27.09.2022

Flöhe bei Katzen

Katzenflöhe erfolgreich bekämpfen

Sie sind 1,5 bis 4,5 Millimeter groß, arbeiten mit gezielten Weitsprüngen und kennen ihre Opfer. Die Rede ist von Flöhen. Dabei liebt der sechsbeinige Floh die Natur ebenso wie Katzen. Aber auch mit Hunden und anderen Tieren gibt sich der braune bis rotbraune Parasit zufrieden. Auf dem Menü des kleinen Blutsaugers steht sogar der Mensch als Zwischenwirt. Was ihr gegen Flöhe bei Katzen unternehmen könnt, und wie ihr Katzenflöhe am besten behandelt, erfahrt ihr hier.

Flöhe bei Katzen erkennen

Katzenflöhe sind euch bekannt. Daher brennt euch bestimmt diese Frage auf der Zunge: Wie verhält sich eine Katze, wenn sie Flöhe hat? Wenn eine Katze Flöhe hat, kratzt und leckt sie sich intensiver als zuvor und wirkt unruhig. Beobachtet ihr diese Verhaltensweisen beim Stubentiger, sollten bei euch die Alarmglocken läuten. Dabei reicht manchmal schon ein Blick ins Fell, wenn die Plagegeister bereits sichtbar für das menschliche Auge geworden sind.

Sollten sich die ungebetenen Gäste der Entdeckung noch entziehen, könnt ihr sie auch anders aufspüren. Der Flohkamm ist hier das richtige Mittel zum Zweck. Es sind die eng stehenden und feinen Zinken des Kamms, vor denen sich selbst kleine Partikel nicht verstecken können. Streicht ihr eurer Katze mit dem Flohkamm durch das Fell, sammeln sich im Falle eines Befalls schwarze, kleine Krümel als erste Hinweise darauf.

Noch besser seht ihr die schwarzen Krümel auf einem Küchenpapier oder einem Papiertaschentuch. Ein solches braucht ihr aber nicht nur für die optisch bessere Sichtbarkeit, sondern für den folgenden Test: Feuchtet die schwarzen Punkte etwas mit Wasser an. Wenn sich die Krümel direkt oder zerdrückt rotbraun oder rot verfärben, habt ihr es höchstwahrscheinlich mit einem Flohbefall zu tun. Die Verfärbung stammt nämlich von im Flohkot unverdauten Blutresten.

Flöhe aus dem Fell entfernen

Einen Flohkamm könnt ihr im Fachhandel für Haustiere oder bei einem Tierarzt erwerben. Wer den praktischen Helfer nicht daheim hat, legt selbst Hand an. Mit dieser streicht ihr eurem Liebling durch das Fell bei einem unter der Katze liegenden Papier. Der Flohkot fällt beim gründlichen Durchstreichen des Fells auf das weiße Blatt. Haben Flöhe bei Katzen schließlich zugebissen, könnt ihr auch Bissstellen auf der Haut erkennen, die in der Regel nah beieinander liegen.

Entdeckt ihr Flöhe bei euren Katzen, solltet ihr zeitnah handeln, denn Katzenflöhe vermehren sich schnell. Der Katzenfloh legt ungefähr 20 bis 30 Eier am Tag. Fachhändler für Tierbedarf oder Tierärzte sind die richtigen Adressen für die nötige Abhilfe.

Symptome bei einem Befall mit Flöhen bei Katzen im Überblick:

  • verstärktes Lecken des Fells
  • intensives und häufiges Kratzen
  • unruhiges Verhalten
  • Flohkot im Fell
  • rötlich gepunktete Stellen auf der Haut

Folgen bei schwerwiegenden Fällen können Blutarmut (Anämie) und Bandwurmbefall sein.

Wie bekommen Katzen Flöhe?

Wo fangen sich Katzen Flöhe ein? Katzen fangen sich Flöhe in der freien Natur, über andere Tiere und Artgenossen oder über in die Wohnung eingeschleppte Eier ein. Als häufigste Art in Europa hat es der Katzenfloh aber nicht nur auf Katzen, sondern auch auf andere Tiere wie Hunde abgesehen.

Dabei zeigen die kleinen Blutsauger bemerkenswerte sportliche Leistungen. Mit bis zu einem Meter schafft es der Katzenfloh im Weitsprung von einem Wirtstier auf das andere. Einmal eingenistet, dient das Blut des Opfers als Mahlzeit.

Eure Freigänger, die durch die Natur streifen, sind demnach besonders gefährdet. Aber auch Vierbeiner, die nur in der Wohnung oder im Haus leben, können Flöhe bekommen. Über Schuhe oder Kleidung kann der Mensch Floheier einschleppen. Leben noch Hunde im Haus, kann sich die Katze auch über diese Vierbeiner Flöhe einfangen.

Katzenflöhe bekämpfen

Hat eure Katze Katzenflöhe, steht gleich die nächste Frage im Raum: Wie bekomme ich die Flöhe von der Katze weg? Flöhe bekommt ihr von der Katze mit einem Flohkamm, einer Spot-on-Lösung, einem Flohshampoo, mit Spritzen und Tabletten, Flohpuder oder mit speziellen Kombipräparaten weg.

  • Wenn ihr die Entfernung zunächst auf mechanische Weise probieren wollt, ist der Flohkamm das erste Mittel der Wahl. Damit könnt ihr nicht nur ausgewachsene Flöhe entfernen, sondern auch Eier, Larven und Puppen.
  • Eine absolute Kampfansage macht ihr den Blutsaugern mit Spot-on-Lösungen, die chemische Mittel zur vollständigen Abtötung enthalten. Dafür tragt ihr das Mittel am besten auf den Nacken eurer Katze auf. Weil sie dort nicht dran kommt, kann sie es nicht ablecken. Auch Tabletten, Spritzen und Kombipräparate mit speziellen Wirkstoffen versprechen eine gezielte Anwendung.
  • Flohshampoo mag eine andere effektive Lösung sein. Diese aber stößt bei Katzen nicht immer auf Toleranz. Flohshampoos gibt es übrigens auch mit biologischen Wirkstoffen. Das Mittel tragt ihr unter Berücksichtigung der Einwirkzeit auf das nasse Fell des Tieres auf.. Danach folgt das gründliche Ausspülen. Eine mehrmalige Anwendung wird empfohlen.
  • Auch Flohpuder wirkt effektiv, indem es die Atmungsorgane der Flöhe verstopft und sie ersticken lässt.

Hausmittel gegen Flöhe

Katzenflöhe bekämpfen könnt ihr auch mit Hausmitteln. Dafür eignen sich ätherische Öle, Salz oder Apfelessig.

Achtung: Vergesst auch nicht, euch um die bevorzugten Schlafplätze eures Lieblings zu kümmern. Auch sie sollten behandelt und gereinigt werden. Darüber hinaus solltet ihr befallene Kleidungsstücke und andere Textilien in der Waschmaschine bei mindestens 60 Grad waschen. Glatte Flächen reinigt ihr mit herkömmlichen Haushaltsreinigern.

Wie lange dauert es, bis Flöhe bei Katzen weg sind? Bei eingesetzten Flohmitteln dauert es in der Regel zirka 24 Stunden, bis die Wirkstoffe die Flöhe abgetötet haben.
Je nach Mittel hält die Wirkung bis zu vier Wochen nach der Behandlung an. Der normale Entwicklungszyklus beim Floh dauert zirka drei bis vier Wochen. Katzenflöhe können bis zu vier Monate lang überleben, wenn optimale Bedingungen herrschen.

Um auf der sicheren Seite zu stehen, bringt ihr die mit Flöhen befallene Katze am besten zum Tierarzt. Was macht ein Tierarzt gegen Flöhe bei Katzen? Der Tierarzt gibt euch bestimmte Wirkstoffe (zum Beispiel Spot-on-Präparat, Kombi-Präparat, Puder oder Flohshampoo) an die Hand, mit denen die Katze behandelt werden kann.

Einen Flohbefall bei Katzen vorbeugen

Wenn der vierbeinige Mitbewohner Freigang genießt, solltet ihr für die Kontrolle vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten häufiger zum Flohkamm greifen. Auch andere Artgenossen oder Hunde, die Kontakt mit eurem Liebling pflegen, brauchen die gleiche Aufmerksamkeit. Viele Katzenhalter helfen Katzen auch mit einem Flohband weiter, das sie vor Flöhen schützen kann. Den Blick für mögliche Verhaltensauffälligkeiten bei eurer Katze dürft ihr dabei nicht verlieren.

Vorbeugend wirken auch Maßnahmen innerhalb der Wohnung. Schlafplätze und andere Aufenthaltsorte der Katze solltet ihr ebenfalls regelmäßig reinigen. Polstermöbel können mit Dampfstrahlen behandelt werden. Geeignet sind auch Flohbomben oder Umgebungssprays.

Da sich Flohlarven und Flohpuppen auch an euren Schuhen befinden können, gehören diese zur Sicherheit gesäubert und in den Schuhschrank gestellt. Dass ihr eure Kleidung zur Prophylaxe regelmäßig reinigt, versteht sich von selbst.

Das Risiko eines Flohbefalls könnt ihr mit diesen Maßnahmen minimieren. Gänzlich verhindern könnt ihr den Befall mit Katzenflöhen allerdings nicht. Ein Risiko bleibt immer bestehen.

Können Katzenflöhe auf Menschen übertragen werden?

Gehen Katzenflöhe auf Menschen über? Katzenflöhe beim Menschen sind tatsächlich möglich. Katzenflöhe auf Menschen sind aber in der Regel nicht gefährlich. Sollte es zu einem Befall bei den Zweibeinern kommen, fungieren sie als Zwischenwirt. Am liebsten sind den blutsaugenden Plagegeistern Katzen oder andere Tiere mit Fell.

Fazit

Mit viel Aufmerksamkeit und vorbeugenden Maßnahmen lassen sich Katzenflöhe schnell erkennen oder verhindern. Gerade bei Freigängern und Stubentigern, die beispielsweise Kontakt zu Hunden haben, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Zur Sicherheit solltet ihr zumindest geeignete Hausmittel für eine erste Behandlung parat haben. Das gilt für alle Katzenhalter, die keine Freunde von chemischen Mitteln sind. Auf der sicheren Seite steht ihr aber, wenn ihr euch vom Tierarzt eures Vertrauens beraten lasst.

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