24.09.2019

Garten katzensicher machen

Tipps für einen sicheren Garten für eure Wohnungskatze

Katzen sind freiheitsliebende Tiere, die ihre Zeit gerne draußen verbringen. Besonders in der warmen Jahreszeit gibt es für die Stubentiger nichts schöneres als die Natur zu erkunden. Leider ist es nicht immer möglich, der Katze ungesicherten Freigang zu gewähren. Wie ihr euren Garten katzensicher machen könnt, erfahrt ihr hier.

1. Vorteile eines Katzengartens

Vor der Anschaffung einer Katze solltet ihr euch überlegen, ob ihr sie als reine Wohnungskatze oder als Freigänger halten möchtet. Das hängt von verschiedene Faktoren ab, zu denen in erster Linie die Wohnlage zählt. Der Freigang bringt jedoch auch in einer stillen Wohngegend ohne stark befahrene Straßen Risiken mit sich. Die Katzen kommen eher in Kontakt mit Parasiten, giftigen Pflanzen oder anderen Gefahren.

Übrigens: Tipps zur Stärkung des Immunsystems der Katze gibt es im Magazin.

Andererseits bringt der Freigang einige Vorteile für die Katzen mit sich. Sie können durch die Natur streifen und ihren natürlichen Trieben nachgehen. Sie lernen zu jagen, sich anzuschleichen und zu klettern. Generell sind Katzen mit Auslauf besser ausgelastet und neigen nicht so schnell zu Übergewicht. In einem kleinen Gehege ist die Situation für die Katze zwar schon besser, doch bei Weitem nicht optimal. Ein großer gesicherter Garten ist daher die optimale Lösung, um Sicherheit und Wohl der Katze zu kombinieren. Hierbei müsst ihr euch auch beim Lüften keine Sorgen machen, dass die Katze entwischt.

2. Garten richtig katzensicher machen

Katzen sind echte Kletterkünstler und überwinden problemlos große Hürden wie Zäune und Mauern. Außerdem wundert man sich, wie klein sich eine Katze machen kann, wenn es darum geht, sich durch eine Öffnung zu quetschen. Wenn eure Katze den Garten also nicht verlassen darf, müsst ihr kreativ werden. Die Umzäunung muss dabei nicht gleich aussehen wie ein Gefängnis. Es gibt auch unauffällige, aber trotzdem sichere Varianten. Im Handel sind spezielle Katzenzäune erhältlich und ihr könnt mit Zeit und Geschick selber einen Zaun bauen. Wer sich nicht die Hände schmutzig machen möchte, kann einen Landschaftsgärtner mit Spezialisierung auf Katzengärten zu Rate ziehen.

Übrigens: Weitere Tipps zu Haltung und Anschaffung einer Katze findet ihr im Magazin.

2.1 Katzensicherer Zaun

Ein katzensicherer Zaun muss einige Kriterien erfüllen. Er darf keine Schlupflöcher haben und darf für die Katze nicht zu erklimmen sein. Dazu sollte er nicht zu grobmaschig sein und muss die entsprechende Höhe haben. Je nach Katze und Art des Zaunes variiert die perfekte Höhe zwischen 1,50 m und 3 m. Unter Umständen müsst ihr euch ab einer gewissen Höhe eine Genehmigung beim Bauamt einholen. Die Lücken zum Boden und zwischen den Zaunelementen dürfen nicht größer als drei bis vier Zentimeter sein. Eine günstige Variante stellt ein grüner Rollengitterzaun aus einem Kunststoff-Draht-Gewebe dar. Eine etwas massivere und teurere Variante ist ein hochwertiger Stabgitterzaun. Für die Zaunpfähle solltet ihr kein Holz, sondern ein glattes Material benutzen, an dem die Katze nicht hoch klettern kann.

Als Sichtschutz ist es empfehlenswert, eine Hecke vor den Zaun zu pflanzen. Alternativ könnt ihr den Zaun mit Zaun mit ungiftigen Kletterpflanzen wie Wildem Wein begrünen. Wer seinen Garten nicht mit einem hohen Zaun umfrieden möchte, kann auf Alternativen zurückgreifen. Eine natürliche Alternative zum Zaun ist eine dichte Dornenhecke. Hier solltet ihr jedoch sicherstellen, dass die Katze sich an keiner Stelle durch die Hecke zwängen kann. Zur Sicherheit könnt ihr zusätzlich einen Zaun hinter der Hecke anbringen.

Tipp: Wer Streit mit seinen Nachbarn vermeiden möchte, sollte vorher abklären, wie sie zu einem hohen Zaun an der Grundstücksgrenze stehen.

2.2 Überkletterschutz

Als Schutz vor dem Überspringen ist ein abgewinkeltes locker hängendes Katzennetz ratsam. Dieses Netz könnt ihr bei Bedarf auch unter Strom setzen. Wer eine Mauer um sein Grundstück hat, kann sie in die Umzäunung integrieren. Dazu bringt ihr auf der Mauer ein abgewinkeltes Katzennetz an. Alternativ könnt ihr zwei bis drei stromführende Litzen anbringen. Auch individuelle Zuschnitte aus Plexiglas können als durchsichtiger und sicherer Überkletterschutz dienen. Die Zuschnitte werden auf den Zaun montiert, um ein Überspringen zu verhindern. Alternativ gibt es Vorrichtungen, die ein Aufsitzen der Katze auf der Zaunkrone verhindern. Dazu eignen sich beispielsweise glatte Kunststoffrohre.

2.3 Gift & Gefahren verbannen

Abgesehen vom Ausbruch kann der Garten eine Vielzahl an Gefahren bergen. Bevor ihr eure Katze zum ersten Mal in den Garten lasst, solltet ihr daher sämtliche Gefahren beseitigen. Dazu zählen chemische Spritzmittel, Schneckenkorn und Dünger. Frostschutzmittel, Öle, Farben und Holzschutzmittel solltet ihr sicher verstauen. Bestimmte Pflanzen stellen ebenfalls eine Gefahr für die Samtpfoten dar. So solltet ihr auf Buchsbäume, Efeu, Eisenhut, Fingerhut, Flieder und einige weitere Pflanzen im Garten lieber verzichten.

Übrigens: Diese Pflanzen sind giftig für Katzen.

In den ersten Wochen solltet ihr eure Katze nur unter Aufsicht in den Garten lassen, um Schwachstellen zu beseitigen. Besonders, wenn eure Katze vorher unbegrenzten Freilauf hatte, wird sie den neuen Zaun eine Zeit lang austesten. Reine Wohnungskatzen sind generell etwas vorsichtiger. Wenn sich eure Katze an den Garten gewöhnt hat, könnt ihr sie auch alleine draußen lassen.

3. Kreative Gestaltung des Katzengartens

Je größer und abwechslungsreicher ihr euren Garten gestaltet, desto wohler fühlt sich eure Katze. Im besten Fall fühlt sich die Katze in eurem Garten so wohl, dass sie gar nicht ausbrechen will. Beim Gestalten des Gartens für eure Katze ist eurer Fantasie daher keine Grenze gesetzt.

3.1 Katzenfreundliche Bepflanzung

Die richtige Bepflanzung ist für einen katzensicheren Garten essentiell. Sie soll zum einen für die Katze spannend und zum anderen keine Hilfe beim Ausbruch sein. Bäume, die direkt am Zaun stehen, werden schnell zum Ausbruchshelfer. Wenn ihr keine Möglichkeit habt, hohe Bäume oder Sträucher zu versetzen, hilft nur ein sogenannter Katzenabwehrgürtel. Ihr solltet bei der Auswahl der Pflanzen darauf achten, ungiftige Gewächse zu verwenden. Geeignet sind beispielsweise Lavendel, Katzenminze, Melisse und Gräser. So ist der Garten nicht nur hübsch, sondern auch ungefährlich für die Katze. Für den Sommer brauchen die Samtpfoten schattenspendende Sträucher. Bei kühlen Temperaturen nehmen Katzen hingegen gerne sonnige Flächen in Anspruch.

3.2 Katzensicherer Teich

Besonders spannend ist eine Wasserquelle im Garten. Ein kleiner Teich dient nicht nur als natürlicher Trinkbrunnen, sondern bietet auch viel zu beobachten für euren Stubentiger. Wichtig ist nur, dass das Wasser speziell im Uferbereich nicht zu tief ist und es seicht hineingeht. Dass eure Katze in dem Teich ertrinkt, müsst ihr in der Regel nicht befürchten. Die Vierbeiner können, obgleich sie es nicht gerne tun, durchaus gut schwimmen.

3.3 Einrichtungen für Katzen

Da ein Garten nur begrenzt Platz bietet, hat eure Katze ihn in der Regel schnell erkundet. Es ist daher eure Aufgabe, den Garten zu einem spannenden Ort zu machen. Gerne gesehen ist ein hoher Aussichtsplatz, auf dem die Katze entspannen und die Umgebung beobachten kann. Geeignet sind beispielsweise Outdoor-Kratzbäume oder Holzstapel. Viele Katzen wissen es zudem zu schätzen, wenn sie nicht durch einen glatt gemähten Rasen streifen, sondern sich im hohen Gras verstecken können.

Damit euer Liebling auch bei schlechtem Wetter die frische Luft genießen kann, empfiehlt sich ein Katzenhäuschen oder eine überdachte Aussichtsplattform. Damit ihr nicht ständig die Tür für eure Samtpfote öffnen müsst, solltet ihr über eine Katzenklappe nachdenken. So kann euer Liebling uneingeschränkt den Garten genießen. Es gibt verschiedene Modelle, bei denen ihr beispielsweise bestimmte Ausgehzeiten festlegen könnt.

Ein katzensicherer Garten ist eine aufwendige, aber lohnenswerte Arbeit. Euer Stubentiger wird es euch danken!

Ihr habt einen katzensicheren Garten oder wollt euch einen einrichten? Berichtet uns in den Kommentaren von euren Erfahrungen und Ideen! 

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