09.06.2021

Nass- oder Trockenfutter

Das ist besser für euren Hund

Damit euer Hund gesund und fit bis ins hohe Alter an eurer Seite leben kann, ist es wichtig, dass ihr auf gutes Hundefutter achtet. Doch woran erkennt der Verbraucher, welches Hundefutter hochwertig ist und welches nicht? Das und welche Unterschiede Trocken- bzw. Nassfutter mit sich bringen erfahrt ihr hier. Außerdem werden die Vorteile und Nachteile der jeweiligen Futterform erklärt. Also weiterlesen und wissen, wie ihr den Hundenapf so füllt, dass euer Hund nicht nur gerne frisst, sondern dabei alle wichtigen Nährstoffe erhält.

Trockenfutter oder Nassfutter – das sind die Unterschiede

Der Hauptunterschied zwischen Trockenfutter und Nassfutter ist, dass letzteres einen höheren Anteil an Wasser hat. Bei Trockenfutter liegt er zwischen 3 bis 12 Prozent. Nassfutter enthält einen Wasseranteil von 60 bis 85 Prozent. Es ist also wesentlich feuchter als trockenes Hundefutter. Zudem riecht es oft intensiver und einige Besitzer vermuten auf Grund des Aussehens einen höheren Fleischanteil. Dass das nicht immer so ist, erkennt ihr schnell, wenn ihr euch die Herstellerangaben genauer anschaut. Diese befinden sich meist auf der Rückseite der Verpackung.

Ob feucht oder trocken – auf den Inhalt kommt es an!

Wer das erste Mal in seinem Leben Hundebesitzer ist, wird staunend und vielleicht ein bisschen ratlos vor den langen Reihen voller bunter Tüten und Dosen stehen. Die Auswahl ist immens, die Informationen leider oft rar gesät. Jeder Hersteller bewirbt, dass sein Futter das Beste für den geliebten Vierbeiner sei. Doch stimmt das auch? Wir haben nachgeforscht und festgestellt, dass es weniger auf die Form, sondern vielmehr auf die Inhaltsstoffe ankommt. Diese können sowohl bei Nassfutter als auch bei Trockenfutter so zusammengesetzt sein, dass euer Hund alle wichtigen Stoffe erhält. Als grobe Faustregel gilt: Je mehr Fleisch und je weniger Zusatzstoffe verwendet werden umso hochwertiger ist das Futter.

Trockenfutter oder Nassfutter – Hier findet ihr die Vor- und Nachteile

Das sind die Vorteile von Trockenfutter

Trockenfutter – das sind zusammengepresste Pellets, die eine hohe Energiedichte aufweisen. Ihr braucht also weniger Futtermenge, um euren Hund satt zu bekommen. Zudem ist es, wie der Name bereits verrät, trocken, also nahezu frei von Feuchtigkeit und kann daher gut gelagert werden. Ist der Hundefuttersack einmal angebrochen, so wird das Futter nicht schlecht. Darüber hinaus werden beim Fressen Zahnbeläge abgerieben und euer Vierbeiner kann beim Fressen nicht kleckern. Der Napf lässt sich hinterher leicht reinigen und es ist geruchsneutraler als Nassfutter. Seid ihr gerne mit eurem Hund auf Reisen, werdet ihr merken, dass sich ein Sack Trockenfutter leichter transportieren lässt als mehrere Dosen Nassfutter. Das ist insbesondere für Besitzer von großen Hunden ein immenser Vorteil.

Das sind die Nachteile von Trockenfutter

Gibt es bei den ganzen Vorteilen überhaupt auch Nachteile an der Trockenfütterung eines Hundes? Ja, die gibt es, auch, wenn diese eher wenige sind. Ein Nachteil ist, dass einige Hunde Trockenfutter nicht so gerne fressen. Das liegt einerseits daran, dass es nicht so saftig ist und anderseits daran, dass es weniger intensiv riecht. Was für euch also ein Vorteil ist, kann, gerade bei mäkeligen Hunden ein Nachteil sein. Außerdem muss der Hund mehr Wasser trinken, damit die trockenen Pellets gut verdaut werden können. Er braucht also mehr Trinkwasser. Das kann bei älteren Hunden oder im Sommer ein Problem werden, wenn euer Hund dazu neigt zu wenig zu trinken. Wird es außerdem offen gelagert, also nicht in einer Futtertonne oder ähnlichem, kann es sein, dass es an Geschmack verliert. Vergleichbar mit Keksen, die offen auf dem Tisch liegen. Auch die schmecken nach einer Weile anders als frisch ausgepackte.

Das sind die Vorteile von Nassfutter

Nassfutter punktet ganz klar damit, dass kaum ein Hund dem Geruch widerstehen kann und den meisten das Wasser im Maul zusammenläuft. Würde euer Hund selbst sein Futter einkaufen, würde er wahrscheinlich auf Nassfutter setzen. Die Konsistenz ist saftig und der hohe Wassergehalt ist ideal für Hunde, die generell zu wenig trinken. Zudem kann Nassfutter gut verwendet werden, um Gewichtsprobleme beim Hund zu regulieren. Da es energieärmer als Trockenfutter ist, kann der Hund mehr aufnehmen, ohne seinen Kalorienhaushalt zu sprengen.

Das sind die Nachteile von Nassfutter

Leider ist es für Hersteller leichter im Nassfutter ungewollte Konservierungsstoffe, sowie Getreide und Zucker „zu verstecken“. Ganz versteckt ist es natürlich nicht, da die Inhaltsangaben preisgeben, was wirklich in der Dose steckt. Aber oft erscheint das Etikett, als sei ausschließlich Fleisch in der Dose enthalten. Achtet also beim Kauf von Nassfutter genau auf die Angaben auf der Rückseite. Nassfutter lässt sich außerdem nicht so gut lagern wie Trockenfutter. Ist die Dose einmal angebrochen, muss sie kühl gelagert und innerhalb von wenigen Tagen verfüttert werden. Außerdem nehmen die Nassfutterdosen mehr Platz weg als Trockenfuttersäcke. Beim Füttern solltet ihr zudem darauf achten, dass das Nassfutter nicht zu kalt verfüttert wird. Es sollte Raumtemperatur betragen, da es ansonsten zu Bauchschmerzen beim Hund führen kann. Darüber hinaus produziert ihr beim Füttern mehr Abfall. Vor allem wenn ihr einen kleinen Hund habt, der jeden Tag eine kleine Schale Nassfutter verputzt, entsteht ein relativ großer Haufen Müll.

Auf einen Blick: Vor- und Nachteile von Trockenfutter und Nassfutter

Trockenfutter – Vorteile:

  • leicht zu lagern
  • geringere Futtermenge nötig
  • geruchsneutral
  • weniger kleckern

Trockenfutter – Nachteile:

  • wird schlechter vom Hund angenommen
  • mehr Trinkwasser nötig

Nassfutter – Vorteile:

  • hohe Akzeptanz
  • hoher Wassergehalt
  • geeignet für Hunde mit Übergewicht

Nassfutter – Nachteile:

  • mehr Lagerfläche nötig
  • kürzere Lagerzeit
  • geruchsintensiv

Wieviel Trockenfutter entspricht Nassfutter beim Hund?

Immer wieder wird gesagt, dass bei der Trockenfütterung weniger Futter verabreicht werden muss. Doch wieviel Trockenfutter entspricht Nassfutter tatsächlich? Um das zu ermitteln, müsst ihr euch ausrechnen wie viel Protein, Fett und Kohlehydrate jeweils enthalten sind. Das variiert von Hersteller zu Hersteller. Nehmen wir mal an, euer bevorzugtes Trockenfutter enthält fünf Prozent Wasser, dann besteht es zu 95 Prozent aus Trockensubstanzen. Bei 100 Gramm wären das folglich 95 Gramm. Genauso verfahrt ihr bei eurem präferierten Nassfutter. Mal angenommen es besteht zu 70 Prozent aus Wasser, dann kommt ihr auf einen Wert von 30 Gramm Trockensubstanzen je 100 Gramm Futter.

Zusammen mit eurem Ergebnis und den aufgedruckten Nährstoffangaben könnt ihr dann ausrechnen wie viel Protein, Fett und Kohlehydrate enthalten sind. Das gelingt indem ihr die angegebene Menge auf 100 Gramm ausrechnet und dann vergleicht. Zum Beispiel: Laut Hersteller sind 25 Gramm Protein enthalten. Dann rechnet ihr beim Trockenfutter mit fünf Prozent Wasseranteil folgende Rechnung: 25 * 100 : 95 und erhaltet als Ergebnis 26 Gramm (gerundet).

Trockenfutter und Nassfutter im Wechsel – Ist das sinnvoll?

Welches Hundefutter am Ende im Napf landet ist meistens eine Frage des Geschmacks. Sowohl eurem als auch dem eures Hundes. Viele Besitzer entscheiden sich für eine Mischfütterung aus Beidem. Eine „richtige“ oder „falsche“ Entscheidung gibt es hierbei nicht. Einige Besitzer füttern morgens Trockenfutter und abends Nassfutter. Andere machen es genau umgekehrt. Entscheidet ihr euch dafür Trockenfutter und Nassfutter zu geben solltet ihr auf das richtige Verhältnis achten. Zwar raten einige vermeintliche Hundeexperten von einer Mischfütterung ab, da es den Magen-Darm-Trakt belasten kann, wissenschaftliche Beweise gibt es dafür aber nicht. Was ihr unbedingt vermeiden solltet ist oft zwischen verschiedenen Futtersorten zu wechseln. Das kann tatsächlich zu Unverträglichkeiten führen. Wollt oder müsst ihr das Futter eures Hundes wechseln, ist eine schonende Futterumstellung empfehlenswert.

Wie sollte das Verhältnis von Trockenfutter – Nassfutter beim Hund sein?

Um diese Frage zu beantworten, solltet ihr euch die Herstellerangaben ansehen. Dort ist aufgeführt wie viel Gramm Futter ein Hund mit Gewicht xy bekommen sollte, um seinen Nährstoffbedarf zu decken. Die Gesamtmenge aus Trockenfutter und Nassfutter sollte zusammen eine Tagesration ergeben. Also füttert nicht einfach die doppelte Menge, da euer Hund sonst womöglich zu viel Futter und somit auch Kalorien aufnehmen kann. Das kann zu Übergewicht führen. Ob nun mehr Trockenfutter oder Nassfutter im Napf landet, ist irrelevant, wichtig ist nur, dass ihr die Tagesmenge bei einer Mischfütterung nicht überschreitet.

Füttert ihr euren Hund Nass- oder Trockenfutter oder beides? Wir freuen uns eure Meinung in den Kommentaren zu lesen! 

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