27.11.2020

Beulen & Knubbel beim Hund

Handelt es sich um einen Tumor oder gibt es andere Auslöser?

Ihr streichelt euren Hund und plötzlich spürt ihr eine ungewohnte Erhebung auf der Haut – ein kleiner Knubbel oder sogar eine Beule. Da läuten zunächst die Alarmglocken! Schnell schließen Tierhalter auf einen Tumor. Es gibt jedoch zahlreiche andere Auslöser für plötzliche Knoten in der Haut.

Ein Knubbel beim Hund muss kein Tumor sein

1. Brustwarzen

Die wohl einfachste Erklärung für einen Knubbel im Brust- oder Bauchbereich sind die Brustwarzen des Hundes. Sie sind gut im Fell versteckt und nur nach gründlichem Abtasten spürbar. Häufig werden sie irrtümlich für Zecken oder Pickel gehalten. Auch männliche Tiere besitzen Brustwarzen. Wenn ihr also einen Knubbel im Brustbereich entdeckt, solltet ihr zunächst prüfen, ob ein passendes Gegenstück auf der andere Seite des Körpers zu finden ist.

2. Parasitenbisse

Häufig sind plötzlich auftretende Knubbel auch auf einen Parasitenbefall zurückzuführen. Besonders in der warmen Jahreszeit sind Zecken, Flöhe und Co aktiv. Ein bis zu ein Zentimeter großer Knubbel ist daher häufig nichts anderes als eine festgebissene Zecke. Besonders Zeckenbisse laufen jedoch Gefahr sich zu entzünden. Bei sensiblen Hunden kann der Biss anschwellen, wenn ein Stück des Kopfes der Zecke stecken geblieben ist. Ebenso ist es möglich, dass Bakterien in die Wunde gelangt sind. In diesem Fall ist es sinnvoll einen Tierarzt aufzusuchen. Zecken können nämlich bei Hunden einige Krankheiten hervorrufen.

Übrigens: Tipps zum Entfernen einer Zecke gibt es im Magazin!

3. Grützbeutel

Für eine geschmeidige und wasserabweisende Haut sondern Hunde Talg ab. Diese Talgdrüsen können unter Umständen zu viel Talg produzieren oder sich entzünden. Dies kann zu einem kleinen Pickel, aber auch zu einem größeren, sogenannten Grützbeutel führen. Dieser kann sich schmerzhaft entzünden und ihr müsst ihn ausdrücken lassen.In schlimmen Fällen füllt er sich wieder. Dieser kann die Wundhöhle ausspülen oder den Beutel operativ entfernen. In den meisten Fällen ist das jedoch nicht nötig.

4. Hautwarzen

Speziell ältere Hunde bekommen häufig Warzen auf der Haut. Betroffen sind meist die Stirn, die Innenschenkel oder das Kinn. Meist sind diese Hautwarzen jedoch nicht schmerzhaft und stellen nur einen Schönheitsfehler dar. Wenn euer Hund jedoch häufig an der Warze kratzt, kann sie sich entzünden und problematisch werden. Ohne ärztliche Behandlung kann die Warze dann schnell zu einer Entzündung werden.

5. Knubbel & Beulen nach Injektionen

Empfindliche Hunde zeigen nach einer Impfung oder einer anderen Injektion an der Einstichstelle eine Reaktion. Bei Impfungen ist diese meist auf die Lösungsmittel der Impfstoffe zurückzuführen. Doch auch durch den Einstich selbst kann eine Entzündung entstehen. Besonders bei langhaarigen Hunden mit dichtem Fell ist es schwierig, die Einstichstelle richtig zu desinfizieren. Spritzenreaktionen klingen jedoch meist nach wenigen Tage wieder ab. Ist dies nicht der Fall, solltet ihr den Tierarzt aufsuchen, um sicher zu stellen, dass sich kein Abszess gebildet hat.

Die häufigsten Tumor-Arten bei Hunden

Krebs ist heutzutage die häufigste Todesursache bei Hunden. Mit einer frühzeitigen Diagnose können jedoch immer mehr Hunde vollständig geheilt werden.

Lipome

Lipome sind Tumore des Fettgewebes, die sich überall bilden können. Sie werden oftmals sehr groß und sind überwiegend weich. Die Geschwülste müsst ihr nur entfernen lassen, wenn sie das Tier direkt beeinträchtigen. Im Normalfall braucht das Lipom nicht entfernt zu werden. Ihr solltet jedoch vorher sicher sein, dass es sich wirklich um ein Lipom handelt. Dazu ist eine Biopsie nötig, bei der der Tierarzt mit der Spritze einige Zellen zur Untersuchung entnimmt. Es gibt generell Hunde, die mehr zu Lipomen neigen als andere.

Milchdrüsen-Tumor

Ein Tumor an der Milchdrüse – auch bekannt als Gesäugetumor – kommen relativ häufig vor. Auch Rüden können davon betroffen sein. Am besten erkennt ihr den Tumor, indem ihr den Bauch eures Hundes regelmäßig abtastet. Die meisten werden diese zusätzlichen Streicheleinheiten zu schätzen wissen. Achtet bei der Untersuchung auf alle Partien von der Höhe des Ellenbogens bis zu den Innenschenkeln. Der Tumor kann Größen von einem kleinen Knötchen bis zu einem großen Geschwulst erreichen. Es gibt weiche oder harte, verschiebliche oder verwachsene sowie gutartige oder bösartige Gesäugetumore. Etwa jeder zweite Tumor am Gesäuge ist bösartig, wobei ihr das nur durch eine pathologische Untersuchung feststellen könnt.

Tipps zur Krankheitsbestimmung

Tastet euren Hund regelmäßig auf Knubbel, Warzen oder andere Unebenheiten auf und unter der Haut ab. So wisst ihr, wie sich die Haut eures Hundes anfühlt, wenn er gesund ist. Beginnt dabei am Kopf und bewegen eure Hände tastend über Körper und Beine des Hundes. Zum Schluss ist noch der Bauch dran. Sorgt dafür, dass sich euer Hund früh an die Prozedur gewöhnt.

Wenn ihr etwas findet, solltet ihr folgendes beachten:

  • Notiert Zeitpunkt und Größe des Knubbels!
  • Gab es auffällige Ereignisse in der Vergangenheit?
  • Zeigt der Hund neben dem Knubbel andere Symptome? (Appetitverlust, Durchfall, etc.)
  • Sucht eine Tierarztpraxis oder Tierklinik auf und lasst euren Hund eingehend untersuchen!

Hatte euer Hund auch schon mal einen Knubbel auf der Haut? Wie war die Diagnose und was konntet ihr unternehmen? Berichtet uns von euren Erfahrungen in den Kommentaren!

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Alle Kommentare (5)

Jenni
26.02.2021 14:56 Uhr

Hallo, mein rüde ist nun 3 Jahre und wurde vor 2 Tagen kastriert mit Vollnarkose , gestern habe ich dann bemerkt das er ein echt großen knubbel unter der Haut hat. Den hatte er vor der op allerdings definitiv nicht da ich ihn immer abtaste , er Sitz links zwischen Achsel und Schulterblatt , könnte das eventuell auch einfach von den Lymphen sein nach der op?
Ich gehe ja eh in ca 8 Tagen zum Fäden ziehen und werde es dann der Ärztin zeigen, dachte allerdings vielleicht kann mir hier auch mal jemand die Meinung sagen. Liebe Grüße und danke

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Sonja
24.02.2021 20:33 Uhr

Vor 5 Tagen habe ich bemerkt, dass mein 8 Jahre älter, kleiner Yorki Mischling eine ziemlich große Bee am Rücken hat. Sie sitzt links neben der Wirbelsäule, ist etwa doppelt so groß wie eine Walnuss und fühlt sich eher weich an. Nach allem, was ich hier und auf anderen Webseiten gelesen habe, könnte es ein Tumor sein. Beli ist mein erster Hund. Ich habe ihn erst vor 1 Jahr adoptiert (er kommt aus einer slowakischen Tierrettungseinrichtung und hat mehrere gesundheitliche Probleme). Ich hoffe sehr, dass er nicht auch noch eine Krebserkrankung durchstehen muss. Der Arme Kleine hat eh schon genug erlitten.
Danke für die hilfreichen Informationen. Der nächste Weg ist nun der Tierarzt (Biopsie, ggf. Röntgen). Mal schauen.

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Katharina Berens
12.01.2021 15:39 Uhr

Meine Schäferhündin ist 11 Jahre und hat einen Knubbel der immer größer wird am Gesäuge was könnte das sein ?

Jessica
21.01.2021 09:37 Uhr

Das könnte ein sogenannter Mammatumor sein. Du solltest deinen Hund dringend einem TA vorstellen, falls du dieses nicht schon getan hast.

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Achmed Kächele
19.10.2020 18:27 Uhr

mein Hund hat ein dicken Bollen am Hals Bereich . Wir haben bei der Tierärztin alles versucht das er zurück geht. Und die Rechte Nase wo der Bollen ist ist auch böse Entzündet. Der Bollen geht mal zurück und mal kommt er wieder er ist jetzt 10 Jahre alt was kann das sein

Sonja
24.02.2021 20:41 Uhr

Wenn eure Tierärztin euch nicht sagen kann, was genau der Hund hat und es nach ihrer Behandlung nicht besser würde, dann würde ich eine zweite Meinung einholen. Mein Hund hat Osteoarthritis (sehr schmerzhaft) und bisher konnte ihm keiner helfen. Ich war bei 3 Tierärzten und einem Orthopäden. Ein zweiter Arzt ist sicher nicht verkehrt. Mit einer Biopsie könnte man vielleicht abklären, was es mit dieser Beule bei eurem Hund auf sich hat.

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Constanze Gläser
06.08.2020 21:15 Uhr

Hallo. Wir haben vor 2 Wochen einen 4 Monate alten Welpen übernommen. Sie hat auf dem Po wie so einen knubbel mit Kruste. Anfänglich war er so groß wie ein Pickel. Das Ding wird aber immer größer. Knapp 1cm nun schon. Nichts hilft. Kein Desi, bepanthen oder Kamillentee. Hat jemand ne Idee?

Elke
10.09.2020 02:52 Uhr

Mein Mops hat nun auch ein zweites Knübbelchen und waren unter anderem deshalb beim Tierarzt....

Haben OTOTOP bekommen. 2xtägl. auftragen für zunächst 5-7 Tage.

Es handelt sich bei dem Präparat um Ohrentropfen und Suspension zur Anwendung auf der Haut für Hunde, Katzen und Meerschweinchen.

Ich bin gespannt...

Habe mir dafür eine Pipette gebastelt.

Elke
10.09.2020 02:55 Uhr

Unsere Toerärztin meinte, dass es ein Pilz sein könnte.

Wir probieren das OTOTOP erstmal aus.

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