13.08.2021

Arthrose bei Katzen

Wenn die Gelenke schmerzen

Euer Tiger kommt langsam in die Jahre. Er ist nicht mehr spielfreudig und schläft viel. Das ist das Alter, meinen viele. Leider kann dieses Verhalten ebenfalls die ersten Anzeichen für Arthrose bei der Katze sein. Nachfolgend erfahrt ihr alles Wichtige rund um diese Erkrankung bei Katzen. Die  Lebenserwartung reduziert sich bei Arthrose aber nicht. Auch ist diese Krankheit nicht lebensgefährlich, aber sie schränkt die Lebensqualität ein.

Arthrose und Arthritis – Das sind die Unterschiede

Oftmals sind die Unterschiede zwischen den beiden Erkrankungen nicht bekannt und sie werden von Laien in einen Topf geworfen. Dabei gibt es grundlegende Krankheitsmuster und Ursachen, die entweder einer Arthrose oder einer Arthritis zuzuordnen sind.

Arthrose

Generell handelt es sich bei einer Arthrose um Verschleißerscheinungen an den Gelenken. Diese Abnutzungserscheinungen treten hauptsächlich bei älteren Katzen auf. Betroffen sind die Ellbogen, die Hüften, der Pfoten- und Kniebereich. Der Gelenkknorpel ist nicht mehr elastisch und durch die Abnutzung entstehen Schäden am Knorpel.

Arthritis

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Gelenkes. Diese Erkrankung ist altersunabhängig. Die Auslöser können Viren oder Bakterien sein.

Arthrose Katze: Symptome

Wenn eure Katze mit Arthrose zu kämpfen hat, gibt es verschiedene Anzeichen. Leider fällt der Schmerz nicht darunter. Katzen sind Meister darin körperliche Schmerzen gegenüber anderen Lebewesen zu verheimlichen. Beispielsweise lahmen Hunde bei Arthrose, Katzen tun das nicht oder erst im fortgeschrittenen Stadium. Aber es gibt dennoch einige Anzeichen, ob eure Katze mit Arthrose geplagt ist. Ein typisches Verhalten ist das sogenannte „Einlaufen“. Nach dem Aufstehen bewegen sie sich steif oder „staksig“. Das Gangbild wird nach einiger Zeit wieder geschmeidiger.

Arthrose Katze Symptome – Hinweise dafür können Verhaltensveränderungen sein, wie beispielsweise:

  • Freigänger sind ungewöhnlich oft zu Hause.
  • Höhenunterschiede werden nicht mehr durch Springen bewältigt (hochheben lassen).
  • Die Lust an der Bewegung sinkt (mehr Dösen und Schlafen).
  • Euer Stubentiger reagiert sauer auf Streicheleinheiten im Rücken- oder Bauchbereich.
  • Die Fellpflege lässt nach (Schmerzen beim Putzen).
  • Das Futter wird nicht mehr komplett gefressen oder verweigert.
  • Eure Katze hat Schwierigkeiten mit den Rändern der Katzentoilette (nasse Stellen oder Kot im Wohnungsbereich).

So entsteht Arthrose bei Katzen

Wenn eure Katze in die Jahre kommt, kann sie unter Umständen eine Gelenkarthrose plagen. Grund dafür ist der altersbedingte Verschleiß. Der Knorpelschutz an den Gelenken nimmt ab. Fehlt dieser Schutz, ist der reibungslose Ablauf der Gelenke nicht mehr möglich. Bei jeder Bewegung „reiben“ Knochen aneinander und verursachen Schmerzen. In der Regel ist die Arthrose eine Alterserscheinung wie beim Menschen. Leider können einige Faktoren in jüngeren Jahren diesen Knorpelschutz vorzeitig schädigen. Ein Sturz aus großer Höhe kann bei eurer Katze den Gelenkknorpel schädigen. Zu viel auf den Rippen (Übergewicht) belastet die Gelenke. Unbehandelte Verletzungen an den Beinen oder Pfoten können ebenfalls die Grundlage für Arthrose sein. Nährstoffdefizite während des Wachstums können die Ausbildung der Knorpelschicht reduzieren. Zu guter Letzt sind „faule“ Stubentiger, die sich bereits als junge Katze zu wenig bewegt haben, ein Kandidat für diese Krankheit.

Arthrose bei Katzen – So wird Sie behandelt

Die schlechte Nachricht –  Arthrose ist nicht heilbar. Ihr müsst unbedingt mit eurem Stubentiger zum Tierarzt gehen. Ein guter Veterinär verschreibt nicht nur Schmerzmittel, sondern gibt euch auch Tipps für das weitere Vorgehen. Die Arthrose bei Katzen ist eine Behandlung, die aus verschiedenen Möglichkeiten besteht.

So könnt ihr eurer Katze bei Arthrose helfen

Zahlreiche „Leidensgenossen“ haben mit einer Arthrose Katze Erfahrungen. Sie können euch sagen, was eurer Katze am besten hilft und euch mit Rat und Tat unterstützen sowie auf verschiedene Möglichkeiten hinweisen. Fragt am besten mal im Freundes- und Bekanntenkreis nach oder such im Internet nach passenden Foren.

Vor allem hilft eurer Katze Wärme und ein weiches Katzenbett. Eure Katze sollte sich ausreichend bewegen –  frei nach dem Motto „wer rastet, der rostet“. Natürlich sollten diese Bewegungen auf keinen Fall mit Klettern oder Springen etwas zu tun haben. Es gibt genügend Bewegungsanreize am Boden. Liebt eure Katze die warmen Sonnenstrahlen am Fenster? Baut eine Zugangsmöglichkeit damit sie problemlos diesen Platz erreichen kann. Die Fellpflege ist für arthrosekranke Tiere nicht so einfach, daher unterstützt eure Katze mit einer weichen Bürste und seid vorsichtig bei den Gelenken an der Hüfte und an den Beinen. Futternäpfe und Wassertränken sollten nicht mehr erhöht stehen. Eine Alternative wäre ein stressfreier Zugang ohne Handicap.

Ist eure Katze übergewichtig? Reduziert das Körpergewicht langsam durch die Futtermenge und entsprechendes Futter. Je weniger Gewicht eure Katze hat, desto weniger werden die Gelenke belastet.

Hausmittel gegen Arthrose bei Katzen

Zusätzlich zu der tierärztlichen Therapie könnt ihr eurer Katze durch Pflanzen oder Öle Erleichterung verschaffen. Brennnesselkraut, Löwenzahn und Hagebutte sind bewährte Arthrose Katze Hausmittel. Die Anwendung sollte mit Vorkenntnissen erfolgen. Natürlich gehört Wärme ebenfalls zu den Hausmitteln.

Physiotherapie für Katzen mit Arthrose

Selbstverständlich lindern physiotherapeutische Maßnahmen die Schmerzen und erhöhen die Beweglichkeit. Leider sind Katzen oft nicht sehr erfreut über diese Behandlungen. Ein guter Physiotherapeut für Tiere hat aber so seine Tricks. Wenn eure Katze nicht mitspielen will, könnt ihr euch durch den Therapeuten beraten lassen. Es gibt die eine oder andere Methode, die ihr in den eigenen vier Wänden praktizieren könnt. Zu der Physiotherapie zählen unter anderem:

  • Massagen
  • Wärmetherapie
  • Magnetfeldtherapie
  • Lasertherapie
  • Elektrotherapie

Eine Schmerztherapie wird häufig durch den Tierarzt durchgeführt.

Nahrungsergänzung gegen Arthrose bei Katzen

Zusätzlich zu den körperlichen Maßnahmen könnt ihr durch bestimmte Nährstoffe das Katzenleben erleichtern. Außerdem wird eine Verschlimmerung hinausgezögert.

Arthrose Katze: Nahrungsergänzung

  • Grünlippenmuschelextrakt
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Antioxidanzien
  • Glukosamin
  • Chondroitinsulfat

Diese gelenkunterstützenden Nährstoffe (DMOA = disease modifying osteoarthritis agents) ersetzen nicht die tierärztliche Therapie. Sie sind als Zusatz und als Unterstützung für die medikamentöse Behandlung gedacht. Durch die Umstellung auf Diätfuttermittel könnt ihr euch die Zusatzgabe von Nahrungsergänzung sparen. Ein hochwertiges Diätfutter enthält meistens mindestens einen dieser Wirkstoffe.

Schmerzmittel für Katzen mit Arthrose

Die richtigen Medikamente für eure Katze kann euch der Tierarzt verschreiben. Was Medikament angeht, wäre ich bei Tipps von anderen Betroffenen eher vorsichtig, da jede Katze anders ist. Euer Tierarzt kennt eure Katze am besten und er kann die richtige Behandlung inklusive der Dosierung der Schmerzmittel individuell verordnen. Gelenkschmerzen bei Katzen müssen mit den richtigen Arzneimitteln gelindert und bekämpft werden.

Wie ihr Arthrose bei eurer Katze vorbeugen könnt

Achtet immer darauf, dass eure Katze hochwertiges Futter bekommt. Das Gewicht sollte rassebedingt angepasst sein. Übergewicht belastet die Gelenke. Verhindert (so weit wie möglich), dass eure Katze große Höhen springen muss. Jede Landung beansprucht die Gelenke. Freigänger sollten nicht aus dem Fenster springen. Eine kleine „Treppe“ ist schonender. Innerhalb der Wohnung sollten die Unterschiede zwischen den einzelnen Landepunkten nicht zu weit sein. Kratzbaum mit Etagen (Liegeflächen, Höhlen).

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