17.08.2022

Parasiten bei Katzen

Wenn es im Katzenfell krabbelt

Parasiten bei Katzen: Zecken, Würmer, Flöhe und Co. – verschiedene Parasiten können eure Katze als Wirt bewohnen. Ein Parasitenbefall ist besonders für Besitzer von Freigänger ein Thema. Doch auch Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, können unter den kleinen Plagegeistern leiden. Was es für Parasiten gibt, erklären wir euch im folgenden Text. Auch woran ihr einen Befall erkennen könnt. Zudem geben wir Tipps zur Prävention. Und keine Sorge: Auch wenn es schon krabbelt, gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln, um die Parasiten bei eurer Katze loszuwerden.

Katzen-Parasiten: Ein Überblick

Was gehört zu Parasiten? Es gibt verschiedene Arten von Parasiten, die eure Katze befallen können. Dazu gehören sowohl Flöhe und Zecken als auch Würmer wie Spül- oder Bandwürmer.

Welche Parasiten kann meine Katze bekommen?

Was gibt es für Parasiten bei Katzen? Unterschieden wird in der Fachsprache zwischen Endoparasiten und Ektoparasiten. Erstere sind innere Parasiten. Diese nisten sich beispielsweise in den Magen-Darm-Trakt oder im Gewebe ein. Die Ektoparasiten befallen wiederum die Haut oder das Fell der Katze.

Endoparasiten bei Katzen

Die meisten Endoparasiten leben im Darm eurer Katze. Dort können Sie die Schleimhäute schädigen. Außerdem können Sie die Aufnahme von Nährstoffen negativ beeinflussen. Die Antwort auf die Frage „Wie erkenne ich, ob meine Katze Parasiten hat?“ ist bei Endoparasiten nicht zu leicht zu beantworten. Ein Symptom, was auf die Plagegeister hinweist, sind Verdauungsprobleme.

Giardien Katze: Die Darmparasiten näher betrachtet

Warum hat unsere Katze so oft Durchfall? Eine mögliche Antwort ist: Sie hat eine Giardiose, sprich eine Infektion mit Giardien. Ein Befall mit den Darmparasiten kann besonders für sehr junge Katzen lebensbedrohlich sein. Denn durch den wiederkehrenden Durchfall verlieren sie sehr viel Flüssigkeit. Zudem kann es zu schweren Entzündungen im Darm kommen. Bei älteren Stubentigern kann eine Giardiose völlig symptomfrei verlaufen. Wie stark sich der Befall äußert, hängt außerdem vom Immunstatus der Katze ab. Giardien werden über den Kot ausgeschieden. Daher kann auch eine symptomfreie Katze andere Tiere anstecken.
Gewissheit über eine mögliche Infektion mit Giardien gibt der Tierarzt. Dieser überprüft bei Verdacht den Kot der Katze. Wer sich für regelmäßige Kotuntersuchungen beim Tierarzt entscheidet, kann sich und andere Vierbeiner im Haushalt vor einer möglichen Ansteckung schützen.

Würmer bei Katzen: Ein häufiger Parasit

Die häufigsten Endoparasiten, die bei Katzen vorkommen, sind Würmer. Eine Infektion kann durch das bloße Beschnuppern von kontaminiertem Kot erfolgen. Das ist gar nicht so selten bei Freigängern. Denn Experten schätzen, dass rund 25 % der in Deutschland lebenden Katzen von Würmern befallen sind. Bei den Würmern unterscheidet man in verschiedene Arten:

Spulwürmer Katze: Resistente Parasiten

Spülwürmer gehören zu den Fadenwürmern. Sie können eine Länge von bis zu 18 Zentimetern erreichen. Vor allem Freigänger-Katzen können sich leicht mit Spülwürmern infizieren. Wahrscheinlich sind 14 % aller Grün- und Parkflächen mit Spulwurmeiern kontaminiert. Das Vertrackte an den Eiern: Sie könne bis zu drei Jahre außerhalb ihres Wirts überleben. Die Wurmeier gelangen durch das Beschnuppern oder Aufnehmen kontaminierter Objekte in den Verdauungsapparat. Hauskatzen können sich durch den Verzehr von rohem Fleisch anstecken. Genau wie bei Giardien sind junge Katzen besonders gefährdet. Auch hier sind die Symptome oft unspezifisch und reichen von Durchfall bis hin zu Gewichtsverlust. Eine Kotuntersuchung beim Tierarzt bringt Aufklärung.

Bandwürmer Katze: Unangenehme Parasiten

Gleich mehrere verschiedene Bandwurmarten können die Katze heimsuchen: der Gurkenkernbandwurm, der Katzenbandwurm und der Fuchsbandwurm. Auch der Hundebandwurm oder der Fischbandwürmer kann eure Schmusekatze befallen. Doch ganz gleich wie der Bandwurm heißt, meistens gelangt er durch den Verzehr von kontaminierten Beutetieren in den Organismus der Katze. Ein weiterer Übertragungsweg: der Kontakt mit Kot, in dem Wurmeier enthalten sind. Mit einigen Bandwurmarten können sich die Besitzer durch Körperkontakt mit ihrer Katze anstecken. Das kann bei dem Fuchsbandwurm zum Beispiel beim Menschen schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen.
Wie erkenne ich, ob meine Katze Parasiten hat? Bei Stubentigern sind die Symptome vielseitig. Eure Katze kann unter Appetitverlust und Gewichtsreduktion leiden. Außerdem kann sich ein Befall durch Durchfall oder Juckreiz in der Analregion äußern. Letzteres erkennt ihr, wenn euer Stubentiger plötzlich mit seinem Hinterteil über den Boden rutscht. Beim kleinsten Verdacht sollten umgehend mehrere Kotproben vom Tierarzt untersucht werden.

Madenwürmer Katze: Gefährlich für Kinder

Madenwürmer zählen zu den häufigsten Wurmarten, die auch Kinder befallen können. Diese werden nämlich durch den kontaminierten Kot eurer Katze auf euch und eure Sprösslinge übertragen. Wie bei den anderen Wurmarten kann euer Stubentiger verschiedene Symptome zeigen. Besonders wenn Kinder im Haus leben, ist es wichtig, die Haustiere regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Selbst dann, wenn die vierbeinigen Familienmitglieder noch keine Symptome zeigen. Denn wie heißt es so schön: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Ektoparasiten Katze im Überblick

Ektoparasiten leben auf der Haut oder im Fell der Katze. Wenn ihr euch fragt: „Was krabbelt da im Katzenfell?“, könnte die Katze unter Parasiten leiden. Zu den Plagegeistern gehören unter anderem Katzenflöhe, Ohrmilben und Zecken.

Katzenflöhe: Kleine springende Punkte

Klein, aber oho: Das trifft auf Katzenflöhe zu. Denn die nur ein bis drei Millimeter kleinen Tiere haben es in sich. Sie sorgen für einen extremen Juckreiz beim Wirtstier, also eurer Katze. Bei einem starken Befall könnt ihr die Flöhe mit bloßem Auge erkennen. Vermutet ihr, dass eure Katze Flöhe hat, kämmt sie mit einem engmaschigen Kamm. Entdeckt ihr kleine schwarze Krümmel, handelt es sich wahrscheinlich um die Ausscheidungen der Flöhe. Eine Gewissheit bekommt ihr beim Tierarzt.

Ohrmilben bei Katzen: Es juckt im Katzenohr

Stellt ihr euch manchmal die Frage: „Wie erkenne ich, ob meine Katze Parasiten hat?“. Bei Ohrmilben sind die Symptome ziemlich eindeutig: Die kleinen Plagegeister sorgen für extremen Juckreiz im Ohr, wenn sich eure Katze also häufig die Öhrchen kratzt und außerdem den Kopf immer wieder schüttelt sind das klare Zeichen für Ohrmilben. Ein weiteres Symptom sind dunkle, kaffeesatzähnliche Beläge in den Ohren. Aber kein Grund zur Sorge. Die kleinen Spinnentiere lassen sich durch eine gezielte Behandlung schnell vertreiben.

Zecken bei Katzen: Gefährliche Blutsauger

Das Gute vorweg: Katzen erkranken seltener an von Zecken übertragbare Krankheiten als Hunde. Trotzdem sollten Besitzer wachsam sein. Wer noch nie eine Zecke gesehen hat, fragt sich vielleicht: „Wie sieht Ungeziefer bei Katzen aus?“. Die Antwort: Zecken haben eine schwarze bis rötliche Färbung. Da sie zu den Spinnentieren gehören, haben sie acht Beine. Die Größe variiert zwischen zwei und fünf Millimeter. Je schneller Zecken entfernt werden, desto geringer die Möglichkeit, dass sie Krankheiten wie Borreliose übertragen. Auch Zeckenmittel für Katzen können dabei helfen euren Vierbeiner zu schützen.

Parasiten bei Katzen: Behandlung

Sind Parasiten gefährlich für Katzen? Generell kann diese Frage mit „Ja“ beantwortet werden. Natürlich kommt es darauf an, welcher Parasit eure Katze befallen hat. Wie ihr gelesen habt, gibt es die verschiedensten Plagegeister, die euren Vierbeiner als Wirtstier wählen können. Daher gilt: bei jedem Verdacht sofort zum Tierarzt. Dieser verschreibt je nach Parasitenart eine passende Behandlung mit hohen Erfolgsaussichten. Das kann von Salben bis hin zu Tabletten reichen. Um auf Nummer sicherzugehen, sollten Besitzer ihre Katze regelmäßig in einer Tierarztpraxis vorstellen. Außerdem ist eine Entwurmung, auch vor erkennbarem Befall, empfehlenswert. Zudem ist besonders bei Freigängern ein Repellent gegen Zecken sinnvoll.

Entwurmung Katze: Vorsicht statt Nachsicht

Eure Katze liebt es, in der Natur umherzustreifen? Verständlich. Jedoch bringt jeder Freigang auch Gefahren mit sich. Eure Katze kann sich durch Fressen von Beutetieren oder Beschnuppern am Kot mit Würmern anstecken. Daher ist es wichtig, die Katze regelmäßig zu entwurmen. Hierbei werden adulte Würmer, aber auch Wurmeier abgetötet. Es gibt verschiedene Wurmkuren. Lasst euch am besten von eurem Tierarzt beraten. Oft ist es sinnvoll, die Kur gegen Würmer bei Katzen in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Können Hauskatzen Parasiten bekommen?

Ja, auch Hauskatzen können Parasiten bekommen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Wurmeier unbemerkt mit den Schuhsohlen ins Haus gebracht werden. Auch eine Fütterung mit rohem Fleisch kann ein möglicher Übertragungsweg sein.

Parasiten bei Katzen: Kurz zusammengefasst

Ob Freigänger oder Wohnungskatze, beide können sich mit Parasiten infizieren. Zur besseren Übersicht hier eine Tabelle mit den wichtigsten Informationen:

  • Parasiten können sich sowohl im Körper als auch auf der Haut bzw. dem Fell ansiedeln.
  • Bei immunschwachen Katzen können starke gesundheitliche Schäden bis zum Tod eintreten.
  • Parasiten können auf den Menschen übersiedeln.
  • Regelmäßige Tierarztbesuche schützen vor einer unkontrollierten Ausbreitung.
  • Zudem sind Wurmkuren besonders bei Freigängern sehr sinnvoll.
  • Jede Parasitenart lässt sich durch eine entsprechende Behandlung eliminieren.
    Solltet ihr den Verdacht haben, dass eure Katze Parasiten hat, gilt: Ruhe bewahren. Besucht mit eurem Liebling umgehend einen Tierarzt und lasst euren Verdacht bestätigen. Mit der richtigen Behandlung ist das Parasitenproblem bald passé.

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