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Sibirische Katze Steckbrief

Die hübsche Waldkatze im Portrait

Die Sibirische Katze ist eine halblanghaarige Hauskatze aus Russland, die ohne züchterisches Zutun entstand. Im Steckbrief bekommt ihr alle Informationen über die Geschichte, den Charakter und die Haltung der ursprünglichen Waldkatze.

Geschichte und Herkunft der Sibirischen Katze

Die Sibirische Katze ist unter dem Namen Sibirskaja Koschka schon seit hunderten von Jahren in Russland als Hauskatze bekannt. Sie entstand auf natürliche Weise ohne gezielte Zuchtbemühungen und zählt damit als Naturrasse zu den Waldkatzen. Über die Vorfahren der Sibirierin gibt es nur wenig Erkenntnisse. Die ersten langhaarigen Katzen aus der Sowjetunion tauchten auf einer Ausstellung in Jahre 1871 in London auf. Die gezielte Züchtung der Sibirischen Waldkatze begann in den 1970er Jahren in Russland. In die DDR kamen die Katzen vermutlich durch Arbeiter, die in Sibirien tätig waren. Dort wurde schon 1987 ein erster Standard aufgestellt und Katzen auf Ausstellungen präsentiert. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann sie sich auch im Westen auszubreiten und wurde 1991 als Sibirische Katze offiziell anerkannt. Seitdem verbreitet sich die Rasse auf der ganzen Welt und ist eine beliebte Hauskatze für Familien.

Wesen und Charakter

Der Charakter der Sibirischen Katze zeichnet sich durch eine gute Mischung aus Anhänglichkeit und natürlicher Wildheit aus. Auf der einen Seite ist die Waldkatze eher ursprünglich und damit ein ausgezeichneter Jäger. Auf der anderen Seite brauchen sie ihre täglichen Streicheleinheiten und sind sehr menschenbezogen. Die agile Katze ist interessiert an allem, was um sie herum geschieht und hat einen starken Bewegungsdrang. Langweilig wird es mit einer Sibirierin auf jeden Fall nicht, denn die Katzen liegen nur ungern faul herum. Die sozialen Vierbeiner brauchen den Kontakt zu anderen Katzen und sind nicht gerne alleine zuhause. Generell reagieren sie auf ungewohnte Situationen gestresst und brauchen Zeit um sich einzugewöhnen. Mit entsprechender Gewöhnung an Hunde und andere Haustiere, stellt auch dies kein Problem dar.

Aussehen der Sibirischen Katze

Die Sibirische Katze zeichnet sich durch ein sehr dichtes, wasserabweisendes Fell aus, dass sie auch im sibirischen Winter warm und trocken hält. Um den Hals und die Brust bilden die Katzen im Winter einen auffälligen Kragen und besonders plüschiges Fell an den Hinterbeinen. Die großen, rundlichen Pfoten haben „Schneeschuhe“ zwischen den Zehen. Auffällig sind auch die sogenannten „Luchspinsel“, die manchen Vertretern der Rasse ein wildes Aussehen verleihen. Die großen, leicht schräg stehenden Augen sind meist entweder grün oder bernsteinfarben. Lediglich die Point-Variante der Sibirischen Katze hat blaue Augen. Die muskulösen Katzen sind schwer und erst mit drei Jahren vollständig ausgewachsen. Weibliche Katzen können drei bis sechs Kilo auf die Waage bringen, während Kater sogar bis zu neun Kilo schwer werden.

Sibirische Katze

Die Sibirische Katze ist neugierig und verspielt.

Haltung und Pflege

Freigänger oder Wohnungskatze?

Die Sibirische Katze ist eine naturverbundene Rasse, die bei ermöglichtem Freigang viel Zeit draußen verbringt. Die selbstständige Katze liebt es stundenlang durch die Natur zu streifen, zu jagen und die Umgebung zu erkunden. Als guter Jäger bringt die Sibirische Katze oft ihre Beute mit nach Hause. Das Entsorgen von toten Vögeln und Mäusen ist nicht jedermanns Sache und sollte vor der Anschaffung bedacht werden. Bei reiner Wohnungshaltung zählt eine große Wohnung mit einem stabilen Kratzbaum zur Mindestausstattung. Ideal wäre ein gesicherter Garten, wo die Katze ihren Bewegungsdrang ausleben kann. Mit den passenden Vorkehrungen lebt eure Katze auch dann glücklich und zufrieden.

Wie viel Beschäftigung braucht die Sibirische Katze?

Als bewegungsfreudige Rasse, benötigt die Sibirische Katze viel Platz zum Spielen und Jagen. Am liebsten beschäftigen sich die selbstständigen Katzen alleine und erkunden ihre Umgebung. Natürlich mögen sie es besonders im jungen Alter trotzdem, wenn man sie mit einer Spielangel oder Mäusen beschäftigt. Auch Intelligenzspielzeug für Katzen lastet die Samtpfoten gut aus und fördert ihre Intelligenz. Gerne spielt sie auch mit Artgenossen und sollte deshalb nicht alleine gehalten werden. Als eine der wenigen Katzen mögen die Sibirier es mit Wasser zu spielen und lassen sich auch lange Zeit mit einem tropfenden Wasserhahn beschäftigen.

Sibirische Katze

Die Sibirische Katze ist gerne draußen unterwegs.

Fellpflege und Fütterung

Ihr solltet die Sibirische Katze schon früh an die Fellpflege gewöhnen, damit es für beide Seiten angenehm wird. Das dichte Winterfell kann die Waldkatze nämlich nicht alleine pflegen. Sie braucht eure Unterstützung. Wöchentliches Kämmen hilft während des Fellwechsels Verfilzungen vorzubeugen und stärkt die Beziehung zu eurem Stubentiger. Im Sommer benötigt die Sibirische Katze keine zusätzliche Fellpflege. Der gesamte Pflegeaufwand ist damit um einiges geringer als bei der Perserkatze. Bei der Ernährung ist die Rasse nicht besonders schwierig und kann wie jede andere Rasse herkömmliches Katzenfutter essen. Aufgrund ihres hohen Bewegungsdrangs haben sie einen hohen Energiebedarf und neigen nur selten zu Übergewicht.

Anschaffung einer Sibirischen Katze

Vor der Anschaffung einer Sibirischen Katze gilt es einen seriösen Züchter zu finden. So gelingt es euch am besten ein reinrassiges und gesundes Kätzchen zu bekommen. Außerdem sind die Katzen meist schon stubenrein, geimpft und gechipt. Schaut euch vor dem Kauf im Idealfall auch die Elterntiere an. Der Preis einer Sibirischen Katze liegt zwischen 700 bis 1.000 Euro. Der Preis hängt dabei hauptsächlich davon ab ob ihr eine Liebhaberkatze oder eine Zuchtkatze kauft.

Interessantes und Wissenswertes

Neva Masquarade

Als besondere Variante der Sibirischen Katze hat sich die sogenannte Neva Masquerade herausgebildet. Mit der Point-Färbung und den blauen Augen genießt sie einen hohen Stellenwert bei Züchtern der Sibirier. Seit 2011 ist sie als eigenständige Rasse anerkannt. Durch eine besondere Genmutation haben diese Katzen eine helle Fellfarbe mit dunklen Stellen an Ohren, Gesicht, Schwanz und Beinen. Man unterscheidet dabei die drei Kategorien Colour Point, Bicolor und Mitted.

Die Neva Masquarade hat eine besondere Fellfärbung.

Schon gewusst?

  • Die Sibirische Katze ist die einzige Waldkatze, die auch eine Point-Variante beinhaltet.
  • Im Film „Voll Verkatert“ stellt eine Sibirische Katze den Hauptcharakter Mr. Kuschelpuschel dar.
  • Vor 1991 hieß die Rasse offiziell noch Sibirische Waldkatze.
  • Die Sibirische Katze gilt als geeignet für Allergiker, da sie nur geringe Mengen des  Allergikerproteins FelD1 produziert.

Ihr seid auch große Fans der Sibirischen Katze oder wollt euch bald eine zulegen? Erzählt mir in den Kommentaren, was den Stubentiger so besonders macht!

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