„Mein Hund ist tot, es tut so weh.“ Haustiere sind nicht nur Tiere, sondern für viele Menschen wahre Freunde. Der Tod eines geliebten Vierbeiners trifft uns daher schlimm und hinterlässt eine traurige Leere. Der Abschied vom Haustier und der gleichzeitige Verlust eines Freundes ist für die Menschen schwer zu verarbeiten. Als Hilfestellung zum Umgang mit dem Tiertod bekommt ihr hier Tipps zur Trauerbewältigung nach dem Tod des Tieres.
Trauer zulassen beim Tod eines Haustieres
Von unserem geliebten Familienhund, der Hauskatze, dem Pferd, die uns ein Leben lang begleiteten, müssen wir uns eines Tages verabschieden. Ist der Hund oder die Katze gestorben, ist dies ein einschneidendes Erlebnis für jeden Tierhalter. Er gehört aber zum Leben dazu! Besonders in Zeiten, in denen immer mehr Menschen ohne Partner oder ohne Kinder leben, kann das Tier ein echtes Familienmitglied sein. In vielen Familien gehört der Hund oder die Katze zum Alltag und der Verlust ist daher schwer zu verkraften.
Leider haben viele Tierbesitzer nach dem Verlust des Tieres neben der Trauer auch noch mit dem Unverständnis von Mitmenschen zu kämpfen. Das Haustier war immer an der Seite der trauernden Person und ist mit der Zeit ein enger und treuer Freund geworden. Die Gesellschaft erkennt nur zögerlich an, wie schlimm die Trauer um ein Tier sein kann. Der Verlust des tierischen Verbündeten ist bei Firmen noch lange kein Urlaubsgrund und viele Bekannte oder Kollegen wird der Vorfall zudem nicht berühren. Dennoch ist es ganz normal und vor allem richtig, sich seinem Kummer hinzugeben, um den Verlust zu verarbeiten.
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Hunde und Katzen begleiten uns meist für viele Jahren.
Was hilft uns beim Abschied vom Haustier?
Tiere sind Lebensbegleiter, beste Freunde, vertraute oder Seelengefährte und das meist über viele Jahre. Eine große Hilfe ist es, euren Freund bei seinem letzten Weg zu begleiten. Er hat euch ja schließlich auch sein ganzes Leben lang begleitet. Es ist sehr wichtig, sich richtig vom Tier verabschieden zu können.
Eine würdevolle Bestattung
Wenn die Katze oder der Hund stirbt, bricht für den Besitzer eine Welt zusammen. Der erste Schritt zu einer einfacheren Trauerbewältigung ist eine würdevolle Bestattung oder eine Zeremonie. So können wir den endgültigen Abschied vom Haustier besser akzeptieren, als wenn es in einer Tierkörperbeseitigungsanlage „verwertet“ wird. Außerdem schafft die Bestattung einen Ort zum Trauern. Beachtet jedoch, dass es für das eigenständige Tierbegräbnis Gesetze gibt. Ohne eigenen Garten ist es ratsam, einen öffentlichen Tierfriedhof oder ein Tierkrematorium zu wählen. Eine Kremierung bietet zudem Vorteile gegenüber der Erdbestattung, die nur unter gewissen Umständen möglich ist. Was ist beispielsweise bei einem Umzug, wenn das Tier im Garten bestattet wurde?
Zur ROSENGARTEN Tierbestattung
In Erinnerungen schwelgen
Ein Tier, das so lange bei euch gelebt habt, wird nie vergessen. Das Wichtigste bei der Trauerbewältigung ist es, das Tier so in Erinnerung zu behalten, wie es zu Lebzeiten war. Erstellt ein Fotoalbum, seht euch alte Videos an oder lasst ein gemaltes Bild oder einen Pfotenabdruck anfertigen. Auf digitalen Trauerportalen könnt ihr Gedenkseiten für verstorbene Tiere anlegen und diese mit Fotos und Texten füllen. Ein besonders großer Liebesbeweis, der nicht jedermanns Sache ist, ist ein Tattoo mit dem Namen oder Porträt des verstorbenen Tieres. Einige bewahren sich ein paar Fellsträhnen oder die Asche des Tieres auf und lassen daraus ein Schmuckstück anfertigen.
Schafft euch eine einzigartige Erinnerung
Trauer teilen
Schämt euch nicht, eure Trauer mit Freunden und Familie zu teilen und um Hilfe zu bitten. Auch wenn viele eure Trauer nicht nachvollziehen können, gibt es in eurem Bekanntenkreis sicher Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Andere Tierhalter verstehen am besten, wie schlimm es ist, wenn tägliche Routinen auf einmal wegfallen. Wenn man im Familien- oder Freundeskreis auf wenig Verständnis stoßt, findet man in Online-Foren und Gedenkportalen für Trauernde eine offene und mitfühlende Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die Trost und Kraft spenden. Ganz egal ob der morgendliche Gassigang, das Befüllen der Futterschale oder sogar die Säuberung der Katzentoilette – das Tier hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Der Verlust ist für viele Tierhalter fast oder sogar genauso schlimm wie der Verlust eines engen Familienmitgliedes oder Freundes.
Es gibt heutzutage auch Trauerforen speziell für Tierverluste, wo ihr euch nach Gleichgesinnten umsehen könnt. Ihr könnt euch gemeinsam erinnern und die schönen Momente noch einmal erleben. Damit ihr mit anderen Betroffenen gemeinsam trauern könnt und die Erinnerung an den verstorbenen Liebling bewahrt, könnt ihr eine Gedenkseite für Haustiere im Internet erstellen. Was das genau ist und wie es euch bei eurer Trauer helfen kann, erfahrt ihr hier.
Gutes tun
Es kann auch helfen, sich ehrenamtlich zu engagieren und anderen Tieren in Notlagen zu helfen. Arme Tiere in Tierheimen brauchen auch sozialen Kontakt und Aufmerksamkeit. Anstatt gleich einen neuen Hund bei euch aufzunehmen, könnt ihr euch im Tierheim als Gassi-Gänger anbieten. Auch übrig gebliebenes Futter ist eine gern gesehene Spende beim Tierschutz. Falls ihr euch entscheidet einem heimatlosen Tier ein neues Zuhause zu bieten, ist es besonders wichtig keine Kopie des verstorbenen Lieblings zu erwarten. Auch wenn wir bedingungslose Zuneigung und Freude von fremden Tieren erfahren, kann dies im persönlichen Trauerprozess dennoch sehr hilfreich sein.
Kinder und der Tod von Haustieren
Kinder trifft der Tod eines Haustieres in der Regel besonders stark. Manche haben ihr gesamtes Leben mit dem Tier verbracht und kommen zum allerersten Mal mit dem Thema Tod in Kontakt. Für sie macht es keinen großen Unterschied, ob ein Tier oder ein Mensch gestorben ist. Um dieses einschneidende Erlebnis zu verarbeiten, brauchen Kinder Unterstützung. Falsch ist es, die Kinder vor der schmerzhaften Erfahrung zu schützen und Geschichten über den Verbleib des Tieres zu erfinden. Lasst eure Kinder offen an der Trauer teilhaben und behandelt den Tod ehrlich. Es hilft euren Kindern ebenso wenig sofort ein Ersatztier zu beschaffen, da ein Lebewesen nicht ersetzt werden kann. Nehmt euch lieber die Zeit zuzuhören und Fragen zu beantworten, um eurem Kind durch die schwierige Zeit zu helfen. Die Reaktionen auf den Tod können sehr unterschiedlich ausfallen, auch bei Kindern, aus diesem Grund soll jedes Kind den nötigen Raum für Wut, Trauer finden. Gerade kleine Kinder müssen oft noch ihre Gefühle erforschen und regulieren und dürfen durch Erwachsene nicht daran gehindert werden.
Oftmals kann ein neues Haustier helfen die Trauer schneller zu überwinden.
Die Zukunft: Zeit für ein neues Tier?
Nach einiger Zeit der Trauer werdet ihr beginnen, den Verlust des geliebten Vierbeiners zu akzeptieren. Für viele gilt: Ein Leben ohne Tier ist kaum vorstellbar. Zu Beginn ist es ganz normal, wenn ihr euch beim Gedanken an ein neues Tier wie ein Verräter vorkommt. Wenn die Trauerphase überwunden ist, ist eine Neuorientierung möglich. Erst jetzt solltet ihr über die Anschaffung eines neuen Haustieres nachdenken. Auch die Verantwortung für ein neues Tier kann euch helfen, den Verlust besser zu verarbeiten. Je nach Typ blicken Tierbesitzer auf andere Art und Weise positiv in die Zukunft. Tut einfach das, was sich für euch gut und richtig anfühlt!
Abschied nehmen bedeutet nicht das Tier zu vergessen. Tragt die Erinnerung in eurem Herzen.
So funktioniert die Einäscherung
Bei einer Einäscherung zerfällt der Tierkörper im Ofen durch die Einwirkung der Hitze innerhalb einer gewichtsabhängigen Zeitspanne (ca. 1 bis 2 Stunden) zu Asche. Diese Rohasche wird gemahlen, damit sie in Urnen oder andere Behältnisse, wie z. B. Ascheschmuck, verfüllt werden kann. Der Umgang mit der Asche ist flexibel und individuell. Ihr könnt sie in der Natur oder am Tierkrematorium im Streubeet verstreuen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Asche in einer Urne Zuhause aufzubewahren sowie einen Erinnerungsschmuck mit einem Teil der Asche zu befüllen. Der Abschied wird so gestaltet, wie die Tierfreunde es sich wünschen.
Ihr habt auch einen vierbeinigen Freund verloren? Wie seid ihr mit dem Tod klargekommen und was hat euch geholfen?