Mittelspitz Steckbrief

der treue Wachhund im Portrait

Der Mittelspitz repräsentiert aufgrund seiner Größe eine Variante des Deutschen Spitzes und gilt als ein ursprünglicher Vertreter dieser Rasse. In unserem Steckbrief erhaltet ihr umfassende Informationen zur Herkunft, dem Wesen und den Anforderungen an die Haltung dieser Hunderasse.

Geschichte des Mittelspitzes

Der Mittelspitz ist eine Variante des Deutschen Spitzes, den es heutzutage in fünf verschiedenen Größen (Zwergspitz, Kleinspitz, Großspitz und Wolfsspitz) sowie in zahlreichen Farbschlägen gibt. Die genaue Herkunft der Hunde ist schwer zu bestimmen. Spitzartige Hunde gibt es schon seit langer Zeit in vielen Regionen der Erde. Erste Nachweise für die Rasse sind auf über 4000 Jahre alten archäologischen Funden zu finden.

Dank seiner ausgezeichneten Qualitäten als Wachhund setzen Bauern die Rasse im Mittelalter als solche ein. Da die Jagd ein Privileg des Adels war und Wilderei mit hohen Strafen verbunden war, brauchten die Bauern jedoch einen Hund ohne Jagdtrieb. So züchteten sie den Jagdtrieb über Jahre aus den Spitzen heraus. Der Spitz bleib lange Zeit ein Hund einfacher Leute und die offizielle Anerkennung als Varietät des Deutschen Spitzes erfolgte erst 1969. International zählt die Rasse in die FCI-Gruppe 5 „Spitze und Hunde vom Urtyp“ in die Sektion 4 „Europäische Spitze“. Da Hof- und Wachhunde in der heutigen Zeit nicht mehr so beliebt sind, ist der Mittelspitz selten geworden. Der VDH zählt nur etwa 100 Welpen pro Jahr.

Wesen und Charakter

Genau wie alle Deutschen Spitze ist der Mittelspitz ein anhänglicher und menschenbezogener Hund, der nicht gerne alleine ist. Er braucht daher die Aufmerksamkeit seines Halters und fordert sie notfalls lautstark ein. Generell sind Spitze relativ bellfreudig und neigen bei mangelnder Erziehung zum Kläffen. Sie bewachen ihr Revier also gewissenhaft und sind Fremden gegenüber zunächst misstrauisch und reserviert. Der fehlende Jagdtrieb und sein ausgeprägter „Will-to-please“ machen den mittelgroßen Spitz zu einem entspannten Begleiter auf Spaziergängen. Somit kann der intelligente und treue Hund bei entsprechender Erziehung problemlos ohne Leine laufen. Mit fremden Hunden verträgt sich ein gut sozialisierter Spitz in der Regel gut.

Aussehen des Mittelspitzes

Der Deutsche Mittelspitz ist mit einer Schulterhöhe zwischen 30 und 38 Zentimetern der typische Spitz. Er besitzt einen fuchsähnlichen Kopf mit lebendig blickenden Augen und spitzen, eng stehenden Ohren. Der Körperbau ist beinahe quadratisch, wobei er die buschige Rute gekringelt über dem Rücken trägt. Er hat dichtes und langes Fell, das in zwei Lagen aufgeteilt ist und absteht. Das Deckhaar ist gerade und fest, wobei die Unterwolle kurz und wattig ist. Besonders markant sind der mähnenartige Kragen und die lang behaarten Hosen an den Hinterbeinen. Das Fell kann in den Farben Weiß, Schwarz, Braun, Orange und Graugewolkt auftreten. Mittelerweile gibt es aber auch immer mehr Hunde in den Farben Creme, Creme-sable, Orange-sable, Black-and-tan und mit geschecktem Fell.

Erziehung des Welpen

Auch wenn ein Mittelspitz Welpe niedlich aussieht, dürft ihr bei der Erziehung nicht nachlässig sein. Wie einem großen Hund müsst ihr ihm also ernsthaft und mit liebevoller Konsequenz zeigen, wo es lang geht. Was er später nicht mehr tun sollte, muss schon frühzeitig unterbunden werden. Der kleine Hund braucht strikte Regeln und eine starke Führung durch Herrchen oder Frauchen. Der intelligente und aufmerksame Hund lernt gerne und schnell – und dabei am liebsten spielerisch und mit viel Lob. Der Besuch einer Welpenschule ist zur Sozialisierung des Welpen empfehlenswert. Hier lernt er andere Hunde kennen und kann mit ihnen spielen und toben.

Aktivitäten mit dem Mittelspitz

Der Mittelspitz ist ein aktiver und abenteuerlustiger Hund, der gerne Neues erlebt. Er ist robust und  braucht, wie jeder andere Hund auch, bei jedem Wetter seine täglichen Spaziergänge. Neben der sportlichen Betätigung benötigt er geistige Auslastung. Eine Teilnahme an Hundesportarten wie Agility ist daher möglich, aber kein Muss. Auch gelegentliche Intelligenzspiele oder das Erlernen von Tricks machen den Hund glücklich. Der anpassungsfähige Hund ist ein toller Begleiter in vielen Situationen und kann euch problemlos in ein Restaurant, in den Urlaub oder zur Arbeit begleiten. Aber auch hier ist natürlich eine gute Erziehung von Nöten.

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Gesundheit und Pflege

Auch wenn die Fellpflege auf den ersten Blick sehr aufwändig erscheint, zählt der Mittelspitz zu den pflegeleichten Rassen. Dank der abstehenden Haare besitzt er eine sogenannte natürliche „Schüttelfirsur“. Es genügt, wenn ihr das Fell hin und wieder striegelt und eurem Vierbeiner damit zusätzliche Streicheleinheiten gewährt. Experten raten, das lange Fell gegen den Strich zu bürsten und es anschließend mit einem feuchten Tuch abzurubbeln. So verliert der Hund angeblich in den nächsten Tagen weniger Haare. Auch gesundheitlich ist der mittelgroße Spitz eine eher robuste Rasse, bei der keine häufigen Erbkrankheiten bekannt sind. Den Tierarzt besucht ihr daher in der Regel nur zu Impfungen und Kontrollen. Mit der Gabe von Kauknochen oder einer Hundezahnbürste könnt ihr Zahnstein vorbeugen.

Passt der Mittelspitz zu mir?

Auch wenn der Spitz es liebt im Mittelpunkt zu stehen und nicht gerne alleine ist, eignet er sich für Anfänger. Er ist verhältnismäßig leicht zu erziehen und kommt gut mit Kindern zurecht. Wer also einen aktiven Familienhund möchte, der sich seiner Familie anpasst, macht mit der Rasse nichts falsch. Die Hunde lassen sich problemlos in einer ausreichend großen Stadtwohnung halten, wenn sie genügend Auslauf bekommen.

Wenn ihr euch sicher seid, dass die Rasse zu euch passt, müsst ihr einen seriösen Züchter finden. Einen reinrassigen Welpen mit Papieren und Impfungen zu finden ist leider nicht leicht. Die meisten Spitz-Züchter verkaufen vorwiegend Zwergspitze. Aus diesem Grund ist ein Mittelspitz Welpe mit Preisen von 1000 bis 1500 Euro nicht günstig. Eine gute Alternative zum Welpen vom Züchter ist ein Hund aus dem Tierheim. Gegen eine geringe Schutzgebühr könnt ihr einem unschuldig in Not geratenen Spitz oder einem Mischling eine neue Chance bei euch geben.

Interessantes und Wissenswertes

Der American Eskimo Dog ist eine nicht von der FCI anerkannte Varietät des Mittelspitzes aus den USA. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Hunde beim United Kennel Club eingetragen. Sie sind zwischen 28 und 38 Zentimeter groß und fallen damit sowohl in den Größenbereich des Mittel- als auch des Kleinspitzes. Die einzig zugelassenen Fellfarben sind weiß und creme. Die Rasse ist kein typischer Schlittenhund – der Name stammt lediglich von ihrer weißen Fellfärbung. In die USA kam die Rasse mit deutschen Einwanderern und gewann vor allem als Zirkushund schnell an Beliebtheit. Die Rasse war übrigens auch die erste, die jemals auf einem Hochseil Kunststücke aufführte.

Ihr habt einen Mittelspitz oder wollt euch einen zulegen? Erzählt mir in den Kommentaren, was ihn eurer Meinung nach so besonders macht!

Alle Hunderassen:

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Alle Kommentare (7)

Chrissi
09.08.2023 03:49 Uhr

Also ich kommentiere nie. In dem Fall kann ich mich aber nicht halten und kann nur Vero zustimmen. Unser Spitz wurde 16 Jahre alt. Die ersten 3 Jahre waren wir mit ihr in der Hundeschule. Unter anderem auch, weil es ihr so Spaß gemacht hat. Sie war eine absolut liebenswerte Maus, die sich lieber von meinen Kindern aus dem Maxicosi im Auto rupfen ließ, als dass sie woanders hingegangen wär. Der Spitz braucht einfach eine liebenswerte, konsequente Erziehung, wie alle anderen Hunde auch. Unsere Maus war sehr sensibel, oft genügte schon ein Blick. Sie haben auch einen extremen Bewegungsdrang, für so eine kleine Rasse. Lastet man sie vernünftig aus, sind sie glücklich und zufrieden und kommen gar nicht auf dumme Gedanken. Auch, wenn mal einen Tag Pause war, nahm sie es nicht übel. In jungen Jahren waren allerdings auch Fahhradtouren mit ca 35 km kein Problem für sie. Der Spitz macht so ziemlich alles mit großer Freude mit. Auch das Alleinebleiben war nie ein Problem. Beim Tierarzt hatte sie sich immer alles über sich „ergehen“ lassen. Selbst der Zahntierazt war total von ihrer lieben Art begeistert. Das bellen war mit dem Wort „Leise“ in den Griff zu bekommen. Tricks hat sie mit einer Riesenfreude bis zum Schluss gelernt. Kurz gesagt, wenn man sich liebevoll und konsequent kümmert und erzieht, ist es ein absoluter Familienhund, den ich nur empfehlen kann.

Chrissi
09.08.2023 04:02 Uhr

Ach ja, und das Zwicken gehört meiner Meinung nach zur Erziehung der Beißhemmung, die jeder Welpe lernen muss. Aufgrund der Besonderheit sollte unser Spitz einzigartig bleiben und haben seit 7 Wochen einen Langhaarcollie. Auch er hätte gezwickt, hätten wir ihn nicht konsequent sofort ignoriert und ca. 2-3 Mal gemaßregelt. Bei ihm war es sogar schwerer, als damals bei unserem Spitz. Aber auch bei ihm war es nach 14 Tagen durch. Wir haben einen Freund, der tierische Angst vor Hunden hatte. Er sagt immer, unser Spitz hat ihn geheilt. Erziehung bedeutet nicht strenge, sondern liebevoll, viel Zeit und Geduld. Klein anfangen und langsam steigern. Für den Hund ist das ein Spiel und gerade der intelligente Spitz lernt extrem schnell und gerne. Ja, und da gehört auch Leinenführigkeit dazu. Wird der Halter nervös, „übernimmt“ es der Hund. Also ruhige Austrahlung und dem Hund vor allen Dingen zeigen, dass man die Dinge selbst „regelt“. Dann bellt er auch nicht an der Leine.

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Vero
11.11.2022 20:37 Uhr

Äh.. Ich habe mir mal die kommentare gelesen und denke man kann das allgemein nicht pauschalisieren ob der mittelspitz ein kläffer ist oder nicht und auch die tierheimaussage..
Ich kann da nicht zustimmen.. Vor 4jahren habe ich mir einen einjährigen mittelspitzrüden geholt. Unkastriert damals. Ich war lediglich in der junghundeschule mit ihm.. Die hunde brauchen ganz klar einen anführer der ihnen zeigt wem das haus gehört und wer das sagen hat. Nämlich nicht der hund sondern ich. Das beginnt schon beim betreten des hauses. ICH gehe ZUERST in die wohnung und ich verlasse sie als erstes. Denn ich FÜHRE MEINEN HUND.. Mein zu spät kastrierter Mittelspitzrüde aus dem Tierheim bellt kaum, er zerstört keine Möbel, er ist stubenrein, schnappt keine Kinder, besteigt nichts und niemanden und lässt sich ohne probleme abrufen wenn er einer katze hinterher will. Der angenehmste hund den ich jeh hatte. Ich kann ihn überall mitnehmen. Sogar leute die sagen, sie mögen hunde nicht, LIEBEN meinen Tierheimmittelspitz... Ich denke bei den meisten kommentiernden liesse sich viel erreichen mit kleinen änderungen. Wie zb. Wer isst zu erst? Wer verlässt zuerst das haus? Wer betritt es zuerst? Lasst ihr euch vom hund auffordern ihn zu streicheln? Oder gar ihn zu füttern? Alles no-go's. Wenn der hund die kinder schnappt.. Hat er dann zuwenig ruhe? Keine rückzugsmöglichkeit? Wie wird er korrigiert und wann? Der spitz ist trotz aller anpassungsfähigkeit ein hund und kein mensch.. Solange man nicht begreift, dass der hund ein rudeltier ist und der besitzer der anführer sein sollte, dass der hund keine menschlichen bedürfnisse hat sondern bedürfnisse eines hundes etc, sollte man sich keinen zulegen. Wer der anführer ist ist das A und O in der hundehaltung und ich sehe so viele Beta's die von ihren Alphahunden spatzierengeführt werden. Wenn der hund den menschen führt dann ist das stressig für den hund. Der mensch muss führen sonst hat der hund keine ruhe dann wird er nervig, bellt, ist unausgeglichen, gehorcht nur wenn er will etc..

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Karoline
14.07.2022 12:02 Uhr

Nach dem Tod unseres Kleinspitzes haben wir einen 7 Monat alten "Kleinspitz" aus Ungarn aufgenommen. Inzwischen, nach 6 Monaten, hat er eine Schulterhöhe von fast 40cm und wiegt 8kg. Nachdem er aufgetaut war, zeigte er große Zuneigung gegenüber unserer Familie - aber die Kuschelzeiten bestimmt definitiv er und besonders beim warmen Wetter liegt er lieber alleine auf den kühlen Fliesen. Er ist Fremden gegenüber sehr skeptisch. Er kläfft viel und gerne, was uns nicht stört - und zum Glück sind die Nachbarn weit weg. Er liebt Hof und Garten, ist ein erstklassiger Wachhund und gibt einen -besonders nachts- ein Gefühl von Sicherheit. Mit Hunden ist er überwiegend verträglich, manche mag er, manche nicht. Sein Dickkopf ist unschlagbar und ohne Leine gehen ist bisher nicht möglich, aber mit konsequenter Erziehung haben wir es bisher sehr weit gebracht und ich bin zuversichtlich, dass er sich in den nächsten Jahren noch besser machen wird. Diese Hunderasse sieht vielleicht flauschig aus, aber sie brauchen definitiv ihren Freiraum. Unser Hund fährt erstklassig Auto und kann auch überall hin mitgenommen werden - er zeigt keine Angst und selbst die Schüsse vom Jäger sowie Feuerwerk ignoriert er gekonnt.

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Nina
30.12.2021 08:29 Uhr

Wir haben seit einem Jahr einen Mittelspitz. Sehr anhänglich, kann schlecht alleine bleiben. Das Wort Kläffer ist noch untertrieben! Ausgeprägter Nagetrieb. Hat schon mehr zerstört als unser Golden Retriever in seinem ganzen Leben.
Leider schnappt er auch gerne nach Kindern. Als Familienhund eignet sich die Rasse sich meiner Meinung nach nicht. Für Bauernhöfe ideal. Dafür wurde er auch gezüchtet. Ich würde unseren Hund nicht abgeben aber für diese Rasse würde ich mich nicht nochmal entscheiden.

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M.
10.08.2020 13:22 Uhr

Vor 3 Jahren haben wir einen schwarzen Mittelspitz aus einer Notabgabe als Spielgefährten unseres Labrador-Pointer-Mix geholt. Die beiden waren gleich beste Freunde. Es zeigt sich allerdings ganz genau ab, wer zuhause "die Hosen an hat" ;-) Beim Fressen konkurrieren sie nicht...jeder von den beiden hat seinen eigenen Futternapf und geht der Große doch einmal in die Nähe des Napfes oder des Leckerlies vom kleinen, dann reicht ein leichtes Knurren vom "kleinen Chef" und der Große macht einen großen Bogen darum bzw. wartet so lange ab, bis unser Spitz abgelenkt ist. Bei anderen Hunden prescht der Kleine vor, um seinen Standpunkt klar zu machen....wohlwissend, dass er "seinen großen Bodyguard" hinter sich hat, der ihn bereits 3x vor aggressiven Hunden beschützt hat. Ist der Große mal nicht in der Nähe, so hält sich unser Spitz aber zurück...wobei Hundeausläufe und somit das Aufeinandertreffen generell problemlos verlaufen. Bemerkenswert bei der Spitzrasse ist die Furchtlosigkeit. Selbst Pferde oder Kühe machen ihm keine Angst, obwohl er ein Zwerg gegen diese ist. Thema Futter: kurzum...er kommt mit wenig aus...ist dabei aber sehr wählerisch. Am Liebsten futtert er das Gleiche wie wir Menschen (es muss aber gesund für ihn sein!) ....also beim Kochen ruhig eine kleine Extraportion mit einrechnen.
Thema Anhänglichkeit...vergleichbar mit einem Kleinkind und er fordert auch die Aufmerksamkeit ein...meistens in Rückenlage mit abgelegten Kopf auf Schoß oder Brust. Kommt man nach Feierabend nach Hause, ist die Wiedersehensfreude überschwänglich....mit seiner enormen Sprungkraft hüpft er aufgeregt bis zur Taille hinauf und ist kaum zu beruhigen. Hier Bedarf es erstmal, Ruhe zu bewahren und ihn erstmal nicht zu beachten, danach erst auf Kommando zu sich zu holen und zu begrüssen. Ansonsten wird man vom Spitz regelrecht überrollt.
Fazit: ein problemloser Hund, auch für Anfänger.....aber rassetypisch mit einem ausgeprägtem Wachhund-Gen und einer Portion Furchtlosigkeit ausgestattet

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Kathja Stuhlberg
14.06.2020 22:00 Uhr

Ich habe mich entschieden von eine gute Züchterin ein orange Salbe Mittelspitz zu holen da es Pflege leicht ist und sich gut zu meine Familie anpassen wird ♥️

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Ruth
06.01.2020 09:03 Uhr

Nach langem Überlegen, haben wir, mein Mann und ich, uns entschieden einen Mittel- oder Grosspitz als neues Familienmitglied bei uns aufzunehmen. Er bzw. sie, denn wir möchten eine Hündin, sollte reinschwarz sein. Vorher hatten wir einen Setter-Mix, der 14 Jahre alt wurde und danach einen Malinois, der mit fast 13 Jahren gestorben ist. Nun möchten wir einen mittelgrossen Hund, ohne Jagdtrieb, ohne körperliche "Deformationen", aber mit einem Fell, was nicht, oder kaum riecht, wenn es nass wird. Züchter meinten, dass wäre beim Spitz der Fall. Das Fell des Malinois hatte auch diese sehr angenehme Eigenschaft, im Gegensatz zum Setter...
Wir freuen uns jedenfalls, wenn wir hoffentlich bald einen Spitz finden (Wunsch ). In der Farbe schwarz sind leider sie noch seltener zu finden.

ruth
28.04.2020 23:29 Uhr

wir haben uns einen Spitz geholt aus dem Tierschutz....Kläffer und scjwer erziehbar. Vorher hatte ich Rassehunde, Welpen, die ich erziehen konnte, unsere Spitzmaus kriege ich nicht hin, selbst mit einer Trainerin ging nichts...….wer weiss, was sie erlebte auf dem Weg aus Ungarn......sie bleibt bei uns, keine Frage, aber nochmal würde ich mir nie mehr einen Spitz holen. Gruß

Joanna
30.06.2022 13:19 Uhr

Naja es liegt ja nicht speziell an der Rasse Spitz das die arme Maus so ist. Ich würde mir eher keinen Hund mehr aus dem Tierschutz oder dem Heim holen. Ich denke da bekommt man überwiegend nur unerzogene Tiere. Ja! Ich weiß, nicht alle sind so aber ich würde mir einen Welpen vom Züchter holen. Dann bin ich wenigstens Selbst Schuld wenn er sich nicht benimmt ;D
LG

Trojan
19.05.2023 23:44 Uhr

Mein Spitzmädchen ist aus dem Tierschutz. Sie bellt sehr wenig, kann gut alleine bleiben, geht brav auch ohne Leine und hört insgesamt sehr gut auf Kommandos. Allerdings ist sie sehr sensibel. Ungeduldige Gesten oder Worte beleidigen und verunsichern sie zutiefst. Auch ein zugeworfenes Leckerli, das sie trifft, ist für sie wie ein Keulenschlag. Kinder und Gäste mag sie nicht. Die sehen sie zwar nicht, hören nur ein permanentes Knurren unter dem Wohnzimmersofa und spüren ev. einen Fersenzwicker wenn sie sich auf´s Sofa setzen. (aber nur die hochgradig Unsympathischen)
Ohne Spitz in Urlaub geht gar nicht, Spitz in Tierpension geht nämlich überhaupt gar nicht! Könnt ich ihr niemals antun.
Fazit: Habe keinen einzigen Tag mit meinem Spitz aus dem Tierschutz bereut. Dieser kleine Kobold bereichert das Leben!

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