die kurzen, kräftigen Beine, die dem Dackel seine niedrige Statur verleihen.
  • Muskulös und beweglich: Trotz der kurzen Beine ist der Rauhaardackel sehr muskulös und agil.

Kopf und Gesicht

  • Langgestreckter Kopf: Der Kopf ist länglich und wird zur Nase hin schmaler.
  • Buschiger Bart: Ein auffälliges Merkmal ist der buschige Bart am Fang.
  • Kräftige Augenbrauen: Die ausgeprägten Augenbrauen geben dem Gesicht einen markanten Ausdruck.
  • Schlappohren: Die Ohren sind hoch angesetzt und rundlich.
  • Aufmerksamer Blick: Die mandelförmigen, meist dunkelbraunen Augen verleihen einen wachen Ausdruck.

Größe und Gewicht

  • Widerristhöhe: 20 bis 27 cm
  • Gewicht: 4 bis 9 kg, je nach Größenvariante (Standard, Zwerg, Kaninchen)
  • Brustumfang: 27 bis 47 cm, ebenfalls abhängig von der Größenvariante
Zwei Rauhaardackel Welpen

Fell und Färbung

  • Drahtiges Oberfell: Das Deckhaar ist hart, fest und drahtig.
  • Dichte Unterwolle: Unter dem drahtigen Oberfell befindet sich eine dichte Unterwolle.
  • Gleichmäßig anliegend: Das Fell liegt gleichmäßig am Körper an.
  • Pflege: Das drahtige Fell erfordert regelmäßiges Trimmen, mindestens zweimal im Jahr, um die abgestorbenen Haare zu entfernen und die Hautgesundheit zu fördern.
  • Saufarben: Helles bis dunkles Saufarben (abgeleitet vom Wildschwein) ist eine bevorzugte Farbe.
  • Dürrlaubfarben: Eine weitere typische Farbe ist Dürrlaubfarben.
  • Andere Varianten: Auch einfarbig rot oder schwarz-rot kommen vor.

Besondere körperliche Merkmale  

Der Körper ist langgestreckt und liegt nahe am Boden, was den Dackel besonders geeignet für die Jagd in engen Bauten macht. Die kurzen Beine und der lange Rücken sind typische Merkmale.

Verhalten und Charakter

  • Temperament: Rauhaardackel sind bekannt für ihre mutige, lebhafte und intelligente Natur. Sie sind oft unabhängig und können stur sein, was eine konsequente Erziehung erfordert.
  • Einsatzgebiet: Ursprünglich für die Jagd auf Dachs gezüchtet, zeigt der Rauhaardackel eine hohe Ausdauer und Mut, was ihn auch heute noch zu einem geschätzten Jagd- und Begleithund macht.

Diese Merkmale machen den Rauhaardackel zu einer einzigartigen und vielseitigen Hunderasse, die sowohl in der Jagd als auch als Familienhund geschätzt wird.

Hunderasse Icon Dackel Geschlecht

Steckbrief Dackel

  • Rasse: Dachshund (Dackel, Teckel)
  • Herkunft: Deutschland
  • Widerristhöhe: Rüde 18 – 23 cm 
  • Gewicht: bis 9 Kg
  • Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
  • Fell & Farbe: Dichtes, drahtiges Deckhaar mit weicher Unterwolle. Verschiedene Schattierungen von Rot, von tiefem Rot bis zu hellem Gelb-Rot, sowie eine Mischung aus Rot und Weiß.
  • Charakterzüge: mutig, intelligent, lebhaft, stur,

Rassenstandard nach FCI

  • Gruppe: 4 – Dachshunde
  • Sektion: 1 – Dachshunde
  • Standard Nr.: 148
  • Datum der endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI: 01.01.1955
  • Offizielle Originalsprache: Deutsch
  • Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards: 25.05.2021
  • Status der Rasse: Endgültig anerkannt
  • Ursprungsland der Rasse: DEUTSCHLAND
  • Arbeitsprüfung: Arbeitsprüfung vorgeschrieben gemäß der Rassennomenklatur der FCI

a) Standard

  • Langhaar
  • Kurzhaar
  • Rauhhaar

b) Zwerg

  • Kurzhaar
  • Rauhhaar
  • Langhaar

c) Kaninchen

  • Langhaar
  • Kurzhaar
  • Rauhhaar

Allgemeines Erscheinungsbild:

  • Niedrige, kurzläufige, langgestreckte, aber kompakte Gestalt
  • Sehr muskulös
  • Kecke, herausfordernde Haltung des Kopfes
  • Aufmerksamer Gesichtsausdruck
  • Trotz kurzer Gliedmaßen im Verhältnis zum langen Körper sehr beweglich und flink

Verhalten/Charakter (Wesen):

  • Freundlich
  • Weder ängstlich noch aggressiv
  • Ausgeglichenes Temperament
  • Passionierter, ausdauernder, feinnasiger und flinker Jagdhund

Kopf:

  • Langgestreckt
  • Von oben und von der Seite gesehen gleichmäßig bis zum Nasenschwamm schmäler werdend, jedoch nicht spitz
  • Schädel flach bis leicht gewölbt
  • Stirnfurche schwach ausgeprägt
  • Stop deutlich markiert
  • Nasenrücken gerade
  • Nasenschwamm schwarz, gut entwickelt
  • Lefzen fest anliegend, gut pigmentiert, am Oberkiefer etwas hängend
  • Kiefer kräftig, mit gut entwickelten Schneidezähnen
  • Augen mittelgroß, oval, klar, mit freundlichem Ausdruck. Farbe: dunkelrotbraun bis schwarzbraun bei allen Farben. Glas-, Fisch- oder Perlaugen bei gefleckten Hunden sind nicht erwünscht, jedoch zu tolerieren.
  • Ohren mittelgroß, hoch angesetzt, gut befallen, mäßig breit, nach vorne fallend, der V-förmige Vorderrand am Wangen anliegend.

Hals:

  • Lang, muskulös, frei beweglich, ohne lose Kehlhaut

Körper:

  • Oberlinie leicht gewölbt vom Widerrist bis zur Kuppe
  • Widerrist deutlich ausgeprägt
  • Rücken gerade, fest, muskulös
  • Lenden kurz, kräftig, muskulös
  • Kruppen leicht abfallend
  • Brustkorb gut entwickelt, tief bis zum Ellenbogen reichend
  • Bauchlinie leicht ansteigend

Rute:

  • Hoch angesetzt, nicht zu kurz, kräftig an der Wurzel, sich allmählich bis zur Spitze verjüngend, gut befedert
  • In der Bewegung frei hängend, weder nach oben noch nach unten getragen, darf nicht gekringelt sein

Gliedmaßen:

  • Vordergliedmaßen:
    • Schulterblatt schräg liegend, gut bemuskelt
    • Oberarm lang, muskulös
    • Unterarm lang, gerade
    • Vorderpfoten rund, mit kräftigen Zehen, eng aneinander liegend, gut gewölbte Krallen
  • Hintergliedmaßen:
    • Oberschenkel lang, muskulös
    • Unterschenkel lang, gerade
    • Hinterpfoten rund, mit kräftigen Zehen, eng aneinander liegend, gut gewölbte Krallen

Gangart:

  • Flink, frei und ausdauernd

Farbe:

  • Einfarbig rot, rotbraun, gelb, lohfarben, schwarz, schwarz-loh
  • Gefleckt: rot-weiß, schwarz-weiß, loh-weiß mit oder ohne Abzeichen
  • Mit Schimmel: rot-schimmel, schwarz-schimmel, loh-schimmel

Größe:

  • Teckel
    • Umfang des Brustkorbs: 30 cm bis 35 cm
    • Gewicht: ca. 9 kg bis 15 kg
  • Zwergteckel
    • Umfang des Brustkorbs: 15 cm bis 23 cm
    • Gewicht: ca. 4 kg bis 7 kg
  • Kaninchenteckel
    • Umfang des Brustkorbs: 13 cm bis 18 cm
    • Gewicht: ca. 3 kg bis 5 kg

Fehler:

  • Abweichungen von den Proportionen
  • Schwacher Knochenbau
  • Weicher Rücken
  • Hängende Rute
  • Lose Kehlhaut
  • Stechende, scheue oder ängstliche Augen
  • Hängeohren
  • Falsche Farbe
  • Zu groß oder zu klein

Wesen und Charakter des Rauhaardackels

Der Rauhaardackel ist ein intelligener und selbstbewusster Hund mit einem ausgeprägten Charakter. Hier sind die wichtigsten Wesensmerkmale:

  • Mutig und eigenwillig: Rauhaardackel zeichnen sich durch ihren starken Willen und großen Mut aus. Diese Eigenschaften waren für ihre ursprüngliche Funktion als Jagdhund unerlässlich.
  • Intelligent und entscheidungsfreudig: Sie sind in der Lage, schnell eigene Entscheidungen zu treffen, was besonders bei der Jagd unter der Erde wichtig war.
  • Freundlich und treu: Gegenüber ihren Besitzern sind Rauhaardackel liebenswürdig und sehr anhänglich.
  • Wachsam: Sie können gegenüber Fremden zurückhaltend oder wachsam sein und machen sich bei Bedarf lautstark bemerkbar, ohne grundlos zu bellen.
  • Aktiv und bewegungsfreudig: Diese Hunde sind sehr aktiv und benötigen viel Bewegung und geistige Auslastung.
  • Nicht aggressiv: Rauhaardackel sind von Natur aus nicht bösartig oder gefährlich, können aber bei Grenzüberschreitungen ihren Unmut deutlich zeigen.

Ist der Dackel ein Kläffer?

Besitzer eines Rauhaardackels wissen, dass dieser sich durchaus lautstark bemerkbar machen kann. Allerdings bellt er nie ohne Grund. Beim Rauhaardackel handelt es sich also nicht um einen typischen Kläffer. Vielmehr ist der kleine, robuste Hund jederzeit bereit, euch und euer Zuhause vor Eindringlingen zu schützen.

Ist ein Dackel gefährlich?

Ein Dackel ist vom Wesen her niemals bösartig und daher nicht gefährlich. Es ist jedoch wichtig, auf die Körpersprache des Hundes zu achten. Bei deutlichen Grenzüberschreitungen kann der Dackel durchaus seinen Unmut deutlich machen.

Sind Dackel Kuschelhunde?

Ein Kuschelhund ist der Rauhaardackel im Grunde seines Herzens nicht. Dennoch genießt er Streicheleinheiten von ihm vertrauten Menschen. Er sucht durchaus die Nähe und genießt auch Kuscheleinheiten. Allerdings ist es wichtig, dass er ausgelastet ist. Sowohl körperlich als auch geistig möchte er gefordert werden. Klar muss sein, dass der Rauhaardackel trotz seiner kurzen Beine sehr bewegungsfreudig ist und Beschäftigung auch aktiv einfordert.

Der Rauhaardackel ist ein vielseitiger und loyaler Begleiter, der bei richtiger Erziehung und Auslastung ein wunderbares Familienmitglied sein kann.

Eignet sich der Rauhaardackel als Familienhund?

Ja, der Rauhaardackel eignet sich gut als Familienhund. Hier sind die wichtigsten Gründe:

  • Loyalität und Anhänglichkeit: Rauhaardackel bauen eine starke Bindung zu ihrer Familie auf und sind sehr treu und anhänglich.
  • Verspieltheit und Aktivität: Diese Hunde sind sehr aktiv und verspielt, was sie zu tollen Spielgefährten für Kinder macht. Sie genießen es, an Aktivitäten und Spielen teilzunehmen.
  • Wachsamkeit: Mit ihrem ausgeprägten Schutzinstinkt sind Rauhaardackel gute Wachhunde. Sie sind aufmerksam und können die Familie und das Zuhause zuverlässig vor Eindringlingen warnen.
  • Intelligenz und Lernfähigkeit: Aufgrund ihrer Intelligenz und Lernfähigkeit sind Rauhaardackel relativ leicht zu trainieren. Sie profitieren von konsequenter und geduldiger Erziehung.
  • Zuneigung und Nähe: Obwohl sie keine typischen Kuschelhunde sind, genießen sie die Nähe und Streicheleinheiten von ihnen vertrauten Menschen.

Ist der Rauhaardackel anfängertauglich?

Der Rauhaardackel kann für Anfänger geeignet sein, wenn sie bereit sind, sich intensiv mit seiner Erziehung und seinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Diese intelligenten und loyalen Hunde lernen schnell, benötigen aber konsequente Erziehung und viel Bewegung. Ihre sture Natur und Bellfreudigkeit können Herausforderungen darstellen, die Geduld und klare Regeln erfordern. Ein Besuch in der Hundeschule und regelmäßige geistige sowie körperliche Auslastung sind besonders hilfreich. Mit der richtigen Vorbereitung und Hingabe kann der Rauhaardackel ein wunderbarer Begleiter für Erstbesitzer sein.

Haltung und Lebensraum für Rauhaardackel

Rauhaardackel sind anpassungsfähig und fühlen sich sowohl in ländlicher Umgebung als auch in der Stadt wohl. Ein Haus mit Garten ist ideal, aber auch eine Stadtwohnung ist möglich, solange für ausreichend Bewegung gesorgt wird.

Treppensteigen

Ihr solltet darauf achten, dass der aufgeweckte Hund nicht ständig Treppen steigen muss. Langfristig kann diese Belastung seinen langen Rücken schädigen.

Familienstruktur

Rauhaardackel eignen sich für verschiedene Lebensumstände – vom Singlehaushalt bis zur Großfamilie. Auch für aktive Senioren sind sie geeignete Begleiter, die mit Sicherheit Schwung in den Alltag bringen.

Soziales Umfeld

Mit entsprechender Sozialisierung kommen Rauhaardackel gut mit Kindern und anderen Haustieren zurecht. Eine frühe und kontinuierliche Sozialisierung ist wichtig, um sicherzustellen, dass der Hund gut mit anderen Hunden und Menschen auskommt.

Geistige Auslastung

Neben körperlicher Aktivität benötigen Rauhaardackel auch geistige Herausforderungen. Beschäftigungsspiele und Trainingseinheiten sind wichtig für ihr Wohlbefinden.

Aktivität des Dackels

Als kleiner Hund mit wahnsinnig viel Power ist der Rauhaardackel immer für alle Schandtaten bereit. Entsprechend solltet ihr den Dackel sowohl körperlich als auch geistig auslasten.

Wie beschäftigt man einen Dackel? Lange Spaziergänge sind nur ein Teil des Beschäftigungsprogramms, denn der Dackel ist ein vielseitiger und aktiver Hund. Dackel lieben es zu Apportieren. Auch Suchspiele werden gut und gerne angenommen.

So mancher Rauhaardackel liebt es, zu schwimmen. Andere Dackel wiederum lieben Zerr- und Beutespiele. Ausgedehnte Waldspaziergänge sorgen dafür, dass der Rauhaardackel völlig in seinem Element ist. Allerdings solltet ihr ihn hierbei an der Leine halten. Ein Rauhaardackel folgt durchaus seinem Jagdtrieb. So kann er auch schnell einmal in einem Fuchsbau verschwinden.

Lasst ihr das Beschäftigungsprogramm für euren Rauhaardackel schleifen, müsst ihr damit rechnen, dass er sich selbst beschäftigt. Die Ideen der intelligenten Vierbeiner sind vielfältig. Sie reichen von zerkauten Hausschuhen bis zum Buddeln eines Fluchttunnels unter dem Zaun hindurch. Neben dem empfohlenen Begleithundekurs lohnen auch Mantrailingkurse und Fährtenarbeit im Verein.

Aktivitätslevel

Hunderasse Icon Aktivitätslevel

Mittel

Empfohlene Gassi-Runde

Hunderasse Icon Empfohlene Gassi Runde

7 Kilometer

Tägliche Aktivität (Minuten)

Hunderasse Icon Tägliche Aktivität Minuten

7 Kilometer

Pflege eines Rauhaardackels

Die Fellpflege eines Rauhaardackels ist entscheidend, um das charakteristische, drahtige Fell dieser Hunderasse gesund und gepflegt zu halten. Hier sind die wichtigsten Aspekte der Pflege:

  • Hygiene: Regelmäßige Kontrollen und Pflege von Krallen, Zähnen und Ohren sind ebenfalls wichtig für die allgemeine Gesundheit des Hundes.
  • Baden: Baden sollte nur bei Bedarf erfolgen, um die natürlichen Öle der Haut und des Fells nicht zu entfernen. Verwendet ein mildes Hundeshampoo, das speziell für drahtige Felle entwickelt wurde.
  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung trägt zu einem gesunden Fell bei. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die in Fischöl und Leinsamen enthalten sind, unterstützen die Haut- und Fellgesundheit.

Vorsicht bei Hautproblemen

  • Hautreizungen: Bei Neigung zu Hautreizungen solltet ihr milde Reinigungsmittel und hypoallergene Shampoos verwenden. Regelmäßige Inspektion der Haut auf Anzeichen von Rötungen oder Irritationen ist wichtig.
  • Parasitenkontrolle: Achtet auf Parasiten wie Flöhe und Zecken. Regelmäßige Kontrollen und vorbeugende Maßnahmen sind wichtig, um Infektionen und Hautprobleme zu vermeiden.
Rauhaar-Dackel-im-Garten

Fellpflege

  • Bürsten und Kämmen: Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche sollten Rauhaardackel gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden, insbesondere in Bereichen mit Reibung wie zwischen den Beinen, hinter den Ohren und unter der Rute. Eine Naturborstenbürste ist hierfür gut geeignet.
  • Trimmen: Da Rauhaardackel ihre abgestorbenen Haare nicht von selbst verlieren, müssen diese regelmäßig entfernt werden, um Juckreiz und Hautprobleme zu vermeiden. Trimmen sollte etwa alle zwei bis drei Monate erfolgen.

Trimmen vs. Scheren

  • Trimmen: Beim Trimmen werden die abgestorbenen Haare mit den Fingern oder speziellen Trimmmessern in Wuchsrichtung herausgezogen. Dies sollte von einem Fachmann durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass es korrekt und schmerzfrei erfolgt.
  • Scheren: Rauhaardackel sollten niemals geschoren werden, da dies die Struktur des Fells zerstört und seine schützenden Eigenschaften verliert. Nach dem Scheren wird das Fell weich und ähnelt dem eines Shih-Tzu, was nicht gewünscht ist.

Hilfsmittel

  • Bürsten und Kämme: Eine robuste Bürste und ein Kamm sind notwendig, um das Fell zu pflegen und Verfilzungen zu verhindern.
  • Trimmmesser: Spezielle Trimmmesser sind hilfreich für das Trimmen, sollten aber von einem Fachmann verwendet werden.

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Rauhaardackels. Hier sind einige wichtige Punkte, die ihr beachten solltet:

Allgemeine Ernährungsgrundlagen

  1. Proteinbedarf: Rauhaardackel benötigen eine proteinreiche Ernährung, um ihre Muskeln und allgemeine Gesundheit zu unterstützen. Hochwertige tierische Proteine wie Huhn, Rind, Lamm oder Fisch sind ideal.
  2. Fettgehalt: Fette sind eine wichtige Energiequelle und unterstützen die Haut- und Fellgesundheit. Achtet darauf, dass der Fettgehalt ausgewogen ist.
  3. Kohlenhydrate: Komplexe Kohlenhydrate wie Reis, Süßkartoffeln oder Hafer können als Energiequelle dienen und die Verdauung unterstützen.
  4. Vitamine und Mineralien: Eine ausgewogene Ernährung sollte alle notwendigen Vitamine und Mineralien enthalten, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Spezifische Ernährungsbedürfnisse

  1. Vielseitige Ernährung: Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig. Eine Mischung aus rohem Muskelfleisch, fleischigen Knochen, rohem Eigelb oder gekochtem Ei und Fisch (gegart oder ungegart) ist ideal.
  2. Hochwertiges Futter: Es ist wichtig, auf qualitativ hochwertiges Hundefutter zu achten, das speziell auf die Bedürfnisse von Dackeln abgestimmt ist. Dies kann sowohl Trocken- als auch Nassfutter umfassen.
  3. Naturbelassene Nahrung: Hausgemachtes Futter oder hochwertiges Trockenfutter von einem Qualitätsanbieter wird empfohlen. Rohkost (BARF) kann ebenfalls eine Option sein, erfordert jedoch gründliche Kenntnisse und Vorsicht im Umgang mit rohem Fleisch.

Besondere Bedürfnisse

  1. Welpen und ältere Hunde: Welpen sollten nicht überfüttert werden, da dies das Wachstum von Muskeln und Knochen negativ beeinflussen kann. Ältere Dackel benötigen weniger Kalorien und eine Ernährung, die ihre Gelenke unterstützt.
  2. Übergewicht vermeiden: Dackel sind anfällig für Übergewicht, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Achtet darauf, das Gewicht des Hundes im Auge zu behalten und ihn regelmäßig zu wiegen.

Ergänzende Ernährung

  1. Zusatzstoffe: Grünlippmuschel ist gut für die Gelenke und kann in die Ernährung integriert werden. Andere Ergänzungen können ebenfalls sinnvoll sein, um das Fell und die Haut gesund zu halten.
  2. Wasserzufuhr: Ausreichend Wasser ist essentiell. Dackel sollten jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben.

Futterempfehlung

Tägliche Futtermenge

etwa 350 Gramm

Hunderasse Icon Futtermenge

Kosten pro Tag

1 € - 1,50 €

Hunderasse Icon Kosten pro Tag

Monatliche Kosten

30 € - 46,50 €

Hunderasse Icon Monatliche Kosten

Erziehung und Training

Kann man einen Dackel erziehen? Ganz eindeutig ja. Auch wenn die Erziehung eines Dackels durchaus eine Lebensaufgabe ist, lässt er sich erziehen. Werden Dackelwelpen gut sozialisiert, ist dies die perfekte Basis.

Erziehung der Welpen

Mit der Erziehung solltet ihr direkt im Welpenalter beginnen. Wichtig ist, Vertrauen aufzubauen und liebevoll sowie konsequent zu erziehen. Jede Ausnahme kann dazu führen, dass der Dackel die Ausnahme zur Regel werden lässt. Grundsätzlich sind die kurzbeinigen Fellnasen lernbereit, daher solltet ihr sicherstellen, dass die Grundkommandos wirklich sitzen.

Frühe Sozialisierung: Von Geburt bis vier Monate sind Dackelwelpen besonders aufnahmefähig für neue Erfahrungen. Diese Zeit sollte genutzt werden, um sie an verschiedene Menschen, Geräusche und Umgebungen zu gewöhnen. Positive Erfahrungen in dieser Phase helfen, spätere Ängste und Unsicherheiten zu vermeiden.

Leinenführung: Die Leinenführung sollte frühzeitig begonnen werden. Welpen neigen dazu, nahe bei ihrem Besitzer zu bleiben, was das Training erleichtert. Kurze, positive Trainingseinheiten sind am effektivsten.

Empfehlenswert ist es, einen Vorbereitungskurs zur Begleithundeprüfung zu belegen, der auch vom Deutschen Teckelklub angeboten wird. Bei aller Erziehung bleibt der Dackel eigenständig und neigt dazu, selbst Entscheidungen zu treffen. Bei der besten Erziehung eines Dackels kommt es im Alltag hin und wieder zu lustigen Situationen. So geht es bei der Dackelerziehung häufig auch darum, ob ihr oder der Dackel den längeren Atem habt.

Training des Hundes

Euer Dackel hat ein spielerisches und lebhaftes Wesen, was ihn zu einem wunderbaren Begleiter macht, aber auch eine angepasste Herangehensweise im Training erfordert.

Grundgehorsam und Trainingstechniken

  • Grundkommandos: Beginnt mit grundlegenden Befehlen wie „Sitz“, „Bleib“ und „Komm“. Haltet die Trainingseinheiten kurz und unterhaltsam.
  • Positive Verstärkung: Dackel reagieren gut auf positive Verstärkung. Belohnungen in Form von Leckerlis, Spielzeug oder Lob motivieren sie, gewünschtes Verhalten zu wiederholen.
  • Konsistenz und Geduld: Konsequent angewandte Regeln und geduldiges Training sind entscheidend. Dackel können stur sein, daher ist eine klare und beständige Erziehung wichtig.
  • Sturheit überwinden: Dackel sind bekannt für ihre Unabhängigkeit und können stur sein. Es ist wichtig, das Training interessant und abwechslungsreich zu gestalten, um ihre Aufmerksamkeit zu halten.
  • Jagdinstinkte nutzen: Da Dackel ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden, haben sie einen starken Jagdinstinkt. Trainingseinheiten, die diesen Instinkt ansprechen, wie Suchspiele oder Agility, können besonders effektiv sein.

Sozialisation mit anderen Hunden und Menschen

  • Interaktionen mit anderen Hunden: Regelmäßige, kontrollierte Begegnungen mit anderen Hunden helfen, soziale Fähigkeiten zu entwickeln und Aggressionen vorzubeugen. Welpenspielstunden sind eine gute Möglichkeit für diese Sozialisation.
  • Umgang mit Fremden: Dackel können gegenüber Fremden misstrauisch sein. Frühzeitige und positive Begegnungen mit verschiedenen Menschen fördern ein freundliches und selbstbewusstes Verhalten.

Alltagsfähigkeiten und Hausregeln

  • Stubenreinheit: Die Stubenreinheit sollte konsequent und geduldig trainiert werden. Regelmäßige Auszeiten zum Lösen, besonders nach dem Fressen, Schlafen und Spielen, unterstützen diesen Lernprozess.
  • Grundkommandos: Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Komm“ sollten früh eingeführt und regelmäßig geübt werden. Diese Grundkommandos sind wichtig für die Kontrolle und Sicherheit des Hundes.

Tipps zur Vermeidung von Problemverhalten

Ihr müsst auf spezifische Herausforderungen im Verhalten eures Dackels vorbereitet sein. Hier sind einige rassespezifische Tipps:

  • Konsistenz: Nutzt stets dieselben Befehle und Techniken, um Verwirrung zu vermeiden und gutes Verhalten zu verstärken.
  • Problemverhalten angehen: Dackel neigen zu sturem Verhalten wie Graben, Bellen und Kauen. Lenkt ihre Aufmerksamkeit um und belohnt gutes Verhalten.
  • Trennungsangst: Dackel neigen dazu, eine enge Bindung zu ihren Besitzern aufzubauen. Trainiert die Trennung schrittweise, um Trennungsangst zu vermeiden.
  • Trainingsumgebung: Beginnt das Training in einer ablenkungsfreien Umgebung. Andere Haustiere, Menschen oder Fenster können euren Dackel ablenken und die Trainingseinheiten weniger effektiv machen.
  • Kurze Trainingseinheiten: Haltet Trainingseinheiten kurz, idealerweise 5–10 Minuten lang, und beschränkt euch auf 1–3 neue Konzepte pro Sitzung.
  • Geduld und Zeit: Seid geduldig und vermeidet Frustration während des Trainings. Euer Dackel wird eure Energie und Frustration aufnehmen, was seine Bereitschaft, Anweisungen zu folgen, beeinträchtigen kann.

Gesundheit

Der Rauhaardackel an sich ist ein robuster Hund. In der Regel ist er nicht überzüchtet. Aufgrund des Körperbaus sind Dackel jedoch anfällig für Dackellähme. Diese Art von Bandscheibenvorfall ist auf genetisch bedingt geschwächte Bandscheibenknorpel zurückzuführen. So solltet ihr darauf achten, dass der Dackel nicht zu häufig Treppen läuft oder irgendwo herunterspringt. Zudem sind Dackel durchaus anfällig für Gelenkprobleme. Auch Nierenerkrankungen, Diabetes, Epilepsie, Unverträglichkeiten und Augenproblemen sind typische Erkrankungen.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt solltet ihr dementsprechend nicht ausfallen lassen, denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Erkrankungen.

Hunderasse Icon Gesundheit Dackel
  • Bandscheibenerkrankungen (IVDD):
    Rauhaardackel sind aufgrund ihres langen Rückens anfällig für Bandscheibenprobleme. Übergewicht und übermäßiges Springen können die Situation verschlimmern.
  • Katarakte: Katarakte können die Sehkraft beeinträchtigen. Regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtig, um frühzeitig Probleme zu erkennen.
  • Von-Willebrand-Krankheit: Diese erblich bedingte Blutgerinnungsstörung kann bei Rauhaardackeln vorkommen. Genetische Tests helfen, das Risiko zu bestimmen.
  • Retinadysplasie: Eine Fehlbildung der Netzhaut, die zu Sehproblemen führen kann.
  • Cushing-Syndrom: Eine Hormonstörung, die durch eine Überproduktion von Cortisol verursacht wird.
  • Diabetes mellitus: Diese Stoffwechselerkrankung kann ebenfalls bei Rauhaardackeln auftreten.
  • Hypothyreose: Eine Schilddrüsenunterfunktion, die zu Gewichtszunahme, Lethargie und Hautproblemen führen kann.
  • Epilepsie: Diese neurologische Störung kann zu Anfällen führen und erfordert eine medikamentöse Behandlung.
  • Regelmäßige Tierarztbesuche: Kontrollen helfen, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
  • Genetische Tests: Untersuchungen auf die Von-Willebrand-Krankheit und andere genetische Prädispositionen sind ratsam.
  • Blutuntersuchungen: Regelmäßige Blutuntersuchungen helfen bei der frühzeitigen Erkennung von Stoffwechsel- und Hormonstörungen.
  • Augenuntersuchungen: Lassen Sie die Augen Ihres Hundes regelmäßig von einem Tierarzt überprüfen, um Katarakte und Retinadysplasie frühzeitig zu erkennen.
  • Gewichtskontrolle: Halten Sie den Hund schlank und fit durch regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Vermeiden Sie das Springen von Möbeln und Treppensteigen, um Rückenproblemen vorzubeugen.

Die Behandlung von Erbkrankheiten kann für Hundehalter sehr teuer werden. Beispielsweise kann die Therapie bei Dackellähme mehrere Hundert bis über Tausend Euro kosten. Um finanzielle Engpässe zu vermeiden, setzen viele Hundehalter auf OP- sowie Krankenversicherungen für ihre Vierbeiner.

Vorteile einer Hundekrankenversicherung

  • Umfassender Schutz: Eine gute Versicherung deckt sowohl Routineuntersuchungen als auch Notfälle, Operationen und spezialisierte Behandlungen ab.
  • Mehr Entscheidungsfreiheit: Mit einer Versicherung könnt ihr die beste medizinische Versorgung für euren Hund wählen, ohne euch um die Kosten sorgen zu müssen.
  • Präventive Maßnahmen: Einige Versicherungen übernehmen auch die Kosten für vorbeugende Behandlungen wie Impfungen oder Wurmkuren.
  • Flexible Optionen: Es gibt verschiedene Tarife und Leistungspakete, die an eure individuellen Bedürfnisse und euer Budget angepasst werden können.

Vermeidet versteckte Kostenfallen

Damit ihr nicht in versteckte Kostenfallen tappt, haben wir die besten Angebote für Haustierversicherungen für euch verglichen. Ein umfassender Vergleich hilft euch dabei, die richtige Versicherung für euren Hund zu finden und finanzielle Sicherheit zu gewährleisten.

Ist der Rauhaardackel eine Qualzucht?

Ob der Rauhaardackel als Qualzucht gilt, ist umstritten und hängt von den Bewertungskriterien ab. Befürworter der Einstufung als Qualzucht betonen die gesundheitlichen Probleme wie Bandscheibenvorfälle und genetische Defekte, die durch gezielte Zucht entstehen. Gegner argumentieren, dass durch verantwortungsvolle Zucht und gute Pflege die Risiken minimiert werden können. Ein neuer Entwurf des Tierschutzgesetzes in Deutschland könnte strengere Regelungen für Qualzuchten einführen, was die Diskussion um den Rauhaardackel weiter anheizt. 

Tierschutzorganisationen wie PETA kritisieren die Dackelzucht stark und fordern strengere Gesetze gegen solche Zuchtpraktiken. Einige Experten glauben jedoch, dass es möglich ist, gesündere Dackel zu züchten, indem man Tiere mit weniger ausgeprägten körperlichen Merkmalen paart. Die Bewertung hängt letztlich von der Perspektive ab.

Vor der Anschaffung

Ein Dackel kann ein hohes Lebensalter erreichen, oft bis zu 18 Jahre. Seid ihr bereit, ihm ein liebevolles Zuhause für sein ganzes Leben zu bieten und euch aktiv mit ihm auseinanderzusetzen?

Auswahl des Züchters

Besucht den Züchter, um die Haltungsbedingungen zu überprüfen. Achtet auf die Gesundheit der Elterntiere und prüft den Stammbaum sowie tierärztliche Unterlagen.

Adoption aus dem Tierheim

Es lohnt sich, auch in Tierheimen nach Rauhaardackeln zu suchen. Diese Hunde sind oft auf der Suche nach einem neuen Zuhause und sehr dankbar.

Vorbereitung und Eingewöhnung

  • Ausstattung: Besorgt im Voraus alles Notwendige wie Futter- und Wassernäpfe, Leinen, ein Hundebett und Spielzeug.
  • Sicheres Zuhause: Entfernt Gefahrenquellen und schafft einen sicheren Rückzugsort für den Hund.
  • Eingewöhnungszeit: Gebt eurem neuen Hund Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Kosten

Ein Rauhaardackel-Welpe kostet zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Auch für einen Zwergrauhaardackel Welpen gilt dieser Preis. Vermeidet Hobbyzuchten und wählt registrierte, erfahrene Züchter. Seriöse Züchter findet ihr über den 1888 gegründeten Dackelclub DTK.

Einmalkosten bei der Anschaffung

  • Hundebett: 30-100 Euro
  • Futter- und Wassernäpfe: 10-30 Euro
  • Leine und Halsband/Brustgeschirr: 20-50 Euro
  • Transportbox oder -käfig: 50-150 Euro
  • Spielzeug und Kauartikel: 20-50 Euro
  • Pflegezubehör: 20-40 Euro

Laufende Kosten

  • Futter: 30-60 Euro pro Monat
  • Tierarztkosten: 200-400 Euro pro Jahr
  • Haftpflichtversicherung: 50-100 Euro pro Jahr
  • Hundekrankenversicherung: 200-600 Euro pro Jahr
  • Pflege: 30-60 Euro pro Besuch beim Hundefriseur
  • Hundeschule und Training: 100-200 Euro pro Kurs
  • Hundesteuer: 30-150 Euro pro Jahr

Gesamtkosten pro Jahr: Die jährlichen Kosten für einen Rauhaardackel belaufen sich auf etwa 1.200 bis 2.500 Euro, abhängig von individuellen Bedürfnissen und unvorhergesehenen Ausgaben.

Geschichte des Rauhaardackels

Die Geschichte des Rauhaardackels reicht weit zurück und ist eng mit der Jagdkultur Europas verbunden. Schon in der Antike sind Vorfahren des heutigen Rauhaardackels auf Kunstwerken zu erkennen. Im Mittelalter wurden die ersten gezielten Züchtungen für die Jagd dokumentiert.

Ursprung und Entwicklung

  • Antike Wurzeln: Die Ahnen des Rauhaardackels lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Abbildungen aus dieser Zeit zeigen Hunde, die den heutigen Dackeln ähneln.
  • Mittelalterliche Entwicklung: Im Mittelalter wurden Dackel gezielt gezüchtet, um Dachse und anderes Wild in deren Bauten zu jagen. Ihre kurzen Beine und der lange Körper ermöglichten es ihnen, in enge Höhlen zu gelangen.

Zuchtzweck

Hunderasse Icon Zuchtzweck

Kleinwildjagd

Urpsungsjahr

Hunderasse Icon Ursprungsjahr

1500s

Abstammung

Hunderasse Icon Abstammung

Braque, Pinscher, Französischer Basset, Spaniel, Terrier

Rasseentwicklung und -standardisierung

Die gezielte Zucht und Standardisierung des Rauhaardackels begann im 19. Jahrhundert und hat bis heute einen großen Einfluss auf die Rasse.

  • Rasseentwicklung: Im Jahr 1879 wurden in Deutschland erstmals offizielle Rassestandards für den Dackel festgelegt. Der Rauhaardackel, eine von drei Varianten des Dachshundes, wurde speziell für die Jagd in dichtem Unterholz gezüchtet. Das raue, drahtige Fell bot dabei Schutz vor Witterung und Verletzungen.
  • Standardisierung: 1888 wurde der Rassestandard für den Rauhaardackel in Deutschland endgültig festgelegt. Heute wird er in der Fédération Cynologique Internationale (FCI) unter der Nummer 148 geführt.

Verwendung und Beliebtheit

  • Jagdhund: Der Rauhaardackel war und ist ein beliebter Jagdhund, vor allem für die Baujagd auf Kaninchen, Füchse und Dachse. Sein starker Wille, seine Beharrlichkeit und sein Mut machen ihn zu einem ausgezeichneten Jagdgefährten.
  • Begleithund: Trotz seiner Jagdleidenschaft hat sich der Rauhaardackel auch als Begleit- und Familienhund etabliert. Sein intelligentes, aufmerksames und selbstbewusstes Wesen begeistert viele Hundefreunde.

Passt der Dackel zu mir?

Der Rauhaardackel passt zu euch, wenn ihr:

  • Genügend Zeit und Lust habt, euch täglich intensiv mit ihm zu beschäftigen.
  • Bereit seid, eine konsequente Erziehung durchzuführen.
  • Die Pflegeanforderungen und gesundheitlichen Bedürfnisse der Rasse berücksichtigen könnt.
  • Einen treuen, intelligenten und mutigen Begleiter sucht, der sowohl als Jagd- als auch als Familienhund geeignet ist.

Wenn ihr diese Anforderungen erfüllen könnt, könnte der Rauhaardackel eine gute Wahl für euch sein.

Pros und Cons

Häufig gestellte Fragen zum Dackel

Ein Rauhaardackel kann ein idealer Begleiter für verschiedene Personengruppen sein, jedoch gibt es einige spezifische Anforderungen und Überlegungen:

  • Aktive Einzelpersonen und Familien: Rauhaardackel sind energisch und benötigen regelmäßige Bewegung und geistige Stimulation. Sie eignen sich gut für aktive Menschen und Familien, die gerne Zeit im Freien verbringen und bereit sind, ihren Hund in ihre Aktivitäten einzubeziehen.
  • Erfahrene Hundebesitzer: Aufgrund ihres unabhängigen und manchmal sturköpfigen Charakters sind Rauhaardackel besser für Menschen geeignet, die bereits Erfahrung mit Hunden haben und wissen, wie man konsequent und geduldig trainiert.
  • Personen mit Zeit und Engagement: Diese Rasse benötigt viel Aufmerksamkeit, regelmäßige Pflege und Training. Personen, die genügend Zeit haben, sich intensiv um ihren Hund zu kümmern, sind ideal.
  • Menschen mit Garten oder Zugang zu sicheren Freiflächen: Obwohl Rauhaardackel auch in Wohnungen leben können, profitieren sie von einem Garten oder regelmäßigem Zugang zu sicheren Freiflächen, wo sie ihre Energie abbauen können.

Tendenz zum Bellen: Rauhaardackel haben eine natürliche Tendenz zum Bellen, da sie ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet wurden. Sie können lautstark und wachsam sein, insbesondere wenn sie potenzielle Eindringlinge oder ungewöhnliche Geräusche wahrnehmen. Mit konsequentem Training kann das übermäßige Bellen reduziert werden. Es ist wichtig, den Hund frühzeitig an verschiedene Geräusche und Situationen zu gewöhnen und ihm beizubringen, nur auf Kommando zu bellen.

Ja, man kann Rauhaardackel erziehen: Obwohl sie manchmal stur und unabhängig sein können, sind Rauhaardackel intelligente Hunde, die gut auf Training ansprechen, insbesondere wenn positive Verstärkungsmethoden angewendet werden.

  • Positive Verstärkung: Belohnungen in Form von Leckerlis, Lob und Spielzeug sind sehr effektiv. Diese Methode motiviert den Hund, gewünschtes Verhalten zu wiederholen.
  • Konsistenz und Geduld: Konsequent angewandte Regeln und geduldiges Training sind entscheidend. Rauhaardackel können stur sein, daher ist eine klare und beständige Erziehung wichtig.
  • Frühe Sozialisierung: Es ist wichtig, den Hund frühzeitig an verschiedene Menschen, Tiere und Umgebungen zu gewöhnen, um ein ausgeglichenes und soziales Verhalten zu fördern.
  • Grundkommandos und Verhaltenstraining: Die Grundlagen wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Komm“ sollten früh eingeführt und regelmäßig geübt werden. Dies ist wichtig für die Kontrolle und Sicherheit des Hundes.

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