17.02.2021

Haustiergesundheit rund ums Jahr

Darauf sollten Tierhalter achten

In vielen Familien gilt der geliebte Vierbeiner als vollwertiges Haushaltsmitglied – dies gilt für Hunde Katzen, aber auch Nager. Kein Wunder also, dass sich Haustierbesitzer auch im Krankheitsfall aufopfernd um ihren Liebling kümmern. Bestimmte Krankheitsrisiken treten für Tiere jedoch saisonal gehäuft auf – je nach Jahreszeit gibt es dafür passende Vorsorgemaßnahmen. Wie Tierhalter ihren vierbeinigen Freund rund ums Jahr gesund halten, verraten die folgenden Tipps.

Worauf das Augenmerk im Frühjahr besonders liegen sollte

Wenn die Tage länger werden, Krokusse und Tulpen blühen, genießen Haustierbesitzer die frische Luft am liebsten gemeinsam mit ihrem Vierbeiner. Doch die erwachende Vegetation verursacht bei Hund, Katze und Co zuweilen Atemwegsbeschwerden und Bauchweh. Darauf sollten Tierbesitzer achten:

1. Heuschnupfen beim Haustier

Wenn Hunde im Frühjahr unter geröteten und tränenden Augen leiden, kann das ein Symptom einer Pollen-Allergie sein. Ähnlich wie beim Menschen beeinträchtigt sie Schleimhäute und Atemwege, jedoch kommen die laufende Nase und das Niesen beim Hund eher selten vor. Stattdessen schwellen seine Atemwege an und verursachen pfeifende Atemgeräusche und Luftnot. Zusätzlich zeigen sich Ausschläge und juckende Ekzeme in Bereichen, die beim Spazierengehen oft mit Gräsern in Kontakt kommen: Pfoten, Unterbauch und Schnauze. Auch Freigängerkatzen entwickeln bei Heuschnupfen ähnliche Symptome: Sie niesen nicht, sondern kratzen sich häufig. Denn auf Allergene aus der Umwelt reagiert der Katzenkörper mit Haarausfall, Hautentzündungen und Krustenbildung; einer sogenannten atopischen Dermatitis.

Was können Haustierbesitzer tun?

Ähnlich wie beim menschlichen Patienten können Tierärzte per Blut- und Hauttest feststellen, ob Katze und Hund auf Pollen allergisch reagieren. Kortison und Antihistaminika helfen den Tieren dann bei akuten Beschwerden. Langfristig kann der Tierarzt eine Hyposensibilisierung durchführen, bei der das Immunsystem von Hund oder Katze allmählich an das Allergen gewöhnt wird. Und schließlich: Für Tiere gelten dieselben Regeln wie für menschliche Heuschnupfenpatienten. Idealerweise verlegen Hundehalter Spaziergänge auf Tageszeiten mit geringem Pollenflug. Die Katzen- und Hundebetten sollten Besitzer häufig absaugen und waschen. Lüften sollte man die Wohnung am frühen Morgen und am späten Abend, wenn relativ wenige Allergene durch die Luft fliegen.

2. Vorsicht Düngemittel

Wenn im Frühjahr Rasenflächen und Beete gedüngt werden, kann das für Hunde, Katzen und freilaufende Kleintiere gefährlich werden. Denn insbesondere Mineraldünger wie Blaukorn können zu Vergiftungserscheinungen mit tödlichen Folgen führen, wenn Haustiere die Körnchen fressen. Wer Tiere hält, sollte deshalb im eigenen Garten nur ungefährliche, organische Düngemittel einsetzen. Doch Vorsicht: Auch in Hornspänen kann Rizinusschrot enthalten sein, der für Haustiere giftig ist. Bei Verzehr entwickeln sie Symptome von vermehrtem Speichelfluss, über Durchfall bis hin zu Krämpfen. Kleintierbesitzer sollten deshalb gut darauf achten, wo sie das Freigehege ihrer Lieblinge aufstellen. Wer einen Welpen erzieht, lässt ihn angeleint, bis er gelernt hat, im Freien nichts vom Boden zu fressen.

3. Frisches Gras langsam zufüttern

Kaninchen und Meerschweinchen lieben frisches Gras und Kräuter – allerdings muss sich ihr Verdauungstrakt nach dem kargen Winter erst daran gewöhnen. Bekommen sie plötzlich ungewohnte Mengen von Frischfutter, kann eine Fehlgärung im Darm Durchfälle und Blähungen verursachen. Bevor der Auslauf im Garten platziert wird, sollten Kleintierbesitzer deshalb die Frischfuttermenge für Wohnungskaninchen und -Meerschweinchen allmählich steigern.

Sommer: Auch draußen kann es gefährlich werden

Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel – genau wie ihre Halter genießen die meisten Haustiere diese Jahreszeit am meisten. Doch wenn es heiß wird, lauert Gefahr durch Parasiten und Hitze:

4. Sommerzeit ist Zeckenzeit

Die kleinen Blutsauger verursachen bei Hund und Katze nicht nur schmerzhafte Schwellungen an der Biss-Stelle, sie übertragen auch Krankheiten wie Borreliose, Babesiose, Anaplasmose und FSME. Da die Übertragungswahrscheinlichkeit mit der Zeitspanne steigt, in der sich eine Zecke am Wirtstier hängt, empfiehlt es sich, das Haustier nach jedem Spaziergang bzw. Freigang abzusuchen und Zecken mit einer geeigneten Zange sofort zu entfernen.

Was lässt sich präventiv tun?

Einen wirksamen Schutz bieten sogenannte Spot-On-Präparate vom Tierarzt, die je nach Tierart und Gewichtsklasse verordnet werden. Doch Vorsicht beim engen Zusammenleben: Manche Präparate für Hunde sind giftig für Katzen; auch trächtige und laktierende Hündinnen sollten nur mit milden Spezialmitteln behandelt werden. Von bekannten Hausmitteln raten Fachleute häufig ab: So kursiert die Empfehlung, Knoblauch gegen Zecken einzusetzen, obwohl Zwiebelgewächse für Hund und Katze genrell unverträglich sind.

1. Achtung Hitzschlag!

Viele Hundehalter nehmen ihren Partner mit der kalten Schnauze überall hin mit – nur beim Einkaufen muss der Hund im Auto warten. Im Sommer kann diese Praxis zum Problem werden, da schon eine Außentemperatur von 20 Grad die Innentemperatur des Wagens nach 60 Minuten auf 46 Grad ansteigen lässt. Hier besteht die ernste Gefahr, dass der Hund einen tödlichen Hitzschlag erleidet. Ihren Hund sollten Haustierbesitzer in der heißen Jahreszeit deshalb lieber in einem kühlen Raum zuhause lassen.

Kleintiere brauchen ein angenehmes Klima

Auch bei Kleintieren müssen ihre Halter stets auf gut klimatisierte Räume achten. Denn: Kaninchen und Meerschweinchen leiden als Höhlenbewohner, wenn das Thermometer über die 20-Grad-Marke klettert – da sie empfindlich auf Zugluft reagieren, bietet ein Ventilator im Sommer aber auch keine Lösung. Besser sind feuchte Tücher, die über den Käfig gehängt werden und das Angebot von kühlem Trinkwasser. Ein Außengehege sollten Kleintierhalter nie in der prallen Sonne platzieren, sondern immer mit dem Schatten wandern lassen.

2. Fliegenmaden gefährden Stallbewohner

Kaninchen und Meerschweinchen, die im Sommer viel Frischfutter bekommen und leicht Durchfall entwickeln, sind einem hohen Risiko ausgesetzt. Denn in der mit Kot verklebten Afterregion legen Fliegen bevorzugt ihre Eier ab, woraufhin binnen Stunden ihre Maden schlüpfen. Die fressen sich durch die Haut in den Körper der Tiere und richten manchmal tödliche Schäden an. Für Kleintierhalter gilt deshalb in der heißen Jahreszeit: Der Kleintierstall muss regelmäßig ausgemistet und penibel sauber gehalten werden, um Fliegen nicht anzuziehen. Meerschweinchen und Kaninchen sollten ihre Besitzer täglich auf mögliche Durchfälle kontrollieren.

Herbst: auch Haustiere können sich erkälten

Wenn die Temperaturen sinken und es regnet, schwindet bei Mensch und Tier die Immunabwehr – die Folge können Erkältungskrankheiten sein, die auch unsere Vierbeiner befallen können. Diese Maßnahmen helfen im Herbst gegen und bei Krankheiten:

  • Erkältungen beim Hund: Wenn der Hund niest, eine laufende Nase hat und hustet, können das Anzeichen einer Erkältung sein. Manche Exemplare reiben ihre Nase auch an Gegenständen, zeigen sich appetitlos und bekommen eine erhöhte Körpertemperatur. Wichtig für Hundebesitzer: Ein Gang zum Tierarzt ist bei Erkältungssymptomen unerlässlich, damit der Fachmann andere ernste Erkrankungen wie Staupe und Zwingerhusten ausschließen kann. Bei akuten Erkältungen helfen dann Ruhe, ein warmer Liegeplatz und ausreichend Flüssigkeit. Falls der Hund nicht gern trinkt, sollte sein Halter ihm frisch gekochte Hühnerbrühe (natürlich ungewürzt!) anbieten oder sein Futter in Wasser einweichen.
  • Erkältungen bei Katzen: Niesen, Husten und geschwollene Lymphknoten am Hals sind auch bei Katzen ein Anzeichen einer Erkältung. Bei gesunden Tieren sollten die Symptome binnen einiger Tage verschwinden, bei jungen, alten und chronisch kranken Tieren sollten Halter hingegen Vorsicht walten lassen. Erkältungen werden bei Katzen oft durch das Bakterium Bordetella bronchiseptica ausgelöst, das gerade bei jungen Tieren auch zu lebensgefährlichen Lungenentzündungen führen kann. Im Zweifelsfall kann der Tierarzt den Keim per Abstrich bestimmen und der Katze ein passendes Antibiotikum verordnen.
  • Das Immunsystem stärken: Die beste Präventivmaßnahme gegen Erkältungskrankheiten ist auch bei Tieren ein starkes Immunsystem. Das können Tierbesitzer unterstützen, indem sie ihre Lieblinge nährstoffreich füttern, für ausreichend Bewegung sorgen und Stress vermeiden.

Winter: Die kalte Jahreszeit und ihre Risiken

Ähnlich wie Kinder lassen sich auch viele Vierbeiner nicht durch klirrende Kälte abschrecken: Sie lieben es, durch den Schnee zu toben und darunter Mäuse aufzuspüren. Doch Eis und Schnee bringen für Haustiere auch Risiken mit sich. Diese Tipps helfen dabei sie abzuwenden:

  • Keinen Schnee fressen lassen: Auch wenn die weiße Pracht für tierische Zungen verlockend scheint, sollten Hunde- und Katzenbesitzer ihre Lieblinge möglichst vom Schneefressen abhalten. Die Kälte und Verunreinigungen durch Split und Streusalz können bei den Tieren eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) verursachen. Als Vorbeugemaßnahme bei sehr schneehungrigen Hunden hilft es, beim Spiel keine Schneebälle zu werfen oder im Winter einen Maulkorb einzusetzen. Falls das Tier schon Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen zeigt, ist Schonkost angeraten. Besitzer von Freigängerkatzen sollten noch einmal besondere Aufmerksamkeit für Streusalz in ihrem Umfeld zeigen, da sich die Tiere das Salz bei der Fellpflege von den Ballen lecken und erkranken könnten.
  • Pflege für die Ballen: Streusalz und Split erzeugen bei Hunden im Winter rissige und aufgesprungene Ballen. Präventiv sollten Hundebesitzer bei langhaarigen Tieren deshalb die Haare zwischen den Ballen kürzen, damit sich hier keine Schneekügelchen festsetzen. Nach jedem Gassigang lassen sich Schneerückstände leicht mit warmem Wasser abwaschen – idealerweise erhalten die Ballen im Anschluss daran eine Behandlung mit pflegendem Pfotenbalsam. Falls schon Verletzungen bestehen, sollten Hundebesitzer ihrem Vierbeiner für den Spaziergang passende Schuhe anziehen.
  • Richtig angezogen nach draußen: Gesunde Hunde, die sich ausreichend bewegen, frieren im Winter normalerweise nicht. Allerdings sind manche Rassen aufgrund ihres kurzen Fells und der fehlenden Unterwolle besonders schlecht gegen eisige Temperaturen gewappnet. Das betrifft sowohl kleine Kurzhaarchihuahuas als auch große Boxer und Rhodesian Ridgebacks. Wohlig warm wird diesen Rassen mit den passenden Mänteln, die Fachleute auch für chronisch kranke und ältere Hunde empfehlen.
  • Luftbefeuchter gegen Heizungsluft: Hunde, Katzen und Nager leiden wie ihre Besitzer unter zu trockener Heizungsluft, die ihre Schleimhäute austrocknet und sie angreifbarer für Verletzungen und Keime macht. Haustierbesitzer sollten deshalb für sich und ihre felligen Mitbewohner im Winter Luftbefeuchter aufstellen und für ausreichende Durchlüftung der Räume sorgen. Käfigtiere, die ihren Standort nicht frei wählen können, brauchen eine ausreichende Distanz zum nächsten Heizkörper.

Tiersicherheit im Haus: Je nach Jahreszeit unterschiedlich

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt – das gilt in gewissem Maße auch für unsere Haustiere. Denn auch in den heimischen vier Wänden lauern Gefahren für Verletzungen und Vergiftungen. Je nach Jahreszeit, sehen diese Risiken unterschiedlich aus:

Im Frühling: Es grünt so grün

Wenn draußen die Blütenpracht wächst, fühlen sich viele Menschen animiert, auch auf der heimischen Fensterbank einen kleinen Garten anzulegen. Wer Haustiere hält, sollte sich vorab genau über die Pflanzensorten informieren, da viele beliebte Zimmerpflanzen giftig für Hund, Katze und Kleintiere sind. So wirken Orchidee, Drachenbaum und Elefantenfuß bei Verzehr toxisch auf Katzen, während Hunde sich durch den klassischen Gummibaum oder die Grünlilie eine Vergiftung zuziehen können. Beliebte Kübelpflanzen wie Oleander und Engelstrompete stellen eine Gefahr für freilaufende Kaninchen und Meerschweinchen dar.

Im Sommer: Frische Luft nur mit Vorsichtsmaßnahmen

Viele Wohnungsbesitzer leiden in der heißen Jahreszeit unter der mangelnden Luftzirkulation in den Wohnräumen. Folglich bleiben die Fenster dauerhaft in Kippstellung und die Balkontüren geöffnet. Je nach Haustierrasse braucht es allerdings passende Vorsichtsmaßnahmen, damit das Lüften für die Vierbeiner nicht lebensgefährlich wird. So können sich Wohnungskatzen in gekippten Fenstern so unglücklich einklemmen, dass die Hauptschlagader gequetscht wird und in der Folge Lähmungen der Hinterbeine auftreten – das sogenannte Kippfenstersyndrom. Katzenbesitzer, die ihre Fenster im Sommer dauerhaft öffnen wollen, sollten deshalb einen speziellen Kippfensterschutz anbringen. Für Hunde ist dagegen eine niedrige oder lückenhafte Balkonbrüstung ein Risiko – impulsive Tiere könnten sie überspringen, während kleine Hunde durch Zwischenräume rutschen könnten. Doch auch das Klima auf dem Freisitz kann Haustieren zu schaffen machen: Wer Hund oder Kleintiere im Sommer längere Zeit auf dem Balkon lässt, muss sicherstellen, dass sie nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden und stets einen schattigen Unterschlupf und Trinkwasser zur Verfügung haben.

Im Herbst: Die Kaminsaison startet

Wenn es draußen grau und regnerisch wird, gibt es drinnen nichts Schöneres als sich vor ein prasselndes Kaminfeuer zu kuscheln. Dieses Gefühl teilen viele Hunde und Katzen, die sich oft so nah vor dem Kamin postieren, dass ihre Besitzer schon Angst vor Verbrennungen bekommen. Und diese Sorge ist gar nicht so unberechtigt, wenn man bedenkt, dass für Hund, Katze und Kind die Feuerstelle meist auf Gesichtshöhe liegt, was bei einem Unfall schwere Folgen haben kann. Für Hunde gilt deshalb die Devise: Vor dem Kamin kein Spielzeug und Futter herumliegen lassen und dem Hund beibringen, dass hier nicht getobt wird.

Kaminverkleidungen und Schutzgitter sorgen für sichere Kuschelstunden

Auch der Ofen selbst muss gesichert werden, denn die Tiere können die Gefahr nur schlecht einschätzen. Katzen verfügen etwa über viele Wärmesensoren im Gesicht, aber versengen sich nicht selten versehentlich das Fell am Schwanz. Besonders kritisch sind hier Metallöfen, deren Wände extrem heiß werden. Hier schmiegen sich die Tiere beim Aufheizen an und merken dann gar nicht, wie die Temperatur gefährlich steigt. Im ersten Schritt sollten Kaminbesitzer ihren Ofen deshalb mit einer Kaminverkleidung ausstatten, die extreme Kontakthitze verhindert und sich außerdem dekorativ ins Ambiente einfügen kann. Eine weitere Maßnahme sind spezielle Kaminschutzgitter die flexibel aufgestellt und demontiert werden können. Hier müssen Gitterhöhe und -abstände an das Haustier angepasst werden. Denn während Hunde sich vom Gitter leicht beeindrucken lassen, können es die meisten Katzen leicht überwinden und Kleintiere sich zwischen den Stäben hindurchzwängen.

Wer erst den Einbau eines Kamins plant, sollte sich die verschiedenen Möglichkeiten in Bezug auf das Modell genauer anschauen und eine heimtierfreundliche Variante wählen.

Im Winter: Festliche Stimmung für Fellnasen

Ob echte Wachskerzen oder blinkende LEDs – die Weihnachtsbaumbeleuchtung birgt besonders für Katzen Gefahren. Denn die flackernden Flammen und die verschlungenen Kabel animieren den Spieltrieb der Stubentiger, woraufhin sie Brände auslösen oder sich strangulieren können. Hunde regt in der Adventszeit vor allem der reich gedeckte Esstisch an. Je nachdem, wie gut erzogen der Vierbeiner ist, klaut er sich im Trubel des Familientreffens eventuell eine Leckerei vom Weihnachtsteller oder wird von anwesenden Kindern damit gefüttert. Im schlechtesten Fall handelt es sich dann um Schokolade oder Rosinen (z.B. im Stollen) – zwei Lebensmittel, die beim Hund zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen können. Als Feiertagsstrategie sollten Hunde- und Katzenbesitzer ihren Lieblingen deshalb einen gemütlichen Platz abseits von Baum und Festtafel einrichten und die Tiere nur unter Aufsicht an mögliche Gefahrenquellen lassen.

An Silvester: Schutz vor Stress

Hunde und Katzen hören um ein Vielfaches besser als der Mensch – kein Wunder, dass die Vierbeiner gestresst und panisch auf das Silvesterfeuerwerk reagieren. Auch Vögeln und Kleintieren merken ihre Besitzer im Verhalten an, dass sie durch Böller und Raketen beunruhigt sind. Damit der Wechsel ins neue Jahr für Haustiere nicht zum Trauma wird, sollten Tierhalter Folgendes beherzigen:

  • Hunde sollten ab dem 30.12. bis Neujahr nur angeleint Gassi gehen. Bei panischen Exemplaren ist sonst die Gefahr zu groß, dass sie von einem Knall aufgeschreckt flüchten und verloren gehen oder verunfallen.
  • Freigängerkatzen sollten die Silvesternacht unbedingt zuhause verbringen, da auch sie in der Panik Unfälle haben könnten.
  • Gestressten Katzen helfen Pheromone, die beim Stubentiger Wohlgefühle auslösen. Diese Präparate erhalten Katzenhalter in Form von Zerstäubern oder Duftsteckern für die Steckdose.
  • Hundehalter machen gute Erfahrungen mit Bachblüten oder homöopathischen Beruhigungsmitteln. Wer hier unsicher ist, welches Präparat sich eignet, sollte einen Tierarzt befragen, der auch alternative Therapieansätze befürwortet.
  • Käfige von Vögeln oder Kleintieren sollten die Besitzer in der Silvesternacht mit Decken abhängen – das dämpft Licht und Schall für die Bewohner.

Fazit: Mit den richtigen Maßnahmen die Haustiergesundheit schützen

Bei der Gesundheit ihrer Fellnasen machen Tierbesitzer keine Kompromisse und sind auch bereit, im Notfall viel Geld für Akutmaßnahmen zu bezahlen. Die meisten Unfälle und Krankheiten lassen sich jedoch vorab gut und relativ preiswert verhindern, wenn Tierhalter auf die Risiken der Saison achten und rechtzeitig passende Vorsorgemaßnahmen ergreifen.

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