Briard Steckbrief

Der Berger de Brie im Portrait

Der Berger de Brie, besser bekannt als Briard, ist ein temperamentvoller Hütehund aus Frankreich. Im Steckbrief bekommt ihr Informationen zur Geschichte, zum Wesen und zur Haltung der aktiven Hunderasse.

Geschichte des Briards

Der Briard ist eine alte Hunderasse aus dem französischen Flachland. Als Vorfahren gelten der Barbet und der Picard sowie Hofhunde der ansässigen Bauern. Die damalige Aufgabe des Hundes war es, Schaf- und Rinderherden zu behüten. Schon im Jahr 1387 finden sich die ersten Aufzeichnungen über ähnliche Hütehunde. Im Jahr 1785 dokumentierte der Naturforscher Comte de Buffon einen langhaarigen und meist schwarzen Hütehund. Er nannte ihn „Chien de Brie“. Schon 1809 kam erstmals die Bezeichnung „Berger de Brie“ auf. Einige Jahre später, im Jahr 1896, erfolgte schließlich die offizielle Anerkennung der Hunderasse. Der vielfältige Hund diente in den Weltkriegen als Wach- und Meldehund. Bis heute arbeitet er als Polizei- und Rettungshund. Hauptsächlich sind die gutmütigen Hunde jedoch als Familienhunde zu finden. Sie zählen in die FCI-Gruppe 1 „Hütehunde und Treibhunde“ in die Sektion 1 „Schäferhunde“.

Wesen und Charakter

Der Briard ist ein anhänglicher und intelligenter Familienhund. Er ist geduldig, kinderlieb und hat einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Beim Spielen und Toben kann er jedoch schnell übermütig werden. Als ehemaliger Hütehund achtet er liebenswert darauf, dass sein menschliches Rudel zusammen bleibt. Die temperamentvollen Hunde sind daher ungern alleine. Es ist also ratsam die vorübergehende Trennung für einige Stunden früh zu üben. Die freundlichen Hunde sind außerdem anpassungsfähig und können mit der passenden Erziehung überall hin mitkommen. Fremden begegnen sie eher misstrauisch, doch freundlich. Die gutmütigen Hunde kommen gut mit anderen Hunden und sonstigen Haustieren klar. Sie haben keinen starken Jagdtrieb, sondern konzentrieren sich lieber auf ihre Familie.

Aussehen des Briards

Der Briard ist ein muskulöser und eleganter Hund mit harmonischen Proportionen. Sein gesamter Körper ist von langem und trockenem Haar umgeben. Es sind vor allem die Farbvarianten Schwarz, Grau, Rehbraun und Fauve verbreitet. Oft sind die einzelnen Haare an den Spitzen etwas heller gefärbt. Kennzeichnend sind ein ausgeprägter Kinn- und Schnauzbart sowie buschige Augenbrauen. Die recht kurzen Ohren hängen gerade herunter und die sichelförmige Rute hängt niedrig. Eine Besonderheit des Berger de Brie sind die doppelten Afterkrallen, die auch als Wolfskrallen bekannt sind.

Erziehung des Welpen

Es ist relevant, die Energie des Hundes in jungen Jahren in die richtigen Bahnen zu lenken. Die wichtigsten Aspekte bei der Erziehung eines Briard Welpen sind Konsequenz und Feingefühl. Mit Aggression und Gewalt können die Hunde schlecht umgehen und ihr zerstört sein Vertrauen in euch. Dank ihres außerordentlichen Lerneifers sind die Hunde jedoch mithilfe positiver Verstärkung gut zu erziehen. Eine einmal erlernte Aufgabe vergessen die Hunde nicht so schnell und führen sie sorgfältig und hartnäckig aus. Passt also auf, was ihr eurem Hund beibringt! Einmal erlernte Verhaltensweisen sind schwer wieder auszutreiben. Der Besuch einer Welpenschule ist Pflicht, da der Hund hier sein Sozialverhalten trainieren und andere Hunde kennen lernen kann. Mit der richtigen Ausbildung ist der französische Hütehund ein zuverlässiger und liebenswerter Begleiter in jeder Situation.

Aktivitäten mit dem Briard

Ausgedehnte Spaziergänge und spannende Spiele stehen mit dem Briard an der Tagesordnung. Er liebt es, seine Zeit in der Natur zu verbringen und lässt sich für viele sportliche Aktivitäten begeistern. Der anpassungsfähige Hund ist daher ein toller Begleiter beim Wandern, Joggen oder Fahrrad Fahren. Er ist ausdauernd und braucht außerdem geistige Auslastung in Form von Intelligenzspielen. Die Teilnahme an Hundesportarten wie Agility oder Dog-Frisbee sind für den klugen Hund durchaus zu empfehlen. Der liebe Familienhund ist auch bei Fang- oder Suchspielen mit Freude dabei. Die liebenswerten Hunde eignen sich mit der entsprechenden Ausbildung als Therapie- oder Rettungshunde.

Übrigens: Tolle Beschäftigungs-Tipps für euren Hund findet ihr im Magazin.

Gesundheit und Pflege

Das lange Fell des Briard benötigt eine regelmäßige Fellpflege. Besonders im Fellwechsel solltet ihr dem Hund helfen und die Unterwolle entfernen. Bei ausbleibender Pflege verfilzt das Fell und beginnt unangenehm zu riechen. Achtet darauf, das Fell an den Pfoten, hinter den Ohren und an der Brust sorgfältig zu kämmen. Wenn die Haare so lang sind, dass sie die Augen bedecken, solltet ihr sie abschneiden oder hochbinden. Baden solltet ihr den Hund nur in Ausnahmefällen. Gesundheitlich sind die Hütehunde eher robust. Ihr solltet jedoch darauf achten, dass sie als Welpe nicht zu viel Treppen steigen müssen. Die Hunde sind körperlich mit zehn bis zwölf Monaten ausgewachsen. Um ihm ein langes und gesunde leben zu bescheren, braucht der Hund ein gesundes Hundefutter mit hohem Fleischanteil.

Passt der Briard zu mir?

Wer sich einen Briard zulegen möchte, sollte sich zuerst die Frage stellen, ob er genug Zeit für den Hund hat. Ein Vollzeitjob und ein aktiver und anhänglicher Hund lassen sich nicht gut vereinbaren. Am besten seid ihr sportlich aktiv und könnt den Hund gut in euer tägliches Leben integrieren. Erfahrungen mit Hunden sind ebenso vorteilhaft, wenn ihr das Energiebündel in den Griff bekommen möchtet. Zudem ist der Platzbedarf des großen Hundes nicht zu unterschätzen. Im Idealfall wohnt ihr in einem großen Haus mit Garten und direktem Zugang zur Natur.

Wer sich für einen Welpen interessiert, sollte sich an einen Züchter wenden, der dem Briard Club Deutschland e.V. oder dem Club für Französische Hirtenhunde e.V. zugehört. Da die Rasse in Deutschland relativ selten ist, kann es sein, dass ihr nicht sofort einen Welpen bekommt. Lasst euch vor dem Kauf vom Züchter beraten und kauft keinen Welpen, der unter 800€ kostet. Wer sich für einen Hund aus dem Tierheim interessiert, kann sich ebenfalls an den Briard Club wenden. Es gibt auch im Tierheim immer wieder Vertreter der Rasse oder Mischlinge, die ein neues Zuhause suchen.

Interessantes und Wissenswertes

Aufgrund seiner liebenswerten und fröhlichen Art ist der Briard ein echter Star in Film und Fernsehen. Schon seit den 1960er Jahren spielt die Hunderasse in zahlreichen Filmen eine Rolle. So stellte der Rüde „Michael“ in der Serie „Eine schrecklich nette Familie“ die Rolle des Familienhundes „Buck“ dar. Auch im Film „Kiss Kiss Bang Bang“ mit Robert Downey Jr. ist ein Vertreter der Rasse zu sehen. Außerdem besitzt die deutsche Millionärsfamilie rund um Robert und Carmen Geiss einen Rüden namens Dex. Er ist in zahlreichen Folgen der Reality-Serie „Die Geissens – eine schrecklich glamouröse Familie“ zu sehen. Ein Berger der Brie, der hingegen durch sein eigenes Können sehr berühmt geworden ist, ist „Norman the Scooter Dog“. Seine Halter haben dem Rüden beigebracht Roller und Fahrrad zu fahren, was er in vielen Videos präsentiert.

Ihr habt einen Briard oder wollt euch einen zulegen? Erzählt uns in den Kommentaren, was ihn eurer Meinung nach so besonders macht!

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Alle Kommentare (1)

Anja
21.03.2019 09:18 Uhr

Wir haben bereits den dritten Briard in der Familie, außerdem mittlerweile zwei Kinder und mehrere Meerschweinchen. Der Briard hütet alles was zur Familie gehört, der Jagdtrieb ist bei den meisten Briards eher schwach ausgeprägt, für uns ein eindeutiges Plus für einen Hütehund. Man sollte wissen, dass die Fellpflege viele Stunden Arbeit bedeutet, das ist nicht zu unterschätzen. Auch wiegen die Briards je nach Hündin oder Rüde in der Regel zwischen 30 und 40 Kilo, die hebt man später nicht mal eben irgendwo hoch. Auch kleine Kinder werden, wenn auch unabsichtlich, da mal schnell umgerannt. Mit dem Briard spazieren gehen können Sie deswegen auch erst wenn sie älter sind. Ein Briard ist kein Hund für Anfänger, die Erziehung ist anspruchsvoll. Außerdem ist er nicht immer mit anderen Hunden verträglich, gerade die Rüden nicht. Das sollte man alles bedenken. Wenn man viel Platz hat, ihn sinnvoll beschäftigt und sich mit dem Thema Erziehung beschäftigt ist er ein Traumhund. Wir haben nicht umsonst den dritten 😊.

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