Weißer Schäferhund

Der intelligente und temperamentvolle Schweizer

Die Hunderasse Weißer Schäferhund zeichnet sich durch Intelligenz, Lernfreudigkeit und ein ausgeglichenes Temperament aus. Das treue, anhängliche Haustier benötigt viel Auslauf und begleitet euch gern bei Spaziergängen, beim Wandern oder sogar beim Joggen. Wegen seiner Gelehrigkeit und seiner hohen sozialen Kompetenz ist der Weiße Schäferhund ein idealer Arbeits- und Familienhund. Worauf ihr bei der Anschaffung, Erziehung und Pflege eines Weißer Schäferhund Welpen achten müsst, erfahrt ihr in diesem Ratgeber.

Geschichte des Weißer Schäferhund

Ein Weißer Schäferhund ist eine besondere Variante des Deutschen Schäferhundes und teilt dessen Gründungsgeschichte. Die korrekte Bezeichnung der ursprünglich aus der Schweiz stammenden Hunderasse ist Berger Blanc Suisse oder Weißer Schweizer Schäferhund. Ebenso wie beim Deutschen Schäferhund handelt sich beim Weißen Schäferhund um eine Arbeitshunderasse.

Zugleich ist der liebenswerte und überaus gelehrige Schäferhund weiß eine junge Hunderasse, mit deren Gründung nach Standard und Stammbaum erst vor etwa 100 Jahren begonnen wurde. Die weiße Farbe galt damals als besonders praktisch, da man die Arbeits- und Hütehunde in der Dunkelheit nicht mit Wölfen verwechseln konnte. Ein zunächst vermuteter Zusammenhang zwischen Farbschlag und Gendefekt hat sich nicht bestätigt.

Seit den 1970-er Jahren ist die beliebte Hunderasse nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa verbreitet. Der Berger Blanc Suisse ist ein ausgezeichneter Arbeitshund, der euch zudem gern als Sporthund begleitet und sich als Familienhund gern in eure Familie integriert.

Wesen und Charakter

Ein ausgeglichener Charakter, Loyalität und große Anhänglichkeit prägen das Wesen des Weißer Schäferhunds. Fremden gegenüber verhalten sich die intelligenten Vierbeiner zunächst zurückhaltend, jedoch sind die Tiere nicht ängstlich. Aufgrund seiner Lernfreude ist ein Weißer Schäferhund ebenso leicht zu erziehen wie sein dunkler Verwandter, der Deutsche Schäferhund.

Mit Geduld, Konsequenz und einem Leckerli zur richtigen Zeit wird aus einem Weißer Schäferhund Welpen innerhalb kurzer Zeit ein freundlicher Hausgenosse, der eure Kommandos genau befolgt. Ein Schweizer Schäferhund will seiner Familie gefallen. Wegen der ausgeprägten intellektuellen Fähigkeiten ist die Hunderasse gut für verantwortliche Aufgaben geeignet und wird oft als (Lawinen-)Rettungshund, Wach- und Schutzhund oder als Blindenführhund eingesetzt.

Anschaffung eines Weißer Schäferhund

Denkt Ihr über die Anschaffung eines Weißer Schäferhunds nach? Dieser Hund stammt aus einer sehr widerstandsfähigen Hunderasse und wird euch circa 10 bis 12 Jahren begleiten. Plant ihr, ein Tier zu adoptieren und euch nach einem Weißer Schäferhund Tierheim umzusehen oder muss es ein Hund vom Züchter sein? In jedem Fall solltet ihr euren vierbeinigen Lebensgefährten zuerst näher kennenlernen, bevor er bei euch einzieht.

Ein Weißer Schäferhund braucht viel Auslauf und Beschäftigung. Für die Haltung in einer kleinen Wohnung ist dieser Hund daher nicht geeignet. Obwohl es sich beim Weißer Schweizer Schäferhund um einen robusten und fitten Vierbeiner handelt, sind rassetypische Krankheiten nicht auszuschließen. Zu den für Schäferhunde typischen Krankheitsbildern zählen verschiedene Augenkrankheiten, Hüftdysplasie sowie die sehr seltene Maligne Hyperthermie.

Um mögliche Erbkrankheiten zu vermeiden, überprüfen seriöse Züchter vor der Zucht die jeweiligen Elterntiere. Da ein Weißer Schäferhund jedoch im Gegensatz zum Deutschen Schäferhund keine steil abfallende Rückenlinie hat, ist die weiße Hunderasse seltener von Rassekrankheiten wie der Hüftdysplasie betroffen. Auftreten kann sie grundsätzlich trotzdem.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Ihr habt euch für einen Schweizer Schäferhund entschieden? Dann sollte der Hund möglichst von einem seriösen Züchter stammen. Bei Zuchttieren ist das Risiko für Erbkrankheiten niedrig und außerdem ist gewährleistet, dass ein Weißer Schäferhund Welpe gut erzogen ist. Beim Erwerb eines Jungtiers aus einer Zucht ist mit Kosten von mindestens 1.000 Euro zu rechnen.

Der Berger Blanc Suisse ist ein sehr liebenswerter Hund, der sich hervorragend als Partner für Aktivitäten aller Art eignet. Euer neues Haustier benötigt allerdings genügend Auslauf. Mit einer kurzen Gassirunde um den Block gibt sich dieser Vierbeiner nicht zufrieden. Ein Weißer Schäferhund Welpe baut rasch eine besonders intensive Bindung mit seinem Halter auf und bleibt nur ungern allein. Damit sich der vierbeinige Hausgenosse bei euch wohlfühlt, braucht er täglich neue Herausforderungen. Das Tier freut sich über viel Aufmerksamkeit, interessantes Hundespielzeug und begleitet euch gern beim Joggen und Wandern. In einer Hundeschule kann der intelligente und gelehrige Weiße Schäferhund seinen Wissensdrang ausleben.

Entwicklung und Erziehung des Welpen

Wenn ihr einen Weißer Schäferhund Welpen erziehen wollt, dann solltet ihr bereits über Hundeerfahrung verfügen. Damit sich das Tier gesund entwickelt und zu einem umgänglichen Familienhund wird, ist es wichtig, konsequent zu sein und den Grundgehorsam durchzusetzen.

Für die Wohnungshaltung ist ein Weißer Schäferhund nicht geeignet. Die Tiere brauchen sehr viel Bewegung im Freien oder zumindest Auslauf im Garten. Am liebsten bewegt sich der naturverbundene Hund an der Seite seiner Menschen. Da ein Weißer Schweizer Schäferhund von Natur aus ruhig und lernfreudig ist, ist er einfach zu erziehen. Außerdem ist bei dieser Hunderasse der Wille, Frauchen oder Herrchen zu gehorchen und deren Anweisungen zu befolgen, stark ausgeprägt. Der Besuch einer Hundeschule ist als wirkungsvolle Unterstützung eigener Erziehungsmaßnahmen zu empfehlen.

Wie halte ich einen Weißer Schäferhund?

Anspruchsvoll ist ein Weißer Schäferhund nicht, allerdings sollte wegen der Größe des Tieres und seinem natürlichen Bewegungsdrang das Zuhause allerdings groß genug sein. Berücksichtigt das Bedürfnis nach Bewegung und Sport, wenn ihr euch für einen Berger Blanc Suisse entscheidet. Die Bindung zum Halter ist diesem Hund sehr wichtig. Plant genug Zeit ein, um mit dem Vierbeiner zu spielen und unternehmt sportliche Aktivitäten im Freien gemeinsam.

Ein Weißer Schäferhund will lernen und ständig Neues erleben. Er benötigt Abwechslung und immer neue Aufgaben. Genügend Auslauf zumindest durch eine große und für Hunde zugängliche Parkanlage sollte täglich auf dem Programm stehen.
Regelmäßige Beschäftigung und das Zusammensein mit dem Halter sind die wesentlichen Ansprüche, die ein Weißer Schweizer Schäferhund hat. Als Familienhund schätzt das Tier die Geborgenheit, begegnet seiner Familie mit Zuneigung und Respekt, auch gegenüber Fremden verhält er sich stets vorbildlich, wenn er entsprechend erzogen wurde.

Aktivitäten mit dem Weißer Schäferhund

Mit einem Weißer Schäferhund könnt ihr beinahe alles unternehmen. Das kluge, treue Haustier schätzt die Zuwendung seiner Menschenfamilie, passt sich gern eurem Lebensstil an und will an allen euren Aktivitäten teilhaben.

Bei Hundesportarten wie Agility, Canicross, Coursing, Degility, Dog Dancing und im Begleithundesport kann sich das Tier richtig austoben. Besonders begeistern könnt ihr euren Weißen Schäferhund mit Spielen, bei denen er seine Spürnase einsetzen kann, denn am liebsten begleitet euch der Berger Blanc Suisse beim Joggen, Fahrradfahren, Wandern oder Reiten, außerdem freut sich der Hund, wenn er im Wasser toben darf.

Ihr könnt einen Weißer Schweizer Schäferhund den ganzen Tag beschäftigen und dafür sorgen, dass das Tier körperlich und geistig ausgelastet ist? Ein wenig Hundeerfahrung ist hilfreich. Als Hunde-Anfänger solltet ihr ein Gespür für die Bedürfnisse des Weißer Schäferhunds mitbringen. Für Couch Potatoes ist diese Hunderasse wenig geeignet.

Ein Weißer Schweizer Schäferhund schätzt aktive Menschen, die gemeinsam mit ihm gern und oft in der Natur unterwegs sind. Als perfekter Familienhund fügt er sich gut in das Familienleben ein. Die Rasse lernt schnell und setzt alles daran, euch eure Wünsche von den Augen abzulesen.

Gesundheit und Pflege

Die Pflege des Weißer Schweizer Schäferhundes ist nicht allzu aufwendig, aber trotz des schneeweißen Fells muss das Tier nur während des Fellwechsels täglich gebürstet werden. Ansonsten genügt es, den Vierbeiner regelmäßig zu bürsten, damit die lose Unterwolle entfernt wird. Im Grund hat ein Schäferhund weiß keine anderen Bedürfnisse in puncto Pflege und Ernährung als sein dunkler Artgenosse, der Deutsche Schäferhund. Achtet auf hochwertiges Futter und eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung. Bei einem älteren Tier sollte das Hundefutter wichtige Mineralien und Spurenelemente enthalten, um Knochen und Gelenke zu unterstützen. Weiße Schäferhunde, die als Wach-, Schutz- und Rettungshunde eingesetzt werden, haben einen erhöhten Energiebedarf. Der höhere Mineralstoffbedarf muss über das Futter gedeckt werden.

Interessantes und Wissenswertes

Der Weiße Schweizer Schäferhund ist gelehrig, treu und ein perfekter Begleiter für aktive Menschen, doch trotz seiner beeindruckenden Größe ist der Hund sanft und zurückhaltend und somit als liebenswerter Familienhund geeignet.

Der Berger Blanc Suisse ist gut zu sozialisieren. Als eigenständige Rasse anerkannt wurde der mit dem Deutschen Schäferhund verwandte Berger Blanc Suisse erst im Jahr 2011. Seitdem werden mittelgroße bis große Hunde mit weißem, stockhaarigem und langstockhaarigem Fell gezüchtet, es gibt sie jedoch auch als Weißer Schweizer Schäferhund Kurzhaar.

 

Ihr habt bereits einen Weißer Schäferhund in der Familie oder wollt euch in Zukunft einen zulegen? Erzählt uns mehr in den Kommentaren! 

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