Futtermittelallergie bei Haustieren
Immer mehr Hunde und Katzen leiden an Allergien oder Unverträglichkeiten, die sich in verschiedenen Beschwerden äußern können. Betroffene Tiere leiden an Hautentzündungen, Juckreiz, aber auch Entzündungen an Ohren oder Pfoten, ebenso wie Magen­-Darm­-Probleme. Die Auslöser können sehr unterschiedlich sein und reichen vom falschen Futtermittel, über Flöhe und Milben bis hin zu Kontaktallergenen. Das Immunsystem der Vierbeiner reagiert auf allergieauslösende Substanzen und verursacht Beschwerden. Doch wie könnt ihr herausfinden, ob ein Bestandteil des Futters die Probleme verursacht? Und welche Nahrungsbestandteile können Futtermittelunverträglichkeiten überhaupt auslösen? Hier bekommt ihr wichtige Infos zu Allergien und Intoleranzen bei Haustieren.

Futtermittelallergie bei Haustieren – Überblick 

 

Was ist der Unterschied zwischen Intoleranz und Allergie?

Es gibt zwei verschiedene Arten, wie der Körper eine Futtermittelunverträglichkeit zeigen kann.  Es wird zwischen der klassischen Futtermittelallergie und der Futtermittelintoleranz unterschieden. Bei einer Intoleranz kommt es zur Störung des normalen Verdauungsprozesses bei der Nahrungsaufnahme. Das Immunsystem ist hier nicht involviert. Bei einer Futtermittelallergie hingegen liegt eine Überreaktion im Körper der Tiere vor und das Immunsystem reagiert gegen die nicht verträglichen Inhaltsstoffe des Futters.

Leidet mein Haustier an einer Unverträglichkeit?

 Ob euer Vierbeiner auf bestimmte Allergene reagiert, könnt ihr durch einen Allergietest in Form einer Blutuntersuchung in der Tierarztpraxis abklären. Bei Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit hingegen könnt ihr nur mithilfe einer Ausschlussdiät (Eliminationsdiät) feststellen, auf was der Vierbeiner allergisch reagiert. Während dieser Diät erhält das Tier über einen bestimmten Zeitraum von mindestens 12 Wochen ausschließlich eine Proteinquelle (Monoprotein), eine Kohlenhydratquelle sowie Mineralstoffe. So könnt ihr zum Beispiel feststellen, wie euer Vierbeiner auf getreidefreies Futter reagiert oder ob es beispielsweise besser wird, wenn er ausschließlich eine Proteinquelle zu fressen bekommt. Wichtig ist allerdings, dass ein Tierarzt zurate gezogen wird und die Phase der Eliminationsdiät begleitet.
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Noch ein Tipp: Freigängerkatzen sollten das Haus während der Eliminationsdiät möglichst nicht verlassen, da das Ergebnis verfälscht werden könnte. Frisst die Katze nämlich eine Maus oder erhält Zugang zum Fressnapf der Nachbarskatze, wird die Ursache der Allergie schwierig zu ermitteln.

Wie behandle ich eine Unverträglichkeit?

 Jeder, der selbst an einer Allergie leidet, weiß, dass die Menge nicht entscheidend ist. Schon eine einzelne Nuss kann bei einem Allergiker schlimme Symptome verursachen. Genauso ist es bei unseren Haustieren. Sobald bekannt ist, welche Futterbestandteile die Allergie oder Unverträglichkeit verursacht haben, müssen diese ausgeschlossen werden. Es gibt auch herkömmliches Hunde- und Katzenfutter, bei dem die Hersteller gezielt auf bestimmte Inhaltsstoffe verzichten. Ihr müsst euch also keine Gedanken machen, dass ihr das Futter in Zukunft selbst zusammenmischen müsst.

Getreidefreie Futtermittel

 Die getreidefreie Ernährung orientiert sich an der natürlichen Ernährungsweise von Raubtieren wie Wolf und Wildkatze. Die Futtermittel ohne Zusatz von Gluten und Getreide wurden speziell für sensible Hunde oder Katzen entwickelt, die auf diese Inhaltsstoffe mit Unverträglichkeiten reagieren. Somit kann sie, insbesondere bei Tieren mit einem empfindlichen Magen­-Darm­-Trakt und Getreideunverträglichkeiten, helfen die Symptome zu mindern.
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Die richtige Futterzusammensetzung

 Die richtige Zusammensetzung der Tiernahrung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Behandlung einer Unverträglichkeit. Vor dem Kauf des Futters solltet ihr als Tierhalter stets auf die deklarierten Inhaltsstoffe und deren angegebene Reihenfolge achten. Je weiter vorne ein Inhaltsstoff aufgeführt wird, desto mehr davon ist auch im Produkt enthalten. Ein gutes, getreidefreies Futter hat einen hohen Fleischanteil und weist ein ausgewogenes Verhältnis von Eiweiß und Kohlenhydratquellen auf. Die statistisch häufigsten Auslöser von Unverträglichkeiten sind Getreide- oder Sojaprodukte, Eier und Milchprodukte. Aber auch einige Fleischsorten wie Rind, Geflügel, Fisch oder Lamm können Reaktionen hervorrufen. Die richtige Futterzusammensetzung ist also individuell vom Tier abhängig und kann nicht pauschalisiert werden.
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Futterumstellung – Schritt für Schritt

Eine Umgewöhnung bei der Fütterung muss stets schrittweise und mit viel Fingerspitzengefühl erfolgen. Bei besonders starken bis lebensgefährlichen Symptomen hilft natürlich nur eine sofortige Futterumstellung. Empfehlenswert ist jedoch eine Umstellung über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen. Allmählich erhöht ihr den Anteil des neuen Futters, während ihr gleichzeitig die bisherige Nahrung verringert. Der Anteil des neuen Futters wird so lange gesteigert, bis dieses ausschließlich gegeben wird. Besonders Katzen können das unbekannte Futter in den ersten Tagen vollständig verweigern. Außerdem können während der Umstellung kurzzeitige Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder leichter Durchfall auftreten. Sollten die Beschwerden länger andauern, muss der Rat eines Tierarztes hinzugezogen werden. 

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