Elo Hund Steckbrief

Der bunt gemischte Familienhund

Der Elo Hund ist ein relativ junges Rassetier, das trotz deutscher Herkunft hierzulande noch keine große Bekanntschaft errungen hat. Dabei ist er der ideale Familienhund – kinderfreundlich, anhänglich und loyal.

Wir wollen uns den verträglichen Vierbeiner heute einmal genau anschauen!

Geschichte des „Elo Hunds“

Die Zuchtgeschichte des Elos fing 1987 im deutschen Niedersachsen an. Der Elo ist also ein junger Rassehund, was zum Vorteil hat, dass man seine Entstehung vollständig zurückverfolgen kann.

Ziel war es, einen gesellschaftstauglichen Begleithund zu kreieren. Dazu verpaarte man Chowchow, Bobtails und Eurasier, die bereits Träger der gewünschten Eigenschaften waren.

Übrigens: Der eigentliche Name des Elos (Eloschaboros), setzt sich aus einzelnen Fragmenten dieser ursprünglichen Rassebezeichnungen zusammen.

Um den Elo zu verfeinern, kreuzte man später noch den Deutschen- und den Japanspitz, den Samojede und den Dalmatiner ein.

In diesem extravaganten Rassemix flossen alle Anlagen zusammen, die ein guter Familienhund braucht:

  • Sozialtauglichkeit
  • Hohe Reizresistenz
  • Gelassenheit
  • Intelligenz
  • Loyalität

Als 1995 eine kleinere Version des Elos erzüchtet worden war, hielt man an diesen Charaktereigenschaft fest. Der kleine Elo ist vom Wesen also genauso wie sein großer Bruder – er ist also sein Pendant in klein.

Dass der Elo an Größe verlor, hing mit den Pekingesen und den Spitzen (Klein-, Mittel- und Japansitz) zusammen, auf die in der Erzüchtung der Kleinrasse zurückgegriffen worden war.

Wesen und Charakter

Der Elo gilt als idealer Familienhund. Er ist ausgeglichen, gutmütig und sozial. Sein ruhiges Temperament hilft ihm dabei, stressige Phasen zu durchstehen. Deshalb hält er auch die Alltagshektik in einer Familie mit kleinen Kindern aus.

Aber: Die kleinen Elos können etwas lebhafter, als die großen Rassehunde sein!

Gleichzeitig ist der Elo sehr anpassbar. Es gibt kaum ein Lebensmodell, mit dem er sich nicht arrangieren kann: ob Student, junges Pärchen, Großfamilie oder ein Seniorenehepaar.

Elos entwickeln ein starkes Zugehörigkeitsgefühl. Deshalb haben sie auch keine Neigung zu streunen und dazu, von Zuhause abzuhauen. Trotzdem können sie für eine gewisse Zeit alleine sein.

Da der Elo sehr intelligent ist, kann er alle Verhaltensweisen, zu denen genetisch veranlagt ist, erlernen.

Mit anderen Haustieren kommt der Elo ebenfalls zurecht, sodass er sowohl in einem Haushalt mit Katze, also auch inmitten eines Hunderudels leben kann.

Weil der Elo einen Wachtrieb hat, verhält er sich gegenüber fremden Personen erstmal distanziert. Angst oder Aggressionen verspürt er dabei aber nicht. Im Gegensatz zu anderen Wachhunden kündigt er Besucher auch nicht durch aufdringliches Kläffen an, sondern hält sich mit dem Bellen generell zurück.

Anschaffung eines „Elo“ Hunds

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es rund 130 Züchter, die sich auf die Länder Deutschland, Österreich, Dänemark, Belgien und die Schweiz verteilen. Über den Elo® Zucht- und Forschungsgemeinschaft e. V. könnt ihr erfahren, wo diese Züchter konkret zu finden und wann die nächsten Würfe zu erwarten sind.

Dass die Rasse noch recht jung und selten ist, merkt man auch an dem vierstelligen Preis (zwischen 1.300 und 1.500 Euro sind für einen Elo-Welpen ganz normal). Rassemixe gibt es aufgrund der kurzen Zuchtgeschichte leider kaum, allerdings besteht die Möglichkeit, dass es im Tierschutz andere Mischlingshunde mit optischen Ähnlichkeiten und Parallelen im Verhalten gibt.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Weil der Elo eine junge, nichtanerkannte Rasse ist, gibt es unter den Nachkommen eine vergleichsweise hohe Charaktervarianz. Auch die Optik der einzelnen Individuen kann variabel sein.

Damit ihr kein Überraschungspaket erhaltet, ist es wichtig, dass ihr bei einem seriösen Züchter kauft.

Dieser ist daran zu erkennen, dass er

  • dem EZFG angehört
  • die Zuchtziele beherzigt
  • die Gesundheit der Welpen und ihrer Eltern priorisiert
  • über die notwendigen Vereinsunterlagen verfügt
  • den Wurf und die Entwicklung desselben dokumentieren kann
  • ein Erziehungsfundament ausarbeitet und die Welpen bereits in einigen Bereichen fachkundig prägt

Entwicklung und Erziehung des Welpen

Der Elo braucht einen Halter, der ihn hundegerecht führen kann. Damit ist die Kombination aus Liebe, Verständnis, Geduld sowie selbstbewusstem, klarem und konsequentem Auftreten gemeint. Dazu kann auch ein Hundeneuling in der Lage sein, wenn er sich in einer Hundeschule Hilfe holt und sich umfassend zum Thema “Hundeerziehung” informiert.

Generell ist der Elo ein Hund, der die Regeln des Menschen akzeptiert. Allerdings kann die Erziehung während der Pubertät etwas anstrengender als gewöhnlich sein. Das liegt aber nicht speziell an dem Elo, sondern betrifft andere Rassehunde auch.

Auch wenn der kleine Familienhund nicht zu Aggressionsproblemen oder Rangkonflikten neigt, solltet ihr ihm ein angemessenes Sozialverhalten anerziehen. Welpenspielstunden und private Hundetreffen eignen sich dafür besonders gut. Wichtig ist, dass die Zusammenstellung der Hunde möglichst unterschiedlich ist (Varianz in Größe, Alter und Geschlecht), damit er den Umgang mit verschiedenen Hundetypen erlernen kann.

Wie halte ich einen „Elo Hund“?

Der Elo ist ein flexibles Tier, das sowohl in einer Etagenwohnung als auch auf einem Grundstück auf dem Lande leben kann. Die Hauptsache ist, dass er sich ausreichend und artgerecht bewegen kann. Ein Stubenhocker ist er – trotz seines ruhigen Naturells – nämlich nicht. Da der Elo sehr robust ist, geht er immer gerne raus, unabhängig davon, ob es kalt ist, regnet oder schneit. Eine natürliche Wohngegend ist also kein Muss, kann im Alltag aber von großem Vorteil sein.

Der anhängliche Rassehund fühlt sich am wohlsten, wenn man ihn vollständig ins Familienleben integriert. Ob im Restaurant, im Urlaub oder im Büro – der Elo wäre gerne dabei. Da er ein unkmoplizierter Begleithund mit angenehmer Aura ist, ist er an all diesen Orten auch gerne gesehen.

Der Elo wurde erzüchtet, um der ideale Familienhund zu sein. Allerdings liegt es an den Eltern, sowohl den Hund als auch die Kinder entsprechend zu erziehen. Kleine Kinder müssen also lernen, wie man einen Hund berührt. Außerdem braucht der Hund einen abgeschotteten Ruheort. Doch wenn das Zusammenleben auf diese Weise zu harmonieren scheint, sollten Hunde und Kinder immer in Begleitung eines Erwachsenen sein.

Aktivitäten mit dem „Elo Hund“

Die ruhige Art des Elos täuscht schnell darüber hinweg, dass er trotzdem körperliche Herausforderungen braucht.

Drei Stunden täglich sind das empfohlene Bewegungs-Minimum. Diese Zeit solltet ihr auf mindestens drei Einheiten verteilen und mit eurem Hund spazieren gehen. Längere Wanderungen sind bei dem Elo aber auch sehr gerne gesehen.

Übrigens: Da der Elo keine starken Jagdinstinkte hat, gestalten sich die gemeinsamen Ausflüge ins Grüne meist sehr angenehm.

Theoretisch können für den sportlichen Vierbeiner noch andere Beschäftigungsarten von Interesse ein. Beispiele hierfür sind Joggen, Agility und die Fährtenarbeit. Doch während einige Elos sehr ambitioniert sind, finden andere keinen großen Gefallen daran. Welche Aktivität eurem Hund am besten gefällt, müsst ihr also einfach ausprobieren. Achtet aber darauf, dass ihr euch nicht über die körperliche Leistungsgrenze (Alter, Gesundheit, Trainingsstand) eures Vierbeiners hinausbewegt.

Gesundheit und Pflege

Die Gesundheit des Hundes ist das A und O. Der Elo ist ein robustes Tier, das bis auf die sogenannte Distichiasis (ein Augenproblem, das aber durch das Kürzen der Wimpern in sekundenschnelle zu beheben ist) keine genetische Empfänglichkeit für Erbkrankheiten hat.

In puncto Ernährung ist er ebenfalls recht anspruchslos. Die Nahrung sollte hochwertig (keine unnötigen Füllstoffe, dafür aber ein hoher Fleischanteil), natürlich und altersentsprechend sein. Außerdem freut sich der Elo über den ein oder anderen zuckerfreien Snack. Da das mittellange oder lange Fell die Körperkonturen verdecken kann, solltet ihr euren Elo hin und wieder auf die Waage stellen. So habt ihr die Gewichtsentwicklung eures Hundes jederzeit im Blick.

Die Fellpflege muss zwar kontinuierlich erfolgen, trotzdem ist sie prinzipiell unkompliziert. Wichtig ist nur, dass das Fell oft genug gebürstet wird, sodass es nicht verfilzen kann, sprich: während des Fellwechsels einmal am Tag! Waschen und scheren müsst und solltet ihr euren Elo aber nicht, es sei denn, es muss aus einem bestimmten Grund zwingend sein.

Darüber hinaus beinhaltet die Pflege die regelmäßige Kontrolle der Augen, Krallen, Ohren und dem Mund.

Interessantes und Wissenswertes

Der Elo ist ein Hund mit folgender Besonderheit:

  1. Der Elo ® ist eine Marke und wird deshalb häufig mit dem Markensymbol versehen.
  2. Der FCI hat den Elo noch nicht als eigenen Rassehund anerkannt.
  3. Kritiker werfen dem Elo vor, ein ganz normaler Mischlingshund zu sein.

 

Ihr habt einen Elo oder wollt euch einen zulegen? Erzählt mir in den Kommentaren, was ihn eurer Meinung nach so besonders macht!

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Alle Kommentare (4)

Annika
01.11.2021 17:58 Uhr

Wir haben eine fast 9jährige Elo-Hündin, die im Alter von 6 Jahren bei uns eingezogen ist. Einige der im Artikel erwähnten Aspekte, z. B. der nur schwach ausgeprägte Jagdtrieb, haben diese Rasse damals für uns interessant gemacht, da wir einen Hund gesucht haben, der unsere Meerschweinchen weder als "zweites Frühstück" noch als Nachmittagssnack betrachtet! ;) Das klappt mit Fiene bestens, sie hat nie in Frage gestellt, dass die Quieker zur Familie gehören. Etwas schwierig finde ich es dagegen, der gesamten Rasse eine robuste Gesundheit zuzuschreiben - das können wir so nicht unbedingt bestätigen. Darüber hinaus mag Fiene z. B. überhaupt kein Wasser, weder von unten noch von oben - wenn es stark regnet, bringen sie keine zehn Pferde vor die Tür - und ein Zweibeiner schon gar nicht... ;)

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Lena
01.11.2021 15:03 Uhr

Hi
Wir haben einen 5 Jahre alten Elo-Rüden!
Der Artikel ist super. Unser kann nur recht stur sein. Erziehung ist nur mit liebevoller Konsequenz möglich. Schimpfen WIR mit ihm duckt er sich und es läuft gar nichts mehr! Sonst ist er aber überhaupt nicht ängstlich.

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Heike
01.11.2021 14:21 Uhr

Ich habe eine 8jährige Elohündin, groß Glatthaar. Diese ist sehr agil, hat sehr viel Hütehundverhalten. Sie jagt, sie wacht und ist sehr territorial. Andere Hunde und fremde Menschen braucht sie nicht. Sie bellt auch, wenn sie meldet, ist aber kein Kläffer. Hoch intelligent, lernt schnell.

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Simone
01.11.2021 05:25 Uhr

Moin wir gaben 2 elos. Einen glatthaar elo groß
und eine rauhaar elohündin klein. Ein sehr guter Artikel wie ich finde. Jedoch sollte auch erwähnt werden, dass der elo sehr stur sein kann. Er macht gewöhnlich das, was er für richtig hält und wo er einen Sinn drin sieht. Z.b. Platz machen nöööö Sitz reicht ja auch denkt er sich. Mit guter hundeschule ist das weitestgehend zu händeln und natürlich Konsequenz. Desweiteren jagen unsere elos. Kenne viele Besitzer bei denen diese eigenschaften ebenfalls hervorgehen.
Es sollte ebenfalls erwähnt werden, dass es Rau und glatthaar elos gibt.
LG
Simone

Lena
01.11.2021 15:06 Uhr

Hi Simone
Unser jagt nicht wirklich! Er setzt zwar schon mal an, lässt sich aber direkt wieder abrufen. Aber du hast recht, es gibt so einige, die einen gut ausgeprägten Jagttrieb haben.

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