19.08.2021

Wie viel kostet ein Hund

Mit diesen Kosten müsst ihr rechnen

Wer sich einen Hund ins Haus holen möchte, sollte vorab einige wichtige Fragen klären. Neben der richtigen Rasse, dem perfekten Alter des Hundes und der Herkunft (Tierheim oder Züchter), ist der finanzielle Aspekt zu bedenken.

Hunde Kosten: Das erwartet euch

Neben den Anschaffungskosten und den täglichen Futterkosten gibt es weitere Kosten, die auf jeden Hundehalter zukommen. Dazu gehören:

  • Tierarztkosten
  • Kosten für eine Hundeversicherung
  • Kosten für Mobiliar (zum Beispiel: Hundeplatz, Hundehütte)
  • Kosten für Hundespielzeug
  • Kosten für die Hundeschule
  • Kosten für Halsbänder und Leinen

Den Hund kastrieren – Kosten die auf euch zukommen

Wer sich für einen Hund aus dem Tierheim entscheidet, holt sich meistens ein kastriertes Tier ins Haus. Das ist zwar nicht immer der Fall, aber die meisten Hunde werden im Tierheim vor der Vermittlung kastriert. Hunde, die vom Züchter kommen, sind in der Regel nicht kastriert. Da ein Hund erst kastriert werden sollte, wenn er sein erstes Lebensjahr vollendet hat, ist es an euch, die Kosten zu tragen. Diese variieren je nach Bundesland und Größe des Hundes. Holt euch mehrere Angebote von Tierärzten und Tierkliniken in der Nähe ein. Im Durchschnitt kostet es 150 – 400 € einen Rüden zu kastrieren. Da die Kastration einer Hündin umfangreicher ist, sind auch die Kosten wesentlich höher. Diese können bis zu 600 € und teilweise mehr betragen.

Weitere Tierarztkosten im Leben eines Hundes

Eine Kastration ist ein einmaliger Kostenfaktor, genau wie das Implantieren eines Mikrochips. Es gibt aber einige Behandlungen, die regelmäßig vom Tierarzt durchgeführt werden sollten. Zu den wiederkehrenden Behandlungskosten eines gesunden Hundes gehören:

  • Entwurmung (alle drei bis vier Monate): 3 – 15 € pro Behandlung
  • Impfungen (einmal im Jahr): 35 – 60 €
  • Routineuntersuchung (einmal im Jahr): 30 – 50 €

Ihr müsst also mit jährlichen Kosten zwischen 72 und 125 € bei einem gesunden Hund rechnen. Tritt der Hund versehentlich in eine Scherbe, verschluckt etwas, das operativ entfernt werden muss oder erleidet eine Bissverletzung, kommen weitere Tierarztkosten hinzu.

Den Hund chippen – Kosten die euch erwarten

Je nachdem in welchem Bundesland ihr lebt, müsst ihr euren Hund chippen lassen. Ihm wird dabei ein reiskorngroßer Mikrochip unter die Haut transplantiert. Jeder „RFID Mikrochip“ trägt eine individuelle Nummer, die mit einem bestimmten Lesegerät ausgelesen werden kann. Diese wird wiederum im Heimtierausweis vermerkt. Somit ist euer Hund ein Leben lang gekennzeichnet und kann im Falle eines Verschwindens schnellstmöglich euch zugeordnet werden. Das Einsetzen des Chips übernimmt der Tierarzt. Die Kosten hierfür liegen zwischen 30 und 60 €.

Hunde-OP-Versicherungsvergleich – hier könnt ihr sparen

Auch wenn euer Hund quietschfidel ist, kann es sein, dass er plötzlich erkrankt oder durch einen Unfall verletzt wird. Notwendige Operationen können schnell mehrere Tausend Euro kosten. Damit ihr im Falle eines Falles gut abgesichert seid, könnt ihr eine OP-Versicherung für euren Hund abschließen. Diese übernimmt, je nach Vertrag, die Kosten für euch und euer Hund ist jederzeit abgesichert. Die monatlichen Kosten richten sich nach der Tarifwahl. Günstige Versicherungen, die mit einer Selbstbeteiligung arbeiten, beginnen bei circa 7 € im Monat. Vergleicht verschiedene Anbieter miteinander und wählt den Schutz, der für euch und euren Vierbeiner passend ist. Um Geld zu sparen, lohnt es sich, bei dem Versicherungsanbieter nachzufragen, bei dem ihr bereits bestehende Versicherungen habt. Als Bestandskunde bekommt ihr teilweise attraktive Angebote.

Hundeschule Kosten: so viel kostet euch die Erziehung

Ein gutes Benehmen ist Grundvoraussetzung für ein entspanntes Leben mit dem Hund. Damit das gut gelingt und die Grundkommandos sicher sitzen, ist der Besuch einer Hundeschule sinnvoll. Welpenkurse kosten um die 10 – 25 € pro Stunde. Da eine gelungene Sozialisierung mit anderen Hunden und das Erlernen der Grundkommandos mehr als eine Stunde veranschlagt, bieten die meisten Hundeschulen Kurspakete an. Ihr könnt dann eine vereinbarte Anzahl an Terminen wahrnehmen und mit einer Monatskarte bares Geld sparen. Ausgewachsenen Hunde können in einer Hundeschule lernen, Fährten zu lesen oder mit ihrem Besitzer zusammen DogDancing trainieren. Eine Gruppenstunde in einer Hundeschule kostet in etwa 25 € für ausgewachsene Hunde. Bedarf es ein Einzeltraining, um bestimmte ungewollte Verhaltensmuster in positives Verhalten zu lenken, solltet ihr mit Kosten zwischen 40 und 60 € pro Stunde rechnen. Auch hier werden oft Kurspakete angeboten, bei denen ihr im Vergleich zu den Einzelstunden Kosten einsparen könnt.

Mit wie viel Hundesteuer müsst ihr rechnen?

Auch diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Abhängig von eurem Wohnort liegen die monatlichen Kosten zwischen 5 – 15 €. Einige Finanzämter bevorzugen eine jährliche Zahlung, andere eine Quartalszahlung. Informiert euch am besten vor der Anschaffung, welche Regelungen in eurem Bundesland gelten.

Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung

Unglücke passieren, auch wenn euer Hund gut erzogen ist, kann etwas passieren, das für euch als Hundehalter mit immensen Kosten verbunden ist. Zum Beispiel, wenn euer Hund auf die Straße rennt und einen Unfall verursacht oder vor Freude auf den teuren Teppich eurer Bekannten uriniert. Auch ungewollte Deckakte können dazu führen, dass ihr eine Menge Geld zahlen müsst. Denn ihr als Halter seid für euren Hund verantwortlich. Damit ihr im Falle eines Falles finanziell abgesichert seid, ist eine Hundehaftpflichtversicherung nicht nur sinnvoll, sondern in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Zudem gibt es einige Vermieter, die euren Vierbeiner erst dann akzeptieren, wenn ihr eine Haftpflichtversicherung für euren Hund abgeschlossen habt. Auch hier gilt: Die monatlichen Kosten variieren je nach Wohnort, dem Alter und der Rasse des Hundes und dem gewählten Tarif. Seid ihr bereit eine Selbstbeteiligung im Schadensfall zu zahlen, dann sinken die Preise. Auch hier solltet ihr mehrere Angebote einholen und die für euch passende Versicherung wählen.

Was kostet ein Hund im Monat?

Neben den genannten Kosten kommen Kosten für Futter und eventuelle Betreuungspersonen hinzu. Wie viel ihr für das Hundefutter im Monat bezahlt, hängt davon ab, welches Futter ihr wählt und natürlich, wie groß und schwer euer Hund ist. Kleine Hunde futtern entsprechend weniger als große – also zahlt ihr für einen Chihuahua weniger als für einen Rottweiler. Möchtet ihr euren Hund mit Frischfleisch füttern, solltet ihr mehr Geld einplanen als für herkömmliches Hundefutter. Die monatlichen Preise für das Futter können also bei 10€ beginnen und bis zu mehrere 100€ im Monat betragen.

Die Grundausstattung: Mit diesen Kosten solltet ihr rechnen

Als Neu-Hundebesitzer könnt ihr euch in einem Geschäft für Heimtierbedarf so richtig austoben, denn euer Hund benötigt:

  • Halsband und Leine
  • Trink- und Wassernapf
  • Hundekissen oder eine passende Decke
  • optional: ein Hundehaus
  • Bürsten und Kämme
  • Kotbeutel
  • Spielzeuge
  • optional: saisonale Kleidung

Die Preise für die einzelnen Kosten variieren je nach Hersteller und Qualität. Ihr könnt ein kleines Halsband zum Beispiel für zehn Euro bekommen. Ein aufwendiges Modell mit individueller Stickerei, kann schnell 50 Euro und mehr kosten. Genauso sieht es bei den anderen Posten aus. Checkt vor dem Einkaufen der Grundausstattung euer Budget, so wisst ihr genau, wie viel ihr investieren könnt.

 

Habt ihr auch einen Hund? Was zahlt ihr ungefähr pro Jahr für euren Vierbeiner? Schreibt es in die Kommentare!

 

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