07.03.2021

Haustiere individuell pflegen

Felle erfordern besondere Aufmerksamkeit

Hund und Katze sind für die meisten Menschen mehr als Haustiere. Sie sind liebenswerte Begleiter, die den Alltag bereichern, Trost spenden und für Unterhaltung sorgen. Jedoch bringt die Haltung eines Tiers nicht nur Spaß, sondern auch Verantwortung mit sich. Speziell das Fell bedarf besonderer Aufmerksamkeit, damit sich im kuscheligen Pelz keine unliebsamen Knötchen bilden.

Pflege und Streicheleinheiten verbinden: Die Fellnasen frühzeitig an die Fellpflege gewöhnen

Sie sind niedlich, tapsig und einfach zum Verlieben. Wer sich einen Welpen oder ein Kätzchen in die Wohnung holt, konnte dem Charme der liebenswerten Vierbeiner nicht widerstehen. Tapsen sie zum ersten Mal in ihrem neuen Heim herum, schmilzt jedem Tierbesitzer das Herz. Jeder Halter möchte natürlich nur das Beste für seine tierischen Mitbewohner, daher sollte man sich noch vor dem Kauf von Hund und Katze über deren Pflegebedürfnisse Gedanken machen. Obgleich es pflegeleichte Rassen gibt, spielt bei allen Fellträgern eine gute Pflege eine wichtige Rolle. Es ergibt Sinn, bereits kleine Fellnasen an Bürste, Fellstriegel und Co. zu gewöhnen.

Unabhängig von Tierart und Rasse sollte dazu zunächst eine kleine Bürste mit abgerundeten Zinken verwendet werden. Sie entwirrt schonend das Fell, ohne die Haut zu irritieren. Wer die Fellpflege mit einer ausgiebigen Streicheleinheit kombiniert, kann die Bindung zu seinem Haustier festigen und ihm die Angst vor dem unbekannten Pflegehelfer nehmen. Fellpflegehandschuhe sind eine gute Möglichkeit, um bereits Welpen und Kitten an regelmäßiges Bürsten zu gewöhnen. Die besten Haustier-Handschuhe zur Pflege verfügen über kleine, abgerundete Zinken aus Kunststoff. Diese glätten das Fell und sorgen gleichzeitig für einen angenehmen Massageeffekt.

Für kurzhaarige Tierrassen reichen sie zur Fellpflege aus. Viele Hunde- und Katzenrassen verfügen neben langem Oberfell jedoch über ein dichtes Unterfell. Ein gutes Beispiel stellt die Norwegische Waldkatze dar. Das Markenzeichen der Halblanghaarkatzen besteht im dichten Halskragen, dem buschigen Schwanz und einem kuscheligen Fell. In Herbst und Winter ist dieses besonders dicht und kann ohne regelmäßige Pflege zum Verfilzen neigen. Die entstehenden Fellknäuel nimmt die Samtpfote nicht nur unangenehm wahr – in ihnen können sich auch Parasiten wie Läuse oder Flöhe gut einnisten. Zudem verhindern die Verfilzungen, dass Sauerstoff an die Haut gelangt, was zu Entzündungen führen kann. Auch viele Hunderassen wie

  • Alaskan Malamute,
  • Anatolischer Hirtenhund,
  • Bearded Collie und Border Collie,
  • Chow-Chow,
  • Schäferhund,
  • Golden Retriever oder
  • Labrador

verfügen über Unterwolle. Um abgestorbene Haare sanft zu entfernen, ist ein Enthaarungskamm eine gute Lösung. Dieser verfügt über stabile Zinken aus Metall, an deren Enden sich kleine Widerhaken befinden. Wird der Kamm langsam durch das Fell gezogen, zieht er lose Härchen automatisch heraus. Sie können nach jedem Bürstenstrich von Hand von den Zinken entfernt und entsorgt werden. Um die Haut des Tiers nicht zu verletzen, achten die Halter auf ein sanftes und vorsichtiges Vorgehen. Streicheln und kraulen Sie Ihr Haustier während der Fellpflege, können Spiel und Pflege kombiniert werden.

Übrigens: Viele Katzen sind selbst um ihre Fellpflege bemüht und lecken sich akribisch das Fell. Dabei Verschlucken sie viele Haare, die sich im Magen zu Haarbällen formen. Viele Katzen erbrechen diese. Katzengras und spezielle Anti-Haarball-Snacks können helfen, dass sich die Härchen im Katzenmagen besser zersetzen. Ebenso ersparen Sie der Katze mit regelmäßigem Bürsten das Verschlucken vieler Härchen.

Die Fellpflege beim Hund: Unterschiede bei den Rassen kennen und beachten

Während die Fellpflege bei Katzen hauptsächlich aus Bürsten und der Kontrolle nach Zecken oder anderen Parasiten besteht, kann die Pflege des Hundefells umfangreicher ausfallen Bei einigen Rassen kommt beispielsweise das Scheren mit dazu. Allerdings darf nicht jeder Hund geschoren werden. Hat der beste Freund des Menschen mehr als eine Fellschicht, sollte davon Abstand genommen werden. Denn beim Scheren wird das Deckhaar mit entfernt. Beim Nachwachsen der Haare verdrängt die Unterwolle neue Deckhaare, was den Verlust der Schutzfunktion des Fells nach sich zieht. Dadurch steigt die Gefahr, dass betroffene Hunde einen Sinnenbrand erleiden. Zu den Hunderassen, bei denen das Nebenhaar bis in die Längen mitwächst, gehören beispielsweise:

  • Malteser,
  • Bolonka,
  • Havaneser oder
  • langhaarige Hütehunde.

Bei ihnen steht zwischen dem Welpenalter und dem ersten Jahr ein großer Fellwechsel an. Bei diesem kann das Fell stark verfilzen. Um das zu vermeiden, sollten Hundehalter ihren Tieren bereits im Welpenalter antrainieren, langes Bürsten geduldig zu ertragen. Es sollte möglich sein, das Fell des Hundes gut 20 Minuten am Stück zu entwirren.

Bei Hunden mit kurzem Fell gibt es ebenfalls Rassen, die ihr Fell abwerfen. Die kleinen piksenden Härchen können sich in der Wohnung verteilen und bei Hautkontakt für Juckreiz sorgen. Zu vermeiden ist das, indem Mops, Dalmatiner und Dogge mit speziellen Noppenhandschuhen behandelt werden. Diese können die Härchen gut aufsammeln, dienen gleichzeitig als Massage und regen die Durchblutung an.

Zu den Hunderassen, bei denen eine Schur erlaubt sind, zählen beispielsweise Pudel, Bichon und Wasserhunde. Jedoch sollte das Haar nicht zu stark gekürzt werden. Ebenso wie bei Langhaarhunden müssen Pudel-Mischlinge wie Labradoodle oder Goldendoodle regelmäßig gebürstet werden, damit keine Verfilzungen drohen. Bei allen Hunderassen sollte vermieden werden, dem Fell im nassen Zustand mit einem Kamm zu Leibe zu rücken. Dadurch wird die Elastizität der Haare zerstört. Ist das Hundefell durch das Toben im Freien zu verschmutzt, sollte es vor der Fellpflege gesäubert werden. Andernfalls kann der Schmutz dem Hund unangenehm auf der Haut kratzen.

Zu beachten ist, dass die Haut der Tiere einen pH-Wert von 7,5 – also höher als bei Menschen – aufweist. Für eine Wäsche sollte daher bestimmtes Hundeshampoo zum Einsatz kommen. Dieses ist pH-neutral. Normale Shampoos für den Menschen weisen einen zu niedrigen pH-Wert für Hunde auf und sind dementsprechend zu sauer. Sie können den Säureschutzmantel auf der Haut des Haustiers zerstören. Weist das Hundefell starke Verfilzungen auf, kann es sinnvoll sein, nach dem Shampoonieren einen Conditioner für die Fellpflege zu verwenden. Beide Pflegeartikel sollten gut mit klarem Wasser aus dem Fell ausgespült werden.

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