26.07.2019

Insekten Hundefutter für Allergiker

Vorteile eines hypoallergenen Futters mit nachhaltiger Proteinquelle

Euer Hund kratzt sich an den Ohren, leckt sich die Vorderpfoten oder reibt das Gesicht am Boden? Eine Allergie kann der Auslöser für die verschiedensten Beschwerden sein. Wie ihr eine Allergie erkennt und welches Hundefutter für Allergiker geeignet ist, erfahrt ihr hier.

Symptome einer Futtermittelallergie beim Hund

Etwa 15 Prozent der Hunde in Deutschland leiden heute an einer Allergie oder Unverträglichkeit. Jeder Hund reagiert anders im Falle einer Futterallergie. Die Symptome können daher vielfältig sein. Sie deuten meist nicht direkt auf eine Allergie hin. Das häufigste Anzeichen für eine Allergie sind Hautirritationen und daraus resultierender Juckreiz. Häufig sind die Ohren, das Gesicht, die Pfoten, der Bauch, die Innenschenkel, die Achseln oder der After betroffen. Meist ist eine Allergie mit Entzündungen oder Haarausfall verbunden. Durch das ständige Kratzen können auch Hautödeme oder Schwellungen auftreten. Seltener reagieren die Hunde mit Verdauungsproblemen oder Niesen.

Die meisten Hundehalter tippen zunächst auf einen Parasitenbefall. Wenn dieser nicht nachzuweisen ist, stehen viele erstmal ratlos da. Jedoch ist in 20% der Fälle eine Allergie der Auslöser des Juckreizes bei Hunden. Ständiges Kratzen an einer Stelle ist daher als klares Warnsignal für eine Allergie anzusehen. Aber auch verstärktes Wälzen und Reiben sowie Pfotenschlecken sind deutliche Anzeichen für einen allergiebedingten Juckreiz. In schlimmen Fällen äußerst sich die Allergie in starken Schmerzen und unangenehmem Geruch der entzündeten Körperteile. In jedem Fall solltet ihr zunächst einen Tierarzt aufsuchen und ihm die Symptome detailliert beschreiben. Es gibt noch einige weitere Krankheiten, die von ähnlichen Symptomen begleitet werden.

Übrigens: Hunde können auch an einer Unverträglichkeit leiden. Diese unterscheidet sich von einer Allergie und äußert sich meist in Form von Verdauungsstörungen. Die Behandlung ist jedoch die selbe.

Welche Stoffe können eine Futtermittelallergie auslösen?

Die häufigsten Auslöser für eine Futtermittelallergie beim Hund sind bestimmte in der Nahrung enthaltene Proteine. In 90% der Fälle handelt es sich dabei um tierische Proteine in Milchprodukten, Eiern, Rindfleisch, Huhn, Lamm oder Fisch. Da diese Stoffe über lange Zeit bei der Produktion von Hundefutter zum Einsatz kamen, treten Allergien zunehmend auf. In einigen Fällen können auch Weizen, Soja oder Mais die Auslöser sein. Auch wenn ihr eurem Hund qualitativ hochwertiges Futter gebt, kann er eine Allergie gegen einzelne Inhaltsstoffe entwickeln.

Bei einer Allergie wirkt das jeweilige Allergen direkt auf den Körper des Hundes ein. Durch einen früheren Kontakt hat der Organismus des Hundes Antikörper gebildet. Er stuft den als solches ungefährlichen Stoff als unverträglich ein. Bei oralem oder äußerlichem Kontakt kommt es zu einer allergischen Überreaktion in Form oben genannter Symptome. Eine Allergie baut sich teilweise über Jahre auf und kann auch im Alter plötzlich auftreten. Meist brechen die Allergien jedoch im Alter von zwei bis drei Jahren aus.

Wie finde ich heraus, worauf mein Hund allergisch reagiert?

Es ist nicht leicht herauszufinden, worauf der Hund allergisch reagiert. Leider gibt es keinen Schnelltest, der die Allergie sicher nachweisen kann. Wenn ihr das Futter im Verdacht habt, ist es wichtig, strukturiert zu handeln. Am Besten lasst ihr zunächst die täglichen Leckerlis und anderes Zusatzfutter weg. Wenn keine Besserung zu erkennen ist, hilft nur eine Eliminationsdiät.

Eliminationsdiät mit Hundefutter für Allergiker

Um die Allergie genau zu bestimmen, füttert ihr über einen Zeitraum von etwa zwölf Wochen ausschließlich eine exotische Protein- und Kohlenhydratquelle. Der Hund sollte kein Bestandteil des Futters vorher gefressen haben. Dazu eignen sich beispielsweise Single-Protein-Sorten mit Fleisch vom Strauß oder Känguru oder auch Insektenprotein,ein alternatives Protein, das immer mehr Tierärzte ihren Allergikern empfehlen.  Als gut verträgliche Kohlenhydratquellen eignen sich Süßkartoffeln oder Amaranth. Besonders wichtig ist, dass der Hund im gesamten Zeitraum der Therapie ausschließlich das Hundefutter für Allergiker bekommt. Kleine Snacks oder gar Reste vom Esstisch sind ein absolutes Tabu.

Es kann anschließend bis zu 12 Wochen dauern bis sich eine sichtbare Besserung einstellt. Daraufhin führt ihr einen Provokationstest mit dem zuvor nicht vertragenen Futter durch. Im Falle einer Allergie sollte der Hund nun wieder Symptome zeigen. Für eine erfolgreiche Eliminationsdiät solltet ihr einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Das richtige Hundefutter für Allergiker

Die beste Maßnahme, um Symptome zu vermeiden, ist nach der Eliminationsdiät weiterhin jegliches Futter mit Allergieauslösern zu meiden. Außerdem solltet ihr hohen Wert darauf legen, dass alle Inhaltsstoffe bekannt und besonders hochwertig sind. Eine Möglichkeit ist beispielsweise Nahrung mit hydrolysierten Proteinen und Kohlenhydraten. Hierbei sind die allergieauslösenden Stoffe in Molekülgröße aufgespalten, sodass der Körper sie nicht als Allergene erkennt. Wer ambitioniert ist und sich etwas auskennt, kann BARFen und seinem Vierbeiner selbst ein Hundefutter für Allergiker herstellen.

Die unkomplizierteste Möglichkeit ist weiterhin spezielles Hundefutter für Allergiker mit einer tierischen Eiweiß- und einer Kohlenhydratquelle. Selten verwendete oder exotische Zutaten tragen zur Verträglichkeit bei. Daher eignen sich Insektenproteine perfekt. Auch wenn der Trend noch relativ neu ist, gibt es schon einige Produkte auf dem Markt. Ihr solltet beim Kauf jedoch einen Blick auf alle Zutaten werfen. Oft sind zur Geschmacksverstärkung zusätzlich tierische Stoffe enthalten.

Vorteile von hypoallergenem Futter aus Insektenproteinen

Als Folge der ansteigenden Bevölkerungszahl der Erde und des erhöhten Fleischbedarfs gelten Insekten als die Proteinquelle der Zukunft. Insekten sind nicht nur eine nahrhafte Proteinquelle, sondern auch nachhaltig und umweltschonend. Im asiatischen Raum gelten Grillen, Käfer und Co seit Jahrhunderten als hochwertige Eiweißquellen. Weltweit ernähren sich zwei Milliarden Menschen von Insekten! Warum also nicht auch ein Hundefutter aus Insekten probieren?

Gesundes und nahrhaftes Hundefutter für Allergiker

Insektenproteine haben die selbe Ernährungsleistung wie Fleisch und sind hypoallergen. In vielerlei Hinsicht übertreffen Insekten sogar die Ernährungseigenschaften von Fleisch. Außerdem sind sie genauso lecker wie fleischliche Proteine und frei von GVO und Antibiotika. Sie stellen damit eine hochnutritive Alternative zum Nutztierprotein dar. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass das Futter ekelig aussieht. Als Proteinquelle dienen in erster Linie gemahlene Mehlwürmer oder Fliegenlarven. Diese werden zusammen mit anderen Zutaten zur gewohnten Kroketten-Form verarbeitet.

Die Larven der Schwarzen Soldatenfliegen sind beispielsweise reich an wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Calcium und Vitamin B12. Außerdem enthalten sie alle, für Fleischfresser notwendigen, Aminosäuren. Ein besonders ausschlaggebender Vorteil für allergische Hunde ist, dass sie bislang bei der Herstellung von Tiernahrung nicht zum Einsatz kamen. Mit einer solch exotischen Proteinquelle ist die Gefahr, dass euer Hund allergisch reagiert, daher minimal.

Nachhaltige und umweltschonende Alternative

In der heutigen Zeit gewinnt das Thema Nachhaltigkeit immer stärker an Bedeutung. Mit Insektenproteinen könnt ihr nicht nur eurem Hund etwas Gutes tun, sondern auch dem Planeten. Die Insekten werden in speziellen Insektenfarmen gezüchtet. Diese benötigen einen geringeren Anteil an Wasser, Futter und Raum im Vergleich zu anderen Tierfarmen. Der Boden wird daher nicht stark beansprucht und der Wasserverbrauch ist gering. Die Aufzucht von Insektenlarven ist im Vergleich zu Säugetieren leicht. Die larven von Schwarzen Soldatenfliegen können sich beispielsweise von einer speziellen Klasse von organischen Abfällen ernähren: Pflanzen oder Lebensmittel, die aufgrund von optischen Fehlern vom Lebensmittelmarkt abgelehnt werden oder überreifes Obst und Gemüse. Im Gegensatz zur herkömmlichen Fleischindustrie sind 100% der Insekten essbar und es entstehen keine Abfallprodukte.

Wo bekomme ich Hundefutter aus Insektenproteinen?

Es gibt mittlerweile einige Hersteller, die Tiernahrung auf Basis von Insektenmehl anbieten. Ihr solltet beim Kauf jedoch darauf achten, dass keine anderen Proteinquellen zum Einsatz kommt. Das Hundefutter von Eat Small enthält beispielsweise ausschließlich hochwertige, gemahlene Hermetia Illucens Nymphen (Schwarze Soldatenfliegen). Es eignet sich daher gut für sensible Hunde aller Rassen. Da die Fütterung mit Insekten noch in den Kinderschuhen steckt, findet ihr im Sortiment des Unternehmens eine kleine Auswahl. Es gibt aktuell eine Sorte Trockenfutter sowie drei Sorten kaltgepressten Trainingssnacks. Weitere Sorten sind jedoch schon in Planung.

Mehr zum Hundefutter von Eat Small erfahren

Alle Rezepturen hat eine der Co-Gründerinnnen (Véronique Glorieux), die Tierärztin ist, in Zusammenarbeit mit Ernährungspezialisten entwickelt. Das Trockenfutter „WALD“ ist ein reichhaltiges Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde mit normalem bis hohem Aktivitätsniveau. Mit einem Protein-Anteil von 30% hat es einen der höchsten Anteile an Protein in der Branche des Insekten-Tierfutters. Es ist zu 100% Getreide- und Glutenfrei und enthält rein hypoallergene Zutaten. Als Kohlenhydratquelle sind gut verträgliche Süßkartoffeln enthalten. Für essentielle Fettsäuren sorgen Sonnenblumen-, Raps-, Leinöl sowie Kürbiskerne. Verschiedene Mineralstoffe, Kräuter und Gewürze liefern Vitamine und einen guten Geschmack.

Für unterwegs gibt es die leckeren, kaltgepressten Insektensnacks für den Hund. Ihr habt die Wahl zwischen den drei Sorten  „ENERGY“ mit Goji Beeren, „MINDFULNESS“ mit Chia und Banane oder „SPIRIT“ mit Spirulina Algen. Die Trainingssnacks sind 100% natürlich, ohne Zusatzstoffe und ohne Konservierungsmittel.

Kleine Produzenten wie Eat Small bieten euch die Möglichkeit euren Hund gesund und nachhaltig zu ernähren. Einige Hunde benötigen zwar ein paar Tage, um sich an den nussigen Geschmack von Insektenmehl zu gewöhnen, doch wir finden Hundefutter für Allergiker aus Insekten super.

Mehr zu Eat Small erfahren

Wie findet ihr die Idee mit Insekten als Proteinquelle? Wäre das etwas für euren Hund? Erzählt es uns in den Kommentaren! 

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