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Giftige Lebensmittel für Hunde

Was uns gut schmeckt, ist noch lange nicht gut für den Hund. Einige Lebensmittel sind gesundheitsschädlich und können mitunter sogar tödlich sein. Der Grund ist, dass Hunde Lebensmittel anders verstoffwechseln als wir Menschen. Bereits geringe Mengen können Vergiftungserscheinungen auslösen. Es kommt hierbei allerdings auch auf die aufgenommene Menge und das Körpergewicht des Hundes an.

Rohes Fleisch, Zwiebeln und Salz

Zwiebeln, egal ob roh, gekocht oder gedünstet, enthalten die Stoffe Allylpropyldisulfid und N-Propyldisulfid. Diese Stoffe zerstören die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) Ihres Hundes und können so eine Blutarmut auslösen. Gleiches gilt für Knoblauch und Bärlauch.

Salzige Lebensmittel sind für gesunde Hunde, die viel trinken zwar unproblematisch. Bei herzkranken Hunden ist allerdings Vorsicht geboten. Generell können Gewürze schwerer verdaut werden. Füttern Sie Ihrem Tier kein eingelegtes Grillsteak oder die Reste des Sonntagsbratens.

Ebenso sollten Sie rohen Fisch und rohes Fleisch meiden. Sie können für den Hund höchst gefährliche Parasiten, Bakterien und Viren enthalten. Diese können wiederum auch eine Gefahr für den Menschen darstellen. Deshalb sollte Fleisch oder Fisch immer gut durchgegart angeboten werden.

Avocado, Weintrauben und Nüsse

Der Kern, die Haut und das Fruchtfleisch der Avocado enthalten Persin (ein Toxin). Persin wirkt sich schädigend auf die Muskulatur des Herzens aus, wodurch es bei einer Vergiftung zu Herzversagen des Hundes kommen kann. Auch andere Organe des Hundes können in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine Vergiftung mit Avocado kann eine irreparable Herzmuskelschädigung zur Folge haben.

Füttern Sie auch keine Weintrauben oder Rosinen: Diese können Durchfall und Erbrechen verursachen. In großen Mengen können Trauben und Rosinen ein akutes Nierenversagen bewirken, was tödlich enden kann. Dazu genügen bereits 14 Gramm Rosinen pro Kilogramm Körpergewicht.

Als Belohnung sollten auch Nüsse tabu sein, da diese sehr viel Phosphor enthalten. Der hohe Phosphorgehalt führt leicht zu Blasensteinen oder Störungen des Knochenstoffwechsels. Frische Walnüsse können zudem von einem Schimmelpilz befallen sein, der tödliche Toxine enthält.

Schokolade

Schokolade kann bei Hunden schwere Vergiftungen verursachen. Der in Schokolade enthaltene Kakao enthält Theobromin, das bereits bei einer Dosis von 100 mg pro kg Körpergewicht des Hundes tödlich wirkt. Vergiftungserscheinungen können aber bereits bei kleineren Mengen mit folgenden Symptomen auftreten: Erregung, Unruhe, Erbrechen und Durchfall. Zudem ist vermehrter Harndrang bis zur Inkontinenz, Muskelzittern, -krämpfe und Lähmungen die Folge. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass Hunde Theobromin nur sehr langsam ausscheiden. Werden dem Hund regelmäßig kleine Mengen Schokolade verabreicht, kann dies langfristig zu einem Herzschaden führen.

Eier

In Eiern sind wichtige Nährstoffe enthalten: Sie weisen eine gute Proteinqualität und einen hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren auf. Eier sollten Sie Ihrem Hund allerdings nur im gekochten Zustand füttern. Im rohen Zustand enthält das Ei Trypsin. Dieses hemmt die Eiweißverdauung und führt zu Schwierigkeiten und Mangelerscheinungen. Zudem geht bei rohen Eiern eine große Gefahr von möglichen Salmonellen aus.

Milch

Auch Hunde können unter einer Laktoseintoleranz leiden. Der hohe Gehalt an Milchzucker kann von vielen Hunden nicht aufgespalten werden. Das kann zu Flatulenz und Durchfall führen.

Milchprodukte wie Hüttenkäse, Joghurt oder Quark werden hingegen von Hunden wegen des geringeren Laktosewertes besser vertragen und können sich in geringen Dosen sogar positiv auf die Verdauung auswirken.

Alkohol und Koffein

Hunde sollten grundsätzlich nur frisches Wasser zum Trinken erhalten. Alkohol und Koffein sind giftige Lebensmittel. Bereits eine geringe Menge Alkohol führt zu Erbrechen und Koordinationsstörungen und teilweise bis ins Koma oder zum Tod. Koffein erhöht den Blutdruck, verengt die Blutgefäße, beschleunigt den Puls und vermindert die Reizschwelle der Hirnnerven. Zu viel Koffein führt zu Unruhe, Zittern, Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen.

Vergiftungen erkennen

Ob ein Hund ein unbekömmliches Lebensmittel verspeist hat, ist oft nicht einfach zu erkennen. Symptome wie Schläfrigkeit oder Durchfall kommen häufiger bei Hunden vor und sind deshalb nicht zwangsläufig auf Vergiftungen zurückzuführen. Häufig treten sie erst mit Verzögerungen auf. Der beste Schutz für den Hund ist es, giftige Lebensmittel außer Reichweite zu lagern, keine Süßigkeiten zu füttern und darauf zu achten, was der Hund beim Spaziergang zu sich nimmt.

Sollte es zu einer Vergiftung kommen, sollte dem Tier keinesfalls ein Brechmittel oder Ähnliches verabreicht werden. Dadurch wird das Tier unnötig zusätzlich belastet. Am besten suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Dabei ist schnelles Handeln gefragt: Häufig zeigen sich erste Symptome spät und nach ihrem Auftreten kann es schnell zu lebensbedrohlichen Problemen kommen.

Quelle: futalis

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