23.07.2019

Badesee mit Hund

Wo ihr schöne Seen findet und was ihr beachten solltet!

Bei heißen Temperaturen im Sommer gibt es für Zwei- und Vierbeiner nichts Schöneres als eine erfrischende Abkühlung! Warum besucht ihr nicht einen Badesee mit eurem Hund? Wir geben euch Tipps, wo ihr hundefreundliche Seen findet und worauf ihr beim Baden achten solltet.

Vorbereitungen für euren Ausflug zum Badesee mit Hund

Bevor ihr mit eurem Hund baden geht, solltet ihr einige Aspekte beachten. Eine gute Erziehung ist das Wichtigste für einen stressfreien Tag am Badesee. Damit euer Hund ohne Leine schwimmen gehen kann, sollte er euch aufs Wort gehorchen. Wenn ihr wisst, dass der Vierbeiner wild und ungestüm ist, solltet ihr einen ruhigen Badeplatz aussuchen. Es wäre gut, wenn euer Hund mit Wasser vertraut ist bevor ihr einen See mit vielen Menschen besucht. Eher unpraktisch ist es, den Hund direkt vor dem Baden zu scheren. Gerade, wenn euer Vierbeiner länger im Wasser ist, kühlt er ohne das schützende Fell schnell aus.

Das gehört in die Badetasche für den Hund

Bevor der Badespaß losgehen kann, solltet ihr für den Hund eine Badetasche packen. Hinein gehört ein Wassernapf sowie mehrere Liter frisches Trinkwasser. Auch wenn ihr nur einen Tagesausflug macht, ist Reisezubehör, wie ein Reisenapf oder eine 2-in-1 Trinkflasche, am Badesee nützlich. Generell solltet ihr im Sommer einige Tipps zur Abkühlung beachten. Außerdem dürfen ein paar Leckerlis oder, bei längeren Ausflügen, etwas Trockenfutter nicht fehlen. Um den Hund nach dem Baden schnell trocken zu bekommen, empfehlen wir euch ein saugfähiges Handtuch mitzunehmen. Da auf der Liegewiese häufig Ungeziefer lauert, dürfen Zeckenschutz und Zeckenzange ebenfalls nicht fehlen. Achtet jedoch darauf, dem Hund ein Zeckenhalsband vor dem Bad abzunehmen, damit der Wirkstoff nicht ins Wasser gerät. Ebenso gehören Kotbeutel und ein Erste-Hilfe-Set ins Hundegepäck.

Hundefreundliche Badeseen in Deutschland

Leider sind Hunde nicht an jedem Badesee gern gesehene Gäste. Es ist daher wichtig, euch vor dem Ausflug genau zu informieren. In Deutschland gibt es einige hundefreundliche Seen, in denen euer Hund planschen und schwimmen darf! An vielen gibt es sogar ausgewiesene Hundestrände und Hundewiesen. Hier findet ihr eine Liste der schönsten Badeseen nach Bundesländern.

 

Auflistung nach Bundesländern

Baden-Württemberg 

  • Bodensee (elf ausgewiesene Badestellen für Hunde)
  • Titisee

Bayern

  • Altmühlsee (mit Hundespielplatz)
  • Chiemsee
  • Forggensee
  • Funtensee
  • Hopfensee
  • Schrecksee
  • Tegernsee (im Strandbad Rottach-Egern)
  • Waginger See (Hundestrand und Liegewiese)

Berlin

  • Grunewaldsee
  • Schlachtensee (nur am Südufer)

Brandenburg

  • Bernsteinsee (offizieller Hundestrand)
  • Bötzsee
  • Flakensee
  • Schervenzsee
  • Rangsdorfer See

Bremen

  • Grambker See
  • Hemelinger See

Hamburg

  • Hohendeicher See

Hessen

  • Edersee
  • Diemelsee
  • Michelskopfsee (schöne Naturkulisse!)
  • Stellbergsee
  • Twistesee

Mecklenburg-Vorpommern

  • Müritz (offizieller Hundestrand am Westufer)
  • Tollensesee

Nordrhein-Westfalen

  • Auesee (offizieller Hundestrand und Freilaufzone)
  • Glörtalsperre (offizieller Hundestrand)
  • Hennetalsperre
  • Kemnader See (offizieller Hundestrand)
  • Möhnetalsperre
  • Sorpetalsperre

Niedersachsen

  • Eixer See
  • Oldenstädter See

Rheinland-Pfalz

  • Kollersee
  • Ohmbachsee

Saarland

  • Bostalsee
  • Glashütter Weiher

Sachsen

  • Cospunder See
  • Schladitzer See (keine Leinenpflicht)
  • Talsperre Pöhl (neun Hundestrände)
  • Haselbachersee

Sachsen-Anhalt

  • Niegripper See

Schleswig-Holstein

  • Großer Plöner See
  • Nücheler See
  • Ratzeburger See (zwei hundefreundliche Badestellen)

Thüringen

  • Rösteich

Regeln für einen Tag am Badesee mit Hund

Damit euer Ausflug zum Badesee für alle Beteiligten ein Erfolg wird, gilt es einige Regeln zu beachten.

1. Gebt auf andere Badegäste acht!

Eine der wichtigsten Regeln am Badesee mit Hund ist es, auf die anderen Badegäste Rücksicht zu nehmen! Oftmals sind Hunde an den Seen nur gestattet, wenn sie keine anderen Badegäste stören oder gefährden. So solltet ihr selbstverständlich gerade am See, an dem viele barfuß herumlaufen, alle Häufchen sofort aufsammeln. Zudem solltet ihr darauf achten, dass euer Hund nicht dort schwimmt, wo kleine Kinder im Wasser sind. Viele Eltern sehen es nicht gerne, wenn der 50 Kilo schwere Hund direkt neben ihrem Kind ausgelassen planscht. Außerdem ist nicht jeder begeistert, wenn der Hund sich mitten auf der Liegewiese das nasse Fell ausschüttelt. Sucht euch daher möglichst eine ruhige Badestelle. So fühlen sich Badegäste ohne Hund nicht gestört.

2. Achtet auf die Gesundheit des Hundes!

Achtet bei der Anfahrt zum Badesee auf einen sicheren Transport des Hundes, in einer Hundebox oder angeschnallt auf dem Rücksitz. Am Badesee angekommen sollte der Vierbeiner nicht sofort vom aufgeheizten Auto ins kalte Seewasser springen. Das belastet den Kreislauf stark und kann zu einem Kollaps führen. Sucht euch also zuerst einen gemütlichen Liegeplatz im Schatten bevor es ins kühle Nass geht. Bei besonders starker Hitze könnt ihr eine Hunde-Kühlmatte auslegen. Während des Badens solltet ihr auf Glasscherben oder scharfkantige Metallstücke achten. Tritt sich euer Hund eine Scherbe in die Pfote, kann sich das entzünden und Schmerzen verursachen. Zur Vorbeugung könnt ihr eurem Hund sichere Pfotenschuhe anziehen. Bietet eurem Hund zudem besonders an Seen mit nicht so guter Wasserqualität sein eigenes frisches Wasser an.

3. Zwingt euren Hund zu nichts und habt Spaß!

Das Wichtigste beim Baden mit Hund ist, dass alle Beteiligten Spaß haben. Besonders wenn euer Hund vorher noch nie Schwimmen war, ist er vielleicht zunächst skeptisch. Seid also nicht enttäuscht, wenn ihr am See ankommt und der Vierbeiner überhaupt nicht schwimmen möchte. Lasst ihn ganz behutsam im flachen Wasser nach Leckerlis fischen oder spritzt ihn einfach etwas nass. Vielleicht wartet euer Vierbeiner nur darauf, dass ihr euch mit in die Fluten stürzt? Bei vorsichtigen Hunden gilt es, alles auszuprobieren, die Hunde jedoch zu nichts zu zwingen. Einige Hunderassen wie der Mops oder die Französische Bulldogge sind anatomisch bedingt keine guten Schwimmer. Diese Vierbeiner könnt ihr gut mit einer Hunde-Schwimmweste unterstützen.

Viele Hunde, darunter besonders Golden Retriever und Neufundländer, können gar nicht genug vom Wasser bekommen. Mit diesen eifrigen Vierbeinern könnt ihr jedes abenteuerliche Wasserspiel ausprobieren. Besonders toll eignet sich schwimmfähiges Spielzeug, das euer Liebling apportieren kann. Wie wäre es außerdem mit einem kleinen Wettschwimmen? Eurer Kreativität sind beim Spielen im Wasser keine Grenzen gesetzt. Achtet jedoch darauf, dass sich euer Hund nicht überanstrengt oder unterkühlt.

Wenn ihr diese Hinweise beachtet und euch einen sonnigen Tag aussucht, steht einem Ausflug zum Badesee mit Hund nichts im Wege!

Geht ihr mit eurem Hund öfter baden? Worauf sollte man eurer Meinung nach achten? Berichtet uns von euren Erfahrungen in den Kommentaren!

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