21.05.2021

Meine Katze schläft viel

Muss ich mir Sorgen machen?

Am Wochenende oder im Urlaub stellt ihr fest, eure Katze schläft viel. Ist das normal? Besonders Katzenanfänger sind häufig beunruhigt. Nachfolgend erfahrt ihr näheres über die Schlafgewohnheiten von Stubentigern. Ihr werdet überrascht sein. Außerdem ist Schlaf nicht gleich Schlaf. Die Unterschiede zwischen Schlaf- und Ruhephasen helfen euch die Lieblingsbeschäftigung eurer Katze besser zu verstehen.

Wie viel schlafen Katzen für gewöhnlich?

Der Schlaf ist für eure Katze lebensnotwendig. Natürlich ist das Schlafbedürfnis vom Alter, von der Rasse und von der Jahreszeit abhängig. Zu eurer Beruhigung könnt ihr von folgenden Durchschnittswerten ausgehen:

  • Kitten: teilweise bis zu 20 Stunden oder mehr
  • Katzen mittleren Alters: 14 bis 16 Stunden
  • Senioren: 16 bis 18 Stunden

Warum schlafen Katzen so viel?

Das Schlafpensum ist für die Regeneration des Organismus notwendig. Euer Minitiger verbraucht viel Energie während der wachen Phasen. Das gilt für Freigänger genauso wie für reine Wohnungskatzen. Der ganze Körper ist unter Spannung. Das ist ein Erbe der Vorfahren. Es ist völlig egal, ob eure Katze den Garten oder „nur“ die Wohnung durchstreift. Während dieser Streifgänge sind alle Sinne geschärft und eure Katze ist in Habachtstellung. Das Aufladen des „Akkus“ für die „Jagd“ ist die Antwort auf die Frage: „Warum schlafen Katzen so viel?“ Die Jagdbeute können nicht nur Mäuse, sondern ebenfalls alle Arten von Insekten sein. Die Anstrengung eines erfolglosen Streifzugs wird mit einer „Mütze Schlaf“ kompensiert.

Art und Dauer der einzelnen Schlafphasen

Die Gründe für den Katzenschlaf sind euch jetzt bekannt. Für die Beantwortung eurer Frage: „Wie viel schlafen Katzen?“, benötigt ihr noch weitere Informationen. Mit diesem Wissen könnt ihr dann besser beurteilen, handelt es sich um Normalität oder ist etwas „im Busch“.

Tiefschlaf

Wann eure Katze tief schläft, könnt ihr leicht erkennen. Der Körper ist entspannt. Teilweise liegt sie auf der Seite oder auf dem Rücken. Außerdem sind die Augen geschlossen und die Ohren nicht auf Spannung. Während der Traumphase können die Pfoten und/oder der Schwanz zucken. Dieser Zustand dauert nicht lange. Für diese Phase benötigt euer Stubentiger einen sicheren Ort. Dies kann ein Katzenkorb in erhöhter Position sein oder schlichtweg das menschliche Bett (Vertrauen und Geruch). Meistens ist eure Katze zwischen 5 und 7 Minuten nicht ansprechbar. Diese geistige Regeneration wird öfters auf den Tag verteilt. Der Anteil der Tiefschlafphase am gesamten Schlafpensum liegt bei ungefähr 4 Stunden.

Leichter Schlaf und Dösen

Diese Form des Schlafens praktiziert eure Katze durchschnittlich 11 bis 14 Stunden. Der einzelne Anteil beschränkt sich auf höchstens 30 Minuten. Den Unterschied zum Tiefschlaf könnt ihr leicht feststellen:

  • Ohren aufgestellt
  • ansprechbar
  • Muskulatur leicht angespannt

Diese Schlafphase kennt ihr am besten. Dabei benötigt eure Katze keinen „geschützten“ Ort. Der Kopf ist erhoben und die Pfoten liegen unter dem Körper. Der Körper ist „Zusammengeschoben“ und liegt nicht seitlich. Euer Tiger platziert sich beispielsweise auf eurem Schoß am Schreibtisch oder auf der Couch. Eine kleine Bewegung von euch und die Krallen werden ausgefahren, um sich festzuhalten. Je nach Temperament oder Rasse werdet ihr bei jeder Bewegung angemault. Diese Ruhephasen dienen zur körperlichen Erholung.

Winterzeit – Schlafenszeit

Gerade bei schlechtem Wetter sind sogar Freigänger lieber Zuhause. In der warmen Umgebung kann genüsslich gedöst und relaxt werden. Die Heizkörper werden gerne frequentiert. Hier könnt ihr mit einer einhängbaren Katzenwippe einen kuscheligen Schlafplatz schaffen. Das Schlafpensum eurer Mieze kann sich im Winter deutlich erhöhen. Im Prinzip müsst ihr euch keine Sorgen machen. In der kalten Jahreszeit seid ihr mehr Zuhause. Die Tatsache. dass eure Katze viel schläft kann nerven. Bietet eurem Tiger mehr Abwechslung. Nach gemeinsamem Spiel und Spaß könnt ihr anschließend als Team auf der Couch kuscheln.

Mein Kitten schläft viel – darf ich es wecken?

Euer Kitten benötigt den Schlaf nicht nur zur Regeneration. Die Wachstumsphase benötigt viel Energie. Außerdem verarbeiten Kitten während des Schlafens die neuen Eindrücke in ihrem jungen Leben. Weckt euer Katzenkind auf keinen Fall. Wenn sie beispielsweise gerade in der Tiefschlafphase ist, kann diese abrupte Unterbrechung einen Schock auslösen. Das beginnende Vertrauensverhältnis zwischen euch bekommt einen Riss. Je nach Temperament können solche Aktionen Abwehr oder Angst auslösen. Das Schlafbedürfnis von 20 Stunden wird nicht nur durch Dauertiefschlaf erfüllt. Während der leichteren (oberflächlichen) Ruhephasen nimmt euer Kitten Umgebungsgeräusche (Fernseher, Telefon, Geschirrklappern) wahr. Es wird den Schlaf unterbrechen und neugierig dem Anlass auf den Grund gehen.

Meine Katze schläft den ganzen Tag – Ist sie krank?

Katzen sind nachtaktive Tiere. Besonders morgens und abends in der Dämmerung ist dieser Jäger gerne unterwegs. Besonders deutlich wird es bei nächtlichen Freigängern. Das Resultat: eure Katze schläft den ganzen Tag. Wohnungskatzen passen sich eurem Lebensrhythmus an. Wochentags seid ihr tagsüber in der Arbeit. Diese Zeit des Alleinseins überbrückt eure Katze am besten mit Schlafen und Dösen. Woher soll euer Tiger wissen, wann Wochenende ist?

Ein weiterer Punkt für „meine Katze schläft viel“ ist Langeweile. Natürlich solltet ihr mit eurem Tiger so oft wie möglich schmusen und spielen. Bei eurer Abwesenheit sollte geeignetes Spielzeug zur Verfügung stehen. Mit katzengerechten Beschäftigungsmöglichkeiten könnt ihr der Langeweile den Kampf ansagen. Das Ergebnis ist ein zufriedener Stubentiger.

Die Katze frisst nicht mehr und schläft nur noch – Was kann ich tun?

Für diese Tatsache kann es mehrere Gründe geben. Ihr solltet euren Tiger gut im Auge behalten. Eine harmlose Erklärung kann beispielsweise Wetterfühligkeit sein. Darunter fällt große Hitze oder hohe Luftfeuchtigkeit (schwüle Wetterlage) in den Sommermonaten. Diese Einschränkungen sind in der Regel nach einigen Tagen wieder vorbei.

Längere Auswirkungen können Veränderungen im persönlichen Umfeld haben. Sensible Miezen können bei

  • Umzug
  • Renovierung der Wohnräume
  • Menschlicher Lebenspartner (Trennung oder Neubeginn)
  • Tod des Katzenpartners

mit hohem Schlafbedarf und Futterverweigerung reagieren. Hier könntet ihr mit viel Zuneigung und Beschäftigung helfen.

Eure Katze frisst nicht mehr und schläft nur noch, kann ebenfalls ein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Oftmals können folgende Begleiterscheinungen auftreten:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verweigerung der Wasseraufnahme
  • Eindruck: müde, schlapp, antriebslos

Bei einem oder mehreren Symptomen solltet ihr unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Zahlreiche Katzen haben ebenfalls die Angewohnheit „Unwohlsein zu verschlafen“. Das Immunsystem wird stark beansprucht und dein Tiger benötigt vermehrt Energie. Dieses Verhalten findet ihr ebenfalls bei der Spezies Mensch. Habt ihr einen solchen Verdacht, dann ist die Rücksprache mit eurem Tierarzt sinnvoll.

Schläft eure Katze auch besonders viel? Erzählt uns von euren Lieblingen in den Kommentaren!

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