27.10.2022

Die Katze hat Schuppen

harmlose Hautprobleme oder Grund zur Sorge?

Eure Katze hat Schuppen? Kein Grund, in Panik auszubrechen. Allerdings solltet ihr die Schuppenbildung im Auge behalten. Sie kann vorübergehender Natur sein oder Teil einer Erkrankung. Die kleinen weißen Punkte können aber auch dauerhafter Natur sein. Schnell machen sie sich als juckende Plagegeister bemerkbar. Hier erfahrt ihr, wie ihr Schuppen erkennen und behandeln könnt.

Schuppen bei Katzen erkennen

Wie sehen Schuppen bei Katzen aus? Schuppen bei Katzen sehen klein, weiß und flockig aus. Leicht rieseln sie auf die Erde, wenn eure Hand durch das Fell streicht. Schnell drängt sich daher eine weitere Frage auf: Warum hat meine Katze weiße Punkte im Fell? Bei den weißen Punkten handelt es sich um vermehrt abgestorbene Hautzellen, die in zusammengeklebter Form Schuppen bilden.

Die flockigen Hautpartikel machen sich zudem auch an anderen Körperstellen bemerkbar. Der Schwanzansatz und der Rücken sind dabei am häufigsten betroffen. Wenn ihr euch eure Samtpfoten genauer anschaut, könnt ihr vielleicht auch Hautveränderungen feststellen. In diesen Fällen sieht ihr an unterschiedlichen Stellen krustenartige Schuppenbildungen auf der Haut. Nicht verkehrt ist es, zunächst die Ohren unter die Lupe zu nehmen. Dort lassen sich solche Veränderungen deutlicher beobachten.

Neben weißen Punkten im Fell und der Krustenbildung auf der Haut gibt es diese Veränderungen:

  • schuppige und gerötete Hautstellen
  • Hyperpigmentierung der Haut
  • verdickte Hautstellen
  • stumpfes und brüchiges Fellkleid
  • starker Juckreiz (Pruritus)
  • Katze verliert Fell (Haarausfall oder auch Alopezie genannt)
  • Müdigkeit

Katze hat Schuppen: So entstehen sie

Die Katze hat Schuppen wie beim Menschen? Die Bildung von Schuppen bei Katzen ist tatsächlich gleich der Schuppenbildung beim Menschen. Die Hautzellen der Hautschichten erneuern sich nach und nach. Aus den tieferen Hautschichten gelangen sie an die Oberfläche und sterben dort ab. Auf diese Weise erfolgt die Abgabe der kleinen Partikel Schritt für Schritt. Für euer Auge sind sie normalerweise kaum bis gar nicht zu sehen. Wenn sie zusammenkleben, bekommen sie die Form von sichtbaren Schuppen.

Katze hat Schuppen: harmlose Ursachen

Was bedeutet es, wenn Katzen Schuppen haben? Wenn Katzen Schuppen haben, kann dies harmlose oder krankheitsbedingte Ursachen haben.

Findet ihr im Katzenfell des Stubentigers Schuppen, solltet ihr auch auf andere Veränderungen achten. Ein erster Weg ist, offensichtliche Faktoren auszuschließen. Dazu gehören beispielsweise der Fellwechsel oder eine fehlerhafte Katzenhaltung.

Schuppen während des Fellwechsels

Sie können während des Fellwechsels entstehen. Ihr könnt das im Herbst und auch im Frühling beobachten. Zu diesen Jahreszeiten setzt der Fellwechsel ein. Grund dafür mag der zu diesen Zeiten stärker beanspruchte Stoffwechsel sein. Der Stoffwechsel braucht Zeit, um sich wieder zu normalisieren. Das Problem der Schuppenbildung ist daher nur vorübergehender Natur. Unternehmen müsst ihr nichts.

Schuppen durch falsche Ernährung

Schuppen können durch eine falsche Ernährung entstehen. Fehlen wichtige Spurenelemente und essenzielle Fettsäuren, kann es zu trockener Haut kommen. Zu den essenziellen Fettsäuren zählen beispielsweise Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure) und Omega-6-Fettsäure (Linolsäure). Solche ungesättigten Fettsäuren sollten im Katzenfutter enthalten sein.

Dasselbe gilt für Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure. Da essenzielle Fettsäuren Bestandteile der Zellmembranen sind, reagieren die Hautzellen bei einem Mangel empfindlich. Die ersten sichtbaren Folgen: stumpfes Fell und juckende Haut. Zink hingegen gehört zu den wichtigen Spurenelementen, die eure Katze braucht.

Schuppen im Winter

Heizungsluft im Winter zählt ebenfalls zu den Ursachen, die eine Schuppenbildung begünstigen. Insbesondere Stubentiger sind diesem Risiko ausgesetzt. Sie bekommen trockene Haut, die auch bei zu viel UV-Strahlung entstehen kann.

Trockener Heizungsluft könnt ihr mit effektiven Mitteln entgegenwirken:

  • Zimmerpflanzen: Pflanzen geben Feuchtigkeit ab. Sie können diese um etwa fünf Prozent erhöhen. Mit Zyperngras oder Nestfarn trefft ihr die richtige Wahl. Auf die Zimmeraralie oder die Pflanzenart Ficus solltet ihr verzichten. Sie sind giftig für Katzen.
  • Feuchte Handtücher: Auch feuchte Handtücher erhöhen die Feuchtigkeit im Raum. Hängen Sie über der Heizung, verteilt sich die feuchte Luft gleichmäßig.
  • Luftraumbefeuchter aus dem Handel: Eure Katzen profitieren ebenfalls von einem Luftraumbefeuchter. Am besten wählt ihr einen Befeuchter mit hygienischem Wasserdampf. So verhindert ihr Keime in der Luft.

Eingeschränktes Putzverhalten

Normalerweise entfernen Katzen Schuppen durch sorgfältiges Putzverhalten. Ist dieses aber eingeschränkt, häufen sich die abgestorbenen Hautzellen an. Wenn ihr demnach Nachlässigkeiten im Putzverhalten feststellt, solltet ihr einen Tierarzt aufsuchen. Unbeweglichkeit aufgrund hohen Alters oder schmerzende Körperstellen können Gründe sein.

Erkrankungen als Ursache von Katzen Schuppen

Fellwechsel, falsche Ernährung und trockene Luft sind Faktoren, gegen die sich vorgehen lässt. Hat es eure Fellnase hingegen mit einer Erkrankung zu tun, ist die Diagnose eines Tierarztes erforderlich. Schuppenbildung kann nämlich auch auf:

zurückzuführen sein.

Pilze und Parasiten

Eine Pilzinfektion kann die Ursache für Schuppen bei Katzen sein. Hefepilze (Malassezien) und andere Hautpilze (Dermatophyten) sind dabei oft die verantwortlichen Täter. Sie nutzen Gelegenheit zur Ausbreitung, wenn das Immunsystem der Katze geschwächt ist. Auch Parasiten verursachen Schuppen. Dies ist insbesondere bei Milben der Fall.

Milbenbefall

Milben sind kleine Hautparasiten. Häufig haben es Katzen mit Cheyletiellen (Raubmilben) zu tun. Sie leben auf oder in der Haut. Typischerweise findet ihr sie auf dem Rücken der Katze. Aufgrund ihres Aussehens sind sie auch unter der Bezeichnung „wandelnde Schuppen“ bekannt.

Schuppenartige Gebilde gibt es auch im Hals- und Gesichtsbereich. In diesen Fällen liegt möglicherweise eine Erkrankung durch Notoedres-Milbe vor. Fast ausschließlich Katzen sind davon betroffen. Sie verursachen kahle Stellen und Krusten am Kopf. Man spricht auch von Kopfräude(Notoedres-Räude). Weitere klassische Vertreter bei Katzen sind die Haarbalgmilbe(Demodex cati)und die Grabmilbe(Notoedres cati).

Weitere Ursachen für Schuppen bei Katzen

Schuppen bei Katzen können auch auf genetischen Ursachen beruhen. In diesen Fällen handelt es sich um angeborene Defekte mit Hauterkrankungen. Sie lösen Schuppen aus und sind leider nicht behandelbar. Darüber hinaus kann auch eine atopische Erkrankung vorliegen. Das heißt, dass eure Katze allergische Reaktionen auf Allergene in der Umgebung zeigt. Letztlich solltet ihr auch an systemische Erkrankungen denken. Eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Nierenschwäche zählen dazu.

Katze Schuppen: Wann ihr zum Tierarzt müsst

Da es sich bei Schuppen um eine eigenständige Krankheit handeln kann, solltet ihr einen Tierarzt aufsuchen. Kommen harmlose Ursachen nicht in Betracht, braucht ihr eine genaue Diagnose. Juckreiz, Haarausfall und stumpf werdendes Fell stellen dabei deutliche Symptome dar.

Schuppen bei Katzen Vorbeugung

Viele von Fragen von euch drehen sich um das Thema Vorbeugung. Besonders im Winter wollt ihr eure Katze vor trockener Haut schützen. Also: Was tun gegen Schuppen bei Katzen Hausmittel? Bei trockener Haut eignet sich eine Behandlung mit keimtötenden Ölen. Damit ist gleich eine nächste wichtige Frage verbunden. Welches Öl bei Schuppen Katze? Bei Schuppen helfen Leinöl, Lachsöl oder Kokosöl. Sie helfen an juckenden Stellen und auch bei Ekzemen.

Fazit

Schuppen bei Katzen können harmlose Gründe haben. Auf sie solltet ihr euch konzentrieren, wenn euer Liebling keine anderen körperlichen Symptome zeigt. Am besten wartet ihr einige Zeit ab. Auf diese Weise könnt ihr die Situation besser einschätzen. Zeichnen sich aber noch andere körperliche Symptome ab, solltet ihr einen Tierarzt aufsuchen.

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