Testbericht: Tractive GPS Cat Tracker

Wir testen den Tractive GPS Tracker für Katzen

Jedes Jahr verschwinden in Deutschland mehrere Hunderttausend Haustiere und meistens sind es Katzen. Freigängerkatzen sind dabei besonders gefährdet und werden schnell mal in einer Garage oder einem Keller eingesperrt. Damit ihr euch in solch einer Situation keine Sorgen machen müsst, empfehlen wir einen GPS Tracker für Katzen.

Tractive GPS CAT Tracker für Katzen

Tractive hat einen neuen GPS Tracker herausgebracht, der speziell auf Katzen ausgelegt ist. Mit dem Tractive GPS CAT Tracker könnt ihr eure Katze mithilfe der kostenfreien Tractive-App für Android und iOS in Echtzeit orten. Als weitere Besonderheit könnt ihr einen virtuellen Zaun festlegen oder beispielsweise die Aktivität eurer Samtpfote tracken. Bei Tractive könnt ihr das Gerät für 54,99€ versandkostenfrei bestellen. Im Lieferumfang sind neben dem GPS Tracker auch ein passendes Ladegerät, eine schicke Gummi-Halterung für den Tracker und eine Anleitung für das Gerät enthalten. Um zu sehen, ob das Gerät auch hält, was es verspricht, hat unsere Kollegin Melissa den Tracker mit ihrer Freigängerkatze Maunzi und unsere Kollegin Alina mit ihrer Wohnungskatze Leia ausprobiert. Im folgenden Testbericht möchten sie ihre Erfahrungen mit euch teilen!

Zum Tractive GPS CAT Tracker

Wie hat euch der Tractive GPS Tracker gefallen?

Form und Design

Schon beim Auspacken des Trackers ist uns die solide Verarbeitung aufgefallen. Das dunkelblaue Gerät wirkt robust und wiegt dennoch nur 35 g. Mit seinen Abmessungen von 71,5 x 28 x 17,3 mm ist er sehr handlich und scheint gut für Katzen geeignet. Mithilfe einer elastischen Gummi-Hülle lässt sich der Tracker ganz einfach an einem Halsband oder Geschirr befestigen. Da Freigängerkatzen eigentlich keine Halsbänder tragen sollten, um nirgendwo hängen zu bleiben, war Melissa zunächst etwas skeptisch. Doch mit einem Halsband mit Sicherheitsverschluss gab es bisher keine Probleme. Leider wirkt das Gerät an Maunzis Halsband etwas klobig und wir hatten erst Bedenken, ob sie sich damit frei bewegen kann, doch es stellte sich heraus, dass Maunzi sich durch den Tracker nicht gestört fühlte. An Leias Geschirr ließ sich das Gerät seitlich befestigen, sodass sie dadurch keine Einschränkungen hatte. Durch das spezielle Design ist der Tractive GPS Peilsender laut Hersteller zu 100% wasserdicht. Das kam uns auch gleich zugute, da wir ihn mit Maunzi bei Schnee zum ersten Mal getestet haben.

Registrierung und Tractive Abo

Zur Inbetriebnahme des Trackers haben wir uns die kostenlose App aufs Handy geladen. Anschließend haben wir uns einen Account erstellt und unsere Daten eingeben. Der Tractive GPS Tracker ist durch die Kennung auf der Rückseite mit der App verbunden. Folglich haben wir zur Registrierung die 8-stellige Tracker ID auf der Rückseite des Gerätes in der App eingegeben. In der App kann man mehrere Tracker hinzufügen, wobei jeder ein eigenes Mobilfunk-Abo benötigt. Um das Gerät zu nutzen, ist es nämlich nötig ein Abo abzuschließen. Das liegt daran, dass das Gerät auf das Mobilfunknetz zugreift, um den genauen Standort der Katze an das Smartphone zu senden.

Tractive bietet zwei Abo-Formate mit unterschiedlichen Leistungen schon ab 3,75€ pro Monat an. Mit dem Basic Abo könnt ihr eure Katze jederzeit orten und live tracken. Das Premium Abo bietet zudem weitere Funktionen wie eine Familienfreigabe und den 365 Tage Positionsverlauf. Da Melissa gerne über längere Zeit wissen möchte, wo Maunzi sich tagsüber aufhält hat sie sich für das Premium-Abo entschieden. Auch für Alina war das Premium-Abo die erste Wahl, da sie die gesammelten GPS-Daten ihrer Spaziergänge exportieren möchte. Etwas unflexibel fanden wir, dass das monatlich kündbare Basic Abo mit 9,99€ mehr als doppelt so teuer ist als ein 2 bzw. 5-Jahres-Vertrag. Wer sich für den Tracker von Tractive entscheidet, kann jedoch einfach die kostenlose App in einem „Demo Mode“ testen ohne den Tracker oder ein Abo erwerben zu müssen. So könnt ihr euch gratis erstmal einen Eindruck verschaffen.

Zum Tractive GPS CAT Tracker

Verwendung des Trackers & der Tractive App

Sobald der Tracker befestigt ist, kann er mithilfe eines kleinen Knopfes auf der Oberseite eingeschaltet werden (3 Sekunden gedrückt halten). Ein grünes Licht und ein Ton signalisieren, dass der Tracker nun in Betrieb ist. Nach dem Einschalten hat es einige Minuten gedauert bis das GPS-Signal auf dem Handy erschien. Danach lief es aber problemlos und präzise und wir konnten den Tracker mithilfe der App orten. Ein Klick auf LIVE Tracking genügt und die Position wird alle 2 bis 3 Sekunden aktualisiert!

Besonders spannend war es natürlich bei Freigängerkatze Maunzi. Nach ein paar Stunden an der frischen Luft, wollten wir wissen, wo sie sich gerade herumtreibt und konnten sie mithilfe des Live Trackings und des integrieten Pieptons problemlos aufspüren. Es hat zwar manchmal etwas länger gedauert bis sich der Tracker verbunden hat, doch wir mussten nie mehr als eine Minute warten. Generell ist die App sehr nutzerfreundlich aufgebaut und war auch für Technik-Laien intuitiv zu bedienen. Durch die Gummi-Halterung sitzt der Tracker sehr fest und ist auch beim Rennen nicht abgefallen. Auch wenn Maunzi sich am Halsband gekratzt hat, saß das Gerät fest.

Der Akku des Trackers hält auch bei dauerhafter Benutzung überraschend lange. Wir mussten ihn auch nach sechs Tagen noch nicht aufladen. Um Akku zu sparen, kann man zudem eine sogenannte Power Saving Zone einrichten, beispielsweise, wenn das Gerät mit einem bekannten WiFi Netzwerk verbunden wird. Der Tracker begibt sich dann automatisch in den Power Saving Modus, wenn die Katze den Bereich des Wlans betritt. Zum Aufladen muss man den Tracker aus der Gummihülle nehmen und ihn mithilfe des mitgelieferten magnetischen Ladekabels aufladen.

Virtueller Zaun

Eine interessante Spielerei für Freigängerkatzen ist der virtuelle Zaun, den wir mithilfe der App einrichten konnten. Als sicheren Bereich hat Melissa für Maunzi einen Umkreis um das Haus und den Garten gesetzt. Sobald Maunzi den festgelegten Bereich verlassen sollte, gibt es eine Benachrichtigung aufs Handy. So könnte Melissa im Ernstfall schnell handeln und wüsste gleich wo Maunzi steckt. Bisher ist Maunzi jedoch brav innerhalb des virtuellen Zauns geblieben. Es ist jedoch gut zu wissen, dass Melissa im Ernstfall immer weiß, wo sie ihre Katze finden kann.

Positionsverlauf & Aktivitätstracking

Ist der Positionsverlauf aktiviert, zeichnet die App für 365 Tage auf, wo die Katze herumläuft. So konnten wir Maunzis tägliche Spaziergänge nachvollziehen und wussten genau, wann sie wie weit gelaufen ist. Die Heat Map zeigt an, wo sich die Katze häufiger aufhält und so kann man zum Beispiel auch feststellen, ob sie bei Nachbarn gefüttert wird oder irgendwo ein fremdes Haus betritt.

Das Aktivitätstracking ist besonders auch für Wohnungskatzen wie Leia interessant, die an der Leine spazieren gehen. Neben der Gesamtstrecke berechnet der Tracker die Geschwindigkeit der Katze. Aus den gesammelten Daten stellt der Tractive GPS Tracker eine Bewegungsstatistik für Leia auf. Außerdem kann man, mithilfe der App, Aktivitätsziele für die Katze setzen und bekommt mitgeteilt, inwieweit man sie eingehalten hat. Diese Funktion ist meiner Meinung nach zwar nicht unbedingt notwendig, doch ich finde es eine tolle Spielerei. Außerdem hat sie Alina dazu animiert, sich und Leia neue Ziele zu setzen und öfter spazieren zu gehen.

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Unser Fazit

Nach bereits mehrmaliger Nutzung des Tractive GPS Trackers ziehen wir ein durchweg positives Fazit. Im Alltag macht der Tracker auf jeden Fall Spaß und gibt gleichzeitig eine gewisse Sicherheit. Die App ist leicht zu bedienen und hält, was sie verspricht. Alles in allem ist der Tracker für Freigängerkatzen durchaus sinnvoll. Toll wäre nur, wenn er etwas kleiner und leichter wäre.

Für Melissa ist es spannend, Maunzis tägliche Routen zu verfolgen und zu wissen, wo sich die Fellnase herumtreibt, wenn sie nicht Zuhause ist. Besonders beruhigend ist es, gleich nachsehen zu können, wo Maunzi ist, wenn sie mal über Nacht nicht nach Hause kommt. Es ist nämlich keine Seltenheit, dass ihre Streifzüge etwas länger dauern. Falls sie sich in die Garage des Nachbarn schleicht und dort versehentlich eingesperrt wird, ist sie mit dem Tracker auf der sicheren Seite. So muss sie sich nicht tagelang sorgen, sondern kann gleich ihren Nachbarn Bescheid geben. Melissa war zudem überrascht, wie groß das Revier ihrer Katze tatsächlich ist.

Der Aktivitätstracker gibt Alina zudem einen Anreiz öfter spazieren zu gehen und die Spaziergänge mit Leia fühlen sich dank des Trackers um einiges sicherer an. Etwas unpraktisch fanden wir, dass ein monatlich kündbares Abo für die Nutzung des Mobilfunks um einiges teurer ist als das mehrjährige Modell. Im Vergleich zu anderen Anbietern sind die Service-Kosten jedoch eher gering.

Der Tracker konnte absolut halten, was er verspricht und ist ein perfekter Begleiter für den Alltag mit Abenteuerkatzen! Auch wenn weder Maunzi noch Leia bisher weggelaufen sind, ist es dennoch beruhigend immer zu wissen, wo sich die beiden gerade aufhalten.

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