Hunde baden – Wie bade ich meinen Hund richtig?

Die meisten Hunde baden nicht besonders gerne und in den meisten Fällen ist der Sprung in die Badewanne oder Dusche auch nicht nötig. Dennoch kommt es von Zeit zu Zeit zu Situationen, in denen das reinigende Bad die letzte Lösung ist, um den Hund zu säubern.

Viele Hundebesitzer werden folgendes Szenario kennen: Während des Spaziergangs wälzt sich der tierische Begleiter im Kuhdung oder badet in einem dreckigen und stinkenden Tümpel. Danach ist er nicht nur dreckig, sondern stinkt zudem unerträglich. Wie ihr beim Baden des Vierbeiner vorgehen solltet, was ihr beachten müsst und warum ihr euren Hund nur selten baden dürft, erfahrt ihr hier.

 

1. Wann ist ein Bad wirklich nötig?

Hat der Hund nach dem Spaziergang dreckige Pfoten oder nasses Fell, muss er nicht gleich ein Bad nehmen. In der Regel gilt, lieber bürsten statt baden. Dreck lässt sich, wenn er getrocknet ist, wunderbar rausbürsten. Alternativ bietet sich auch eine saugfähige Matte, wie die Dirty Dog Doormat, an, die speziell dafür entwickelt wurde Schlamm, Wasser und Schmutz aufzusaugen. Legt eine solche Matte ins Auto oder in den Hauseingang und eure Umgebung wird vom Schmutz verschont. Manchmal kommt es jedoch vor, dass Hunde sich in stinkende Gewässern stürzen oder in Kuhdung wälzen. Im Gegensatz zu uns Menschen, scheinen die Vierbeiner den Geruch von Kuhdung zu mögen. Wenn der Gestank des Hundes unerträglich scheint oder der Schmutz zu hartnäckig ist, ist ein reinigendes Bad unumgänglich.

Auch bei Hauterkrankungen, wie Hautpilz oder bei Parasitenbefall, kann es sein, dass Hunde baden und mit speziellen Produkten behandelt werden müssen. Habt ihr die Vermutung, dass sich euer Hund Flöhe oder einen Hautpilz eingefangen hat, sucht euren Tierarzt auf. Dieser berät euch über die weitere Vorgehensweise.

Hund im Schlamm

Hund im Schlamm

2. Vorbereitung des Hundebads

Wenn ihr eure Hunde baden möchtet, gibt es einige Vorkehrungen zu treffen. Zum einen solltet ihr eine Gummimatte oder ein Handtuch in der Badewanne oder Dusche auslegen. Zum anderen ein großes Handtuch oder sogar ein altes Bettlaken vor der Dusche platzieren. Wichtig ist, dass der Hund weder in der Wanne noch auf den Fliesen des Badezimmers ausrutschen kann, denn dabei kann er sich verletzten und Panik vor dem Baden bekommen. Damit der Badetag des Vierbeiners so stressfrei wie möglich abläuft, solltet ihr dem Tier vor allem Sicherheit vermitteln. Dies geschieht nicht nur indem ihr die Rutschgefahr mindert, sondern auch selbst Ruhe ausstrahlt. Seid ihr angespannt und aufgeregt, so überträgt sich die Unruhe auf den Hund. Sinnvoll ist es zudem, den tierischen besten Freund im Vorfeld an die Badewanne oder Dusche zu gewöhnen, damit er keine Scheu davor hat. Lernt er das Zubehör für das Baden vom Welpenalter an  kennen und hat schon einige Trockenübungen gemacht, so hopst er im Idealfall freiwillig in die Wanne. Bereitliegen sollte alles, was ihr benötigt: Hundeshampoo, ein Haarsieb für den Abfluss, große Handtücher und eventuell eine Leine und Gummihandschuhe.

Das Baden ist vielen Tieren nicht geheuer. Wenn ihr bei dem ersten Bad des Hundes zu unbedacht vorgeht, kann dies im schlimmsten Fall sogar das Vertrauen, das der Vierbeiner in euch hat, beeinflussen. Planung ist beim Hunde baden die Grundvoraussetzung. Vielleicht genießt euer tierischer bester Freund die Wellnessbehandlung sogar. 😉

2.1. Die Wahl des richtigen Shampoos

Zur richtigen Vorbereitung gehört auch die Auswahl des Shampoos. Shampoo oder Kernseife, welche wir Menschen benutzen, ist für Hunde ungeeignet, da sie empfindlich auf die Düfte reagieren und die aggressiven Stoffe den Säureschutzmantel der Haut angreifen. Juckreiz, gereizte Haut und das Austrocknen der Haut sind die Folge. Verwenden solltet ihr hingegen mildes Hundeshampoo. Achtet darauf, dass der pH-Wert, je nach Hunderasse, bei etwa 7,4 oder höher liegt und das Shampoo keine Duftzusätze enthält. Darüber hinaus darf das Shampoo kein Natrium-Lauryl, Formaldehyd, Phtalate und Moschusverbindungen enthalten.

Duftstoffe im Shampoo haben zudem den Nachteil, dass sie den Eigengeruch des Hundes übertünchen. Dieser ist für die Stellung des Tieres im Rudel sehr wichtig. Riecht der Vierbeiner nach dem Bad anders (parfümiert), wird er sich beim Spaziergang wälzen, um den für ihn ekligen Geruch loszuwerden.

Hund badet

Hund badet

3. Hunde baden – Tipps zur richtigen Durchführung

Nachdem ihr alles vorbereitet habt und der Hund sicher in der Duschkabine oder Badewanne steht, dreht ihr das Wasser mit wenig Druck auf. Im Sommer bietet sich das Abduschen mit einem Gartenschlauch im Freien an, im Winter solltet ihr im Badezimmer bleiben. Der Wasserstrahl sollte sanft sein, sodass es nicht unangenehm für den Vierbeiner ist. Die Temperatur darf lieber etwas kühler als zu warm eingestellt sein, da zu warmes Wasser beim Hund zu Kreislaufproblemen und Verbrennungen führen kann. Hunde die auch beim Spaziergang im kühlen Bach plantschen, haben kein Problem mit einer etwas kühleren Wassertemperatur.

Beginnt beim Abbrausen mit den Pfoten und arbeitet euch dann langsam nach oben vor, bis der Körper des tierische Mitbewohners komplett nass ist. Den Kopf hingegen solltet ihr nicht mit der Duschbrause nass machen, weil weder Wasser in die Augen noch in die Ohren oder die Nase fließen darf. Am besten ist es, wenn ihr für den Kopfbereich einen Waschlappen zur Hand nehmt. Seift den nassen Hund mit speziellem Hundeshampoo ein und spült es dann wieder mit Wasser ab. Auch hier ist darauf zu achten, dass der Schaum auf keinen Fall in die Augen, Ohren oder Nase des Hundes kommt. Spart den Kopf vorsichtshalber großzügig aus. Erst wenn alle Rückstände des Shampoos entfernt sind, dürft ihr den Vierbeiner abtrocknen. Bleiben Reste im Fell zurück, führt das anschließend zu Juckreiz und dies gilt es zu vermeiden.

4. Trocknen des Hundes

Wenn im Sommer die Sonne scheint, bietet es sich an, den Hund im Freien trocknen zu lassen. In den kälteren Monaten des Jahres hingegen, müsst ihr ihn gut abrubbeln, damit er sich nicht erkältet. Ich empfehle euch den Vierbeiner noch in der Wanne vorsichtig mit Handtüchern abzutrocknen und ihn dann herauszuheben. Wie es für Hunde typisch ist, wird euer Liebling sich vermutlich schütteln. Um zu vermeiden, dass das Wasser umherspritzt, legt ihr am besten ein großes Handtuch locker über den nassen Hund oder zieht ihm einen flauschigen Hunde-Bademantel an. Im Anschluss an die Prozedur, freut sich euer Liebling über einen kuscheligen Platz an der Heizung. Mit einer leckeren Belohnung, wie einem Kauknochen, sorgt ihr dafür, dass er dort eine Weile liegen bleibt.

Hund wird nach dem Bad mit einem Handtuch abgetrocknet

Hund wird nach dem Bad mit einem Handtuch abgetrocknet

5. Wie oft darf der Hund gebadet werden?

Die meisten Hunde baden zwar nicht gerne, aber dennoch bleibt ihnen manchmal keine andere Wahl. Wenn sie sich in Kot oder Aas gewälzt haben, stinkt ihr Fell so unerträglich, dass ihr sie abduschen müsst. Bedenkt jedoch, dass das Baden eine Ausnahme sein sollte. Häufiges Baden schadet dem Hund und stellt ein Gesundheitsrisiko dar.

Sicherlich hat jeder von euch schon mal gemerkt, dass sich nach einem Spaziergang bei Regen getrockneter Schmutz um den Liegeplatz des Vierbeiners ansammelt. Dies geschieht, wenn der Dreck im Hundefell trocknet. Die Erklärung dafür bietet das selbstreinigende Fell des Tieres, welches mit einem leichten „Fettfilm“ überzogen ist. Der Fettfilm sorgt dafür, dass Schmutz und Nässe abgehalten werden können. Durch zu häufiges Baden mit Shampoo wird die natürliche Schutzschicht zerstört und der Hund ist anfälliger für Hauterkrankungen. Nach dem Baden braucht die Hundehaut bis zu sechs Wochen, um sich wieder zu regenerieren. Häufig reicht es aus Hunde mit Wasser abzuduschen und nur selten ist ein gründliches Bad inklusive Hundeshampoo notwendig. Ich rate euch eure Hunde maximal alle zwei Monate zu baden, es aber möglichst noch seltener zu tun.

Wenn euer tierischer Mitbewohner noch ein Welpe ist, bedenkt: Lieber bürsten statt baden! Vor dem dritten Lebensmonat solltet ihr euren Welpen auf keinen Fall mit Shampoo waschen, da dies die Schutzfunktion der jungen Hundehaut schädigt. Vertraut auf das selbstreinigende Fell eures tierischen Lieblings und belastet seine empfindliche Haut nur, wenn es wirklich nötig ist.

Müsst ihr euren Hund regelmäßig baden? Erzählt mir in den Kommentaren von euren Erfahrungen. Vielleicht habt ihr sogar noch ein paar Tipps! 😉

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