Unfassbar – Tierquäler darf seinen misshandelten Hund behalten

Unvorstellbar wie manche Menschen sich gegenüber ihren Tieren verhalten. Ein Hund sollte für uns Menschen ein treuer Freund sein und nicht das Ventil um Aggressionen abzulassen. Umso erschreckender ist es, dass viele Menschen mit ihrer Tierquälerei durchkommen. Trotz Verurteilung vor Gericht in Neuss durfte hier ein Tierquäler seinen misshandelten Schäferhund behalten. Dieser Fall sorgt nicht nur bei Tierfreunden für Unverständnis.

Verurteilter Tierquäler darf Schäferhund behalten

Der Mann soll seinen armen Hund immer wieder verprügelt und getreten haben. Außerdem war das Tier abgemagert und litt unter starkem Flohbefall. Diese Tatsachen reichten zwar für eine Verurteilung vor Gericht aus, leider aber nicht dafür, dass dem verantwortungslosen Halter sein Schäferhund abgenommen wurde. Es wurde lediglich eine Geldstrafe von 450€ ausgesprochen. Obwohl der Tierschutzverein dem Verurteilten anbot, seine Hunde aufzunehmen und ihnen ein neues zuhause zu suchen, weigerte sich der Halter. Er hätte die Tiere sogar jederzeit besuchen können.

Doch wie kann das sein, dass ein solcher Tierquäler seinen Hund behalten darf? – Ganz einfach: Über den Verbleib der Hunde entscheidet nicht der Strafrichter, sondern das Ordnungsamt der Stadt. Ein Verstoß gegen den Tierschutz hat also nicht zwingend ein gesetzliches Verbot der Tierhaltung zur Folge. Das ist abhängig von der Schwere des Falles und kann von Fall zu Fall variieren. Da beim zuständigen Veterinäramt des Rhein-Kreis Neuss keine Beschwerden über den Halter vorlagen, kann man ihm das Tier nicht ohne weiteres abnehmen.

Es lohnt sich natürlich dennoch immer wachsam zu sein und den Zustand der Hunde in der Umgebung im Auge zu behalten und im Ernstfall den Halter anzuzeigen. Auch in diesem Fall hat der Tierquäler ja eine Strafe erhalten. Weitere tierärztliche Untersuchungen seines Hundes zeigent auch keine schwerwiegenden Mängel des Gesundheitszustandes mehr auf. Vielleicht war die Strafe dem Halter ja eine Lehre und er lässt seinen Hund von nun an in Frieden.

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