Prevent a Bite – Kindergartenkinder sollen den richtigen Umgang mit Hunden erlernen

Es gibt viele Situationen in denen Kinder und Hunde aufeinandertreffen. Auf dem Spielplatz, dem Schulweg, in der Stadt, im Park oder bei einem Besuch bei Verwandten oder Freunden, die einen Hund besitzen, begegnen Kinder den Vierbeinern und dann ist es wichtig, dass sie wissen, wie sie mit dem Hund umzugehen haben. In der Schweiz gibt es das Programm „Prevent a Bite“, dass sich mit der Prävention von Hundebissen auseinadersetzt und Kindern den richtigen Umgang mit Hunden näher bringen soll.

Der richtige Umgang mit Hunden

Ein Kind, dass auf einen fremden Hund zurennt, ihm an den Ohren und dem Schwanz zieht und auf ihm reiten möchte muss mit einer abwehreden Reaktion des Hundes rechnen, die sich beispielsweise durch ein tiefes Knurren äußert. Damit Kinder lernen, wie sie mit den Vierbeinern umgehen sollen und um Hundebisse zu vermeiden, betreibt der Zürcher Hundeverband seit 2006 das Programm „Prevent a Bite“, bei dem schweizer Tierfreunde Kindern in Kindergärten und Schulklassen den Umgang mit Hunden näherbringen. Entwickelt wurde das Programm in den achziger Jahren von dem englischen Hundetrainer John Uncle und seit der Einführung des Programms hat sich die Zahl der Hundeteams bereits gut verdoppelt. Es scheint also ein voller Erfolg zu sein.

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Ablauf des Programms zur Prävention von Hundebissen

Ein Kurs im Kindergarten oder einer Schulklasse läuft zunächst so ab, dass vier Hunde die Kinder die im Stuhlkreis sitzen begrüßen und beschnuppern. Diejenigen, die von den Vierbeinern nicht begrüßt werden möchten, dürfen sich hinter ihren Stuhl stellen und nach dem ersten Rundgang und der Begrüßung dürfen sich die Hunde erstmal abseits hinlegen. Dann übernehmen die Handpuppen Lilli und Struppi das Programm. Mit den Puppen soll den Kindern spielerisch beigebracht werden wie sie sich gegenüber den Tieren verhalten sollten. Sie lernen, dass man nicht wild kreischend und mit einem Spielzeug fuchtelnd vor Stuppi herumlaufen soll, dass man beim Füttern eines Hundes stillstehen soll und am Besten die Hände runterhält und wegschaut, wenn ein fremder Hund sich ihnen nähert. Auch wenn die Fellnasen schlafen oder fressen möchten sie nicht gestört werden und einen fremden Hund sollte man ohne Erlaubnis des Besitzers niemals anfassen, denn schließlich weiß der Hundebesitzer ob der eigene Hund gerne von Fremden angefasst wird oder vielleicht ängstlich oder aggressiv ist. Nach dem spielerischen Erklären mithilfe der Handpuppen Struppi und Lilli kommen die echten Hunde wieder zum Einsatz. Nun dürfen die Kinder das eben Erlernte anwenden und die Hunde streicheln und füttern. Diese Kurse machen den Kindern nicht nur einen riesen Spaß sondern soll ihnen vor allem den Umgang mit Hunden beibringen, damit sie richtig reagieren, wenn sie auf einen Vierbeiner treffen!

Was haltet ihr von dem Hundebiss-Präventionsprogramm für Kinder, dass ihnen den richtigen Umgang mit Hunden erklären soll?

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