26.02.2022

FIP Katze

Feline infektiöse Peritonitis erkennen und behandeln

FIP ist der Name einer ernsten Katzenkrankheit. Die feline infektiöse Peritonitis, kurz FIP genannt, kann bei jeder Katzenart (Hauskatze, Rassekatze, Großkatze) auftreten. Diese Krankheit verläuft in den meisten Fällen tödlich. Nachfolgend wird die Frage „Was ist FIP bei Katzen?“ in weiten Teilen beantwortet.

Was ist FIP?

Bei FIP handelt es sich um eine Erkrankung des Bauch- oder Brustfells der Katze. Das bedeutet, die „Schutzhaut“ der Bauch- oder Brusthöhle wird durch einen Virus angegriffen. Sie entzündet sich. Das Resultat ist eine Bauchfell- oder Brustfellentzündung mit schwerwiegenden Folgen.

Der feline Coronavirus (FCoV) ist in der Regel der Verursacher von leichten Durchfällen und Erbrechen. Mit solchen Darminfektionen sind vor allem jüngere und ältere Katzen geplagt. In beiden Fällen ist das entsprechende Immunsystem nicht voll einsatzfähig. Entweder noch nicht stabil oder durch das höhere Katzenalter anfälliger. Studien belegen, dass in der Regel 50 % der weltweiten Katzenpopulation mit diesem Virus Kontakt hatten.

Ein feliner Coronavirus bedeutet noch keine Erkrankung durch Katzen Corona. Erst durch eine Mutation des Virus entsteht dieser lebensbedrohliche Virus. Dabei könnt ihr davon ausgehen, dass lediglich 5 bis 10 % aller Katzenarten aufgrund des mutierten felinen Coronavirus schwer erkranken.

Welche Arten von FIP gibt es bei der Katze?

Der feline Coronavirus kann verschiedene Krankheitsbilder verursachen. Die nachfolgenden drei Varianten können leider ebenfalls in Mischformen auftreten.

FIP feucht, Flüssigkeit in der Bauchhöhle

Die erhöhte Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchbereich ist die klassische Version dieser Krankheit. Zum Teil ist dieser erhöhte Wasserumfang durch ein vergrößertes Bauchvolumen erkennbar. Dies kann ebenfalls als Bauchwassersucht bezeichnet werden. Dieses Bauchwasser ist gelblich und hat fadenziehende Eigenschaften.

FIP feucht, Flüssigkeit im Brustkorbbereich

Eine erhöhte Flüssigkeitsansammlung in der Brusthöhle können Schwierigkeiten mit der Atmung auslösen. Die Konsistenz dieser Flüssigkeit ist gleich mit der im Bauchbereich. Sie wird ebenfalls als Pleuraerguss bezeichnet.

FIP trocken

Typisch für dieses Krankheitsbild sind knotenartige Gewebeveränderungen. Diese Knoten können im Bauch oder Lunge auftreten. Teilweise sind die Haut, Gehirn oder Augenbereich ebenfalls betroffen.

FIP Katze Symptome

Wenn ihr einen Verdacht auf eine solche Viruserkrankung habt, solltet ihr auf FIP Symptome achten. Es können mehrere Hinweise gleichzeitig auftreten.

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • Fieber
  • matt und teilnahmslos
  • gelbe Verfärbungen der Schleimhäute
  • Nickhautvorfall mit oder ohne Augenentzündung
  • Zunahme des Bauchumfangs ohne Fresslust
  • Probleme beim Urinieren
  • Probleme bei der Atmung ohne ersichtlichen Grund
  • Flüssigkeitsansammlung im Bauch- oder Brustbereich
  • Auffälligkeiten im neurologischen Bereich (Lähmungen, Anfälle)

 

Stellt ihr FIP Symptome bei eurer Katze fest, ist ein Besuch beim Tierarzt unbedingt notwendig. Eine gründliche körperliche Untersuchung mit Labordiagnostik beim Veterinär kann euren Verdacht bestätigen oder Entwarnung geben. Verschiedene Anzeichen können ebenfalls eine Erkrankung anderer Art bedeuten.

FIP Virus – wie wird es behandelt?

Bei einer Erkrankung durch den feline Coronavirus  kann dem vierbeinigen Patienten bis jetzt eine gewisse Erleichterung verschafft werden. Die Flüssigkeitsansammlungen im Körper werden entfernt. Sinn dieser Maßnahme ist, ein Stückchen Normalität zu erreichen. Atembeschwerden und Fressunlust werden bekämpft. Eine Medikamentengabe gegen Entzündungen und zur Unterstützung des Immunsystems helfen vorübergehend. Zum Einsatz kommen ebenfalls Antibiotika. Bei einigen Fällen kann der tödliche Verlauf hinausgezögert werden. Eine Heilung ist mit den derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten nicht zu erwarten.

Katzen FIP – Gibt es Hoffnung?

Bei einem Ausbruch der von Katze Corona gibt es aktuell für den Vierbeiner wenig Überlebenschancen. Trotzdem könnt ihr hoffen. Eine Studie aus München im Jahr 2021 rettete 18 erkrankten Tieren das Leben. Die Tierärzte verwendeten ein Medikament eines amerikanischen Herstellers. Es ist eine weitere Behandlungsreihe mit 40 betroffenen Katzen geplant. Durch eine Sondergenehmigung ist diese neuerliche Testreihe durch die Behörden abgesichert. Leider liegt nach wie vor keine offizielle Genehmigung zur Behandlung in Tierarztpraxen vor. Betroffene Katzenbesitzer sind gezwungen, sich diese Tabletten auf dem Schwarzmarkt zu besorgen. Diese Studie aus Bayern (LMU München) ist nicht der einzige positive Behandlungsverlauf. Zum Wohle der Katzen wäre ein Umdenken bei den behördlichen Vorgaben wünschenswert.

FIP Prävention – was ihr tun solltet

Ihr könnt eure Katze gegen den FIP-Virus impfen lassen. Ab einem Alter von 16 Wochen ist diese Impfung möglich. Eine Immunisierung wird durch zwei Impfdosen innerhalb von 3 bis 4 Wochen erreicht. Diese Vorsorge hat einen Haken und ist daher bei Experten umstritten.

  • Die Katze darf vor der Impfung keinen Kontakt mit dem felinen Coronavirus gehabt haben. Der Nachweis ist schwierig, da dieser Kontakt Jahre zurückliegen kann. Ein Antikörper-Titer ist als Beweis oft nicht ausreichend.
  • Positive Katzenmütter können den felinen Coronavirus (FCoV) bereits an ihre Jungen weitergegeben haben. Daher müsst ihr Katzenbabys grundsätzlich vor einer Impfung testen lassen.
  • Die Impfung besteht aus inaktiven FIP-Viren. Eine bösartige Vermehrung erfolgt bei 31 °C Körpertemperatur. Theoretisch ist die Katze mit einer normalen Körpertemperatur von 39 °C nicht gefährdet. Die Produktion von Antikörpern ist von der Körpertemperatur nicht abhängig. Leider ist Theorie und Praxis nicht immer identisch und die Gefahr eines Ausbruchs ist möglich.

Allerdings könnt ihr im Alltag einiges zur Vorsorge unternehmen. In diesen Bereich fallen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen. Die Aufnahme des harmlosen felinen Coronavirus (FCoV) sollt ihr dadurch vermeiden. Die Lebensdauer dieses Virus beträgt Tage oder Wochen. Er ist durch einfache Hygienemaßnahmen zu zerstören. Mit solchen Mitteln könnt ihr die gefährliche Mutation im Katzenkörper verhindern.

Den Katzenbereich sauber halten und vor allem die Katzentoilette. Habt ihr mehrere Katzen, muss ausreichend Platz vorhanden sein. Straßenschuhe solltet ihr separat unterbringen. Ihr könntet die Vorstufe vom Katzen FIP von draußen einschleppen. Nutzt ihr für die Urlaubszeit Katzenpensionen? Eine vorherige Besichtigung wegen der Sauberkeit und der Unterbringungsmöglichkeiten wäre sinnvoll.

Lebenserwartung von Katzen mit FIP

Die Lebenserwartung von FIP Katzen ist unterschiedlich. Ist die Katze „nur“ Träger von FIP und bricht die Krankheit bei ihr nicht aus, kann sie ein normales Katzenalter erreichen. Wenn sich die feline infektiöse Peritonitis (FIP) im akuten Stadium befindet, sind die Zukunftsaussichten schlecht. Die ausgebrochene Krankheit verläuft tödlich. Die verbleibende Lebenszeit schwankt zwischen einigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Rechtzeitig FIP Katze erkennen und behandeln schenkt eurer Katze einige Lebensmonate.

Kommentar schreiben

Unbenannt
Alle Informationen zum Datenschutz findest Du in der Datenschutzerklärung.

Alle Kommentare (1)

Dr. S. Ramm
25.09.2022 21:27 Uhr

Es gibt ein nicht zugelassenes Medikament, das bei 80% aller Katzen mit dem mutierten Coronavirus zu einer kompleten Ausheilung und Gesundung führt. Die Facebookgruppe heißt: FIP ist heilbar, mit fantastischen Tierärzten und Admins. Bitte rescherschieren Sie richtig bevor Sie in Ihrem Magazin behaupten, FIP ist immer tödlich. Unterscheiden Sie bitte auch zwischen dem Coronavirus, der in ca 90 % der Katzenpopulation vorhanden ist und der mutierten Form, die FIP auslöst.

Antworten

Unbenannt