24.03.2022

Katze frisst nicht

Ursachen und Handlungsempfehlungen

Die Katze gehört, neben dem Hund, in Deutschland zu den beliebtesten Haustieren. Aber häufig plagt auch die süßen und eigenständigen vierbeinigen Freunde manches Zipperlein, oder aber das Essen trifft einfach nicht ihren Geschmack und eure Katze frisst nicht. Die Ursachen für die Futterverweigerung sind vielfältig. Was gilt es also zu tun, wenn die Katze nicht mehr frisst und ihr euch darum sorgt? Die nachfolgenden Absätze sollen die Thematik einmal näher erläutern und euch im praktischen Alltag mit euren Freunden eine Hilfestellung bieten können.

Katze frisst nicht mehr – woran kann es liegen?

Die Katze riecht am Futter, aber frisst nicht. Vor diesem Problem stand so gut wie jeder Katzenbesitzer schon einmal. Das ist an sich kein Problem, denn häufig sind die Tiere sehr wählerisch und essen einfach nicht alles. Auch andere ganz normale Gründe können in Betracht kommen. Wenn ihr beispielsweise eure Katze an diesem Tag in einem besonderen Maß mit Leckerlis belohnt habt, dann wird sie später auch weniger fressen. Problematisch wird es, wenn der Zustand länger anhält oder andere Symptome hinzukommen.

Ein starker Haarausfall, Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder Stimmungsschwankungen gegenüber Artgenossen und Haltern können auf ein ernsthaftes gesundheitliches Problem hinweisen und haben in der Kombination, aber auch alleine häufig tiefere gesundheitliche Ursachen. Die Katze frisst nicht mehr und zieht sich zurück ist ebenfalls ein Hinweis auf ein bestehendes gesundheitliches Problem, welches ihr unbedingt beachten solltet. Auf diese Anzeichen sollte ihr deswegen unbedingt achten, wenn die Katze nicht mehr frisst:

  • allgemeines Ernährungsverhalten und Vorlieben
  • starker oder deutlich verstärkter Haarverlust
  • Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Rückzug
  • Sind Stressfaktoren für das Tier vorhanden?
  • Mundhygiene des Tieres

Katze frisst nicht, wie lange warten?

Die Katze frisst nicht mehr, und jetzt herrscht bei euch Panik? Erst einmal herunterkommen! Denn in den meisten Fällen hat das Verhalten des Tieres einen ganz normalen Hintergrund und ist an sich nichts Außergewöhnliches. Dennoch kann natürlich ein ernsthaftes Problem der Hintergrund sein. Grob gilt die Faustformel von zwei Tagen. Wenn das Tier länger als zwei Tage wenig, oder gar nichts isst und auch Leckerlis verweigert, dann liegt ein ernsthaftes Problem vor. Der Gang zum Tierarzt darf dann auf keinen Fall verschoben werden und sollte im idealen Fall sofort stattfinden. Sollten weitere ernste Anzeichen (z.b. Rückzug oder Haarverlust) hinzukommen, dann müsst ihr sofort zum Tierarzt!

Alte Katze frisst nicht mehr

Eine alte Katze frisst nicht mehr, so lautet zumindest ein Sprichwort. Das ist so zwar nicht ganz wahr, hat aber auch einen richtigen Hintergrund. Wie beim Menschen auch sinkt bei einer Katze im fortschreitenden Alter der Energiebedarf. Das Tier isst also nicht weniger, weil es ungesund ist. Es will einfach gesund bleiben und nimmt nur noch die benötigte Menge an Nährstoffen und Energie auf. Hier hilft oft ein kleiner Trick: Anstelle einer großen Portion einfach den Futternapf in regelmäßigen Abständen mit kleinen Portionen wieder auffüllen. Das Tier nimmt dann die benötigte Menge in seiner passenden Bedarfsgröße auf und sättigt sich eigenständig. Insgesamt sinkt im Alter der Futterverbrauch, aber das ist alleine noch lange kein Grund zur Sorge. Erst wenn andere Begleiterscheinungen auftreten, wird der Besuch beim Tierarzt unumgänglich.

Katze riecht am Futter, aber frisst nicht

Hier kommen wir zu einem Punkt, den jeder Katzenbesitzer schon einmal erlebt hat. Dabei handelt es sich um eine der schönsten Eigenschaften von Katzen, die von vielen gerne als „wählerisch“ beschrieben wird. Katzen essen nicht nur einfach, sie sind Feinschmecker und erwarten von ihren Besitzern einen reichhaltig gedeckten Tisch. Wenn die Katze am Futter riecht, dann ist das in der Regel ein sehr gutes Zeichen. Sie hat den Ort des Futters lokalisiert, es beschnuppert und kategorisiert, aber schlichtweg entschieden nicht zu essen. Das hat in den seltensten Gründen einen gesundheitlichen Hintergrund. Vielmehr teilt die Katze damit auf eine subtile Art und Weise mit, dass gefälligst etwas anderes angerichtet werden soll. Hier hilft es, wenn ihr eine Umstellung der Ernährung in Betracht zieht und diese nach dem Geschmack eures Tieres ausrichtet. Dann wird es wie gewohnt fressen und den Napf leeren.

Katze frisst gewohntes Nassfutter nicht mehr

Die Katze frisst wenig und frisst nicht das gewohntes Nassfutter? Auch das ist in der Regel kein Problem. Bei Nassfutter ist die Katze oft noch wählerischer und hat die höchsten Ansprüche. Auch hier sollte eine Ernährungsumstellung unbedingt in Betracht gezogen werden. Es gibt auch die Strategie das Tier einfach gezielt hungern zu lassen und dabei den Napf steht voll zu halten. Das funktioniert zwar auch, allerdings verschiebt man das Problem nur auf den nächsten Zeitpunkt. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Nassfutter im Topf an Qualität verliert und so gesundheitliche Risiken durch schlechte Qualität und Stress für das Tier entsteht. Keine gute Alternative! Wer sein Tier liebt, der kümmert sich intensiv um die Ernährung der Katze und organisiert ihr genau das Futter, dass auch wirklich schmeckt und den anspruchsvollen Gaumen des Tieres überzeugen kann.

Katze frisst wenig? So viel sollten Katzen fressen

Jede Katze hat einen ganz individuellen Energiebedarf, der von verschiedenen Faktoren abhängt. Ist das Tier kastriert, oder sterilisiert, hat es viel Freilauf oder ist es eine Hauskatze und wie alt ist das Tier? Diese Fragen fließen in die Futterplanung mit ein und legen den Bedarf an Futter fest. Grundsätzlich gilt die grobe Faustformel, dass eine Katze einen ungefähren Bedarf an 160 Gramm Nassfutter pro 2 KG Lebensgewicht hat. Säugende Tiere haben einen deutlich höheren Bedarf, der sich signifikant bemerkbar machen kann.

Jede Futtermenge, die deutlich über dem durchschnittlichen Bedarf liegt und nicht durch Bewegung kompensiert werden kann, ist ein potenzielles Risiko für die Gesundheit des Tieres. Man sollte also immer kalkulieren, ob das Tier auch wirklich genügend Auslauf hat und so die zugenommene Energie wieder verbrennen kann. Katzen mit einer mangelnden Bewegung neigen zur Übergewichtigkeit und das ist ein hohes gesundheitliches Risiko für das Tier. Hauskatzen sollten deswegen nicht unbedingt nur mit Nassfutter gefüttert werden. Je kleiner die Wohnung ist, umso höher sollte der Anteil an Trockenfutter im wöchentlichen Futterplan sein. Denn im Gegensatz zu Nassfutter versorgt Trockenfutter das Tier mit Nährstoffen und weniger Fett. Eine ideale Ergänzung, die der Gesundheit der Katze zuträglich ist.

Hat eure Katze schon mal das Futter verweigert? Erzählt uns mehr in den Kommentaren!

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