24.06.2021

Die größten Hunderassen

Diese Hunde sind wirklich riesig!

Die Hunde, denen wir im Alltag begegnen, haben meistens eine durchschnittliche Statur, doch einige Hunde sind im Stand zwei Meter groß und zählen damit zu den größten Hunderassen der Welt.

Wir haben in dem nachfolgenden Artikel spannende Fakten über diese imposanten Hunde zusammengetragen und eine übersichtliche Liste für euch erstellt!

Ab wann fängt die Kategorie „große Hunde“ an?

Hunde werden anhand ihrer Größe in drei Kategorien unterteilt:

  1. klein – Schulterhöhe von maximal 40 cm
  2. mittel- Schulterhöhe zwischen 41 und 60
  3. groß – Schulterhöhe ab 61 cm

Genau genommen gibt es auch noch

  • die Minis, die kleiner als 31 cm
  • und die Riesen, die größer als 70 cm

sind.

Mit den Größenangaben ist nicht der höchste Punkt des Hundes, sein Kopf, sondern der im Rassestandard definierte Widerrist (Halsbeginn, liegt oberhalb der Schultern) gemeint. Es kann also immer auch Tiere geben, die die Zuchtvorgaben nicht erfüllen und dementsprechend größer oder kleiner als der zu erwartende Durchschnitt sind.

Wie groß ist der größte Hund der Welt?

Den Rekord als größter Hund der Welt hat eine Deutsche Dogge mit dem Namen Zeus geknackt. Zeus war stolze 1,12 Meter groß und im aufgerichteten Stand größer (2,02 m) als der Durchschnittsmensch. Der zweitgrößte Hund der Welt war die Deutsche Dogge George, die George jedoch um 3 cm unterlegen war.  Der FCI Standard Nr. 235 schreibt in seiner Rassebeschreibung der Deutschen Dogge vor, dass die Widerristhöhe der Männchen maximal 90 cm und die der weiblichen Hunde höchstens 84 cm betragen soll. Auch das amerikanische Zuchtprogramm strebt diese Maximalhöhe an. Damit war George zwar der weltweit größte, aber auch ein fehlerhafter Hund. Da beide Hunde bereits verstorben sind, steht aktuell der Irische Wolfshund Wölfi aus Deutschland an der nächsten Stelle, um als größter Hund der Welt anerkannt zu werden.

Welches sind die größten Hunde der Welt?

Es gibt verschiedene Hunderassen, die in die Kategorie der großen Hunde gehören. Nachfolgend stellen wir euch zehn dieser Rassehunde (in absteigender Reihenfolge, beginnend bei der größten Hunderasse) vor:

Der Bernhardiner

Der Bernhardinder-Rüde kann eine Widerristhöhe von bis zu 90 cm erlangen, Hündinnen dieser Rasse werden etwa 80 cm groß. Ursprünglich wurden die Hunde als Such- und Rettungshunde in Schneegebieten eingesetzt. Für diese Arbeit sind sie mittlerweile oft zu groß und zu schwer. Bernhardiner erfüllen deshalb heutzutage eine Zweitfunktion: Sie haben ein ausgeglichenes Naturell und kommen auch mit Kindern gut zurecht, weshalb sie unter den entsprechenden Haltungsbedingungen voll integrierte Familienmitglieder sind.

Der Anatolische Hirtenhund

Anatolische Hirtenhunde erreichen eine geschlechtsabhängige Widerristhöhe von 79 bis 85 cm. Obwohl es genetische, geografische und funktionale Überschneidungen mit dem Kangal und dem Akbaş gibt, stellen alle drei unterschiedliche Rassen dar. Der Anatolische Hirtenhund ist ein selbstbewusstes und kämpferisches Tier, das einen erfahrenen Hundehalter braucht und nicht für die Wohnungs- oder Familienhaltung geeignet ist. Sein Einsatzgebiet ist der Herdenschutz auf dem Hof und dem freien Feld.

Der Leonberger

Das Leonberger-Weibchen wird maximal 75 und das Männchen etwa 80 cm groß. Für den Leonberger ist keine spezifische Haltungsform bekannt. In erster Linie soll er ein universeller Familien- und Begleithund sein, der sich weder irritieren, noch aus der Ruhe bringen lässt. Der Leonberger ist aber ein gelehriges Tier, der sich verschiedene berufliche Branchen (beispielsweise als Wachhund) erschließen kann.

Der Mastiff

Mastiff-Rüden werden etwa 80 cm und Hündinnen ca. 70 cm groß. Die Größe ist im Rassestandard nicht fest definiert, sie soll aber mit den üblichen Körperproportionen harmonieren.
Der Mastiff hat zwar eine kriegerische Vergangenheit, davon ist jedoch nicht mehr viel zu spüren. Heute hat er den Ruf, ein ausgeglichener Hund zu sein.

Der Irische Wolfshund

Der Irische Wolfshund erreicht eine Mindestgröße von 79 cm (Männchen) beziehungsweise 71 cm (Weibchen). Er ist ein sportlicher Hund, der einen jagdlichen Hintergrund hat. Er kann zwar ein guter Familienhund sein, braucht aber ein Beschäftigungsangebot, das zu seinen Neigungen passt.

Der Kangal-Hirtenhund

Der männliche Kangal erreicht eine Schulterhöhe von 78 cm, die Weibchen werden etwa 73 cm groß. In ländlichen Gegenden haben sie eine Hüte- und Schutzfunktion. Diese Aufgabe üben sie bis heute aus.

Der Kaukasische Owtscharka

Der adulte Kaukasische Owtscharka ist zwischen 70 cm (Weibchen) und 75 cm (Männchen) groß. Kleiner als 67/72 cm sollte laut Rassestandard keins der Tiere sein. Kaukasische Owtscharkas haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und zeigen keine Furcht. Wer früh mit dem Training beginnt, kann sie aber trotzdem für das Zusammenleben mit einer Familie sozialisieren, reine Wohnungshunde sind sie jedoch nicht.

Der Neufundländer

Das Neufundländer-Männchen wird 71 cm und das Neufundländer-Weibchen ca. 66 cm groß. Ursprünglich arbeitete der Neufundländer als Schlittenhund oder in der Fischerei. Er kann aber auch ein einfühlsamer Familien-, ein aufmerksamer Wach- oder ein universell einsetzbarer Begleithund sein.

Die Bordeauxdogge

Die Bordeauxdogge wird bis zu 67 cm groß und etwa 65 kg schwer. Männchen und Weibchen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer äußeren Erscheinung kaum. Früher arbeitete die französische Bordeauxdogge in der Jagd oder profilierte sich im Kampf. Heute kann sie aber auch ein tolles Familienmitglied sein.

Der Cane Corso Italiano

Cane-Corso-Weibchen werden etwa 64 und ihre männlichen Rassevertreter 68 cm groß. Der Cane Corso wurde früher als Hüte-, Wach- und Kriegshund eingesetzt. Weil er freundlich, treu und gehorsam ist, kann er aber auch ein toller Familien- und Begleithund sein.

Zählen die größten Hunderassen automatisch zu den Listenhunden?

Listenhunde sind Hunde, denen ein erhöhtes Aggressionspotential innewohnen soll und die deshalb (laut Gesetzgeber) pauschal gefährlich sein sollen. Die Größe des Hundes hat mit der Kategorisierung in erster Linie aber nichts zu tun. Trotzdem gehören einige große Hunderassen den Listenhunden an:

Gerade die größte aller Hunderassen, die Deutsche Dogge, gehört innerhalb Deutschlands also nicht dazu, was jedoch nicht heißen muss, dass das auch so bleibt. In der Schweiz wurde die Deutsche Dogge nämlich bereits auf die Liste der bewilligungspflichtigen Hunde gesetzt.

Hinweis: Die Listen sind aber nicht in allen Bundesländern gleich. Ihr solltet euch bei Interesse an einem Listenhund also über die landesgültigen Vorgaben informieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit einem Wesenstest gegen die gesetzlichen Einschränkungen vorzugehen.

Die Zugehörigkeit zu der Liste und die Körpergröße können einschüchternd wirken, sie sagen aber nichts über das Verhalten des jeweiligen Hundes aus. Viele große Hunde sind gut erzogen und verhalten sich sozial, sie führen ein unauffälliges Leben als freundlicher Familienhund. Andere werden hingegen gezielt als Wach- und Schutzhunde eingesetzt, sodass sie auch negativ assoziierte Charaktereigenschaften freisetzen können.

Gehört euer Hund zu den größten Hunderassen oder kennt ihr noch mehr riesige Hunde? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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