31.05.2021

Katze impfen

Deshalb ist es nötig

Katzen impfen ist ein Thema, dass euch als fürsorgliche Haustierhalter betrifft: Schließlich möchten eure Stubentiger ein langes und vor allem gesundes Leben mit euch zusammen verbringen. Wie alle Lebewesen sind auch Katzen einem Infektionsrisiko ausgesetzt. Tollwut bei Katzen ist aufgrund durchgeführter Impfungen so gut wie ausgerottet, doch es lauern noch andere krankmachende Viren, die unseren lieben Vierbeinern ernsthafte Probleme bereiten können. Unser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen zur Impfung für Katzen.

Katzen impfen – was müsst ihr vorher beachten?

So wichtig Impfungen für Katzen auch sind, um eure Fellnasen vor schweren Krankheiten oder gar tödlichen Verläufen zu schützen, sollten bestimmte Anforderungen erfüllt sein. Ganz gleich, ob ihr eure erwachsene Katze oder ein neues Kitten impfen lassen möchtet, das Tier muss völlig gesund sein, denn jede Behandlung ist mit Nebenwirkungen und Risiken verbunden.

Ein kranker Körper könnte das Tier noch mehr belasten und die Wirkung des Serums baut entweder gar keine oder nur geringe Abwehrkräfte auf. Die Katze sollte beim Impftermin normales Gewicht aufweisen sowie frei von inneren und äußeren Parasiten sein. Eine Woche vor dem Termin kann euer Tierarzt die Impfeignung feststellen, eine Entwurmungstablette geben und kontrollieren, ob sich Flöhe oder Zecken im Fell verstecken.

Neben grundlegendem Impfschutz, der für alle Fellnasen empfehlenswert ist, unterscheiden sich im Besonderen Impfungen für:

  • Freigänger
  • Reine Wohnungskatzen
  • Katzen in Gebieten regional erhöhter Infektionsgefahr

Falls entsprechende Fälle in eurem Wohngebiet bekannt werden, raten Veterinäre beispielsweise Katzenschnupfen Impfungen oder die vorsorgliche Katzenseuche Impfung an. Vor allem bei Senioren und Kitten, deren Infektionsrisiko höher liegt, solltest du daher auf ausreichende Immunisierung achten.

Kitten impfen – Mindesalter

Die ‘Ständige Impfkommision Veterinärmedizin (StIKo Vet)’ empfiehlt die Impfung von Katzen nach der 8. Lebenswoche. Durch die Katzenseuche Impfung, Katzenschnupfen Impfungen oder einer Spritze gegen Tollwut sind Katzen mit ausreichender Grundimmunisierung gegen lebensbedrohliche Erkrankungen ausgestattet. Früher Kitten zu impfen ist nicht empfehlenswert, da sie über die Aufnahme der Muttermilch durch Antikörper geschützt sind.

Da Kätzchen in den ersten Lebensmonaten noch keine eigenen Abwehrkräfte aufbauen können, solltet ihr ab der 12. Lebenswoche ein zweites Mal euer Kitten impfen lassen, um den Schutz zu erhöhen. Die Impfkommission empfiehlt weitere Nachimpfungen in der 16. Lebenswoche sowie im 15. Lebensmonat, um die Grundimmunisierung abzuschließen. Bekommt ihr ein Kätzchen, das bereits älter als drei Monate ist, reicht eine einzige Impfung aus, um genügend Schutz sicherzustellen.

Wohnungskatzen impfen – ist das sinnvoll?

Warum solltet ihr eure Wohnungskatzen impfen, sie haben doch gar keinen Kontakt mit unbekannten Artgenossen? Sicherlich ist die Chance geringer, dass sich eure Lieblinge zu Hause infizieren. Es sind jedoch Krankheiten bekannt, die auch ohne Mitwirkung anderer Katzen ausbrechen. Es ist möglich, dass ihr selbst Viren von außen in die Wohnung einschleppt und es lässt sich nicht vermeiden, dass Mikroben durch geöffnete Fenster eindringen. Daher geht ihr auf Nummer sicher, wenn ihr eure Wohnungskatzen impfen lasst.

Impfungen Katzen: Welche sind zu empfehlen?

Gegen diese Krankheiten solltet ihr alle Katzen impfen lassen, die in der Wohnung leben oder ins Grüne hinaus dürfen:

Katzenschnupfen ist trotz der harmlos erscheinenden Bezeichnung für Katzen eine lebensbedrohende Krankheit. Es handelt sich um eine Infektion durch den Herpesvirus, Rhinotracheitisvirus oder Calicivirus durch direkten Kontakt. Symptome einer Erkrankung sind häufiges Niesen, verklebte Nasenlöcher und Augen, erhöhte Temperatur sowie Abgeschlagenheit. Besonders gefährdet sind junge Katzen ohne Immunschutz. Ältere Samtpfoten mit Katzenschnupfen Impfungen hingegen bleiben meistens gesund.

Katzenseuche mit der medizinischen Bezeichnung ‘Feline Panleukopenie’ ist auch als Katzenpest oder Katzenstaupe bekannt. Wie Katzenschnupfen handelt es sich um eine hochgradig ansteckende Virusinfektion, die für junge ungeimpfte Katzen tödlich ausgehen kann. Die Ansteckung kann über genesende oder kranke Artgenossen erfolgen. Bei Erkrankung treten Erbrechen, Fieber, Abgeschlagenheit und Durchfall auf. Der Veterinär verschreibt Antibiotika und legt Infusionen an, um das Virus im Körper zu bekämpfen.

Bei der RCP Impfung für die Katze handelt es sich um ein kombiniertes Serum gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen. Es neutralisiert Rhinotracheitis-, Calici- und Parvovirus.

Gegen diese Erkrankung solltet ihr frei laufende Katzen impfen lassen:

Tollwut bei Katzen betrifft allein Freigänger. Eine Immunisierung reiner Wohnungskatzen ist unnötig, da Tollwut nur durch den Biss einer infizierten Katze in den Körper gelangt. Nach der Infektion mit dem Rhabdo-Virus oder Lyssa-Virus verläuft diese Krankheit für die Katze tödlich, doch nicht nur das: Ein erkranktes Tier kann Tollwut auch auf ihren Menschen übertragen, wobei der Verlauf ebenfalls tödlich endet. Ihr könnt vorsorgen, indem ihr ab der 12. Lebenswoche eure Katzen impfen lasst.

Folgende zusätzliche Impfungen für Katzen sind nicht immer erforderlich. Sprecht mit dem Tierarzt, ob in eurem Fall Bedarf besteht.

Katzenleukämie oder Leukose (FeLV) beeinträchtigt die Bildung von Blutzellen und führt zu Tumoren. Auch diese Krankheit ist bisher noch nicht heilbar. Vor allem sind Freigänger betroffen, die sich gegenseitig ablecken oder Revierkämpfe austragen. Da sich möglicherweise erst Jahre später Krankheitssymptome zeigen, besteht die Gefahr, dass infizierte Katzen Leukose an viele Artgenossen übertragen.

FIP, die ‘Feline infektiöse Peritonitis’, entwickelt sich aus einer Infektion mit dem Felinen Coronavirus und verläuft tödlich. Die Krankheit äußert sich in einer Bauchfellentzündung. Eine Ansteckung mit dem FIP-Virus kommt bei Katzen untereinander nur selten vor. Gute Zell-Gesundheit verhindert, dass sich aus dem Felinen Coronavirus FIP entwickelt.

Chlamydienschnuppen betrifft oft Katzenwelpen in Form von Bindehautentzündung an einem oder beiden Augen. Vor allem bei mehreren Katzen in einem Haushalt besteht hohe Ansteckungsgefahr, die sogar auf Menschen übertragbar ist. Ab der 8. Lebenswoche empfiehlt es sich daher, Katzen zu impfen.

Wann sind Impfungen für Katzen vorgeschrieben?

Die Katzenimpfung ist in Deutschland grundsätzlich freiwillig. Das heißt, der Gesetzgeber hat bisher keine Impfpflicht erlassen. Ausnahmen bilden jedoch ein Aufenthalt in einer Tierpension sowie Reisen ins Ausland. Ihr benötigt Nachweise, dass eure Katze Impfungen gegen Tollwut und weitere Krankheiten erhalten hat. Der Tierarzt führt die Behandlung aus und dokumentiert dies im Impfpass. Für Reisen ins Ausland benötigt ihr den gelben, europäischen Impfpass, der bei Einreise geprüft wird. Habt ihr bereits früher eure Katzen impfen lassen, wird kurz vor Reisebeginn ein sogenannter ‘Titertest’ zum Nachweis aktiver Antikörper durchgeführt.

Impfung Katze Kosten: Womit müsst ihr rechnen?

Für die Entwurmung vorher und die Impfstoffe fallen zwischen 40 Euro und 150 Euro jährlich an. Wie viel Katzen impfen kosten kann, richtet sich danach, ob eure Samtpfote ein Freigänger ist. Sicherlich verursacht die Impfung der Katze Kosten, doch dieses Geld ist gut investiert: Falls später eine Krankheit eintritt, fallen die Behandlungskosten deutlich geringer aus – und denkt auch an die Sorgen, die ihr euch erspart.

Wie oft sollte man Katzen impfen lassen?

Wann eine Auffrischung der Impfung für Katzen notwendig ist, hängt unter anderem vom verwendeten Präparat, vom vorhandenen Titerschutz, der Haltungsart, dem Gesundheitszustand und dem Lebensalter ab.

  • RCP Impfung für eine Katze: Freigänger jährlich, bei Wohnungshaltung alle zwei bis drei Jahre
  • Kitten impfen mit RCP im Alter von 8, 12 und 16 Wochen
  • Tollwut: nach zwei oder drei Jahren
  • Kitten impfen gegen Tollwut in der 12. und 16. Lebenswoche
  • Leukose Impfung für Katzen ist ein bis drei Jahre lang wirksam
  • FIP: einmal jährlich

Am besten lasst ihr eure Freigänger und Wohnungskatzen so impfen, wie der Veterinär es in einem persönlich erstellten Impfplan empfiehlt. Es ist üblich, den nächsten empfohlenen Termin im Impfpass vorzumerken.

Treten Nebenwirkungen nach der Katzenimpfung auf?

Dank moderner Wirkstoffe treten nur selten Reaktionen nach der Impfung von Katzen auf. Manche Stubentiger wollen nach der Behandlung nur noch schlafen. Spätestens am nächsten Tag ist alles vergessen. Möglicherweise entsteht an der Injektionsstelle eine Schwellung, die bis zu mehreren Wochen lang sichtbar und spürbar bleibt. Nicht auszuschließen sind allergische Reaktionen, die sich sofort im Anschluss oder Stunden nach der Injektion zeigen. Falls ihr Erbrechen, Durchfall oder Atemprobleme bemerkt, fahrt so schnell wie möglich zur Praxis. Möglicherweise ist eine bisher unerkannte Vorerkrankung der Auslöser.

Eine Katzenkrankenversicherung – lohnt sich das?

Eine Krankenversicherung für Katzen enthält Vorsorgeleistungen und ersetzt die Kosten, wenn ihr eure Katzen impfen und entwurmen lasst oder bei älteren Semestern Zahnbehandlungen erforderlich werden. Ebenfalls könnt ihr bei hohen Medikamenten- und Behandlungskosten sparen, die bei langwierigen Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Schilddrüsenerkrankungen, Augenleiden und Diabetes auftreten. Auch Operationskosten werden je nach gewähltem Tarif erstattet. Es lohnt sich, die Tarife verschiedener Anbieter und den wählbaren Leistungsumfang zu vergleichen.

Wogegen sind eure Katzen geimpft und wie oft lasst ihr sie impfen? Berichtet uns in den Kommentaren!

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