Kaukasischer Owtscharka Steckbrief

Der furchtlose Hirte

Einst gezüchtet, um Schafsherden und ihre Hirten vor Wölfen und Bären zu schützen, präsentiert sich der Kaukasischer Owtscharka als furchtloser Hund mit einer natürlichen Schärfe bei Gefahr. Auf der anderen Seite zeigt sich der charakterstarke Riese als anhängliches und ausgeglichenes Familienmitglied mit einem unerschütterlichen Selbstbewusstsein. Ob ein Kaukasischer Owtscharka als neuer Begleiter zu euch passt und was ihr über die Haltung wissen solltet, erfahrt ihr hier.

Geschichte des „Kaukasischer Owtscharka“

Ihre Wurzeln hat die beeindruckende Hunderasse im heutigen Russland. Dort ist der große und robuste Kaukasische Schäferhund oder auch Kavkazskaïa Ovtcharka weit verbreitet. In allen Zonen der ehemaligen Sowjetunion wurde die Rasse gehalten, nur in der polaren Zone sind die Tiere selten zu finden. Je nach Herkunftsregion sind die körperlichen Attribute etwas unterschiedlich, so sind die Tiere, die in den Steppengebieten gezüchtet wurden leichter und höher, während die Tiere aus den Bergregionen schwerer und kompakter sind. Charakterlich spielt die Region allerdings keine Rolle.

Seit jeher ist der Kavkazskaïa Ovtcharka gezüchtet worden, um zu hüten und zu beschützen. Nur durch die herausragenden Eigenschaften der archaischen Hunde, konnte vor über 10.000 Jahren die Viehhaltung überhaupt entstehen. Bis heute haben die Rassehunde ein klares Verständnis von ihren Aufgaben und exzellente Instinkte. So bieten Sie auch furchtlos Wölfen und Bären die Stirn. Ihren Besitzern gegenüber sind sie liebevoll und äußerst treu. Der Kaukasische Owtscharka wird gefährlich, wenn er Gefahr wittert. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend und aufgrund seines natürlichen Misstrauens ist er der perfekte Bewacher und Beschützer.

Vom FCI wurde der Kavkazskaïa Ovtcharka im Jahr 1984 offiziell anerkannt. Bereits im Jahr 1981 gründete sich in Deutschland der Kavkazskaïa Ovtcharka Club im VDH.

Wesen und Charakter

Wenn es dem Kaukasische Owtscharka an einem nicht mangelt, dann ist es Selbstbewusstsein. Die Rassehunde sind dafür bekannt, dass sie äußerst selbstständig sind und auch sehr gut alleine zurechtkommen. In ihrer Heimat mussten die Tiere schließlich tagelang die ihnen anvertraute Herde bei Wind und Wetter beschützen und bewachen. Entsprechend fällt es Vertretern der Rasse nicht schwer, auch auf menschliche Gesellschaft zu verzichten. Dies führt aber auch dazu, dass es den imposanten Tieren schwerfällt, sich unterzuordnen. Selbst wer einen Kaukasische Owtscharka Welpen adoptiert und von klein auf in die Familie integriert, wird feststellen, dass sich die Rasshunde ihre Unabhängigkeit bewahren und nicht den Drang verspüren gefallen zu wollen. Entsprechend ist die Erziehung der Kraftbündel eine nicht enden wollende Aufgabe. Dafür würde ein Kaukasische Owtscharka seinen Besitzer aber gegen jegliche Gefahr mit seiner ganzen Kraft schützen, denn wird ein Kaukasische Owtscharka aggressiv, haben Angreifer keine Chance, denn unabhängig von der Kaukasische Owtscharka und dem Kaukasische Owtscharka Gewicht ist die Kaukasische Owtscharka Beißkraft enorm und so muss es sich nicht um den größten Kaukasische Owtscharka handeln, um einen furchtlosen Beschützer an der Seite zu haben. Trotz seiner Selbstständigkeit und Eigensinnigkeit hat der Kaukasische Owtscharka auch eine ruhige und ausgeglichene Seite, die er seinem Besitzer gegenüber gerne zeigt.

Anschaffung eines „Kaukasischer Owtscharka“

Mit dem Kakasischen Owtscharka Erfahrungen als „Neuhundebesitzer“ zu sammeln ist nicht ratsam. Die Rasse eignet sich wirklich nur für erfahrene Hundehalter, die eine wirkliche Herausforderung nicht scheuen und auch ein passendes Umfeld für die überdimensionalen Tiere schaffen können. Selbst erfahrene Hundebesitzer sollten die Anschaffung eines Kaukasische Owtscharka gut überlegen, denn der besondere Herdenschutzhund eignet sich nicht zuletzt aufgrund der Kaukasische Owtscharka Herkunft und Geschichte nur bedingt als Familienhund. Da die Haltung des kaukasischen Schäferhundes den Besitzer sehr fordert sollte dieser sich im Vorfeld von einem Züchter beraten lassen, denn nur wenn wirklich das komplette Umfeld passt und ihr bereit seid entsprechend Zeit und Energie aufzubringen, wird der Kaukasische Owtscharka nicht zur Gefahr.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Grundsätzlich finden sich nur wenige Züchter des Kaukasische Owtscharka im deutschsprachigen Raum. Ein seriöser Züchter der Rasse wird Welpen der Rasse nicht ohne Weiteres abgeben, sondern setzt sich mit dem Käufer auseinander und prüft genau, ob dieser in der Lage ist, einem Hund der anspruchsvollen Rasse gerecht zu werden. Natürlich sind alle Tiere bei seriösen Züchtern tierärztlich untersucht und werden nur geimpft und entwurmt abgegeben. Damit der Züchter zu einer Entscheidung kommen kann, wird dieser auch viele Fragen zu ihren Lebensumständen stellen und ihnen auch die Gelegenheit geben, die Elterntiere kennenzulernen. Kaukasische Owtscharka Züchter, die das Kennenlernen des potenziellen Welpenkäufers nicht forcieren, sind in der Regel keine offiziellen Züchter und es ist zur Vorsicht zu raten.

Entwicklung und Erziehung des Welpen

So flauschig und unschuldig Kaukasische Owtscharka Welpen erscheinen, so eine große Herausforderung sind sie auch. Schon in den ersten Wochen entwickeln die süßen Kleinen ihren eigenen Kopf und auch schon bei jungen Tieren schlägt das Misstrauen Fremden gegenüber durch. Mit einer liebevollen und konsequenten Erziehung wird der wachsen die Welpen zu loyalen Hunden auf. Wichtig ist die Sozialisierung früh zu beginnen, denn nur dann ist es möglich den Rassehund in die Familie einzubinden und ihm eine klare Rolle zuzuteilen, die er auch akzeptiert. Selbst mit Kindern innerhalb der Familie kann der Kaukasische Owtscharka harmonieren, wenn er unter sachkundiger Führung steht und artgerecht gehalten wird. Bei aller Sozialisierung und Erziehung sind Vertreter der dominanten Rasse nicht mit anderen Hunden oder Katzen in Einklang zu bringen. Wichtig ist es, bei der Erziehung den natürlichen Schutztrieb nicht noch zu fördern, entsprechend ist eine Schutzhundeausbildung kontraproduktiv und ein absolutes No-Go. Eine Begleithundeausbildung hingegen kann absolut empfohlen werden, da diese das Zusammenleben zwischen Mensch und Kaukase harmonischer werden lässt.

Wie halte ich einen „Kaukasischer Owtscharka“?

In der Heimat des Kaukasische Owtscharka genießen die Tiere viel Freiraum und entsprechend schwierig ist die Haltung in unserer Gesellschaft. So sollte dem Tier ein wirklich großes und gesichertes Anwesen zur Verfügung stehen. Als Wohnungshund ist der Owatschrka in keinem Fall geeignet. Auch wenn die Tiere keinen hohen Bewegungsdrang aufweisen, so ist es dennoch wichtig, dass sie sich frei auf einem großen Areal bewegen können. Neben einem soliden Zaun empfiehlt sich auch ein Sichtschutz, da die Tiere als aufmerksame Hüter bereits bei Kleinigkeiten Anschlagen und in den Verteidigungsmodus gehen.

Aktivitäten mit dem „Kaukasischer Owtscharka“

Wenn ihr euch die Haltung eines Kaukasische Owtscharka zutraut, dann solltet ihr euch entsprechend Zeit für ihn nehmen. Nur wenn ihr entsprechend Zeit mit ihm verbringt und ihn sinnvoll beschäftigt, ist er ausgeglichen. Zwar ist der Kaukasische Owtscharka nicht für stundenlanges Fahrradtraining geeignet, aber bei gemeinsamen Aktivitäten kommt er durchaus in Bewegung und genießt die Kombination aus Bewegung und Zusammensein mit „seinen Menschen“ auch. Gezieltes Begleithundetraining ist eine gute Möglichkeit für gemeinsame Aktivität.

Gesundheit und Pflege

An sich ist der Kaukasische Owtscharka pflegeleicht und anspruchslos. Zweimal jährlich steht allerdings der Fellwechsel an und es ist ratsam, das Fell in diesen Zeiten regelmäßig kräftig zu bürsten. Reinrassige Tiere der Rasse, die aus einer seriösen Zucht kommen, sind zudem auch gesundheitlich sehr robust und nicht mit Erbkrankheiten belastet. Einzig bei der Fütterung ist Geduld gefragt, denn die Tiere sind durchaus wählerisch, auch wenn sie an sich keine besonderen Anforderungen an die Ernährung stellen.

Interessantes und Wissenswertes

Die Zahl der Züchter ist relativ gering und so erblicken bei den im deutschen Zuchtverband registrierten Züchter nur 10 bis 60 Welpen das Licht der Welt.

Aufgrund seiner angeborenen Schärfe und seinem Beschützerinstinkt läuft der Kaukasische Owtscharka Gefahr als „gefährlicher Hund“ in Deutschland eingestuft zu werden. Unter anderem ist diese Einstufung bereits in Hamburg geschehen und das jeweilige Tier muss sich einem Wesenstest unterziehen, um eine Freistellung zu erhalten. In Hessen benötigt die Haltung der Rassetiere eine behördliche Genehmigung und Besitzer müssen nicht nur einen Sachkundenachweis erbringen, sondern auch ein Wesenstest muss durchlaufen werden und die Behörden können zusätzliche Auflagen zur Bedingung für eine Genehmigung machen.

 

Ihr habt einen kaukasischen Owtscharka oder wollt euch einen zulegen? Erzählt mir in den Kommentaren, was ihn eurer Meinung nach so besonders macht!

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