19.12.2019

Jöring: Traditionsreicher Hundesport der besonderen Art

Sportlich aktiv mit dem Vierbeiner

Viele Hundehalter sind mit ihrem Vierbeiner gemeinsam sportlich aktiv bei Agility, Flyball, Dogdancing und Co. Auch der Zughundesport, genauer gesagt das Jöring, ist hierzulande in der Breite der Bevölkerung bekannt. Doch wie funktioniert der skandinavische Sport bei schneefreiem Wetter und welche Ausrüstung brauchen Hund und Halter für den Start?

Jöring – was ist das eigentlich?

Das Wort Jöring stammt vom norwegischen „Kjøring“ und bedeutet so viel wie „Fahrsport“. Ursprünglich bezeichnet es einen Wintersport, bei dem sich ein Skifahrer entweder von einem Pferd oder von Schlittenhunden ziehen lässt. Dabei übernimmt nur ein einziger Hund die Zuglast – im Gegensatz zum klassischen Schlittenhundesport, bei dem ein Hundeführer (Musher) einen Schlitten mit einem Hundegespann von bis zu 12 Hunden lenkt.

Welche Arten des Jörings gibt es?

Neben der klassischen Winter-Variante haben sich in den gemäßigten Klimazonen auch andere Arten des Jörings entwickelt:

  1. Skijöring
    In Skandinavien erfreut sich dieser Sport großer Beliebtheit und findet auch in den schneereichen Regionen Deutschlands zunehmend Anklang. Ein bis zwei Hunde ziehen hier einen Fahrer, der sich im Langlauf- oder Skating-Stil fortbewegt. Verbunden ist die Leine des Hundes dabei mit einem Zuggürtel, der um die Hüften des Skifahrers liegt. Ohne die Wirbelsäule zu belasten, kann er die Zugunterstützung des Tieres dadurch optimal in seine Bewegung umsetzen. Damit das Skijöring beiden Partnern Spaß macht, sollte der menschliche Part des Gespannes den Schneesport bereits beherrschen.
  2. Bikejöring
    Diese Jöring-Variante ist bei milder Witterung zu allen Jahreszeiten möglich. Hierbei zieht der Hund den Halter auf einem Mountainbike, wobei der Radfahrer die Zugkraft durch Treten unterstützt. Insgesamt ist das Tempo höher als beim Skijöring und kann sich bei einem geübten Gespann zu einer rasanten Fahrt mit bis zu 40 km/h steigern.
  3.  Mountainboard-Jöring und Co
    Wer nichts für Wintersport übrig hat und das Fahrrad zu unspektakulär findet, kann Jöring auch mit Fun-Sportgeräten verbinden. Zum Beispiel mit dem Mountainboard, der luftbereiften Form des klassischen Skateboards. Auch Cross-Skates – Inline-Skates, die aufgrund der Bereifung auch im Gelände funktionieren – eignen sich zum Zughundesport. Bei allen Jöring-Varianten, bei denen der menschliche Partner von seinem fahrbaren Untersatz im Notfall nicht einfach abspringen kann, sind die Kommunikation mit dem Hund und die passende Ausrüstung jedoch umso wichtiger, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Diese Voraussetzungen sollten Hund und Halter erfüllen

Ein 2-Kilo-Chihuahua ist körperlich nicht fähig, einen Ski- oder Fahrradfahrer zu ziehen – ebenso kann eine übermütige Dogge dabei schwere Unfälle verursachen. Damit Jöring Hund und Halter Spaß macht, müssen beide Partner einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Gewicht: Experten empfehlen, dass ein Hund beim Bike-Jöring mindestens 17 Kilogramm auf die Waage bringen sollte, um seinen menschlichen Partner ziehen zu können, ohne dabei selbst überlastet zu werden. Darüber hinaus sollten Radfahrer plus Rad gemeinsam nicht mehr als das Vierfache des ziehenden Hundes wiegen. Diese Faustregel schließt zu unausgewogene Partner von Vornherein aus.
  • Rasse: Prädestiniert für alle Arten des Zughundesports sind natürlich die nordischen Rassen wie Husky und Malamut. Sie können unter Höchstbelastungen im Schnee bis zum Neunfachen ihres eigenen Körpergewichts bewegen. Prinzipiell sind jedoch alle sportlichen Hunde, die gern laufen, auch Kandidaten für den Jöring-Sport. Darunter fallen Labradore, Weimaraner, Dobermänner, Rhodesian Ridgebacks, Magyar Vizsla, Retriever, Schäferhunde und natürlich alle Arten von Mischlingen. Neben der Körperkraft kommt es hier auch auf die Motivationsfähigkeit an – behäbige Genossen wie Chow-Chows oder Bernhardiner sind eher vom Bike-Jöring zu begeistern.
  • Die Gesundheit: Vor allem der Hund muss beim Jöring über einen einwandfreien Gesundheitszustand verfügen. Das betrifft sein Herz-Kreislauf-System genauso wie mögliche Erkrankungen der Gelenke. Vor dem Start empfehlen Tierärzte deshalb, einen allgemeinen Gesundheitscheck vom Partner mit der kalten Schnauze zu machen. Ein Tierarzt kann in diesem Fall auch abklären, ob der Hang zu Erbkrankheiten wie Hüft- oder Ellenbogendysplasie ein Ausschlusskriterium darstellt, oder ob sich das Beschwerdebild durch Zughundesport vielleicht sogar verbessern lässt. Für den Start in den Zughundesport sollten große Hunde zudem voll ausgewachsen, also mindestens 2 Jahre alt sein, damit ihre Gelenke ausreichend belastbar sind. Was den menschlichen Partner betrifft, sollte der natürlich eine grundsätzliche Fitness beweisen und beim Skifahren oder Skaten in den Bewegungsabläufen trainiert sein.
  • Kommunikation: Zwischen Hund und Halter muss beim Jöring eine reibungslose Kommunikation möglich sein, d.h. der Hund muss Signale verstehen und umsetzen. Essenziell sind dabei die Kommandos „Start“, „links“, „rechts“ und „Stopp!“. Gerade, wenn man den Sport mit seinem Hund gemeinsam entdeckt, sollte man das Tempo zunächst begrenzen. Schließlich muss der Vierbeiner erst lernen, dass er die Jöringleine nicht um Bäume oder Sträuchern wickeln darf, bzw. kein unwegsames Gelände wie Gräben oder Bachläufe passieren sollte.
  • Das Pensum anpassen: Hundehalter sollten von Beginn an sensibel auf die Leistungsfähigkeit ihres Hundes achten und ihn nicht überfordern. Dazu gehört auch, die Strecke gut auszuwählen, die bergauf natürlich höhere Belastungen erzeugt als bergab. Auch unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten erhöhen den Reibungswiderstand: Waldboden lässt sich für den Hund wesentlich leichter bewältigen als Wiesen. Asphaltierte Straßen sollte das Jöring-Team hingegen meiden, weil sie die Gelenke des Hundes belasten und wunde Pfotenballen erzeugen. Schließlich spielt auch die Temperatur eine Rolle: Bei über 15 Grad ist die Gefahr des Überhitzens beim Hund zu groß, weshalb im Sommer statt Jöring nur leichtere und kürzere Belastungen angesagt sind.

Das nötige Equipment: Was brauchen Jöring-Fans?

Da hierzulande besonders Bikejöring beliebt ist, bieten viele Hersteller das nötige Zubehör an. Als Basis-Ausstattung brauchen Hund und Halter die folgenden Elemente:

  1. Das Bike
    Weil Bikejörer in Wald und Feld unterwegs sein wollen, sollte das gewählte Fahrrad auf den rauen Untergrund im Gelände ausgelegt sein. Dabei muss das Rad nicht zwingend eine Vollfederung besitzen, sondern kann auch ein Hardtail mit Vorderrad-Federgabel sein. Bei einer starren Hinterradaufnahme wird die Trittenergie des Fahrers zudem effizienter auf die Kette übertragen. Allerdings muss der Fahrer im steinigen und unebenen Gelände etwas härtere Stöße aushalten als auf einem „Fully“, dem vollgefederten Mountainbike. Scheibenbremsen sind für die Fahrt abseits asphaltierter Straßen zuverlässiger als die nicht so wartungsintensiven V-Brakes. Für geübte Fahrradfahrer eignen sich zudem Klick-Pedale mit passenden Fahrradschuhen, die auf holperigen Fahrten das Abrutschen vom Pedal verhindern.
  2. Die Bike-Antenne
    Die Leine des Hundes darf beim Jöring nicht einfach auf gut Glück am Rad festgebunden werden – hier ist die Gefahr zu groß, dass sie sich in den Speichen verwickelt. Das vierhindert eine sogenannte Bike-Antenne, die als Haltekonstruktion über das Vorderrad hinausragt und die Leine hält. Dabei wird die Jöringleine durch die rohrförmige Bike-Antenne hindurch oder mithilfe von Ösen über das Vorderrad hinweggeführt und kann sich nicht verwickeln.
  3. Jöring-Leine mit Rückdämpfer
    Bei offiziellen Bikejöring-Wettkämpfen ist eine Leine von mindestens 2,5m Länge Pflicht, um dem Hund einen ausreichenden Abstand vom Radfahrer zu ermöglichen. Integriert in die Leine ist ein sogenannter Rückdämpfer, das ist ein flexibler Teil, der Stöße und ruckartige Bewegungen abfedert. Falls der Hund abrupt durchstartet oder die Richtung ändert, wird die Energie ansonsten unvermittelt an den Fahrer weitergegeben und kann ihn im schlimmsten Fall stürzen lassen.
  4. Der Schnellentriegler
    Der sogenannte „Panic Snap“ ist ein Zwischenstück, das zwischen Bike-Antenne und Leine sitzt. Dieser Sicherheitsverschluss ermöglicht ein Lösen der Verbindung zwischen Hund und Fahrrad, selbst wenn die Jöringleine unter starkem Zug steht. In Notfallsituationen kann der Radfahrer seinen Hund innerhalb einer Sekunde befreien, wenn er an der Reißleine des Panic Snap zieht. Das kann nützlich sein, wenn der Hund etwa durch Jagdtrieb angestachelt in ein Gelände läuft, in dem sich unüberwindbare Hindernisse für das Rad befinden.
  5. Das Zuggeschirr
    Selbst wenn man das Jöring nur kurz mit seinem Hund testen möchte, muss das Tier dafür ein geeignetes Zuggeschirr tragen. Ein gängiges Führhalsband oder -geschirr würden unter der erhöhten Zugbelastung andernfalls schnell Verletzungen und gesundheitliche Schäden verursachen. Das lässt sich am besten mit Joggingschuhen vergleichen, die dem Läufer optimal passen müssen, um ihm keine Schmerzen zu verursachen.

    Im Fachhandel bekommen Anfänger für das Jöring geeignete Zughundegeschirre, die dem Hund idealerweise von einem Fachmann vor Ort angepasst werden sollten. Die verschiedenen Rassen unterscheiden sich erheblich in der Form ihres Brustkorbs, was unter Umständen sogar Spezialanfertigungen nötig machen kann. Ein Jöring-Geschirr darf nie zu locker sitzen, sonst erzeugt es Scheuerstellen. Wenn der Hund nach mehreren Trainingswochen mehr Muskulatur aufgebaut hat, sollte das Geschirr idealerweise erneut angepasst werden.

  6. Schutzausrüstung
    Um Zusammenstöße auf dicht bewaldeten und kurvigen Strecken zu vermeiden, ist es hilfreich, wenn das Zuggeschirr des Hundes reflektierende Anteile besitzt. Alternativ gibt es für Hunde Rückendecken aus reflektierendem Material. Für den menschlichen Part des Jöring-Teams bildet ein Helm den wichtigsten Teil der Schutzausrüstung. Er ist in Deutschland zwar nicht Pflicht für Radfahrer, doch entschärft laut Testberichten sämtliche Kopfverletzungen deutlich, die beim Sturz vom Fahrrad auftreten können. Darüber hinaus bietet eine Schutzbrille den Augen nicht nur Schutz vor UV-Strahlung, sondern verhindert auch, dass aufgewirbelte Vegetationsteile und Steinchen bei rasanten Fahrten ins Auge geraten. Schließlich sind auch Knieschützer angebracht, die beim Sturz vom Rad sowohl unangenehme Schürfwunden als auch Gelenksverletzungen abwenden können.

Was kostet Bikejöring?

Das zentrale Element, das Fahrrad, macht Bikejöring zu einem nicht ganz günstigen Hobby. Doch auch beim Equipment für den Hund sollten Halter zu Qualitätsprodukten greifen, damit sich ihr Tier beim Ziehen wohlfühlt und keine Gesundheitsschäden entwickelt. Insgesamt müssen Jöring-Anfänger mit folgenden Kosten rechnen:

• Mountainbike: ab 700€
• Bike-Antenne: 40 bis 70€
• Panic-Snap: etwa 40€
• Jöringleine: 40 bis 50€
• Zuggeschirr: 80 bis 100€
• Fahrradhelm: 50 bis 140€
• Schutzbrille: ab 20€
• Knieschoner: ab 50€

Was kann sonst noch Kosten verursachen?

Sportverletzungen können immer passieren – auch beim Hund. Das reicht von einem Schnitt am Pfotenballen bis hin zu ernsteren Knochen- und Gelenksverletzungen. Der Bänderriss ist sogar die vierthäufigste Operation bei deutschen Hunden, wobei ihn sich viele Tiere beim Toben und bei abrupten Wendungen zuziehen. Doch Stürze und Fehltritte können auch beim Bikejöring in rauem Gelände vorkommen. Damit die manchmal vierstelligen Tierarztkosten für eine Operation kein Loch ins Portemonnaie des Halters reißen, sollte der sich vorab über die Möglichkeit einer Versicherung für den Vierbeiner umschauen. Hier gilt es zu vergleichen, da die Anbieter sich stark in Bezug auf die angebotenen Leistungen und die monatlichen Beiträge unterscheiden können. Kommen beim Hund noch Vorerkrankungen dazu, kann es durchaus aus sein, dass die Versicherung verschiedene Kosten von vornherein nicht übernimmt.

Oftmals wird eine Versicherung nicht für notwendig empfunden und es kann auch durchaus sein, dass man über die gesamte Lebenszeit des Hundes keine OP-Kosten beantragen muss. Aber wenn es dann noch zu einer schwerwiegenden Verletzung kommt, muss es schnell gehen. In dem Fall bietet sich die Möglichkeit das Geld kurzfristig bei der Bank zu leihen. Hier ist es empfehlenswert den Tierarzt um eine Kostenaufstellung zu bitten, sodass man nicht mehrfach einen Antrag stellen muss.
Auch hier gilt es zu vergleichen und einen genaueren Blick auf die Konditionen zu werfen. So lassen sich die Kosten niedrig halten und seriöse Anbieter finden.

Welche weitere Zughundesportarten gibt es?

Neben den verschiedenen Formen von Jöring hat die Welt des Zughundesports interessierten Hundehaltern noch viel mehr zu bieten:

  1. Canicross
    Hier können sich auch die kleineren Rassen wie der Jack Russel Terrier oder der Pinscher engagieren, denn beim Canicross joggt der Halter aus eigener Kraft. Der Hund läuft an einem Zuggeschirr vorweg und erleichtert dem Läufer mehr oder weniger seinen Kraftaufwand. Wichtig sind dabei der geeignete Hüftgurt für den Jogger, die gedämpfte Leine und das passende Geschirr. Bei professionellen Canicross Wettläufen sind Hund und Halter dann im Team gegen die Uhr bzw. gegen die Konkurrenz unterwegs. Bei einem laufstarken Hund liegt hier naturgemäß die Leistungsgrenze in der Leistung seines menschlichen Joggingpartners.
  2. Dogscooter
    Hier zieht der Hund den Fahrer nicht auf dem Rad, sondern auf dem Tretroller (Scooter). Die Leinenführung und die Ansprüche an den Hund sind dabei ähnlich wie beim Bikejöring. Vorteilhaft für ungeübte Fahrer ist der tiefe Schwerpunkt des Rollers, der vor dem Umfallen schützt. Allerdings bietet ein Scooterfahrer seinem Hund auf längeren Strecken weniger Kraftunterstützung als ein Radler. Die Bewegung auf dem Roller beansprucht jedoch auch beim Menschen mehr Muskelpartien und erzeugt kein schmerzendes Sitzfleisch. Gute Scooter sind mit 200€ zudem günstiger und wartungsärmer als ein Mountainbike. Steht der Fahrer passiv auf dem Scooter und lässt sich von einem zugstarken Hund oder zwei Hunden ziehen, lässt sich beim Dogscooting eine Geschwindigkeit von beinahe 20 km/h erreichen.
  3. DogTrike
    Ein Trike ist ein Traininswagen mit drei Rädern, auf dem der Fahrer stehend fährt. Durch sein Design liegt ein Trike damit wesentlich stabiler auf der Straße als ein Fahrrad oder ein Scooter. Der Hund wird vor dem Wagen entweder an die Zugleine gespannt oder an einer metallenen Zuggabel eingespannt. Da das Eigengewicht eines Trike relativ hoch ist, sollte es entweder von einem sehr kräftigen Hund oder zwei Hunden gleichzeitig bewegt werden.
  4. Sacco Cart
    Im Sacco Cart, einem vierrädrigen Wagen, wird der Fahrer sitzend vom Hund gezogen. Dieser ist in der Regel in einer Zuggabel mit Rückenbügel eingespannt, die ein Ausbrechen des Tieres zur Seite verhindert. Innerhalb dieser Konstruktion ist auch das Anspannen von zwei Hunden gut möglich und aufgrund des hohen Eigengewichts des Wagens zumeist empfehlenswert. Da das Sacco Cart mit tiefem Schwerpunkt gut auf der Straße und in den Kurven liegt, kann der Fahrer selbst bei hohem Tempo eine angenehme Fahrt erleben. Doch auch gemäßigtes Tempo macht diesen Zughundesport zur geeigneten Trainingsvariante für zugstarke aber nicht so schnelle Hunderassen.
  5. Schlittenhundesport
    Im klassischen Schlittenhundesport zieht ein Gespann mehrerer Hunde einen Schlitten samt Schlittenführer. Während diese Fortbewegung in den skandinavischen Ländern früher zum Transport von Menschen und Waren diente, ist sie heutzutage zum Hochleistungssport avanciert. Gut trainierte Schlittenhunde sind in der Lage dazu, einen Schlitten innerhalb von 24 Stunden über 200 Kilometer weit zu bewegen. Diese Fähigkeit stellen sie innerhalb der internationalen Rennen unter Beweis, z.B. beim Iditarod, das 1850km durch Alaska führt.
    Die Leistung des Hundeführers besteht neben dem Training der Tiere dabei auch in der Auswahl des richtigen Gespanns. Unterschieden wird hierbei zwischen den „Leader“-Hunden, die vorne das Tempo bestimmen und den „Wheeler“, die die größte Körperkraft haben und deshalb direkt vor den Schlitten gespannt werden. Alle Hunde dazwischen bezeichnen die Schlittenhundesportler als „Swinger“. Ein austrainiertes Gespann kann so auf kurzen Strecken eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h erreichen.
  6.  Zughundesport ohne Fahrer
    Schon seit der Antike nutzen die Menschen Hunde, um Wägen mit Lasten zu bewegen. Als Karrenhunde transportierten sie noch im 19. Jahrhundert Waren zum Markt oder Versorgungsgüter bei Militäroperationen. Einige der heutigen Züchtungen wie der Berner Sennenhund oder der Rottweiler wurden einst eigens auf diesen Zweck hin gezüchtet. Diese Anlagen lassen sich in unseren Haustieren auch heute noch wecken. So eignet sich für kräftige aber eher gemächliche Hunde wie den Berner das Training mit einem kleinen Wagen oder einem Schlitten im Winter, auf dem das Tier Gewichte oder Gerätschaften transportiert. Diese Ausbildung wird von manchen Förstern hierzulande noch praktisch genutzt, wo Zughunde Pflanzen, Nistkästen und Werkzeug von A nach B transportieren.

Fazit: Jöring geht auch hierzulande

Mit dem Bikejöring haben Hundebesitzer auch hierzulande ohne Schnee die Möglichkeit in ihrem Vierbeiner die Lust aufs Laufen und Ziehen zu befriedigen. Einigen Rassen liegen diese Anlagen nämlich wortwörtlich im Blut. Wer auf die richtige Ausrüstung achtet und die Leistung mit seinem vierbeinigen Partner gemeinsam allmählich aufbaut, findet im Jöring ein aktives und gesundes Hobby für Hund und Halter. Darüber hinaus existieren zudem auch noch sehr viele Alternativen, mit denen Halter ihren Zughund glücklich machen können.

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