18.04.2019

Was dürfen Hunde nicht fressen?

Diese 10 Lebensmittel sind giftig!

Ein lieber Hundeblick genügt und schon lasst ihr unauffällig einen leckeren Happen vom Tisch fallen. Gelegentliche Leckerbissen vom Tisch schaden ja nicht oder? Falsch gedacht. Leider sind viele vermeintlich harmlose Lebensmittel für Hunde absolut giftig!

Zehn giftige Lebensmittel für Hunde

Ihr fragt euch, was Hunde nicht fressen dürfen? Wir haben euch eine Übersicht der beliebtesten Lebensmittel zusammengestellt, die Hunde nicht fressen sollten. Wenn ihr darauf achtet, dass euer Hund diese meidet, könnt ihr ihn vor einer Vergiftung schützen.

Was dürfen Hunde nicht fressen?

1. Zwiebeln & Knoblauch

Auch wenn sie unserem Essen einen guten Geschmack verleihen, sind Zwiebeln und Knoblauch für Hunde giftig. Ganz egal ob roh, gekocht oder getrocknet – kein Hund sollte die Lauchgewächse zu sich nehmen. Die ätherischen Öle enthalten Schwefelstoffe, die die roten Blutkörperchen des Vierbeiners zerstören. Dadurch kommt es zu einer Blutarmut (Anämie), die im schlimmsten Fall tödlich endet.

Eine Vergiftung erkennt ihr durch Blut im Urin, Blutbildveränderungen, Gelbsucht, Erbrechen, Durchfall, sowie Verweigerung von Wasser und Futter.

2. Kartoffeln, Auberginen & Tomaten

Auch einige Gemüsesorten sind für Hunde im rohen Zustand nicht geeignet. Darunter befinden sich die zu den Nachtschattengewächsen zählenden Kartoffeln, Auberginen und Tomaten. Alle drei enthalten den Giftstoff Solanin, der vor allem in den grünen Stellen auftritt. Besonders rohe oder keimende Kartoffeln sind für Hunde gefährlich. Wichtig ist auch, das Kochwasser wegzuschütten, da sich dort die Giftstoffe sammeln. Überreife Tomaten, ohne grüne Stellen, sind roh hingegen unbedenklich.

Hat der Hund rohe und unreife Nachtschattengewächse, die Solanin enthalten, gefressen, können folgende Symptome auftreten: Durchfall, Erbrechen, Störungen der Gehirnfunktion und Schleimhautreizungen.

3. Rohe Hülsenfrüchte

Ungekochte Hülsenfrüchte stellen nicht nur für Hunde, sondern auch für Menschen eine Gefahr da. Rohe Bohnen, Erbsen und Co. enthalten den Giftstoff Phasin und sind auf Grund dessen ausschließlich gekocht genießbar. Bei rohem Verzehr hemmt das Phasin die Proteinbiosynthese im Dünndarm und sorgt für eine Verklumpung der roten Blutkörperchen. Der Verzehr größerer Mengen kann daher tödlich enden.

Symptome der Vergiftung sind Durchfall, Erbrechen, Fieber sowie Bauchkrämpfe. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Leberschwellung oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt.

4. Obstkerne

Generell ist der Verzehr von Steinobst, wie Kirschen, Pfirsich oder Pflaumen, für Hunde unbedenklich. Gefährlich sind lediglich die Kerne. Sie enthalten das Gift Cyanid, welches im Magen zu Blausäure umgewandelt wird. Folglich blockiert die Säure die Zellteilung, die Zellen sterben ab und der Hund erstickt innerlich. Zudem ist die Verletzungs- und Verstopfungsgefahr beim Verschlucken der Obstkerne nicht außer Acht zu lassen. Also entfernt vor der Fütterung von Obst die Kerne!

Verschluckt ein Hund einen Obstkern, können Symptome, wie Atemnot, Durchfall, Fieber, Krämpfe und Erbrechen auftreten. Es besteht die Gefahr einer akuten Vergiftung.

5. Avocado

Die Avocado ist für uns Menschen ein Superfood, wohingegen sie auf Hunde negative Auswirkungen haben kann. Das Fruchtfleisch der Avocado ist für die tierischen Freunde unbekömmlich und beim Verschlucken des Kerns besteht akute Erstickungsgefahr. Die Frucht und ihre Wirkung auf Hunde ist noch nicht vollständig erforscht. Bekannt ist jedoch, dass einige Avocado-Sorten den Giftstoff Persin enthalten. Dieser kann den Herzmuskel schädigen und letztendlich sogar zum Tod des Hundes führen. Da Laien die giftigen und ungiftigen Sorten kaum unterscheiden können, ist es ratsam ganz auf die Fütterung zu verzichten.

Ist das Tier vergiftet, treten Symptome, wie Atemnot, Herzrasen, Durchfall und Erbrechen auf. Die Vergiftung kann ebenso eine Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle zur Folge haben. Der bekanntlich hohe Fettgehalt der Frucht kann zu Durchfall und Erbrechen führen.

6. Rosinen & Weintrauben

Weintrauben und damit auch Rosinen enthalten den Giftstoff Oxalsäure. Bei einigen Hunderassen kann dieser Stoff ein im schlimmsten Fall tödliches Nierenversagen auslösen. Besonders kleine Rassen, wie beispielsweise Malteser oder Yorkshire Terrier, können schon nach dem Verzehr geringer Mengen erste Symptome zeigen. Je mehr Trauben oder Rosinen der Hund zu sich nimmt, desto größer ist die Gefahr. Auch wenn ihr euch nicht sicher seid, ob euer Hund die Früchte verträgt, solltet ihr darauf verzichten.

Mögliche Symptome, die bei einer Vergiftung auftreten können, sind Erbrechen, Durchfall, Teilnahmslosigkeit und Magenkrämpfe.

7. Schokolade & Kakao

Ebenfalls zu den tödlich Lebensmitteln zählen Schokolade und Kakao. Das in den Produkten enthaltene Theobromin ist Gift für Hunde. Der Anteil des Theobromins steigt mit dem Kakaogehalt. Das bedeutet, dass Zartbitterschokolade mehr von der giftigen Substanz enthält als Vollmilchschokolade. Bereits eine geringe Menge kann bei Hunden zu Herz-Kreislaufversagen und damit letztendlich zum Tod führen. Der Stoff ist nicht nur in Kakao, sondern auch in Tee enthalten.

Symptome, die auf eine Vergiftung hinweisen, sind Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden sowie Bewusstseinsstörungen, Erbrechen oder Durchfall.

8. Rohes Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch selbst ist zwar nicht giftig, doch der rohe Verzehr kann zu einer Infektion mit dem Aujeszky-Virus führen. Dieses Herpes-Virus ist für Menschen ungefährlich, kann bei Hunden jedoch eine unheilbare Krankheit hervorrufen. Das Virus verursacht Nerven- und Hirnentzündungen, die zum Tod des Tieres führen. Wenn ihr das Fleisch bei mindestens 60° Grad kocht, sterben die Erreger und ihr könnt es bedenkenlos füttern.

Einige Symptome, wie Appetitlosigkeit, Tobsuchtsanfälle, Unruhe, Wesensveränderungen, Schäumen, Ticks oder Krämpfe können auftreten, wenn der Vierbeiner mit dem Aujeszky-Virus infiziert ist. Die Krankheit führt innerhalb von zwei Tage nach Auftreten der ersten Symptome zum Tod des Tieres.

9. Walnüsse & Macadamia Nüsse

Da Nüsse einen hohen Fettgehalt haben, sollten sie generell nicht im Futternapf des Hundes landen. Frische oder unreife Walnüsse können zudem von einem toxinbildenen Pilz befallen sein. Mit dem bloßen Auge seht ihr ihn nicht, doch er schadet dem Tier. Er kann Symptome wie Zittern, Krämpfe und sogar epileptische Anfälle auslösen. Ebenfalls giftig für Hunde sind Macadamia Nüsse. Neben einem hohen Gehalt an ungesundem Phosphor enthalten die Nüsse einen bislang unerforschten Giftstoff.

Der Giftstoff führt zur Beeinflussung des Verdauungs- und Nervensystems und ruft Symptome, wie Schwächeanfälle, Lähmungserscheinungen und Fieber hervor.

10. Alkohol

Dass alkoholische Getränke ungesund sind, ist bekannt. Die Auswirkungen, die das enthaltene Ethanol auf Hunde hat, sind jedoch um einiges stärker als auf Menschen. Im Grunde sollte es für jeden Tierbesitzer selbstverständlich sein, dass die tierischen Mitbewohner keinen Alkohol bekommen dürfen. Gerät euer Hund dennoch an einen Schluck Alkohol, kann er den Giftstoff nur langsam und unvollständig abbauen. Es reichen wenige Schlucke, um einen Hund zu töten. Auch von alkoholfreiem Bier solltet ihr Abstand nehmen, da der enthaltene Hopfen ebenfalls für Hunde giftig ist.

Symptome, die nach der Einnahme von Alkohol auftreten können, sind Atemnot, akutes Erbrechen, Krampfanfälle und Koordinationsschwierigkeiten.

Was im Notfall zu tun ist!

Habt ihr beobachtet, wie euer Hund eines der zehn Lebensmittel gefressen hat, besteht akuter Verdacht auf eine Vergiftung. Zu den häufigsten Symptomen zählen Durchfall, Erbrechen, übermäßiger Speichelfluss, Zittern, Krämpfe und Fieber. Außerdem treten punktförmige Blutungen an den Schleimhäuten sowie auffälliges Verhalten, wie Tobsuchtsanfälle oder Schwächeanfälle häufig auf. Je nachdem, was und wie viel der Hund genau gefressen hat, können weitere Symptome hinzukommen. In jedem Fall gilt es schnell zu handeln!

Um eurem Hund zu helfen, solltet ihr beim ersten Anzeichen von Symptomen unverzüglich den Tierarzt aufsuchen. Besonders wenn ihr nicht beobachtet habt, was der Hund zu sich genommen hat, ist eine schnelle Untersuchung nötig. Wenn ihr keine Möglichkeit habt, euren Hund zu fahren, gibt es in einigen Städten einen ambulanten Tierrettungsdienst. Der Tier-Krankenwagen eilt schnell zur Hilfe und organisiert im Ernstfall einen Transport in die nächstgelegene Klinik.

Wie kann ich eine Vergiftung verhindern?

Damit es nicht zu einer Vergiftung kommt, ist es wichtig genau auf die Ernährung des Hundes zu achten. Bringt dem Vierbeiner von Anfang an bei, dass er nicht vom Tisch fressen darf. Ebenso sollte er nichts von der Straße auflesen. Seid also immer achtsam. Besonders wichtig ist auch, dass alle Familienmitglieder, Verwandte und Besucher dem Hund keine unerlaubten Snacks geben. Viele wissen nicht, dass einige harmlos wirkenden Lebensmittel für Hunde hochgiftig sind. Klärt also jeden, der Kontakt zu eurem Hund hat, darüber auf! Nur so könnt ihr ihn vor versehentlichen Vergiftungen schützen.

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Alle Kommentare (1)

Adi
20.04.2019 15:44 Uhr

Bitte erwähnt doch auch den für Hunde hochstgefährlichen Süssstoff XYLIT!!!

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