Urlaub mal anders: Freiwilligenarbeit in einer Tierauffangstation in Costa Rica

Ihr habt mal wieder länger Urlaub und wisst noch nicht genau, wo es hingehen soll? Wenn ihr tierlieb seid und ihr mal etwas anderes machen wollt, als am Strand zu liegen könntet ihr euren nächsten Urlaub in einem Rettungszentrum für exotische Tiere im wunderschönen Costa Rica verbringen.

Urlaub mal anders: Freiwilligenarbeit in einer Tierauffangstation in Costa Rica

Mitten zwischen Palmen und exotischen Fruchtbäumen befindet sich das Costa Rica Animal Rescue Center nahe der Stadt Turrúcares. Das ist etwa eine Stunde Autofahrt von der Hauptstadt San José entfernt. Hier tummeln sich verschiedene Affenarten, Faultiere, Honigbären und alle möglichen anderen Tiere, die in Costa Rica heimisch sind. Einige von ihnen wurden verletzt aufgefunden und in die Station gebracht, andere vom Schwarzmarkt gerettet. Für etwa 6000 US Dollar werden beispielsweise Faultiere illegal an Privatpersonen aus anderen Ländern verkauft. Der Tier-Schwarzmarkt für exotische Tiere ist ein verbotenes, aber lukratives Geschäft, weshalb immer wieder einheimische Tiere in die Fänge der Wilderer geraten. Viele werden dann über Monate oder Jahre in kleinen Käfigen gehalten, in denen es ihnen unmöglich ist, ihr natürliches Verhalten auszuleben. Immer wieder werden Tierhändler gefasst und die Tiere können gerettet werden. Aufgrund der langen Gefangenschaft ist es jedoch selten möglich, die Tiere unmittelbar wieder in die freie Natur zu entlassen, da sie beispielsweise den natürlichen Jagdtrieb verlernt haben und sich der Gefahr von Fressfeinden nicht direkt bewusst sind. Diese armen Geschöpfe kommen dann in Auffangstationen wie das Costa Rica Animal Rescue Center, wo sie langsam wieder an Artgenossen und ihre natürlichen Triebe gewöhnt werden, bis sie dann schließlich wieder ausgewildert werden können. Aber nicht nur exotische Tiere, sondern auch mutterlose Hundewelpen und Katzenbabys finden hier ein Zuhause.

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Das Rettungszentrum wird teilweise von der Regierung finanziell unterstützt und teils durch die Spenden der Besucher finanziert, die die Auffangstation besichtigen können. Einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Einrichtung machen jedoch die freiwilligen Helfer, sogenannte „Volunteers“, aus, die aus der ganzen Welt kommen, um sich um die Tiere zu kümmern. Jeder ist hier ein willkommener Helfer. Das klingt nach einem Job für euch? Ich sage euch, was ihr über Costa Rica wissen müsst, wie euer Tag als Volunteer im Costa Rica Animal Rescue Center aussehen würde und wie ihr ein freiwilliger Helfer werden könnt.

Costa Rica – Die reiche Küste

Costa Rica liegt in Zentralamerika zwischen Nicaragua und Panama und ist im Ostern durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik begrenzt. Als eines der sichersten und fortschrittlichsten Länder Lateinamerikas gilt es untere anderem deshalb, weil die Armee bereits in den 1950er Jahren abgeschafft wurde und 90% des Energiebedarfs aus regenerativen Quellen gewonnen werden.

Übersetzt bedeutet Costa Rica „reiche Küste“ und wurde von Christoph Kolumbus wohl deshalb so genannt, weil das Land über eine atemberaubende Artenvielfalt, sowohl im Pflanzen- als auch im Tierbereich verfügt. Daneben gibt es auch beeindruckende Vulkane und paradiesische Sandstrände zu bestaunen. Das Land weist ein tropisches Klima auf, weshalb sich das Jahr in Regen- und Trockenzeit gliedern lässt. Die beste Reisezeit ist zwischen Ende Dezember und April, da es in dieser Zeit in Costa Rica am wenigsten regnet.

Freiwilligenarbeit mit Tieren in Costa Rica

Wenn ihr euch dazu entschließt, als Volunteer im Costa Rica Animal Rescue Center zu helfen, würde euer Tag folgendermaßen aussehen: 

Jeden morgen um 7 Uhr gibt es Frühstück, danach werden die Aufgaben für den Tag verteilt. Hier könnt ihr wählen, ob ihr zum Beispiel die Käfige säubern, das Futter für die Tiere zubereiten, Spielzeug basteln oder kleine Affen- und Faultierbabys babysitten wollt. Am Nachmittag könnt ihr noch die Brüllaffen in den sogenannten Butterfly-Garden bringen, eine große Voliere in der die Tiere spielen und klettern können, um sich langsam wieder an die freie Natur zu gewöhnen.

Dafür öffnet ihr einfach den Affenkäfig und ehe ihr euch verseht, habt ihr drei kleine schwarze Äffchen auf eurem Kopf und euren Schultern sitzen. Die schlingen dann auch gerne mal ihren Schwanz um euren Hals, um sich daran runter zu baumeln und zu prüfen, was ihr heute Interessantes in eurer Hosentasche dabei habt 😉 Um 15 Uhr gibt es Mittagessen und der Rest des Tages steht euch dann zur freien Verfügung.Dann könnt ihr zum Beispiel im Pool baden, in die Stadt fahren oder eine Runde mit den Honigbären schmusen. Dabei kann es zwar passieren, dass ihr den einen oder anderen Kratzer abbekommt, denn die Honigbären haben spitze Krallen.
jmJ0Lk9YHy5bkgcFjD1yYs7i3dm9QsjNZcKVMEnMZf0,1bW4mibG-fcd1lcROF3jECdklD_sysNlefsMv2k7W48Jedoch meinen sie es nicht böse, sondern sind von ihrer Begeisterung unter euer T-Shirt oder auf eurem Kopf herum zu klettern einfach nur so überwältigt, dass sie ihre spitzen Krallen manchmal vergessen 😉 Um 18 Uhr gibt es Abendessen und nach einem Pläuschchen am Lagerfeuer mit den anderen Helfern schlummert ihr in einer Holzhütte im 6- oder 12-Bettzimmer gemütlich zu den Geräuschen des Dschungels ein.

Freiwilliger Helfer werden

Jeder kann als freiwilliger Helfer die Auffangstation unterstützen. Ich habe hier die wichtigsten Infos für euch zusammengestellt.

Als freiwillige Helfer werdet ihr für eure Arbeit nicht bezahlt. Da der Station trotz finanzieller Unterstützung durch Regierung und Spender an allen Ecken und Enden das Geld für die Tiere fehlt, können die Leute vor Ort leider weder für eure Unterkunft und Verpflegung, noch für eure Anreise aufkommen. Aus diesem Grund bezahlt ihr vor Ort als Volunteer etwa 30 US Dollar pro Tag für eure Unterkunft und die Verpflegung, welche drei reichhaltige Mahlzeiten pro Tag beinhaltet. Wenn von diesem Geld mal etwas übrig bleiben sollte, kommt es entweder den Tieren zu Gute oder es werden davon Ausflüge für euch organisiert und finanziert. Ihr könnt generell so lange bleiben, wie ihr möchtet. Empfohlen wird, mindestens zwei Wochen zu bleiben, um die Tiere und den Lifestyle Costa Ricas richtig kennen zu lernen. Spanisch zu sprechen ist keine Voraussetzung. Jedoch solltet ihr euch zumindest ein bisschen auf Englisch verständigen können, da das Team vor Ort kaum Deutsch spricht. Weitere Informationen und die Antworten auf weitere, häufig gestellte Fragen findet ihr auf der Website des Rettungszentrums.

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Habt ihr Lust bekommen, euren nächsten Urlaub zwischen Affen und Faultieren zu verbringen, etwas Gutes zu tun und Costa Ricas herzliche Kultur näher kennen zu lernen? Dann unterstützt als Volunteers das Costa Rica Animal Rescue Center. Schickt dafür einfach eine Anfrage in englisch oder spanisch an die Station.

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