14.06.2021

Muskelaufbau Hund

So haltet ihr euren Liebling fit

Ob bei uns Menschen oder bei den Hunden – eine gute Muskulatur hilft bis ins hohe Alter vital und fit zu sein. Zudem schützen starke Muskeln die Gelenke und Knochen, die sie umgeben. Doch wie gelingt es am besten den Muskelaufbau beim Hund zu fördern? Hier erfahrt ihr, welche Übungen für die einzelnen Körperpartien geeignet sind. Zudem erfahrt ihr welches Training für einen älteren Hund geeignet ist. Darüber hinaus bekommt ihr Tipps welches Futter beim Muskelaufbau eures Hundes unterstützend wirkt.

Wieso solltet ihr bei eurem Hund den Muskelaufbau durchführen?

Starke Muskeln beim Hund halten ihn beweglich und schützen gleichzeitig vor Verletzungen. Darüber hinaus helfen sie altersbedingte Krankheiten wie Arthrose vorzubeugen. Die Muskeln helfen dem Hund bei jeder Bewegung, die er macht, ob er über die Wiese rennt, euch über unwegsames Gelände folgt und selbst dann, wenn er vor seinem Napf sitzt und auf Futter wartet. Gut ausgebildete Muskeln helfen eurem Hund dabei, ein besseres Gleichgewicht zu haben und schützen bei leichten Unfällen vor Verletzungen und minimieren in der Regel die Schmerzen. Außerdem erholen sich Hunde mit einer starken Muskulatur schneller von physischen Erkrankungen. Genau wie beim Menschen haben Hunde, die über eine gut ausgebildete Muskulatur verfügen, einen höheren Energieumsatz. Das bedeutet sie verbrennen selbst im Ruhezustand mehr Kalorien als ein untrainierter Hund. Dadurch leiden trainierte Hunde seltener an Übergewicht. Viele Punkte also, die dafürsprechen, dass ihr euch die Zeit nehmt, um den Muskelaufbau eures Hundes zu fördern.

Welche Hunde-Muskeln sind besonders wichtig?

Grundsätzlich ist es wichtig den kompletten Körper eures Hundes durch den Aufbau von Muskeln zu stärken. Besonderes Augenmerk sollte auf die Muskulatur in den Hinterbeinen sowie die Rückenmuskulatur des Hundes gelegt werden. Diese könnt ihr mit gezielten Übungen trainieren. Einige Trainingsideen findet ihr weiter unten im Text.

Was ist vor dem Muskeltraining beim Hund zu beachten?

Bevor ihr beginnt die Muskulatur eures Hundes zu stärken, solltet ihr sicherheitshalber ein Check-Up beim Tierarzt durchführen lassen. Dieser wird den Hund genau untersuchen und kann feststellen, wo seine „Schwachstellen“ liegen. Wenn ihr euch optimal auf das Muskeltraining des Hundes vorbereiten wollt, besucht ihr mit eurem Liebling einen Physiotherapeuten für Tiere. Dieser kann euch genau die Übungen zeigen, die euer Hund braucht. Zudem kann er euren Vierbeiner regelmäßig untersuchen und feststellen, ob das Muskeltraining den gewünschten Erfolg bringt oder ob an einigen Stellen noch Optimierungsbedarf besteht. Falls nötig kann euer Liebling in der Praxis das Wasserlaufband für sein Training nutzen.

Ab welchem Alter kann der Hund mit dem Training beginnen?

Ihr solltet erst dann mit dem Muskelaufbau eures Hundes beginnen, wenn dieser körperlich ausgewachsen ist. Dies ist, je nach Rasse und Größe, etwa mit zwölf bis 18 Monaten der Fall. Wer zu früh mit dem Training beginnt läuft Gefahr, die Sehen, Bänder und Gelenke zu schädigen. Diese sind bei einem Welpen noch nicht voll belastbar. Gerade in der Hauptwachstumsphase, die etwa zwischen dem dritten und siebten Monat liegt, könnt ihr mit wohlgemeintem Muskelaufbautraining eurem Hund mehr Schaden als Nutzen zufügen. Achtet daher auch darauf, keine zu ausgedehnten Spaziergänge mit eurem Welpen zu machen oder über einen langen Zeitraum zu toben. Ist euer Hund ausgewachsen, kann das Training beginnen.

Muskelaufbau beim Hund – Diese Übungen helfen dabei

Genau wie beim Menschen gibt es auch bei Hunden verschiedene Trainingsmethoden. Probiert einige geeignete Übungen durch und findet für euch das passende. Achtet dabei darauf, dass ihr immer beide Seiten eures Hundes trainiert und eine Mischung aus Trainingseinheiten zusammenstellt, mit denen der ganz Körper trainiert wird.

Cavaletti-Training

Eine Trainingsart für den Hund, bei der es darum geht, den Hund über Hindernisse zu führen. Er trainiert so seine Vorderbeine und seine Hinterläufe. Zudem hilft es dem Hund ein exzellentes Körpergefühl zu entwickeln.

Bergauf- und Bergab-Training

Erst hochlaufen, um dann wieder hinunterzulaufen – ein Training, dass den gesamten Bewegungsapparat eures Hundes trainiert. Hierbei geht es nicht darum, wer besonders schnell nach oben oder unten kommt, sondern um ein sauberes und kontrolliertes Gehen. Fortgeschrittene „Bergsteiger“ können Übungen aus dem Cavaletti-Training einbauen.

Positur-Übungen

Ein Training, das, je nach Übung, eine spezielle Körperhaltung von eurem Hund abverlangt. Beispielsweise stellt sich euer Hund beim Training mit den Vorderpfoten auf einen Gegenstand – das kann ein Hocker oder ein Baumstamm sein – und probiert durch den Einsatz der Hinterläufe seine Position zu verändern. Mit einem Leckerli oder Spielzeug lenkt ihr die Aufmerksamkeit auf euch oder besser gesagt auf die zu trainierende Seite eures Hundes und bringt ihn so dazu, sich mit den Hinterbeinen zu bewegen.

Isometrisches Training

Bei diesem Training übt ihr auf bestimmte Körperteile eures Hundes einen Druck aus. Dieser reagiert automatisch mit Anspannung und wieder Entspannung der Muskulatur. Um die Übungen korrekt auszuführen ist es ratsam, sich diese vor dem Trainingsbeginn von einem Physiotherapeuten für Hunde zeigen zu lassen.

Ganzkörper-Workout

Genau wie beim Menschen gibt es auch bei Hunden Übungen, die verschiedene Partien des Körpers trainieren. Was sich wie anstrengender Sport anhört, sind Übungen, die spielerisch ausgeführt werden. So zum Beispiel „Pfötchen geben“ oder Sit-Ups für Hunde.

Übungsbeispiele für den Muskelaufbau bei Hunden für die Hinterbeine

Setzt euch neben euren Hund und hebt nacheinander die Hinterläufe an. Was einfach und leicht aussieht, hat einen positiven Trainingseffekt auf die Muskulatur der Hinterbeine. Diese Übung eignet sich auch für die Vorderläufe. Beginnt mit zwei bis drei Durchläufen pro Bein.

Für die nächste Übung müsst ihr euren Hund dazu bringen sich mit den Vorderläufen auf einen Gegenstand zu stellen. Das kann, wie oben beschrieben, ein Baumstumpf, ein Eimer oder auch ein spezielles Trainingskissen sein. Nun lasst ihr den Hund hinsetzen. Wenn euer Liebling kann, dann soll er im nächsten Schritt wieder aufstehen. Die Vorderpfoten bleiben die ganze Zeit in der gleichen Position. Ein Trainingsintervall mit drei bis fünf Durchgängen genügt für den Anfang.

Übungsbeispiele für den Muskelaufbau beim Hund für den Rücken

Legt eine Hand auf den hinteren Teil des Rückens eures Hundes. Drückt sanft auf die Stelle, bis ihr merkt, dass der Hund gegen drückt. Lasst langsam wieder los und beginnt von vorne. Achtet darauf wirklich ganz achtsam und sanft Druck auszuüben und keine schnellen oder ruckartigen Bewegungen zu machen. Durch das Anspannen und Entspannen werden die Muskeln des Hundes trainiert. Auch hier sind für den Anfang zwei bis drei Durchgänge sinnvoll.

Eine Übung, die ihren Ursprung im Dog-Dancing hat, eignet sich hervorragend, um den Rücken eures Hundes zu stärken. Stellt hierfür eure Beine weit auseinander und lasst euren Liebling im Slalom durch eure Beine kreisen. Lasst ihn je drei bis fünfmal in die eine und genauso oft in die andere Richtung laufen. Wie auch bei den anderen Übungen geht es nicht um Schnelligkeit, sondern darum, dass das Training sauber und langsam ausgeführt wird.

Muskelaufbau alter Hund – Das solltet ihr bei eurem Senior beachten

Wenn euer Hund schon etwas älter ist, könnt ihr mit kleinen Übungen seine Beweglichkeit erhalten und fördern. Achtet darauf euren Hund nicht zu überfordern und übt nicht öfter als dreimal die Woche mit eurem Senior. Hat euer Liebling Vorerkrankungen oder ist er bereits in seinem Bewegungsablauf eingeschränkt haltet unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt oder Physiotherapeuten. Ist euer alter Hund fit genug, könnt ihr mit ihm die gleichen Übungen machen, wie mit jungen Hunden. Positiver Nebeneffekt bei regelmäßigem Muskeltraining ist, dass euer Hund ganz nebenbei sein Gehirn trainiert und somit fit hält. Außerdem stärkt ihr die Beziehung zueinander und könnt eurem Hund zu mehr Wohlbefinden und Selbstbewusstsein verhelfen.

Kraftfutter unterstützt Hunde beim Muskelaufbau

„Du bist, was du isst“ – auch wenn ihr diesen Satz vermutlich schon oft gehört habt, es stimmt. Und das nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Hunden. Möchtet ihr, dass euer Hund fit und immun gegen Krankheiten ist, solltet ihr darauf achten, dass die Ernährung ausgewogen und gesund ist. Das bedeutet beim Hund, dass ihr auf Hundefutter setzen solltet, dass einen hohen Fleischanteil und Omega-3-Säuren enthalten. Zudem sollte es möglichst wenig bis keine Konservierungsstoffe oder Zucker enthalten. Auch bei den Snacks könnt ihr auf gesunde Alternativen zurückgreifen: Probiert es doch mal mit einer Mohrrübe als Leckerli oder backt die Hundekekse selbst. So unterstützt ihr nicht nur den Muskelaufbau, sondern beugt aktiv Übergewicht und Gelenkerkrankungen vor.

Wie untertützt ihr die Muskulatur eures Hundes? Wir freuen uns auf eure Tipps in den Kommentaren!

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