27.05.2022

Der Windhund

elegant, schnell und selbstständig

Wollt ihr einen einzigartigen Gefährten an eurer Seite? Dann ist der Windhund genau richtig, da er für eine freundschaftliche Beziehung wie gemacht ist. Charakteristisch weist er Gegensätzlichkeiten auf, die den Vierbeiner umso mehr zu einem faszinierenden Tier machen. Eigensinnigkeit trifft auf Freundschaft und Schnelligkeit auf das sonst so ruhige und bequeme Wesen. Ihr lebt allein, in einer Partnerschaft oder habt Familie? Kein Problem, denn sowohl der einzelne Mensch als auch Familien haben ihre Freude an dem charismatischen Hund.

Was ist ein Windhund?

Bei Windhunden handelt es sich nicht etwa um überzüchtete Tiere, sondern um schlanke Hunde, die seit Jahrtausenden in ihrer Anatomie unverändert geblieben sind. In dieser Hinsicht haben Windhund Rassen mehrere körperliche Eigenschaften, die von ausgeprägter Natur sind.

Beispielsweise verfügen sie über einen erkennbar tiefen Brustkorb. Auch an dem eingezogenen Bauch und dem auffällig schmalen Kopf erkennt ihr einen Windhund. Sie fallen bei der Fédération Cynologique Internationale (kurz: FCI), dem größten kynologischen Dachverband, in Gruppe zehn. Für Windhunde ist diese Gruppe in die Sektionen 1, 2 und 3 eingeteilt.

Die Sektionen stehen für:

  1.  befedert und langhaarig
  2.  rauhaarig
  3.  kurzhaarig

Windhunde Rassen gibt es viele. Afghanischer Windhund, Australischer Windhund oder Barsoi mögen euch bereits bekannt sein. Den Windhunden sehr ähnlich ist auch die Rasse Podenco. Sucht ihr nach einem besonders beliebten Windhund? Mit dem Afghanischen Windhund habt ihr einen würdevoll aussehenden Gefährten an eurer Seite, der durch sein glänzendes und langes Haarkleid jeden Betrachter besticht.

Die stolzen Vierbeiner mit der eleganten Körperhaltung verfügen über einen untrüglichen Jagdinstinkt, dessen ihr euch bewusst sein müsst. Aus diesem Grund solltet ihr gut überlegen, wann ihr euren treuen Weggefährten von der Leine lassen könnt. Empfehlenswert ist immer der Besuch einer Hundeschule, wo der Rückruf und andere wichtige Übungen trainiert werden können.

Windhunde zählen zu den schnellsten Hunden der Welt. Mit ihren schlanken und langen Beinen halten einige Rassen problemlos mit einer fahrenden Vespa mit, aber lasst euch nicht von dem grazil anmutenden Körperbau täuschen. Der Vierbeiner ist in seinem Element, besonders kraftvoll.

Der Windhund – was macht ihn aus?

Bei Anatomie, Charakter und Fähigkeiten zeigt der Windhund einzigartige Merkmale je nach Rasse. Afghanischer Windhund oder russischer Windhund – letzterer auch Barsoi genannt – fallen durch das lange Fellkleid auf und gehören deshalb zur Sektion eins der FCI Gruppe zehn. Wie auch die anderen Rassen sind sie schnell und lieben weitflächige Wiesen, auf denen sie sich austoben können. Die Windhund-Geschwindigkeit bei einem Afghanischen Windhund kann bei bis zu 60 km/h liegen, weshalb ihr die Rasse auch bei Hunderennen antreffen werdet.

Ein Greyhound erreicht bis zu 80 km/h. Das macht ihn zum schnellsten Hund der Welt. Bei der beliebten Hundesportart Coursing machen die Windhunde Jagd auf einen simulierten Hasen, der sie über das Feld lockt. Dort zeigen sich Windhunde Rassen als temperamentvolle Geister, die mit Elan ihre Leidenschaft für das Rennen ausleben können. Charakterlich zeichnen sich die stolzen Windhunde durch einen Hang zur Unabhängigkeit aus – ähnlich einer Katze.

Vor allem bei orientalischen Exemplaren ist das der Fall. Zu den verschmusten Schoßhündchen, für die die Beziehung zum Menschen existenziell ist, zählen die ursprünglich auf Treib- und Hetzjagd gezüchteten Tiere eher nicht. Sie wollen nicht gefallen und auch nicht bedingungslosem Gehorsam unterworfen werden, denn unterlegen fühlen sich die selbstständigen und stolzen Tiere nicht.

Seit jeher wurden sie für einen bestimmten Zweck gezüchtet, der überwiegend unabhängig von Befehlen war. Dennoch lässt sich zu Windhunden eine Freundschaft aufbauen. Mit einer konsequenten, respektvollen und liebevollen Erziehung gelingt es euch, eine tolle Beziehung zu eurem Mitbewohner herzustellen.

Eignet sich der Windhund als Familienhund?

Habt ihr einen Windhund als Verbündeten gewonnen, eignet er sich auch als Familienhund. Familienmitgliedern gegenüber verhält sich der elegante Vierbeiner loyal und zutraulich. Zu den Familienhunden zählt zum Beispiel auch die kurzhaarige Windhund Rasse Whippet. Fremden hingegen legt das Tier Reserviertheit an den Tag. Mit der richtigen Erziehung lässt sich der Charakter bis zu einem gewissen Grad formen.

Charakterliche Eigenschaften, die genetisch fest verankert sind, solltet ihr berücksichtigen und in die richtigen Bahnen lenken, ohne sie zu verändern. Für ein partnerschaftliches Miteinander solltet ihr auf die Bedürfnisse eures treuen Freundes eingehen können. Idealerweise schafft ihr euch einen Windhund Welpen an, damit dieser in der Familie aufwachsen und einen gesunden Sozialisierungsprozess durchleben kann.

Obwohl der Windhund viel Rennleidenschaft und dabei auch Temperament besitzt, verhält er sich im Alltag ruhig und besonnen. Aggressiv verhält sich ein Windhund nicht und wird deshalb auch nicht als gefährlich eingestuft. Ihr wollt gerne einen Windhund adoptieren? Am besten schaut ihr euch dazu die Internetseite von Windhunde in Not e.V. an, denn für einen erwachsenen Hund wäre eine grundsätzliche Erfahrung mit Hunden vorteilhaft.

Der Windhund: So sieht er aus

Einen Windhund könnt ihr relativ schnell an bestimmten anatomischen Merkmalen erkennen:

  • Widerristhöhe liegt bei 33 bis 81 cm.
  • Gewicht variiert von 3,6 kg bis 50 kg.
  • Kurzes bis langes, rauhaariges bis seidiges Fell unterschiedlicher Farben.
  • Lebenserwartung liegt bei acht bis 15 Jahren.

Von der auffälligen Schlankheit der Windhunde solltet ihr euch nicht irritieren lassen. Windhunde Rassen leiden nicht unter Unterernährung. Sichtbare Rippen und Hüftknochen und sehnige Muskulatur zählen zu den kennzeichnenden anatomischen Merkmale eines gesunden Windhundes. Er bekommt eine artgerechte und dosierte Nahrung und bestenfalls auch ausreichend Bewegung, damit er sein Idealgewicht auf die Waage bringt.

Windhunde Rassen – wer gehört dazu

Nicht nur die afghanischen, russischen (Barsoi) oder australischen Exemplare vertreten den Windhund, sondern auch andere Rassen.

Dazu zählen:

  • Azawakh
  • Chart Polski
  • Deerhound
  • Galgo Español
  • Greyhound
  • Irischer Wolfshund
  • Italienisches Windspiel
  • Magyar Agár
  • Saluki
  • Sloughi
  • Whippet

Neben dem Afghanischen Windhund und dem Barsoi zählt auch die Rasse Saluki zur Sektion eins der Gruppe zehn, denn ebenso wie seine Artgenossen besitzt er einen schmalen Kopf und einen muskulösen Körperbau.

Zu den rauhaarigen Vertretern der zweiten Sektion dürfen sich die Rassen Deerhound und Irischer Wolfshund zählen. Der Deerhound geht auf eine über 1000 Jahre alte Rasse, die den keltischen Windhunden entstammen, zurück. Das dicht anliegende Fell des großen Windhundes kann verschiedene Farben haben. Durch seine Größe zeichnet sich auch der Irische Wolfshund aus. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 79 Zentimetern, dennoch treten sie souverän, aber auch sanftmütig auf.

Um eine alte Hunderasse handelt es sich auch bei der Rasse Sloughi, die zur dritten Sektion gehört. Die Rasse ist widerstandsfähig und hält Temperaturschwankungen aus, aufgrund seiner Treue und Anpassungsfähigkeit zählt er zu den idealen Begleit- und Familienhunden.

In einer Familie fühlt sich auch der zur dritten Sektion zugehörige Whippet wohl. Unter ein rassetypisches Merkmal dieses Familienhundes fällt das Zittern, das ihr demnach nicht als Ängstlichkeit interpretieren dürft, doch auch er ist auf Geschwindigkeit gezüchtet, dafür aber kleiner als viele andere Windhunde. Im Aussehen ist er dem Greyhound ähnlich.

Die meisten Rassen der Windhunde haben ein sensibles Wesen, das ihr respektieren solltet. Sklavische Untergebenheit solltet ihr nicht erwarten, dennoch ist es wichtig, dass sich das Tier um euch als „Rudelführer“ bewusst ist. Bei der Wahl schaut ihr am besten nicht nur auf das ästhetische Aussehen, sondern auch auf die charakterlichen Eigenschaften der jeweiligen Windhund-Rasse und mit diesen solltet ihr euch anfreunden können.

Geschichte und Herkunft des Windhundes

Die Existenz von Windhunden geht bis in das alte Ägypten zurück. Darstellungen der Eleganz ausstrahlenden Tiere sind bereits aus prädynastischen Zeiten. Der damals ägyptische Windhund ähnelte am ehesten einem modernen Podenco, der als dem Windhund ähnlich bezeichnet wird. Der Podenco Andaluz als auch die Rassen Podenco Canario und Podenco Ibicnenco gehören zur FCI Gruppe 5 der Spitze und Hunde vom Urtyp.

Aufzeichnungen finden sich auch im antiken Griechenland zu Methoden der Hetzjagd auf Hasen und die Beschreibung verschiedener Jagdhunde, dabei zählte der Windhund im alten Rom zu einer von drei verschiedenen Kategorien.

Celeres nannte man die Windhunde, sagaces die Laufhunde und Bracken, pugnaces die Molosser, doch ab dem Mittelalter durfte nur der Adel Windhunde halten, da mit dem Besitz eines solchen Hundes ein hohes Ansehen verbunden wurde. Wer zu diesen Zeiten einen Windhund tötete, musste unter König Howell dem Guten sogar die Todesstrafe fürchten.

Häufig gestellte Fragen:

1. Wie schnell ist ein Afghanischer Windhund?

Ein Afghanischer Windhund erreicht bei Hunderennen bis zu 60 km/h.

2. Wie viel kostet ein Afghanischer Windhund?

Ein Afghanischer Windhund Welpen kostet circa 1000 bis 1300 Euro.

3. Wie alt wird ein Podenco?

Ein Podenco kann bis zu 14 Jahre alt werden.

4. Sind Windhunde gefährlich?

Windhunde sind nicht gefährlich.

5. Wie alt können Afghanische Windhunde werden?

Ein Afghanischer Windhund kann ein Lebensalter von 14 Jahren erreichen.

6. Was gibt es für Windhunde?

Es gibt Windhunde der FCI Gruppe 10 der Sektionen 1, 2 und 3.

7. Wie viel kostet ein Barsoi?

Der Welpen Preis für einen Barsoi liegt bei circa 2000 Euro.

 

Der Windhund steht auf eurer Wunschliste, oder ist bereits ein Teil eurer Familie? Erählt uns mehr in den Kommentaren!

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