Königspudel

der sportliche und verschmuste Riese mit Charme

Mit seiner Intelligenz und angeborenen Eleganz erobert der Königspudel Herzen im Sturm. Als klassischer Familien- und Begleithund macht der sanfte Riese unter den Pudeln eine gute Figur und bleibt bis ins hohe Alter agil und verspielt. Was ihr über den Königspudel wissen solltet, bevor ihr euch für ihn als neues Familienmitglied entscheidet, haben wir für euch zusammengefasst.

Geschichte des Königspudels

Sind Großpudel und Königspudel das gleiche? Ja, Königspudel ist nur eine andere Bezeichnung für den Großpudel. Wenn es um die Geschichte des Königspudels oder auch Großpudels geht, findet sich eine erste Erwähnung des „schönen Pudels“ in einer Schrift aus dem Jahr 1555. Zu dieser Zeit wurde der Pudel bei der Entenjagd eingesetzt und an Hinterbeinen und Bauch geschoren, damit der Großpudel sich besser im Wasser fortbewegen konnte.

Im 19. Jahrhundert entdeckte der französische Adel den Großpudel für sich und erfreute sich an seinem freundlichen Charakter, sodass aus den Gebrauchshunden nach und nach Begleithunde wurden. Ende des 19. Jahrhunderts war der Großpudel auch in immer mehr Bürgerhäusern zu finden und wurde somit zum Begleit– und Familienhund. Mit dem Schritt weg vom Gebrauchshund begann man gezielt Großpudel mit Spaniels zu kreuzen, sodass das Haarkleid weicher und wolliger wurde. Während in München der erste deutsche Pudelclub im Jahr 1896 gegründet wurde, dauerte es bis nach dem 2. Weltkrieg, bis der FCI Frankreich als Ursprungsland der Hunderasse anerkannte und begonnen wurde, die Rassestandards weiterzuentwickeln. Ist der Königspudel ein Familienhund? Diese Frage lässt sich heute mit einem klaren Ja beantworten.

Wesen und Charakter

Mit einem Großpudel hält ein sportlicher, intelligenter und lernbegieriger Vierbeiner Einzug in euer Heim. Aufgrund seines Charakters und seines Wesens fügt der Großpudel sich problemlos in die Familie ein, denn Familienanschluss geht ihm über alles. Auf der einen Seite verschmust und auf der anderen Seite verspielt, begeistert der Riesenpudel mit seiner fröhlichen und ausgeglichenen Art. Gegenüber Kindern zeigt sich der Königspudel geduldig und freundlich. Kann ein Pudel aggressiv werden? Ja, immer dann, wenn er seine Familie bedroht sieht, denn der Königspudel ist bei all seiner Liebenswürdigkeit auch mit einem guten Beschützerinstinkt ausgestattet. Droht keine Gefahr, so geht der Großpudel freundlich, aber wachsam auf Fremde zu und genießt durchaus jede Art von Aufmerksamkeit.

Anschaffung eines Königspudels

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, einem oder mehreren Königspudeln ein Zuhause zu schenken, solltet ihr euch im ersten Schritt überlegen, ob ihr bereit seid, ein Pudelleben lang für das Tier zu sorgen und ihm ein liebevolles Zuhause zu bieten. Denkt auch daran, dass die Königspudel Größe durchaus beeindruckend ist und die Tiere durchaus noch einen Jagdtrieb innehaben. Sind Königspudel Kläffer? Diese Frage ist gerade bei der Haltung in einem Mehrfamilienhaus wichtig und kann mit Nein beantwortet werden. Dennoch schlägt der wachsame Pudel durchaus an und ist kein ganz schweigsamer Zeitgenosse. Zudem solltet ihr überlegen, ob ihr wirklich Königspudel Welpen wählen wollt oder ob es für euch eine Alternative ist, einen Großpudel in Not zu helfen und ihn bei euch aufzunehmen. Hier lohnt die gezielte Anfrage in Tierheimen und bei Tierschutzorganisationen, denn auch ausgewachsene Königspudel sind anpassungsfähig und entwickeln nach der Eingewöhnung eine enge Bindung zu euch.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wie viel kostet ein Königspudel? Mit Preisen zwischen 1.200 bis 1.800 Euro müsst ihr für einen Königspudel Welpen rechnen. Doch der Preis sollte nicht entscheidend sein. Vielmehr solltet ihr euch klar sein, dass es nur eine überschaubare Zahl an Königspudel Züchtern gibt. Eine gute Möglichkeit einen passenden Züchter zu finden ist der VDH, denn bei den hier gelisteten Züchtern könnt ihr davon ausgehen, dass die Hunde über entsprechende Papiere verfügen.

Werft in jedem Fall einen Blick auf den Stammbaum und lasst euch auch die tierärztlichen Unterlagen der Welpen und der Elterntiere zeigen. Auch dokumentieren seriöse Züchter die Entwicklung der Welpen. Vor Ort solltet ihr euch nicht nur auf die Welpen konzentrieren, sondern bewusst die Möglichkeit nutzen, die Elterntiere kennenzulernen und euch einen Eindruck zu verschaffen, ob die Welpen im Familienverbund aufwachsen und entsprechend sozialisiert wurden. Seriöse Züchter beantworten auch gerne eure Fragen und werden auch euch einige Fragen stellen, um sicherzustellen, dass der Nachwuchs ein gutes Zuhause erhält. Sind Pudel für Anfänger geeignet? Im Grunde eignen sich Pudel und auch der Königspudel durchaus für Anfänger. Jedoch solltet ihr euch vor der Anschaffung klar darüber sein, dass der Königspudel ein aktiver und intelligenter Hund ist, der durchaus körperlich und mental ausgelastet werden möchte und einiges an Zeit in Anspruch nimmt.

Entwicklung und Erziehung des Welpen

Sind Pudel schwer zu erziehen? Diese Frage wird spätestens mit der Anschaffung relevant und kann klar mit Nein beantwortet werden. Ist ein Pudel schlau? Ja, Pudel bringen eine hohe Intelligenz mit und daher ist die Erziehung eines Pudels auch relativ einfach, denn die Hunde sind lernwillig und möchten „ihren“ Menschen durchaus gefallen. Mit der Erziehung solltet ihr jedoch bereits im Welpenalter beginnen und nicht erst, wenn der Königspudel nach ungefähr einem Jahr ausgewachsen ist. Auch wenn es schwerfällt, solltet ihr auf eine konsequente Erziehung setzen, denn Pudel sind so intelligent, dass sie sehr schnell erkennen, wie sie ihren Kopf durchsetzen können.

Bedenkt auch immer, dass der Königspudel eine Höhe erreicht, die ihm problemlos ermöglichen an die Arbeitsfläche in der Küche oder an den Esstisch heranzukommen. Entsprechend ist eine gute Basis-Erziehung ein Muss. Der Königspudel hat Charakter und es wird ihm nicht schwerfallen euch, um das Pfötchen zu wickeln. Entsprechend ist es wichtig klare Grenzen zu setzen und mit liebevoller Strenge zu erziehen, denn dann wird aus dem Königspudel Welpen ein perfekter Begleithund, der sich in den Alltag der Familie einfügt und an allen Aktivitäten der Familie gerne teilnimmt. Kann Pudel auch mal alleine bleiben? Grundsätzlich mag der Königspudel es nicht alleine zu sein, wenn ihr aber von Beginn an einübt, dass der Pudel auch für einen überschaubaren Zeitraum alleine bleiben muss, dann wird dies im Alltag nicht zum Problem. Grundsätzlich solltet ihr den Pudel aber nicht über einen langen Zeitraum alleine lassen.

Wie halte ich einen Königspudel?

Grundsätzlich ist der Königspudel ein Hund für alle Lebenslagen. Ob im Eigenheim auf dem Land oder in der typischen Stadtwohnung, der Königspudel zählt zu den Vierbeinern, die sich überall wohlfühlen können, wenn ihr ihm nur ausreichend Aufmerksamkeit schenkt und für eine entsprechende körperliche und geistige Auslastung sorgt. Wichtig ist es, dass der Königspudel nicht zu viele Treppen steigen muss, und so solltet ihr entweder in einer Erdgeschosswohnung leben oder es sollte ein Aufzug zur Verfügung stehen. Ansonsten ist der Königspudel durchaus anpassungsfähig und fühlt sich im Haushalt mit kleinen Kindern ebenso wohl wie im Seniorenhaushalt.

Aktivitäten mit dem Königspudel

Als aktiver, intelligenter und verspielter Hund liebt der Königspudel nicht nur lange Spaziergänge, sondern lernt auch problemlos kleine Tricks. Auch das Apportieren liegt dem Königspudel im Blut. Ob Hundesportplatz oder die eine oder andere Wanderung, wichtig ist es, dem Königspudel einen abwechslungsreichen Alltag zu bieten und ihn auf allen Ebenen auszulasten. Wird der Königspudel ausreichend körperlich und geistig gefordert, dann zeigt er sich von seiner besten Seite und ist völlig ausgeglichen. Doch nicht nur gemeinsame Aktivitäten lassen das Herz des Königspudels höher schlagen, sondern auch gemeinsame Schmusestunden auf dem Sofa genießt der Großpudel.

Gesundheit und Pflege

Eigentlich sind Vertreter der Rasse gesund und robust und bleiben bis ins hohe Alter aktiv. Dennoch gibt es beim Großpudel einige gesundheitliche Schwachstellen, die ihr im Auge behalten solltet. So zählen Gelenkerkrankungen, Augenerkrankungen und Zahnsteinprobleme zu den für Königspudel typischen Erkrankungen. Einige Königspudel neigen zudem zu Hautproblemen oder zu Problemen mit den Harnleitern. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt des Vertrauens sollten beim Großpudel ebenso wie bei anderen Hunderassen eingeplant werden.

In Sachen Pflege ist der Königspudel eigentlich unkompliziert. Der große Vorteil der Großpudel haart nicht. Allerdings muss die Lockenpracht des Pudels regelmäßig in Form gebracht werden. Wie oft muss ein Pudel zum Friseur? Grundsätzlich empfiehlt sich ein fester Rhythmus von 6 bis 8 Wochen. Wird dieser Turnus überschritten und das Fell zu lang, neigt es zum Verfilzen. Wie oft muss man einen Pudel baden? Einen Pudel solltet ihr nur dann baden, wenn es notwendig ist. Dies liegt daran, dass zu häufiges Baden die Haut des Pudels belastet und sowohl der Haut als auch den Haaren zu viel Fett entzieht, was Hautprobleme hervorrufen kann.

Interessantes und Wissenswertes

Oft wird der Großpudel unterschätzt, doch der Königspudel bringt alles mit, was für eine Ausbildung als Therapie-, Besuchs-, Blinden- und Assistenzhund nötig ist und so steht einer entsprechenden Ausbildung nichts entgegen. Auch als Rettungshund macht der intelligente und freundliche Hund eine gute Figur.

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