10.08.2019

Was dürfen Katzen nicht fressen?

Diese 10 Lebensmittel sind giftig!

Katzen sind bekanntlich wählerisch, wenn es um ihr Fressen geht. Bevor etwas Neues im Katzenmagen landet, wird geschnuppert und geschleckt. Dabei achten sie jedoch nicht darauf, ob das Brot, welches ihre Menschen auf dem Tisch haben liegen lassen, gesund ist. Darauf zu achten, was gesund und was schädlich für die Samtpfoten ist, ist eure Aufgabe. Doch was dürfen Katzen nicht fressen? Wir klären euch über giftige Lebensmittel und deren Wirkung auf.

Top 10 der ungesunden & giftigen Lebensmittel für Katzen

1. Schokolade & Kakao

Jeder Tierbesitzer sollte wissen, dass Schokolade für Tiere schädlich ist. Dennoch meinen es zum Beispiel Kinder manchmal zu gut mit ihren tierischen Familienmitgliedern. Was kann das zur Folge haben? Das in Kakaobohnen enthaltene Purinalkaloid Theobromin kann im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen. Der Giftstoff wird von Tieren nur langsam ausgeschieden und kann sich im Blut anreichern. Schon nach vier Stunden können erste Vergiftungserscheinungen auftreten. Je höher die Dosierung der Süßigkeit, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Vergiftung.

Sobald die ersten Symptome einer Vergiftung auftreten, solltet ihr schnell handeln. Beginnend mit Verdauungsbeschwerden, treten anschließend Symptome, wie Durchfall, Erbrechen und ein erhöhter Blutdruck auf. Auch ein geschwollener Bauch und unruhiges Verhalten des Tieres, welches durch Krampfanfälle verstärkt wird, sind Anzeichen einer Vergiftung durch Theobromin. Schwere Herz-Kreislauf-Probleme können letztendlich sogar zum Tod führen.

2. Thunfisch

Katzen lieben Thunfisch. Was die wenigsten jedoch wissen ist, dass Thunfisch für Katzen ungesund sein kann. In der Fischsorte ist Methylquecksilber enthalten und dies kann der Gesundheit schaden. Ganz auf ihre Lieblingsspeise verzichten müssen Katzen deswegen aber nicht. Bekommt die Samtpfote gelegentlich eine kleine Portion des Fisches, ist dies unbedenklich. Der Verzehr größerer Mengen kann zu Nierenproblemen oder sogar zu einer Fettleber, Herz- und Augenerkrankungen führen.

Wenn ihr eurer Katze gelegentlich Thunfisch füttert, achtet darauf auf Produkte aus dem Tierhandel zurückzugreifen. Der für uns Menschen geeignete Thunfisch aus der Dose enthält viel Salz und Gewürze, die dem Tier zusätzlich schaden.

3. Zwiebeln, Schnittlauch & Knoblauch

Was für uns völlig unbedenklich und alltäglich ist, kann für unsere tierischen Mitbewohner „reines Gift“ sein. Das ist bei Lauchgewächsen der Fall. Hierzu zählen sowohl Küchenzwiebeln, als auch Schnittlauch und Knoblauch. Schon kleine Mengen der Gewächse können Erscheinungen einer Vergiftung hervorrufen. Dabei ist es egal, ob die Katze das Lauchgewächs roh, gekocht oder getrocknet verzehrt. Grund für die Vergiftungsgefahr sind Schwefelverbindungen, die die roten Blurkörperchen der Katzen zerstören.

Erbricht sich das Tier oder leidet unter Durchfall, so können dies erste Anzeichen für eine Vergiftung darstellen. Durch die Verminderung der roten Blutkörperchen leidet das Tier unter einer Blutarmut. Hinzu kommt häufig, dass die Atem- und Herzfrequenz der Samtpfoten erhöht ist, die Schleimhäute blass sind und der Urin sich dunkel verfärbt. Im schlimmsten Fall stirbt das Tier an der Vergiftung.

4. Rohes Schweinefleisch

Es gibt mittlerweile einige Katzenbesitzer, die ihre Sampfoten BARFen, das bedeutet mit rohem Fleisch füttern. Dabei sollten sie auf Schweinefleisch jedoch lieber verzichten. Beim Fressen des Fleisches besteht die Gefahr, dass die Katze sich mit dem Aujeszky-Virus infiziert. In den meisten Fällen verläuft die Viruserkrankung tödlich.

Der Erreger der Aujeszkyschen Krankheit, den infizierte Schweine übertragen, zählt zu den Herpes-Viren. Nimmt die Katze die Viren durch das Futter auf, so wandern sie zunächst in den Magen-Darm-Trakt. Von dort aus gelangen sie in das Gehirn des Tiers. Im Gehirn zerstören die Viren das Nervengewebe und das führt letztendlich zum schnellen Tod.

Folgende Symptome können bei der Infizierung mit dem Aujeszky-Virus auftreten:

  • Unruhe
  • Häufiges miauen
  • Speicheln
  • Erbrechen
  • Aggressives Verhalten
  • Juckreiz
  • Bewegungsstörungen
  • Lähmung

5. Leber

Wusstet ihr, dass Leber viel Vitamin-A enthält? Bekommt die Katze zu viel davon, kann es zu Knochenproblemen, Lähmungserscheinungen, Nierenschädigungen und Gelenksveränderungen kommen. Das liegt daran, dass sich das fettlösliche Vitamin A im Nieren- und Lebergewebe der Katze anreichert und so das Gewebe schädigt. In schlimmen Fällen führt eine Vitamin-A Vergiftung sogar zum Tod.

Bevorzugt ihr für eure Katze die Rohfütterung (BARF), so ist strengstens darauf zu achten, dass Leber maximal 3-5% der Fleischmenge ausmacht.

6. Steinobst & Weintrauben

Obst ist für uns Menschen gesund, gehört aber nicht auf den Speiseplan einer Katze. Vor allem Steinobst, Weintrauben und Rosinen sollten nicht im Napf des tierischen Mitbewohners landen. In Steinobst wie Pflaumen, Aprikosen und Pfirsichen sind Toxine enthalten, die sich zu Blausäure entwickeln können. Das hat zur Folge, dass bei der Katze typische Symptome einer Vergiftung, wie Übelkeit, Erbrechen sowie Herzklopfen und Atembeschwerden, auftreten können.

Ebenfalls meiden sollten die Stubentiger Weintrauben und Rosinen. Wie empfindlich ein Tier auf die Trauben reagiert ist unterschiedlich und zum Teil abhängig von der Menge und dem Körpergewicht. Nach dem Verzehr können Symptome, wie Appetitlosigkeit, Magenschmerzen sowie Durchfall auftreten. Eine starke Vergiftung schädigt sogar die Nieren des tierischen Familienmitglieds.

7. Milch & Milchprodukte

Dürfen Katzen Milch trinken? – Das ist eine Frage, die viele Katzenbesitzer beschäftigt. Kitten können Milch, im Gegensatz zu ausgewachsenen Katzen, noch gut verdauen. Das liegt daran, dass sie das Enzym Lactase produzieren, in der Zeit, in der sie Muttermilch trinken. Wachsen sie heran, reduziert sich die Lactaseproduktion und es kommt zu Unverträglichkeiten.

Nebenwirkungen dieser Unverträglichkeit können Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen sein. Aber auch Leberschäden, Übergewicht und Zahnprobleme können in Folge der Einnahme von Milch auftreten.

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8. Avocado

Die Avocado ist ein beliebtes Superfood, da sie ungesättigte Fettsäuren und viele Vitamine enthält. Dadurch mag sie für Menschen gesund sein, für Katzen aber nicht. In der Frucht enthalten ist neben den Vitaminen auch Persin, eine Substanz mit toxischer Wirkung auf Tiere. Frisst die Katze eine Avocado, kann die daraus resultierende Vergiftung letztendlich zum Tod führen.

Nach dem Verzehr können bei der Katze Symptome, wie Atemnot, Husten, Bauchwassersucht und Unterhautödeme vorkommen. Auch eine erhöhte Herzfrequenz deutet auf eine Vergiftung hin. Daraus resultiert häufig eine Herzmuskelschwäche. Behandeln lässt sich die Vergiftung nur schwer, weshalb es zum Tod des Tieres kommen kann.

9. Rohe Kartoffeln

Von rohen Kartoffeln sollten nicht nur Katzen ihre Pfoten, sondern auch Menschen ihre Finger lassen. In den Nachtschattengewächsen enthalten ist der Giftstoff Solanin, der vor allem in den grünen Stellen der Kartoffel vorkommt. Dieser ist sowohl für Tiere als auch für Menschen gefährlich. Im gekochten Zustand stellen die Kartoffeln keine Gefahr mehr da, ihr solltet aber darauf achten, dass Kochwasser wegzuschütten. Hier sammelt sich das Solanin an. Bei unseren miauenden tierischen Mitbewohnern treten Vergiftungserscheinungen bereits auf, wenn sie nur eine kleine Menge roher Kartoffeln fressen.

Symptome an der ihr die Vergiftung eurer Katze erkennen könnt, sind Erbrechen, Durchfall und Desorientierung. Aber auch Magenkrämpfe und Verwirrtheit können das Tier im Ernstfall plagen.

10. Kohl und Hülsenfrüchte

Was schon bei Menschen oft zu Blähungen führt, ist Kohl. Bei Katzen ist das ähnlich, denn sie können sowohl Kohl als auch Hülsenfrüchte nicht verdauen. Das verursacht auch bei den Tieren Blähungen. Bei Hülsenfrüchten kommt hinzu, dass zum Beispiel Bohnen, Erbsen und Linsen Toxine wie Phasin enthalten. Verzehren die schnurrenden Mitbewohner die Früchte, können die folgenden Symptome auftreten:

  • Bauchkrämpfe
  • Erbrechen
  • Blutiger Durchfall
  •  Kreislaufkollaps

Wie vermeide ich, dass meine Katze giftige Lebensmittel frisst?

Im Gegensatz zu Hunden, sind Katzen wählerischer, was das Essen betrifft. Dennoch kann es sein, dass sie Gefallen daran finden ihren Besitzern das Essen zu klauen. Besonders junge Katzen sind noch sehr neugierig und probieren gerne mal etwas Neues aus. Deswegen ist es ratsam keine Essensreste auf dem Tisch oder der Arbeitsplatte stehen zu lassen. Alternativ könnt ihr auch eine Abdeckhaube über die Teller stülpen. Macht euch außerdem bewusst, dass ein Tier am besten die eigene Nahrung verträgt und nicht alles, was für Menschen geeignet ist, auch Katzen fressen dürfen.

Neben den oben genannten Lebensmitteln sind auch Salz, Alkohol, Kohlenhydrate, Hefe und Kaffee schlecht für die tierischen Mitbewohner.

Der Notfall tritt ein- Was ist jetzt zu tun?

Wenn eure Katze doch mal etwas ungesundes oder sogar giftiges gefressen hat, gilt es die Symptome richtig zu deuten.

Diese Symptome treten häufig in Zusammenhang mit einer Vergiftung durch Lebensmittel auf:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Zittern
  • Speicheln
  • Krämpfe
  • Fieber

Nachdem die Frage „Was dürfen Katzen nicht fressen?“ geklärt ist, befassen wir uns nun mit dem Notfallplan, wenn die Tiere doch etwas Unerlaubtes gefressen haben. Habt ihr mitbekommen, wie eure Katze etwa Schokolade, Rosinen oder zum Beispiel rohe Kartoffeln verspeist hat, informiert den Tierarzt. Werdet jedoch nicht unruhig oder hektisch, denn das überträgt sich auf euren tierischen Mitbewohner. Habt ihr nicht mitbekommen, was eure Katze gefressen hat, weist sie aber die aufgelisteten typischen Symptome einer Vergiftung auf? Dann bringt das Tier ebenfalls in die tierärztliche Praxis eures Vertrauens. Es ist für den Tierarzt hilfreich, wenn ihr die verdächtigen, giftigen Lebensmittel mitbringt, wenn möglich sogar mit Verpackung. Auch angefressene oder erbrochene Lebensmittel können bei der Ursachenforschung helfen.

Bei schneller tierärztlicher Behandlung geht es euren Katzen sicher schnell besser.

Klaut eure Katze gerne Essen vom Tisch? Oder habt ihr sogar schon Erfahrung mit Vergiftungen eurer Katze gemacht? Teilt es uns in den Kommentaren gerne mit! 

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Alle Kommentare (1)

Conny
17.05.2019 20:38 Uhr

Oh ja meine Katze klaut gerne Essen vom Tisch oder schleckt die Reste auf. Bis jetzt habe ich das mit ein schmunzeln gedultet aber jetzt sehe ich das anders und werde es verhindern .Danke

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