01.04.2022

Hund frisst Gras

Ist das normal?

An erster Stelle muss bei dieser Frage eine Entwarnung kommen. Der Hund frisst Gras – das kann ab und an mal vorkommen und  ist völlig normal.

Hund frisst Gras – Was steckt dahinter?

Es gibt eine Menge von Gründen, warum die Tiere das tun. Viele davon sind Vermutungen, denn das Phänomen ist noch nicht abschließend wissenschaftlich erforscht. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass eine geringe Menge an Gras durchaus normal ist und vom Darm des Hundes auch locker verkraftet wird. Das Tier hat hierzu ja auch viele Gelegenheiten. Denn Hunde sind ja eigentlich Allesfresser und probieren, schnabulieren und studieren ihre Umgebung mit der Nase und dem Maul. Problematisch wird es, wenn das Tier viel Gras frisst und/oder seine normale Nahrung verschmäht. Auch ein unregelmäßiger Stuhlgang, oder eine gesteigerte Nervosität des Tieres kann ein eindeutiges Warnzeichen für gesundheitliche Probleme sein. Das kommt aber in den seltensten Fällen vor. Dennoch lohnt es sich, das Tier beim Spielen zu beobachten und auf das Ernährungsverhalten zu achten.

Warum fressen Hunde Gras?

Es ist, wie bereits erwähnt, noch nicht abschließend wissenschaftlich erforscht, warum manchmal der Hund Gras frisst. Oftmals geschieht dies bei der Erkundung der Umgebung. Hier schnappt der Hund einmal zu und erwischt ein paar Büschel an Gras. Auch ein vom Muttertier erlerntes Verhalten wird vermutet. Zudem gehen Wissenschaftler davon aus, dass eine geringe Menge an Gras auf den Darm des Tieres in gewisser Weise beruhigend wirken kann und die Verdauung anregt. Dabei ist es natürlich wichtig, dass es sich um unbelastetes und nicht mit Pestiziden behandeltes Gras handelt. Wer in seinem Garten gerne düngt, der sollte den Hund folglich erst einmal nicht in den Garten lassen und das Tier so schützen. Wenn Hunde Gras fressen, dann hat das viele mögliche Ursachen:

  • Langeweile und Spieltrieb
  • Verdauungsprobleme
  • Stressabbau
  • Aufnahme von Duftstoffen
  • Nährstoffmangel

Wenn Hunde Gras fressen, dann kann das ernsthafte Ursachen haben, oder aber einfach eine normale und alltägliche Handlung sein. Hier eine Unterscheidung zu treffen, ist eine Herausforderung für jeden Hundebesitzer. Dabei ist es wichtig, dass das Tier immer unter Beobachtung bleibt. Nur so kann der Schutz der Gesundheit des geliebten Freundes zu jeder Zeit gewährleistet bleiben.

Hund frisst viel Gras – wann wird es ein Grund zur Sorge?

Wenn der Hund viel Gras frisst, ist das in der Regel ein ernsthafter Grund zur Sorge. Etwas, oder ein wenig Gras ist normal. Aber wenn das Tier beginnt absichtlich in das Gras zu beißen und in dem Zusammenhang sogar die reguläre Ernährung verweigert, dann hat dieses Verhalten in der Regel einen ernsthaften Hintergrund. Auch die Art und Weise des Fressvorgangs sind entscheidend:

  • hektisches Fressen
  • dauerhaftes Fressen
  • das Fressen von Gras und Erde
  • das Fressen und unruhiges Verhalten

Das alles sind Anzeichen für ein Krankheitsbild, welches bis jetzt noch nicht definiert werden konnte. In diesem Fall hilft nur der Gang zum Tierarzt. Auch eine Ernährungsumstellung kommt in Betracht und muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Sollte das Tier die besagten Anzeichen vorbringen, dann ist ein hohes Maß an Sorge durchaus berechtigt. Der Darm des Hundes ist ein sehr sensibles Organ, und hat es einmal einen Schaden genommen, ist das sehr gefährlich für den Vierbeiner. Deswegen ist es für Hundebesitzer wichtig, richtig zu reagieren und die adäquaten Entscheidungen zu treffen. Auf keinen Fall sollte das Verhalten des Tieres auf die leichte Schulter genommen werden, denn normale ist es nicht, wenn der Hund Gras frisst und haben andere Ernährungspräferenzen.

Hund frisst Gras und erbricht – die Ursachen

Der Hund frisst Gras und erbricht, ist ein Alptraum, den schon viele Hundebesitzer erlebt haben. In der Regel liegt hier eine leichte bis mittlere Vergiftung vor. Diese kann vielfältige Ursachen haben. Oft waren Schadstoffe auf dem Boden, welche das Tier nicht erkannt und direkt aufgenommen hat. Auch Müll und eine damit verbundene Darmkolik kann eine Ursache sein. Entscheidend ist, wie schnell der Hund erbricht. Je früher das Erbrechen erfolgt, umso wahrscheinlicher ist eine Vergiftung.

Neben diesen Gründen können aber auch ernsthafte Krankheitsbilder eine Ursache für das Erbrechen sein. Der Hund frisst Gras und erbricht weißen Schleim ist meistens ein Anzeichen auf eine ernsthafte Erkrankung. Eine gestörte Verdauung ist nur eine Möglichkeit, und die Zahl der Optionen ist sehr groß. Vom gefährlichen Lungenwurm, Darmkrebs, bis hin zu anderen schweren Krankheiten kann das Erbrechen viele Ursachen haben. Im idealen Fall wird das Tier bei den ersten Anzeichen eines Erbrechens umgehend zum Tierarzt gebracht. Dieser kann feststellen, welche Ursachen das Erbrechen haben könnte. Anhand verschiedener Testverfahren kann der Profi feststellen, ob das Tier einfach allergisch auf bestimmte Stoffe reagiert oder ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Im Sinne des Tieres sollte man sofort handeln und keine Minute zögern. Folgende mögliche Ursachen kann das Erbrechen haben (in allen Fällen sollte der Tierarzt aufgesucht werden):

  • Aufnahme von Giftstoffen (Dünger, Pflanzenschutzmittel, Müll, etc.)
  • Darmerkrankung
  • Lungenwurm

Wenn Hunde Gras fressen– was ihr tun solltet

Die erste Reaktion ist erst einmal Ruhe bewahren. Wichtig ist es, dass das Tier kontinuierlich beobachtet wird. Ein wenig Gras, quasi in einem spielerischen Rahmen, ist überhaupt nicht schädlich und gehört zum normalen Verhalten des Tieres dazu. Sollte der Hund allerdings Erbrechen, dann muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Auch eine Verweigerung der weiteren Nahrungsaufnahme ist ein ernsthaftes Anzeichen auf weitere Erkrankungen und darf auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Eine Ernährungsumstellung auf eigene Faust mag auf den ersten Blick als kostengünstige Alternative in Betracht kommen.

Aber in der Regel fehlt dem Hundebesitzer hierfür die Einsicht, und nachhaltige positive Erfolge bleiben in der Regel aus. Die meisten Hundebesitzer können einfach kein Blutbild machen, oder eine Darmspiegelung. Der Tierarzt kann das und ist demzufolge der Ansprechpartner, dem das Vertrauen im Sinne der Gesundheit des geliebten Freundes geschenkt werden sollte. Auch wenn das Verhalten an sich völlig normal ist, gibt es dennoch Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen. Wenn Hunde viel Gras fressen, unter starker Nervosität leiden, die weitere Nahrungsaufnahme verweigern oder aber unter Erbrechen leiden, muss in jedem Fall der Doktor aufgesucht werden.

Frisst euer Hund auch öfter mal Gras? In welchen Situationen kommt es vor und wie geht ihr damit um? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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