09.10.2021

CBD für Hunde

Wirkungsvoll oder hoffnungslos?

Der Hund ist der beste Freund des Menschen – deshalb wollen wir auch sein bester Freund sein und uns so gut wie möglich um unseren Vierbeiner kümmern. Wir wollen das beste Futtermittel, die richtige Dosis an Bewegung, das bequemste Bett und natürlich auch die beste Gesundheit für sie. Leider können Sie uns nicht selbst mitteilen, wann es ihnen schlecht geht. Häufig rennt man deshalb zum Tierarzt, obwohl es gar nicht in jedem Fall nötig wäre und obwohl es Alternativen gibt. Eine dieser Heilungsansätze ist CBD Öl für den Hund. Doch wirkt das Öl, welches bei Menschen in den letzten Jahren massiv an Beliebtheit gewonnen hat, überhaupt bei Tieren und welche Effekte hat es? Kann es problemlos eingenommen werden? In welchen Situationen sollte über die Behandlung mit CBD Öl nachgedacht werden?

CBD für Hunde – nur ein Trend?

Seit einigen Jahren ist CBD Öl, auch Cannabidiol genannt, der neueste Trend in alternativen und pflanzlichen Heilmitteln. Zumindest für den Menschen. Doch seit neuesten wird es auch immer bekannter, dass es das Präparat auch für Tiere gibt, zum Beispiel für Hunde. Dabei handelt es sich nicht nur um einen kurzweiligen Trend, denn die CBD Öle für Hunde können den Tieren tatsächlich helfen.

Das Öl, das durch eine Extraktion der Cannabinoide, Terpene sowie Trichome aus aus sowohl Blättern als auch Stängeln der Cannabispflanze gewonnen wird, ist legal erhältlich. Das liegt daran, dass es keine psychoaktive Wirkung hat, obwohl es aus der Cannabispflanze gewonnen wird. Das Öl löst keinerlei Rausch oder Drogentrip aus, weder beim Menschen noch bei Tiere, da der THC Gehalt der Produkte 0,2% nicht überschreiten darf. Auch eine Abhängigkeit ist nicht zu erwarten.

Bisher gibt es nur eine limitierte Anzahl an Studien zur Anwendung von CBD Öl bei Hunden, eine detailierte Analyse wie genau es wirkt, liegt also nicht vor. Es steht aber fest, dass es positive und heilende Effekte hat. So hat das Baylor College of Medicine in den USA im Jahr 2020 bei einer Studie festgestellt, dass CBD Öl bei mit Arthritis geplagten Hunden helfen kann.

Nicht zu verwechseln ist das CBD Öl mit dem Hanföl. CBD wird aus Blüten und Blättern der Cannabispflanze gewonnen und enthält die heilsamen Cannabinoide, während Hanföl aus den Samen gewonnen wird und hauptsächlich in der Küche verwendet wird, zur Behandlung von Krankheiten jedoch wirkungslos ist.

CBD Öl findet dagegen in der Human- und Veterinärmedizin Anwendung und ist demnach nicht nur ein aktueller und vergänglicher Trend, sondern hat bereits nachgewiesene Effekte erzielt. Für eine allgemeine Aussage zur Wirksamkeit fehlen allerdings noch ausreichende wissenschaftliche Belege.

Wann wird CBD Öl bei Hunden angewendet?

Wenn Hunde, oder auch Katzen und andere Tiere, zum Beispiel unter der Behandlung schwerer Krankheiten wie Krebs oder andere Leiden wie Wundheilungen, Infektionen, Verdauungsproblemen oder Gelenkschmerzen hat, kann CBD Öl verabreicht werden, zum Beispiel in der Form von infusionierten Leckerli. Oft wird CBD Öl begleitend verabreicht, wenn das Tier zum Beispiel unter der Behandlung schwerer Krankheiten wie Krebs, leidet, da es dabei helfen kann das Tier zu entspannen. Auch bei kann CBD Öl unterstützen und zu einer schnelleren Genesung verhelfen. Es kann ebenfalls hilfreich sein, wenn der Hund unter Stress- und Angststörungen sowie Epilepsie leidet, da es eine entspannende Wirkung hat, die diese Leiden zwar nicht langfristig heilen, aber den Alltag für Hunde deutlich erleichtern können. Es wirkt zudem schmerzlindernd und reduziert Zellschwellungen.

Wie schnell das CBD Öl seine Wirkung entfaltet, ist noch nicht einheitlich geklärt und hängt sowohl vom Präparat als auch dem eigenen Hund ab. So zeigen einige Tiere bereits Veränderungen nach nur einer Viertelstunde, andere erst nach mehreren Wochen.

Am besten wird die Behandlung vorab dennoch mit einem Tierarzt oder Tierärztin besprochen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Wie wirkt CBD Öl bei Hunden?

Sowohl für die BesitzerInnen als auch die Hunde wirkt CBD im sogenannten ECS, dem Endocannabinoid-System. Dieses gehört zum Nervensystem und reguliert diverse Prozesse im Körper. So gibt es im ECS Rezeptoren, die für die Regulation von Schmerzen, die Bewältigung von Stress sowie die Regulation des Schlafes zuständig sind. Genau hier dockt das CBD an und entfaltet seine Wirkung. Im zentralen Nervensystem kann so beispielsweise ein Ungleichgewicht im Dopamin-, Serotonin- oder Noradrenalinhaushalt ausgeglichen werden, weshalb es laut Erfahrungsberichten vor allem bei Tieren mit Angststörungen und Schmerzen besondern gut helfen soll.

Bei einigen Tieren funktioniert dies besser als bei anderen, beim Menschen verhält es sich ähnlich. Zu Nebenwirkungen kommt es allerdings ausgesprochen selten, weshalb die Behandlung mit CBD Öl als sicher gilt.

Weitere pflanzliche Wunder

Nicht nur CBD Öl hat einen positiven Effekt auf Hunde. Die Welt der sogenannten Phytotherapie, also der Therapie mit Pflanzen, Kräutern, Blüten, Rinden und Wurzeln, ist groß. Sie kommen in den unterschiedlichsten Formen, beispielsweise frisch, als Tinktur, Saft, Trockenextrakten oder Salben.

Calendula, auch Ringelblume genannt, ist bei uns Menschen ebenfalls sehr beliebt. Bei Hunden kann die schöne Pflanze auch in Form einer Tinktur Anwendung finden, da sie desinfizierend und wundheilend wirkt und somit vor allem bei kleineren Hautverletzungen zum Einsatz kommt. Leinsamen helfen bei Verstopfung, sollten aber nur mit ausreichend Wasser vom Hund konsumiert werden. Sollte der Vierbeiner jedoch an Durchfall leiden kann auf getrocknete Heidelbeerfrüchte zurückgegriffen werden. Zu den beliebten Mitteln gehört auch Echinacea, da es das Immunsystem stärkt. Arnika ist auch bei Menschen beliebt, bei Hunden darf die Tinktur nicht direkt auf offene Wunden aufgetragen werden, hilft aber in Form von Umschlägen bei leichteren Verletzungen wie Prellungen.

Fazit

Die Kenntnis über die Zubereitung und Wirkung der verschiedenen natürlichen Wirkstoffe ist bereits sehr alt, die Geschichte der Phytotherapie reicht Jahrtausende zurück. Auch das CBD Öl ist lediglich eine neuartige Ergänzung zur Pflanzentherapie, die derzeit viel Aufmerksamkeit erfährt.

Auch Farbtherapien mit Infrarotlampen, Homöopathie, die Behandlung mit Akupunktur, Reiki oder mit Massagen können als Begleittherapien angewendet werden und die Gesundheit der Vierbeiner verbessern.

In jedem Fall sollte immer auf eine vertrauenswürdige Quelle geachtet werden und es sollte immer vorab ein Gespräche mit dem Tierarzt oder Tierärztin Ihres Vertrauens und/oder mit einem TierpsychologIn geführt werden, um eventuelle Nebenwirkungen auszuschließen, da jedes Tier individuell ist und besondere Ansprüche und Einschränkungen aufweisen kann.

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