10.02.2022

Katzenschreck

So werdet ihr fremde Katzen los

Bei allzu aufdringlichen Katzen hilft der sogenannte Katzenschreck. Dabei handelt es sich um einen Abwehrmechanismus, der die Katze vertreiben soll.

Katzenabwehr – wie ihr euren Garten vor Eindringlingen schützt

Die Katze ist zwar das beliebteste Haustier der Deutschen, trotzdem richtet sie manchmal großen Schaden an. Teiche, Nist- und Sandkästen sowie die eigenen Beete stehen im Fokus der Absicherung. Ziel ist es, dass die Katze das Interesse an den betroffenen Bereichen verliert. Aus Tierschutzgründen muss die Abschreckung schonend, also ohne körperliches Leid geschehen.

Bei der Abwehr können verschiedene Katzenschreckgeräte zum Einsatz kommen:

Dornengitter: Bei den sogenannten Dornengittern wird sich ein mechanischer Abwehrmechanismus zunutze gemacht. Die mit Plastikdornen besetzten Kunststoffstreifen sind an den Pfoten der Katzen sehr unangenehm, deshalb sucht die Katze die abgesicherten Bereiche nicht mehr auf. Positiv ist anzumerken, dass die Dornengitter ohne einen Stromanschluss funktionieren, dass sie keinen Schaden anrichten, dass sie zahlreiche Tierarten vertreiben und flexibel auch an Rundungen anzubringen sind. Allerdings sind die Plastikdornen bei hartgesottenen Katzen wirkungslos.

Wasser: Die meisten Katzenrassen sind wasserscheu. Wasser bietet sich als harmloses Abwehrmittel also an. Viele Katzenvertreibungsgeräte nutzen Wasser anstelle von Ultraschall, das Konzept ist aber bei beiden Systemen gleich. In beiden Fällen löst der Bewegungsmelder die jeweilige Maßnahme (Ultraschall oder Wasserstrahl) aus. Die Vorteile das wasserbasierten Katzenschrecks ist die hohe Reichweite, die körperliche Verträglichkeit und der effektive Schreck. Leider ist die Installation von einem Wasseranschluss abhängig und kann durch das Verlegen der Schläuche sehr aufwändig sein.

Optische Katzenabwehr: Die optische Katzenabwehr setzt an einen Bewegungsmelder gekoppelte Lichtsignale ein. Obgleich der Katze dabei kein Leid widerfährt, ist diese Strategie sehr effektiv. Außerdem vertreibt der Lichteffekt auch andere Tiere und die Montage ist nicht sonderlich komplex. Allerdings kann es bei optischen Abwehrmethoden zu nachbarschaftlichen Differenzen kommen. Tipp: In den Bäumen befestigte CDs, frei schwingende Reflektoren oder Spiegel können eine zweckdienliche Alternative zu anderen optischen Katzenschreckprodukten sein.

Auf die klassischen Methoden (akustische, natürliche und duftbasierte Katzenabwehr) gehen wir in den nachfolgenden Unterpunkten noch genauer ein.

Ob der Katzenschreck erfolgreich ist, hängt von den nachfolgenden Aspekten ab:

  • Nicht jede Katze reagiert auf jede Abwehrmethode gleich. Indem ihr den Effekt beobachtet, könnt ihr das wirkungsvollste Mittel wählen.
  • Wasserbetriebene Mechanismen frieren im Winter womöglich ein.
  • Schattige Gärten eignen sich nicht für den Solarbetrieb.
  • Katzenschrecks, die im Freien stehen, müssen wasserbeständig sein.
  • Je nachdem, ob ihr ausschließlich Katzen oder auch andere Tiere fernhalten wollt, machen einige Varianten mehr und andere Versionen weniger Sinn. Beispiel 1: Unterschiedliche Tierarten erfordern eine unterschiedliche Ultraschallfrequenz. Beispiel 2: Der mechanische Schutz hilft auch gegen Mader und Co.

Bis der Katzenschreck seine volle Wirkung entfaltet, kann ein bisschen Zeit vergehen. Bei einigen Individuen ist jedoch auch nach einer längeren Weile kein nennenswerter Erfolg zu sehen, da es Katzen gibt, die sich an die Abwehrmittel gewöhnen oder die es generell nicht stört.

Katzenabwehr Garten – Katzen natürlich abwehren

Unter natürlicher Katzenabwehr sind bauliche Barrieren oder Untergründe aus Naturmaterialien zu verstehen. Dabei wird ein Bodenbelag gewählt, den die Katze aus haptischen Gründen nicht betreten mag (Absicherung der Bodenfläche). Bei Bedarf wird das natürliche Gartenkonzept um Elemente erweitert, die die Katze nicht überwinden kann (räumliche Absicherung in die Höhe).

Geeignet sind beispielsweise Dornenhecken, Kakteen oder Rindenmulch.

Vorteile:

  • Die Schutzmaßnahmen fügen sich ins Gartenbild
  • Die natürliche Katzenabwehr fügt der Katze keinen nennenswerten Schaden zu (bis auf den Erstkontakt mit Stacheln/Dornen ist die Schutzmethode gefahrenfrei)
  • Die natürliche Alternative hält auch andere Störenfriede fern
  • Die Abwehrmethoden wirken ganzjährig ohne die Notwendigkeit von Strom

Nachteile:

  • Katzen können die Hindernisse überwinden, indem sie sich verbiegen, klettern oder springen.
  • Die natürliche Katzenabwehr ist auf den begründbaren Bereich beschränkt.
  • Aufgrund dessen, dass sich die Katzen an die Abwehrtechniken gewöhnen können, ist der natürliche Schutz nicht so effektiv
  • Je nach Art kommen gärtnerische Aufgaben, wie das Rückschneiden oder das Bewässern der Absicherung (Dornenhecke etc.) hinzu
  • Je nach gewünschter Reichweite können große Materialmengen und hohe Kosten entstehen

Katzen fernhalten – so werdet ihr fremde Katzen los

Das praktische Problem am Katzenschreck ist die Tatsache, dass er neben fremden Eindringlingen auch die eigenen Katzen stört.

Um das zu verhindern, könnt ihr Folgendes tun:

  1. Falls es sich um eine einzelne Katze handelt, die euer Privatleben stört, solltet ihr zunächst den Halter kontaktieren. Dieser könnte eine Ausbruchssicherung in seinem Garten installieren. So läge das Problem nicht mehr in eurem Verantwortungsbereich. Eine herrenlose Katze könnt ihr mithilfe einer Lebendfalle einfangen und in das nächstgelegene Tierheim bringen. Tipp: Informiert euch bezüglich der Lebendfalle über einen kostengünstigen Verleih.
  2. Essensreste sind ein wahrer Tiermagnet. Indem ihr Mülltonen/die Futternäpfe eurer Katze aus dem Garten entfernt, mindert ihr die Einbruchswahrscheinlichkeit.
  3. Bei wiederkehrenden Katzen hilft nur ein dauerhafter Katzenschreck. Diesen solltet ihr so positionieren, dass er nur die Eindringlinge trifft. Stellt den Katzenschreck an den entsprechenden Problemstellen auf und richtet den Bewegungsmelder so ein, dass er die Schlupflöcher, jedoch nicht den Innenbereich des Gartens und damit versehentlich eure eigene Katze trifft. Ziel ist es, dass den Sensor nur eine fremde Katze auslösen kann.
  4. Manchmal dringen Katzen nur des Nachts in fremde Gärten ein. In so einem Fall könnt ihr den Katzenschreck mithilfe einer Zeitschaltuhr zu bestimmten Zeiten aktivieren. Damit eure eigene Katze die Abwehrmethoden nicht zu spüren bekommt, solltet ihr eurem Schützling den Zugang zum Garten in der Nacht verwehren (manuell oder mit einer zeitgesteuerten Katzentür).
  5. Eure Katze wird euch deutlich zu verstehen geben, wenn sie sich an den Abwehrmaßnahmen stört. Falls sie nervös ist oder Meideverhalten zeigt, solltet ihr ein anderes Produkt ausprobieren und/oder den Standort beziehungsweise die Einstellungen des aktuellen Abwehrsystems nachjustieren.

Katzenschreck Ultraschall – tierfreundliche Abwehr

Die bekannteste Abwehrmethode ist der akustische Katzenschreck, eine Abwehrtechnik mit Ultraschall.

Diese Bestandteile sind häufig inkludiert:

  • Batterie, USB-/Kabelanschluss und/oder Solarmodul
  • Kontrollleuchte
  • Bewegungssensor
  • Lautsprecher mit verstellbarem Frequenzbereich
  • Wetterschutz
  • Blitzlichtfunktion

Vorteile:

  • Ungefährliches Schutzmodell
  • Hohe Reichweite
  • Wirkt auch bei Dunkelheit
  • Einfache Handhabung
  • Bei Katzen und anderen Haus- und Wildtieren wirkungsvoll
  • Überall anwendbar

Nachteile:

  • Einige Ultraschallwellen sind auch vom Menschen wahrnehmbar
  • Solarbetriebene Geräte erfordern ausreichend Sonnenenergie
  • Keine Erfolgsgarantie
  • Ultraschall wirkt sich nicht nur auf fremde, sondern auch auf die eigenen Tiere und auf Kinder aus

Ob der Katzenschreck wirksam ist, hängt von der richtigen Verwendung ab:

  • Überlegt euch, welche Bereiche ihr schützen wollt.
  • Richtet den Katzenschreck an den beliebtesten Durchgangsstellen der Katzen ein.
  • Solargeräte müssen an sonnigen Plätzen stehen.
  • Überprüft die Schutzklasse und stellt sicher, dass das Ultraschallgerät keinen zusätzlichen Wetterschutz braucht.
  • Katzen reagieren auf 18 bis 25 Kilohertz.
  • Indem ihr den Katzenschreck in einer Höhe von 20 cm anbringt, stellt ihr sicher, dass er die Katze an der richtigen Stelle trifft.
  • Je nach Quadratmeterzahl und Reichweite der Geräte reicht ein einzelner Katzenschreck eventuell nicht aus.
  • In Abhängigkeit zum Modell: Überprüft die Kontrollleuchte und tauscht die Batterien in regelmäßigen Abständen aus.

Welche Gerüche mögen Katzen nicht?

So mancher Duft, den wir selbst gerne mögen, ist für Katzen nicht sehr angenehm. Deshalb setzten einige Hersteller Gerüche gezielt in ihren Abwehrprodukten ein (sogenannte olfaktorische Katzenabwehr).

Das wohl bekannteste Beispiel dafür sind die sogenannten Katzensprays. Diese Anti-Katzen-Mittel nutzen Duftstoffe, die einen abstoßenden Geruch verströmen. Sie eignen sich besonders für den Schutz von Objekten (beispielsweise dem Auto) oder für einen zu schützenden Kleinbereich.

Für den Garten sind bestimmte Pflanzen eine gute Alternative zum Abwehrspray.

Die nachfolgenden Katzenschreck-Pflanzen haben einen markanten (auf die Katze abschreckend wirkenden) Eigengeruch:

  • Currykraut
  • Gewürznelke
  • Lavendel
  • Lippenblütengewächs
  • Pfefferminze
  • Rosmarin
  • Verpiss-dich-Pflanze
  • Weinraute
  • Zitronengras

Diese Gerüche halten Katzen ebenfalls fern:

  • Essig
  • Freigelegte Knoblauchzehen
  • Pfeffer
  • Kaffeesatz

Vorteile:

  • Es handelt sich um eine harmlose Verteidigungsform
  • Die Handhabung des Sprays ist unkompliziert
  • Die Begrünung im Garten ist leichter umzusetzen, als ein massiver Einbruchsschutz
  • Katzenschreck-Pflanzen können – aus Sicht des Menschen – einen angenehmen Geruch verströmen
  • Die Bepflanzung ist dekorativ
  • Je nachdem, wie viele Pflanzen/wie viel Spray genutzt wird, könnt ihr die Reichweite nach Bedarf – unbegrenzt – erhöhen

Nachteile:

  • Das Abwehrspray wirkt nur temporär. Der Schutz muss alle paar Tage erneuert werden, damit die Wirkung nicht verfällt.
  • Die Gerüche halten nicht nur fremde Katzen, sondern auch die eigenen fern. Das führt dazu, dass sich die eigenen Schützlinge nicht mehr in die behandelten Areale trauen.
  • Andere Tierarten stören sich häufig nicht an dem Geruch und dringen weiter in die schützenswerten Zonen ein.
  • Die Pflanzen sorgen für einen Mehraufwand (wässern, pflegen, ersetzen).
  • Pflanzen sind nur in natürlichen Bereichen und Sprays nur auf kleinen Flächen anwendbar.

 

Wolltet ihr auch mal einen Eindringling aus dem Garten fernhalten? Schreibt gerne in die Kommentare, wie euch das gelungen ist.

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