Smarter Hundeparkplatz: New York hat den Dog Parker eingeführt

Wir müssen draußen bleiben. – Als Hundebesitzer kennt ihr diesen Spruch nur zu gut. Ihr seid beim Einkaufen und werdet von einem unfreundlichen Schild begrüßt. Der Hund muss alleine draußen vor dem Laden warten und ihr hetzt euch drinnen ab, damit nichts passiert. Es gibt immer wieder Zwischenfälle mit anderen Hunden oder Leuten, die den Vierbeiner ärgern, streicheln oder sogar entführen wollen. Um das Problem zu lösen, hat sich die US-Amerikanerin Chelsea Brownridge etwas einfallen lassen. Sie hat spezielle Hundeparkhäuser entwickelt, wo der Hund „geparkt“ werden kann. In New York können Herrchen und Frauchen ihre Hunde bereits in den Mini-Parkhäusern einschließen und shoppen gehen. In München soll das Konzept nun ebenfalls von einem potentiellen Partner getestet werden.

Dog Parker Hundeparkplatz – Innovation oder Unsinn?

In New York findet ihr mittlerweile über 50 weiße Aluminiumkästen in Hausform, die als Kurzzeit-Unterkunft für euren Hund dienen sollen. Die Dog Parker wurden vor knapp einem Jahr in Brooklyn eingeführt und erfreuen sich bei den Anwohnern größter Beliebtheit. Immerhin gibt es in New York zur Zeit auch 600.000 Hunde. Die „Smart Homes“ sind mit einer Heizung, ständiger Frischluftzufuhr, einer Klimaanlage und einer Videokamera ausgestattet. Durch ein Fenster kann der Vierbeiner das Geschehen vor der Hütte beobachten. In den Leerzeiten wird die Hütte mit UV-Licht bestrahlt, das Bakterien, Viren und Schimmelpilze abtöten soll. Zusätzlich kommt jeden Tage eine Reinigungskraft vorbei, die die Box gründlich säubert.

Um die Box zu nutzen müssen sich die Hundehalter bei einer App anmelden. Hier werden dann direkt auf dem Smartphone freie Boxen in der Nähe angezeigt. Ist die Tür geschlossen und der Hund sicher geparkt, kostet der Aufenthalt 20 Cent pro Minute für höchstens 90 Minuten. Damit das besorgte Herrchen oder Frauchen auch sicher sein kann, dass dem Hund nichts passiert, werden über die App ständig Livebilder gesendet. Die Reaktionen der Hundebesitzer sind gemischt. Die Nutzer sind begeistert, dass sie entspannt ihre Besorgungen machen können während der Hund auf dem Hundeparkplatz versorgt ist. Kritiker bezeichnen die Parkhäuser abfällig als „Hundeknast“ oder „Tierschließfächer“. Sicher ist der Dog Parker nicht das Richtige für jeden Vierbeiner. Die Gegner der Boxen sind der Meinung, dass kein Halter seinem Hund zusätzlichem Stress aussetzen sollte, nur um ein enspannteres Leben zu haben.

Die Erfinderin Brownridge meint dazu: „Jeder Hund ist anders und selbstverständlich müssen Herrchen und Frauchen ihren Haustieren Zeit geben, die neue Umgebung kennen zu lernen. Für manche Hunde ist das vielleicht wirklich nichts, das muss man dann eben akzeptieren, schließlich geht es darum, dass der Hundeparkplatz für beide funktioniert: Hund und Besitzer.“ Die Hütten werden immer weiter entwickelt und sogar speziell auf die Hunde zugeschnittene Entspannungs-Musik ist im Gespräch. Geschäfte und Cafés fanden das Konzept gut und inzwischen hat Dog Parker schon 50 Mitarbeiter. Im kommenden Jahr plant das Unternehmen in 20 neue Märkte zu expandieren. Neben weiteren US-Amerikanischen Großstädten wie San Francisco, Toronto, Charlotte und Atlanta hat Brownridge auch den Markt in Europa im Visier.

Was denkt ihr über die Dog Parker? Würdet ihr euren Hund in so einer Hütte parken? 

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