Cavalier King Charles Spaniel Steckbrief – der muntere Begleithund im Rasseportrait

Der treue Blick, die flauschigen Schlappohren und das freundliche Wesen machen den Cavalier King Charles Spaniel zu einem tollen Begleithund für jedermann. Erfahrt im Steckbrief alles zu Geschichte, Charakter, Haltung und Pflege des Cavaliers. Außerdem gibt es sicher ein paar spannende Fakten, die euch bislang noch unbekannt sind.

INHALT –  Der Cavalier King Charles Spaniel

Geschichte des Cavalier King Charles Spaniel

Der Cavalier King Charles Spaniel ist eine alte Rasse und ein direkter Nachfahre der Hunde des britischen Hochadels. Er diente als Spielkamerad für Kinder des Königs und als Bettwärmer der adeligen Damen. Auf etlichen berühmten Ölgemälden, wie dem  „Bildnis der Kinder Karls I.“ von 1635, ist der Cavalier zu sehen und auch Schriften aus dem Mittelalter erwähnen die Rasse. Die Rasse wurde später nach diesem König benannt und hieß „King Charles Spaniel“. Weil ihr einziger Zweck darin bestand extravagant und niedlich auszusehen, wurden sie immer extremer gezüchtet. Die Schnauze wurde kürzer, die Augen größer und der Kopf runder. Der ursprüngliche Hund war schließlich kaum noch zu erkennen. Um 1900 wollten die Züchter die Rasse sogar in „Toy-Spaniel“ umtaufen. König Edward VII. persönlich soll diese Benennung verhindert haben.

Einige Hundefreunde beschlossen, den alten Typus wiederzubeleben, als sie alte Gemälde des Spaniels sahen. Anfang der 1920er Jahre schrieb ein reicher Amerikaner namens Roswell Eldridge eine hohe Summe für eine Rückzüchtung nach dem Vorbild der historischen Gemälde aus. Die Züchterin Mostyn Walker gewann mit ihrem Hund Ann’s Son den Preis und der „Klub zur Förderung des Cavalier King Charles Spaniels“ wurde gegründet. Die neue Rasse wurde 1945 vom Kennel Club anerkannt und unterschied sich nun deutlich vom kurznasigen King Charles Spaniel. Der zurück gezüchtete Spaniel erfreute sich großer Beliebtheit und ist auch heute noch rund um den Erdball vor allem als Familien- und Seniorenhund verbreitet.

Steckbrief Cavalier Kind Charles Spaniel

Steckbrief Cavalier King Charles Spaniel

Wesen und Charakter

Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein liebevoller, fröhlicher und äußerst folgsamer Hund. Es gibt kaum eine weitere Rasse, die so friedlich ist. Am liebsten würden sie sich den ganzen Tag von Herrchen oder Frauchen knuddeln und streicheln lassen. Die kleinen Spaniels zeigen keinerlei Neigung zu Nervosität und aggressives Verhalten ist ihnen fremd. Aus diesem Grund ist der Cavalier King Charles Spaniel auch für Anfänger leicht zu erziehen und ein toller Begleiter im Alltag.

Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein echter Schmusehund.

Ältere Menschen und Kinder kommen gut mit dem lieben Hund zurecht und mit anderen Hunden und Haustieren verträgt er sich problemlos. Er freut sich über die Begegnung mit fremden Menschen und begrüßt sie freudig, aber nicht aufdringlich. Er will die Menschen glücklich machen und ist ein echtes Kuscheltier. Auch Leute, die normalerweise keine Hunde mögen, werden den netten Cavalier ins Herz schließen.

Anschaffung eines Cavalier King Charles Spaniels

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Der Cavalier King Charles Spaniel ist relativ anspruchslos und fühlt sich auch in einer kleinen Wohnung wohl, solange er regelmäßig rauskommt. Er wird offiziell in den vier Farben Black and Tan (schwarz mit lohfarbenen Abzeichen), Blenheim (perlweiß mit kastanienroten Abzeichen), Ruby (tiefrot) und Tricolour (schwarz-weiß mit lohfarbenen Abzeichen) gezüchtet. Bevor ihr euch einen Welpen nach Hause holt, solltet ihr euch einen seriösen Züchter aussuchen, der auf die Gesundheit seiner Hunde achtet. Für einen reinrassigen Welpen mit Gesundheitscheck könnt ihr bis zu 1500€ einkalkulieren. Es gibt aber auch immer wieder Cavalier King Charles Spaniel im Tierheim, die ein neues Zuhause suchen und dankbar für Liebe und Zuneigung sind.

Ein aufgeweckter Cavalier King Charles Spaniel Welpe

Entwicklung und Erziehung des Welpen

Cavaliere sind angenehme und sanfte Hunde und brauchen deshalb auch eine liebevolle Erziehung. Bei der Ausbildung des Welpen werdet ihr es nicht besonders schwer haben. Der Kleine ist sehr gelehrig und es macht ihm Spaß sich mit seinem Menschen zu beschäftigen. Die Grundkommandos lernt er, wie jeder andere Hund, durch ausgiebiges Loben und konsequentes Verbieten. Trotz seines freundlichen Wesens braucht der Cavalier eine gute Sozialisierung und sollte idealerweise gemeinsam mit euch eine Welpenschule besuchen.

Wie halte ich einen Cavalier King Charles Spaniel?

Aktivitäten mit dem Cavalier King Charles Spaniel

Die meisten Cavalier King Charles Spaniels brauchen nicht enorm viel Bewegung und begnügen sich mit regelmäßigen Spaziergängen. Sie freuen sich aber auch über kleine sportliche Aufgaben, wie Stöckchen Apportieren oder auf ihre Körpergröße angepasstes Agility. Wenn ihr nicht zu schnell und lange lauft, sind die kleinen Hunde auch beim Joggen mit von der Partie. Wie ein richtiger Spaniel sind auch die Cavaliere wahre Wasserratten und springen im Sommer gerne in den See.

Der Cavalier liebt es zu apportieren.

Gesundheit und Pflege

Das lange, seidige Fell des Cavalier King Charles Spaniels benötigt eine regelmäßige Pflege und ihr solltet es mehrmals die Woche kämmen. Besonders an den Pfoten und den Ohren muss es sorgfältig bearbeitet werden, damit sich keine Verfilzungen bilden. Im Frühjahr und Herbst während des Fellwechsels solltet ihr sie täglich bürsten. Ebenso solltet ihr die großen Augen regelmäßig kontrollieren und säubern, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Die Gesichtstfalten des Hundes könnt ihr bei Bedarf mit einer speziellen Lotion reinigen.

Prinzipiell ist der Cavalier King Charles Spaniel ein robuster und wenig krankheitsanfälliger Hund. Durch die Rückzüchtung mit einer extrem kleinen Zuchtbasis leiden einige Vertreter der Rasse bedauerlicherweise unter einigen Erbrankheiten. Die Krankheiten betreffen hauptsächlich das Herz und die Nerven und betreffen einen großen Teil der Population. Eine Erkrankung des Herzens tritt vor allem im Alter auf, doch ihr könnt das Risiko durch eine gesunde Ernährung verringern. Einige Cavaliere leiden unter spontan auftretenden Muskelverkrampfungen, die durch neurologische Fehlfunktionen ausgelöst werden. Die heutigen Züchter achten aber meist darauf, nur gesunde Vierbeiner zu verpaaren, um die Erbkrankheiten langsam auszurotten.

Interessantes und Wissenswertes

  •  Bis heute gibt es ein Gesetz, das es erlaubt den Cavalier King Charles Spaniel mit in das englische Parlament zu nehmen. Die Regelung geht auf einen königlichen Erlass von Hundeliebhaber König Karl II. zurück.
  • Der wohl berühmteste Cavalier King Charles Spaniel war Königin Victorias Hündin Dash, die sie von Kindestagen bis zu ihrer Regentschaft begleitete. Die Hündin wurde zehn Jahre alt und bekam ein eigenes Grab im Windsor Home Park. Seine Grabinschrift besagt„Hier liegt DASH, der Lieblingsspaniel ihrer Majestät Königin Victoria, in seinem 10. Jahr. Seine Anhänglichkeit war ohne Eigennutz, seine Munterkeit ohne Arglist, seine Treue ohne Falschheit. LESER, möchtest Du geliebt werden und betrauert sterben, so beherzige DASHS Beispiel.“
  • Auch heute ist der Spaniel noch ein beliebter Promi-Hund. Victoria Beckham war sogar gemeinsam mit ihrer Tricolor-Hündin Digby auf dem Cover der Vogue zu sehen.

 

  • „Sex and the City“ – Star Kristin Davis hat nicht nur auf der Leinwand einen Fable für die Cavaliere, sondern hat ihren vierbeinigen Co-Star sogar adoptiert.
  • Während der Präsidentschaft von Ronald Reagan wohnte sein Cavalier King Charles Spaniel Rex als „First Dog“ im Weißen Haus.
  • Die Futtermarke PURINA hat in den USA einen niedlichen Cavalier namens Chloe als Markenbotschafter eingesetzt. Der kleine Welpe ist mit der „Puppy Chow“ mittlerweile ein echter YouTube-Star.

 

Ihr habt auch einen Cavalier King Charles Spaniel oder wollt euch einen zulegen? Erzählt mir in den Kommentaren, was ihn eurer Meinung nach so besonders macht!

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